Kubach (Weilburg)

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Kubach
Stadt Weilburg
Koordinaten: 50° 28′ 25″ N, 8° 17′ 57″ O
Höhe: 205 m ü. NN
Fläche: 7,63 km²[1]
Einwohner: 1528 (30. Mrz. 2021)[2]
Bevölkerungsdichte: 200 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1974
Postleitzahl: 35781
Vorwahl: 06471

Kubach ist ein Stadtteil von Weilburg im mittelhessischen Landkreis Limburg-Weilburg.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Kubach liegt im Taunus südlich von Weilburg, 215 m über NN. Höchste Erhebung ist der 347 m hohe Birkenkopf.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name entwickelte sich von rivolum cubach, der Nennung eines Baches dieses Namens als Grenzangabe, über „Cuobach“, Cubach zum heutigen Kubach. Er kommt wahrscheinlich von den zwei Bächen, die durch Kubach fließen.

Von den Anfängen bis zur Gebietsreform in Hessen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemarkung Kubachs gab es schon vor 2500 Jahren eine Siedlung, wie Ausgrabungen aus dem Jahr 1981 bestätigen.

Die älteste bekannte Erwähnung von Kubach erfolgte am 27. Dezember 1000 in einer Urkunde von Otto III. als „usque ad rivolum cubach“ erwähnt.[3]

Im Jahr 1516 wird erstmals eine Pfarrkirche in Cubach erwähnt.

Seit der Gebietsreform[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Kubach zum 1. Juli 1974 kraft Landesgesetz als letzter Ort ein Stadtteil von Weilburg.[4][5] Für Kubach wurde je ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.[6]

Durch das Bau- und Gewerbegebiet Am Köppel zwischen Weilburg und Kubach wurde der Stadtteil ab Anfang des neuen Jahrtausends zu einem Entwicklungsschwerpunkt der Stadt Weilburg. Die rege Bautätigkeit in diesem Gebiet lässt die Kernstadt Weilburg und Kubach immer weiter zusammenwachsen.

Territorialgeschichte und Verwaltung im Überblick[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Liste zeigt im Überblick die Territorien, in denen Kubach lag, bzw. die Verwaltungseinheiten, denen es unterstand:[1][7]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kubach: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2020
Jahr  Einwohner
1834
  
486
1840
  
511
1846
  
552
1852
  
586
1858
  
604
1864
  
656
1871
  
652
1875
  
625
1885
  
653
1895
  
655
1905
  
606
1910
  
629
1925
  
620
1939
  
609
1946
  
861
1950
  
864
1956
  
854
1961
  
894
1967
  
965
1970
  
881
1980
  
?
1990
  
?
2000
  
?
2011
  
1.581
2016
  
1.588
2020
  
1.527
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS[1]; Stadt Weilburg[8]; Zensus 2011[9]

Einwohnerstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Kubach 1581 Einwohner. Darunter waren 57 (3,6 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 333 Einwohner unter 18 Jahren, 684 zwischen 18 und 49, 318 zwischen 50 und 64 und 249 Einwohner waren älter.[9] Die Einwohner lebten in 621 Haushalten. Davon waren 162 Singlehaushalte, 156 Paare ohne Kinder und 237 Paare mit Kindern, sowie 54 Alleinerziehende und 12 Wohngemeinschaften. In 108 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 442 Haushaltungen lebten keine Senioren.[9]

Religionszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

• 1885: 639 evangelische (= 97,86 %), 14 katholische (= 2,14 %) Einwohner[1]
• 1961: 717 evangelische (= 80,20 %), 169 römisch-katholische (= 18,90 %) Einwohner[1]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Kommunalwahlen in Hessen 2021[10]

  • hat Ortsbeirat von Kubach hat die SPD einen, FDP einen und die CDU drei Sitze.
  • Ortsvorsteher wurde Uwe Abel (CDU)

Bis 2011 war Jens Witte (SPD) Ortsvorsteher. Von 2011 bis 2016 war Jacqueline Würz (SPD) Ortsvorsteherin.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1516 wurde die erste eigene Kirche gebaut. Die heutige Kirche wurde 1784 fertiggestellt.

Naturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kubacher Kristallhöhle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kubacher Kristallhöhle ist die einzige Kristallhöhle in Deutschland. Sie wird von Besuchern aus der ganzen Welt besichtigt. Seit dem 31. August 1979 ist die Kubacher Kristallhöhle in der Liste der Naturdenkmäler im Landkreis Limburg-Weilburg geführt.

Bismarckeiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bismarckeiche an der K 423 Richtung Hirschhausen ist seit dem 22. Juli 1938 auf der Liste der Naturdenkmäler im Landkreis Limburg-Weilburg geführt. Das Alter wird auf rund 200 Jahre geschätzt.[11]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf Ortsebene bestehen die Vereine und Gruppen Kubacher Kristallhöhle Höhlenverein Kubach e.V., Freiwillige Feuerwehr Kubach e.V. gegründet 1934 (seit 12. Juni 1980 einschl. Jugendfeuerwehr, seit 2016 mit einer Kinderfeuerwehr), Kubacher Frauentreff e.V., Kur- und Verkehrsverein Kubach 1966 e.V., Kyffhäuser-Kameradschaft Kubach, Landfrauenverein Kubach, Turnverein 1907 Kubach e.V., TuS 1945 Kubach e.V., die VdK-Ortsgruppe Kubach und die generationenübergreifende KIZ (Kubacher Initiative Zusammenhalt).

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Es existieren in Kubach ein Bürgerhaus in der Hauptstraße, ein Sportplatz, die Grillhütte am Birkenkopf, Kinderspielplätze und Wanderwege sowie die städtische Kindertagesstätte Kubelix Kubach.
  • In Kubach sorgt die Freiwillige Feuerwehr Kubach, gegründet 1934 (seit dem 12. Juni 1980 mit Jugendfeuerwehr, seit 2016 mit einer Kinderfeuerwehr), für den abwehrenden Brandschutz und die allgemeine Hilfe[12].

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Kubach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e Kubach, Landkreis Limburg-Weilburg. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 16. Oktober 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  2. Leben in der Stadt Weilburg – Zahlen, Daten, Fakten. In: Webauftritt. Stadt Weilburg, abgerufen im Dezember 2021.
  3. RI II n. 1395 In: Regestendatenbank. Regesta Imperii e.V. bei der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz
  4. Gesetz zur Neugliederung des Landkreises Limburg und des Oberlahnkreises. (GVBl. II 330-25) vom 12. März 1974. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1974 Nr. 5, S. 101, § 10 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 809 kB]).
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 372–373.
  6. Hauptsatzung. § 6. In: Webauftritt. Stadt Weilburg, abgerufen im Dezember 2021.
  7. Michael Rademacher: Land Hessen. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: treemagic.org.
  8. Leben in der Stadt Weilburg – Zahlen, Daten, Fakten (aus Webarchiv). In: Webauftritt. Stadt Weilburg, archiviert vom Original; abgerufen im Dezember 2021.
  9. a b c Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,1 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 22 und 62;.
  10. Ortbeiratswahlen 2021. In: Webauftritt. Stadt Weilburg, abgerufen im Dezember 2021.
  11. Liste der Naturdenkmale im Landkreis Limburg. (PDF; 33 kB) Abgerufen am 27. März 2013.
  12. Startseite Feuerwehr. Abgerufen am 5. Mai 2022.