Klaus Farin

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Klaus Farin (* 1958 in Gelsenkirchen) ist ein deutscher Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klaus Farin gab bereits im Alter von 15 Jahren seine erste Zeitschrift in seinem Gelsenkirchener Gymnasium heraus; sein erstes Buch veröffentlichte er mit 20 Jahren, das Vorwort schrieb Günter Wallraff. 1980 siedelte Farin, vor allem wegen der lebendigen Jugendszene, nach Berlin über.

Farin gründete 1997 mit den Journalisten und Wissenschaftlern Gabriele Rohmann, Ansgar Klein und Eberhard Seidel das Archiv der Jugendkulturen als Verein, das sich zur Aufgabe gemacht hat, Zeugnisse aus und über Jugendkulturen zu sammeln, auszuwerten und der Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen. Er war bis 2011 Leiter und Vorstandsvorsitzender des Vereins. Mittlerweile beitreibt er die Hirnkost KG, vormals Archiv der Jugendkulturen Verlag KG.[1] Sein dickes in Katalogform mit vielen Bildern erschienenes Buch "Frei.Wild: Südtirols konservative Antifaschisten" über die umstrittene Band Frei.Wild, stieß in der antifaschistischen Fachwelt auf vielfache Kritik.[2]

Außerdem ist Farin Beisitzer im Vorstand des Vereins Aktion Courage e.V., dem Träger von Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage, bei dem sein Freund und Co Autor Eberhard Seidel Geschäftsführer ist, welche wiederum Klaus Farins Frei.Wild Buch promotet haben, wie der antifaschistische Fachjournalist Andreas Speit in der TAZ berichtete.[3]

Farin lebt und arbeitet heute als Lektor in Berlin, daneben ist er auf Vortragsreisen in ganz Deutschland unterwegs.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Farin beschäftigt sich in seinen Werken hauptsächlich mit jugendlichen Subkulturen.

Zusammen mit Eberhard Seidel-Pielen verfasste Farin 1991 den Band Krieg in den Städten, welcher aufgrund seines neuartigen Ansatzes, die Jugendlichen selbst zu Wort kommen zu lassen, zu einem Standardwerk moderner Jugendsozialforschung wurde. Aus dieser Arbeit heraus ergab sich eine längere Beschäftigung mit dem Themenkreis Rechtsradikale Jugendliche/Neonazis sowie Skinheads, dem zahlreiche Publikationen zu anderen Jugendkulturen folgten.

Bis heute hat Farin 29 Bücher mit einer Gesamtauflage von über 200.000 Exemplaren veröffentlicht. Er war Mitarbeiter und Herausgeber mehrerer Zeitschriften, drehte Filme und produzierte Radio-Hörspiele und -Features.

Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Wende - Jugend (rororo aktuell), mit Leo A. Müller, Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg, Oktober 1987
  • proEmotion - Frauen im Rock-Business - Begegnungen - Gespräche - Reportagen, mit Anke Kuckuck, Rowohlt Verlag, 1987,
  • Krieg in den Städten: Jugendgangs in Deutschland, 228 Seiten, mit Eberhard Seidel, Rotbuch Verlag Berlin, 1991, ISBN 3-88022-044-1.
  • Rechtsruck: Rassismus im neuen Deutschland, 160 Seiten, mit Eberhard Seidel, Rotbuch Verlag Berlin, 1992, ISBN 3-88022-065-4
  • Ohne Gewalt läuft nichts! Jugend und Gewalt in Deutschland., 304 Seiten, mit Eberhard Seidel, Bund-Verlag, Köln 1993, ISBN 3-7663-2430-6.
  • Hans Fallada "Welche sind, die haben kein Glück", 160 Seiten, Verlag Thomas Tilsner, Bad Tölz, 1993
  • Skinheads 245 Seiten, mit Eberhard Seidel, Verlag C.H.Beck, München, ISBN 3-406-47583-3, 1993
  • Die Scharfmacher., mit Eberhard Seidel, Rotbuch Verlag Berlin, 1994, ISBN 3-88022-343-2.
  • Die dritte Halbzeit. Fußballfans und Hooligans, 142 Seiten, mit Harald Hauswald (Fotograf), BasisDruck GmbH, Berlin, Juni 1996
  • Die Skins. Mythos und Realität. Christoph Links Verlag, Berlin, 1997
  • Jugendkulturen zwischen Kommerz & Politik, 142 Seiten, mit Frank Hofmann, Rüdiger Rossig, Boris Geilert (Fotograf), ehemals Archiv der Jugendkulturen Verlag KG nun Hirnkost KG, 1. Januar 1998
  • Jugendkulturen in Thüringen, 102 Seiten, mit Ingo Weidenkaff und Roland Koletzki (Cover Design), ehemals Archiv der Jugendkulturen Verlag KG nun Hirnkost KG, 1. Januar 1999
  • Rock von Rechts II. Milieus, Hintergründe und Materialien, 226 Seiten, mit Dieter Baacke und Jürgen Lauffer, Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur, Bielefeld 1999, ISBN 3-929685-20-5
  • Die Gothics. Weiss wie Schnee, Rot wie Blut und Schwarz wie Ebenholz, mit Kirsten Wallraff, Interviews, Fotografien, Thomas Tilsner Verlag, Bad Tölz, 2001, ISBN 3-933773-09-1
  • generation-kick.de - Jugendsubkulturen heute (Beck'sche Reihe, Band 1407), 235 Seiten, C.H.Beck Verlag, 2001
  • Reaktionäre Rebellen. Rechtsextreme Musik in Deutschland, 250 Seiten, Verlag Thomas Tilsner, Bad Tölz, 2001, ISBN 3-936068-04-6
  • Artificial Tribes. Jugendliche Stammeskulturen in Deutschland, 240 Seiten, mit Hendrik Neubauer 2001,
  • Freaks für Jesus. Die etwas anderen Christen, mit Conny Agel und Anna Busch, Verlag SPEED Comics, 2005
  • Über die Jugend und andere Krankheiten: Essays und Reden 1994-2008 130 Seiten, 15. April 2008
  • Karl May - Ein Popstar aus Sachsen 164 Seiten, ehemals Archiv der Jugendkulturen Verlag KG nun Hirnkost KG, 18. Januar 2012
  • Buch der Erinnerungen: Die Fans der Böhsen Onkelz, 250 Seiten, ehemals Archiv der Jugendkulturen Verlag KG nun Hirnkost KG, 4. Juni 2014
  • Die Autonomen 16. Februar 2015, 386 Seiten Verlag Hirnkost KG
  • Frei.Wild: Südtirols konservative Antifaschisten, 400 Seiten, ehemals Archiv der Jugendkulturen Verlag KG nun Hirnkost KG, 27. April 2015
  • Deutschrock. 30 Fragen 55 Bands, 240 Seiten, Edition Hirnkost, Dezember 2015

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.jugendkulturen-verlag.de/
  2. Freispruch für Frei.Wild, Von Nico Werner, Störungsmelder 24. Juni 2015
  3. Streit um Buch über Frei.Wild Rechts? Nicht rechts? Rechts? Der Autor Klaus Farin hat ein Buch über die umstrittene Band geschrieben. Schule ohne Rassismus hat es promotet. Darum gibt es jetzt Streit. Andreas Speit, TAZ 15. Juli 2015
  4. http://www.idaev.de/service/filmverzeichnis/skinheads.html
  5. http://www.ikonenmagazin.de/rezension/sunnybastards.htm