Krajna

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Dieser Artikel befasst sich mit der historischen Landschaft Krajna in Polen. Für andere Bedeutungen siehe Krajina
Pojezierze Krajeńskie innerhalb der geomorphologischen Einteilung Polens

Koordinaten: 53° 10′ 0″ N, 17° 35′ 0″ O

Krajna ist eine polnische Bezeichnung für eine etwa 4000 km² große, historische Landschaft im Norden der polnischen Woiwodschaft Großpolen, bei der es sich im Wesentlichen um den ehemaligen Netzedistrikt handelt. Das Gebiet besteht aus der gleichnamigen Seenplatte Pojezierze Krajeńskie mit etwa 300 Seen von über einem Hektar Fläche. In der Moränenlandschaft sind zahlreiche Oser und Kames vorhanden.

Das Gebiet reicht im Osten bis zum Fluss Brda (Brahe), im Süden zur Netze und im Westen zur Küddow. Im Norden sind die Grenzflüsse die Kamionka und die Dobrinka (polnisch Debrzynka). Die Krajna befindet sich in den Grenzen der Woiwodschaften Kujawien-Pommern, der Großpolen und der Lebus.

Folgende Ortschaften liegen in der Krajna: Nakło nad Notecią (Nakel), Złotów (Flatow), Chojnice (Konitz), Krajenka (Krojanke), Kamień Krajeński (Kamin in Westpreußen), Łobżenica (Lobsens), Sępólno Krajeńskie (Zempelburg), Człuchów (Schlochau), Debrzno (Preußisch Friedland), Więcbork (Vandsburg), Wyrzysk (Wirsitz), Mrocza (Mrotschen), Wysoka (Wissek).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Krajna bedeutet übersetzt etwa ‚Grenzgebiet‘, siehe Krajina.

Bis zum Anfang des 12. Jahrhunderts gehörte die Krajna zum Herzogtum Pommern. Im Jahr 1121/1122 wurde der Landstrich vom polnischen König Bolesław III. Schiefmund erobert und Polen angegliedert. Im 14. Jahrhundert beherrschte der Deutsche Orden die Region, die nach der Schlacht bei Tannenberg (1410) wieder unter polnischem Einfluss stand. Mit der Ersten Teilung Polen-Litauens 1772, mit der die Wiedervereinigung Ostpreußens und Westpreußens einherging, kam die Region an Preußen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]