King (Kollegah-Album)

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King
Studioalbum von Kollegah
Cover

Veröffent-
lichung(en)

9. Mai 2014

Label(s) Selfmade Records

Format(e)

CD, Schallplatte, Download

Genre(s)

Hip-Hop

Titel (Anzahl)

20

Laufzeit

74:33

Besetzung
  • Kollegah

Produktion

United Hustlers, KD-Beatz, Hookbeats, Phil Fanatic, Cestro, Sikk

Studio(s)

Homeboy Studios

Chronologie
Jung, brutal, gutaussehend 2
(mit Farid Bang)
(2013)
King Zuhältertape Vol. 4
(2015)

King ist das vierte Soloalbum des deutschen Rappers Kollegah. Es erschien am 9. Mai 2014 über das Düsseldorfer Label Selfmade Records.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2013 veröffentlichte Kollegah gemeinsam mit Farid Bang das Album Jung, brutal, gutaussehend 2. Dieses erreichte Platz 1 der deutschen, österreichischen und schweizerischen Album-Charts und erfuhr eine breite Rezeption.[1] Bereits während der Vermarktung des Kollaborationsalbums begann Kollegah die Arbeit an King.[2] Der Erfolg von Jung, brutal, gutaussehend 2 sei, laut Aussage Kollegahs, einer „Befreiung“ gleichgekommen, die ihm erlaubt habe, seine Kreativität fließen zu lassen. Dies habe der Arbeitsweise zu Beginn seiner musikalischen Tätigkeit geähnelt.[3] Stilistisch stelle das Album damit einhergehend eine Abkehr von Bossaura dar und sei vergleichbar mit den „Zuhältertapes“.[3] Nachdem Kollegah die ersten Texte verfasst hatte, begannen die Studioaufnahmen, aus denen im Sommer 2013 eine erste Version des Albums hervorging. In den darauf folgenden Monaten wurden Stücke des Albums überarbeitet oder ausgetauscht sowie zusätzliche Strophen von Gastrappern gewonnen.[2] Im Zuge des Entstehungsprozesses war Kollegah, etwa durch die Auswahl der Samples, auch aktiv in die Produktion involviert.[3]

Am 4. November 2013 gab Kollegah im Zuge der Veröffentlichung des Lieds Ruhe vor dem Sturm den Album-Titel King bekannt.[4] Der Titel ist unter anderem gegen den Rapper Kool Savas gerichtet, der sich selbst als „King of Rap“ bezeichnet. Kollegah erklärte, dass Savas in seinem Vortrag vom „Freestyle ins Schreien“ wechsele und dies „als Rap-Offenbarung“ verkaufe. Aus diesem Grund wolle er die Bezeichnung Savas’ als „King of Rap“ nicht mehr tolerieren.[5] Ende Januar wurde zunächst der 25. April 2014 als Veröffentlichungsdatum bekannt gegeben.[6] Später wurde der Termin auf den 9. Mai 2014 verschoben. Die Verzögerung wurde mit der Überprüfung der in der Limited Deluxe Edition beiliegenden JBG-2-DVD durch die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft begründet.[7] Am 8. Februar 2014 erfolgte die Präsentation des Album-Covers.[8]

Titelliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kollegah (2014)
# Titel Produzent Länge
1. Alpha Hookbeats, Phil Fanatic, United Hustlers & Sadikbeatz 2:19
2. King United Hustlers 3:29
3. Flightmode Hookbeats & Phil Fanatic 3:25
4. R.I.P. Hookbeats & Phil Fanatic 3:22
5. Cohibas, blauer Dunst (feat. Farid Bang) Hookbeats & Phil Fanatic 3:23
6. AKs im Wandschrank Hookbeats, Phil Fanatic & United Hustlers 3:00
7. Morgengrauen Hookbeats & Phil Fanatic 3:18
8. Sanduhr (feat. Favorite) KD-Beatz & Drumz N' Roses 3:19
9. Du bist Boss Hookbeats, Phil Fanatic, Cestro & United Hustlers 2:41
10. Universalgenie Hookbeats & Phil Fanatic 4:38
11. Lamborghini Kickdown Hookbeats & Phil Fanatic 2:44
12. Karate (feat. Casper) Hookbeats, Phil Fanatic & United Hustlers 3:14
13. Schwarzer Benz Hookbeats & Phil Fanatic 4:28
14. Rolex Daytona (feat. Game) Hookbeats, Phil Fanatic & United Hustlers 3:46
15. Warum hasst du mich Hookbeats, Phil Fanatic, Sadikbeatz & United Hustlers 3:01
16. Königsaura KD-Beatz 7:26
17. Es ist Rap (feat. Genetikk) Sikk 2:57
18. Click Click United Hustlers 3:33
19. Regen Hookbeats & Phil Fanatic 3:33
20. Omega Hookbeats & Phil Fanatic 6:57

