Kubach (Weilburg)

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Kubach
Stadt Weilburg
Koordinaten: 50° 28′ 25″ N, 8° 17′ 57″ O
Höhe: 205 m ü. NN
Fläche: 7,63 km²[1]
Einwohner: 1570 (31. Dez. 2018)[2]
Bevölkerungsdichte: 206 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1974
Postleitzahl: 35781
Vorwahl: 06471

Kubach ist ein Stadtteil von Weilburg im mittelhessischen Landkreis Limburg-Weilburg.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Kubach liegt im Taunus südlich von Weilburg, 215 m über NN. Höchste Erhebung ist der 347 m hohe Birkenkopf.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemarkung Kubachs gab es schon vor 2500 Jahren eine Siedlung, wie Ausgrabungen aus dem Jahr 1981 bestätigen.

Zum ersten Mal wurde der Kubach am 27. Dezember 1000 in einer Urkunde von Otto III. als „usque ad rivolum cubach“ erwähnt.[3]

Im Jahr 1516 wird erstmals ein Pfarrkirche in Cubach erwähnt.

Durch das Bau- und Gewerbegebiet Am Köppel zwischen Weilburg und Kubach wurde der Stadtteil ab Anfang des neuen Jahrtausends zu einem Entwicklungsschwerpunkt der Stadt Weilburg. Die rege Bautätigkeit in diesem Gebiet lässt die Kernstadt Weilburg und Kubach immer weiter zusammenwachsen.

Ortsname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name entwickelte sich von rivolum cubach, der Nennung eines Baches dieses Namens als Grenzangabe, über „Cuobach“, Cubach zum heutigen Kubach. Er kommt wahrscheinlich von den zwei Bächen, die durch Kubach fließen.

Gebietsreform[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde die Gemeinde Kubach am 1. Juli 1974 kraft Landesgesetz als letzter Ort ein Stadtteil von Weilburg.[4][5]

Territorialgeschichte und Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Liste zeigt im Überblick die Territorien, in denen Kubach lag, bzw. die Verwaltungseinheiten, denen es unterstand:[1][6]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kubach: Einwohnerzahlen von 1834 bis 1970
Jahr  Einwohner
1834
  
486
1840
  
511
1846
  
552
1852
  
586
1858
  
604
1864
  
656
1871
  
652
1875
  
625
1885
  
653
1895
  
655
1905
  
606
1910
  
629
1925
  
620
1939
  
609
1946
  
861
1950
  
864
1956
  
854
1961
  
894
1967
  
965
1970
  
881
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: [1]

Zum Stichtag 31. Dezember 2017 lebten in Kubach 1603 Personen.

Religionszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Quelle: Historisches Ortslexikon[1]

• 1885: 639 evangelische (=97,86 %), 14 katholische (=2,14 %) Einwohner
• 1961: 717 evangelische (=80,20 %), 169 römisch-katholische (=18,90 %) Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ortsbeirat von Kubach hat die SPD 2, FDP 1 und die CDU 2 Sitze.

  • Bis 2011 war Jens Witte (SPD) Ortsvorsteher.
  • Von 2011 bis 2016 war Jacqueline Würz (SPD) Ortsvorsteherin.
  • Nach der Gemeindewahl vom 6. März 2016 wurde Uwe Abel (CDU) zum Ortsvorsteher gewählt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1516 wurde die erste eigene Kirche gebaut. Die heutige Kirche wurde 1784 fertiggestellt.

Naturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kubacher Kristallhöhle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kubacher Kristallhöhle ist die einzige Kristallhöhle in Deutschland. Sie wird von Besuchern aus der ganzen Welt besichtigt. Seit dem 31. August 1979 ist die Kubacher Kristallhöhle in der Liste der Naturdenkmäler im Landkreis Limburg-Weilburg geführt.

Bismarckeiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bismarckeiche an der K 423 Richtung Hirschhausen ist seit dem 22. Juli 1938 auf der Liste der Naturdenkmäler im Landkreis Limburg-Weilburg geführt. Das Alter wird auf rund 200 Jahre geschätzt.[7]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf Ortsebene bestehen die Vereine und Gruppen Kubacher Kristallhöhle Höhlenverein Kubach e.V., Freiwillige Feuerwehr Kubach e.V. gegründet 1934 (seit 12. Juni 1980 einschl. Jugendfeuerwehr), Kubacher Frauentreff e.V., Kur- und Verkehrsverein Kubach 1976 e.V., Kyffhäuser-Kameradschaft Kubach, Landfrauenverein Kubach, Turnverein 1907 Kubach e.V., TuS 1945 Kubach e.V., die VdK-Ortsgruppe Kubach und die generationenübergreifende KIZ (Kubacher Initiative Zusammenhalt).

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Es existieren in Kubach ein Bürgerhaus in der Hauptstraße, ein Sportplatz, die Grillhütte am Birkenkopf, Kinderspielplätze und Wanderwege sowie die städtische Kindertagesstätte Kubelix Kubach.
  • In Kubach sorgt die Freiwillige Feuerwehr Kubach, gegründet 1934 (seit dem 12. Juni 1980 mit Jugendfeuerwehr) für den abwehrenden Brandschutz und die allgemeine Hilfe.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Harald Karger (* 1956), ehemaliger Fußballspieler, lebt in Kubach.
  • Arnold Schuster (* 11. März 1890 in Cubach; † 1. August 1969), hessischer Politiker (FVP, DDP, CDU)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kubach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Kubach, Landkreis Limburg-Weilburg. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 24. Mai 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  2. Stadt Weilburg: „Leben in der Stadt Weilburg – Zahlen, Daten, Fakten“, abgerufen am 12. März 2019.
  3. RI II n. 1395 In: Regestendatenbank. Regesta Imperii e.V. bei der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz
  4. Der Hessische Minister des Innern: Gesetz zur Neugliederung des Landkreises Limburg und des Oberlahnkreises. (GVBl. II 330-25) vom 12. März 1974. In: Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1974 Nr. 5, S. 101, § 10 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 809 kB]).
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 372–373.
  6. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Land Hessen. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  7. Liste der Naturdenkmale im Landkreis Limburg. (PDF; 33 kB) Abgerufen am 27. März 2013.