Gastbeiträge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Genetikk (2013)

Für King nahm Kollegah gemeinsame Stücke mit den Hip-Hop-Musikern Farid Bang, Favorite, Casper, Game und Genetikk auf. Mit Favorite und Genetikk, die wie Kollegah bei Selfmade Records unter Vertrag stehen, hatte er bereits zuvor zusammengearbeitet. Eine Kollaboration mit Casper war ursprünglich für das Album Bossaura geplant gewesen, konnte aber schließlich nicht umgesetzt werden. Kollegah erklärte in einem Interview, dass eine Zusammenarbeit mit Casper „im Nachhinein nicht auf das Album gepasst“ hätte. Aus seiner Sicht sei Casper ein „technisch unglaublich guter Rapper“, der sich durch eine „einzigartige Stimme“ auszeichnet.[9] Casper war außerdem bereits auf Kollegahs erstem Zuhältertape vertreten. Farid Bang trat durch die gemeinsamen Alben Jung, brutal, gutaussehend (2009) und Jung, brutal, gutaussehend 2 (2013) bereits häufiger auf Songs von Kollegah in Erscheinung. Mit Game ist auf Kollegahs viertem Album erstmals ein US-amerikanischer Rapper vertreten. In der Vergangenheit habe es, so Kollegah, häufiger „irgendeinen aus der B-Liga von Dipset“ auf Alben deutscher Rapper gegeben. Ein „Top-Feature“ sei jedoch nie entstanden. Da US-amerikanische Beiträge in der Regel wie „Fremdkörper“ wirken, sei für ihn ausschließlich The Game, dessen Musik er bewundere, in Frage gekommen. Die Kontaktaufnahme mit dem Rapper war über den Selfmade-Records-Gründer Elvir Omerbegovic erfolgt.[10]

Versionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

King erschien in zwei CD- und einer Vinyl-Version sowie als digitale Veröffentlichung. Neben der Standard Edition, die zusätzlich zu den Tracks noch eine King-DVD enthält, auf der der Entstehungsprozess des Albums dargestellt wird, wurde eine Limited Deluxe Edition in Form eines Box-Sets veröffentlicht. Diese enthält zusätzlich zum Album eine DVD zur JBG-2-Tournee (die aufgrund der Indizierung des Albums in "Kollegah & Farid Bang On Tour" umbenannt wurde), ein exklusives T-Shirt, ein Poster und einen Sticker.[11] Die Schallplatte erschien als goldfarbene Doppel-Vinyl.[12]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thomas Burkholz, Kollegah, Elvir Omerbegovic und Max Mönster bei der Goldverleihung für das Album „King“
Professionelle Bewertungen
Kritiken
Quelle Bewertung
laut.de [13]
rap.de [14]
hiphop.de [15]
Kommerzieller Erfolg

Bereits drei Tage nach Veröffentlichung verkündete Selfmade Records, dass King innerhalb von 24 Stunden Goldstatus in Deutschland für über 100.000 verkaufte Einheiten erreicht habe.[16] Eine GfK-Analyse bestätigte die Aussagen des Labels. Demnach positionierte sich Kollegah mit King mit über 160.000 verkauften Einheiten in der ersten Verkaufswoche direkt auf Platz eins der deutschen Charts.[17] Auch in Österreich und der Schweiz stieg das Album direkt auf Platz eins ein und erreichte laut Selfmade Records ebenfalls Goldstatus in der ersten Woche.[18] Nach vier Wochen und drei Tagen konnten mehr als 200.000 Einheiten abgesetzt und somit Platinstatus erreicht werden.[19] Bis Mitte März 2016 wurden 300.000 Alben verkauft, womit King in Deutschland mit Dreifach-Gold ausgezeichnet wird.[20]

18 der 20 Albumtracks konnten sich in der Woche der Veröffentlichung des Albums außerdem in den deutschen Singlecharts platzieren. "King" ist damit das Album mit dem stärksten Einfluss auf die Singlecharts aller Zeiten und Kollegah der deutsche Interpret mit den meisten gleichzeitig in den Singlecharts vertretenen Songs. Nur von Michael Jackson waren nach seinem Tod mehr Titel gleichzeitig in der Top 100 vertreten.[21]

Auszeichnungen für Musikverkäufe
Land/Region Aus­zeich­nung Ver­käu­fe
Aus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe
(Land/Region, Auszeichnung, Verkäufe)
Deutschland (BVMI) Deutschland (BVMI)[22] Gold record icon.svg 3× Gold 300.000
Österreich (IFPI) Österreich (IFPI)[23] Platinum record icon.svg Platin 15.000
Insgesamt Gold record icon.svg 1× Gold
Platinum record icon.svg 2× Platin
315.000

In einer Spotify-Mitteilung heißt es, dass King in nur zwei Tagen mehr als drei Millionen Mal gestreamt worden sei und somit einen neuen Streaming-Rekord für die Region Deutschland, Österreich und Schweiz aufgestellt habe. Des Weiteren positionierte sich Kollegah mit King als erster deutscher Künstler auf die Spitze der täglich aktualisierten Spotify-Alben-Charts.[24] Laut Selfmade Records sei das Album King in der ersten Verkaufswoche knapp 11 Millionen Mal gestreamt worden.[25]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Austriancharts.at: Kollegah / Farid Bang – Jung, brutal, gutaussehend 2. Abgerufen am 7. Mai 2014.
  2. a b März-Ausgabe der Juice (2014), Seite 20.
  3. a b c Hiphop.de: Kollegah im großen „King“-Albuminterview - Toxik trifft. Abgerufen am 7. Mai 2014.
  4. Meinrap.de: Kollegah – Ruhe vor dem Sturm (Audio). (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 8. November 2013; abgerufen am 6. Mai 2014.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/meinrap.de
  5. März-Ausgabe der Juice (2014) – Seite 23
  6. Meinrap.de: Kollegah gibt „King“ ein Releasedate. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 9. April 2014; abgerufen am 6. Mai 2014.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/meinrap.de
  7. Meinrap.de: Kollegah verschiebt „King“. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 1. April 2014; abgerufen am 6. Mai 2014.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/meinrap.de
  8. Meinrap.de: Kollegah – King (Cover). (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 31. März 2014; abgerufen am 7. Mai 2014.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/meinrap.de
  9. Noisey.vice.com: „Keiner von denen hat die Eier, uns Props zu geben“—Kollegah im Interview. Abgerufen am 5. Mai 2014.
  10. März-Ausgabe der Juice (2014) – Seite 21
  11. Meinrap.de: Kollegah – King Album-Infos #1 (Video). (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 27. Januar 2014; abgerufen am 5. Mai 2014.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/meinrap.de
  12. King Limited Vinyl Edition auf Amazon
  13. Bewertung: laut.de
  14. Bewertung: rap.de
  15. Bewertung: hiphop.de
  16. Selfmade Records: Kollegah erreicht nach 24 Stunden Goldstatus in Deutschland
  17. King verkauft 160.000 Einheiten in sieben Tagen (Memento des Originals vom 22. Mai 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.gfk-entertainment.com
  18. Selfmade Records: Goldstatus in Österreich und Schweiz in der ersten Woche
  19. Musikmarkt.de: Kollegah: ‚King‘-Platin nach vier Wochen. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 2. April 2015; abgerufen am 26. März 2016.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.musikmarkt.de
  20. Musikmarkt.de: Kollegah holt mehrfach Album-Gold, Selfmade YouTube-Gold. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 4. Dezember 2016; abgerufen am 26. März 2016.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.musikmarkt.de
  21. 23rd of May 2014 auf germanchartblog
  22. Auszeichnung in Deutschland
  23. Auszeichnung in Österreich
  24. Kollegah erzielt neuen Streaming-Rekord (Memento des Originals vom 5. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.musikmarkt.de
  25. Selfmade Records: King in der ersten Woche knapp 11 Millionen Mal gestreamt (Memento des Originals vom 22. Mai 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.gfk-entertainment.com