Hirschhausen (Weilburg)

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Hirschhausen
Stadt Weilburg
Koordinaten: 50° 29′ 45″ N, 8° 20′ 1″ O
Höhe: 268 (248–298) m ü. NHN
Fläche: 6,5 km²[1]
Einwohner: 720 (31. Dez. 2019)[2]
Bevölkerungsdichte: 111 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1970
Postleitzahl: 35781
Vorwahl: 06471

Hirschhausen ist ein Stadtteil von Weilburg im mittelhessischen Landkreis Limburg-Weilburg.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf liegt, von Wald umgeben, im nordöstlichen Taunus (östlicher Hintertaunus), 5,4 km nordöstlich der Weilburger Kernstadt. Durch den Ort führt die Kreisstraße 412. Der Ort selbst liegt auf 248 bis 298 Metern Höhe, während das Gelände im Nordosten der Gemarkung auf bis zu 321 Meter ansteigt.

Nachbarorte sind Kubach (westlich), Drommershausen (nordwestlich), Philippstein (nordöstlich) und Bermbach (östlich).

Evangelische Kirche

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1397 wurde die Ortschaft zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Die achteckige Kirche wurde 1763 errichtet. Im 18. Jahrhundert gehörte Hirschhausen zur Pfarrei Kubach.[1] Da zu dieser Zeit Hirschhausen mit Kubach ein eigenständiges Kirchspiel bildete, das für die Besoldung des Pfarrers einen Beitrag in Naturalien liefern musste, wurde mit Kubach ein Fruchtlieferungsvertrag abgeschlossen, der erst im Jahr 1932 abgeändert wurde.

Westlich von Hirschhausen befinden sich die Mauerreste des ehemaligen Johanniter-Konvents und der Wallfahrtskirche Pfannstiel.

Gebietsreform[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 31. Dezember 1970 fusionierten im Zuge der Gebietsreform in Hessen die bis dahin selbstständigen Gemeinden Ahausen, Bermbach, Drommershausen, Gaudernbach, Hasselbach, Hirschhausen, Kirschhofen, Odersbach und Waldhausen und die Stadt Weilburg auf freiwilliger Basis zur erweiterten Stadt Weilburg.[3] Dadurch wurde Hirschhausen ein Stadtteil von Weilburg.

Territorialgeschichte und Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Liste zeigt im Überblick die Territorien, in denen Hirschhausen lag, bzw. die Verwaltungseinheiten, denen es unterstand:[1][4]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hirschhausen: Einwohnerzahlen von 1834 bis 1970
Jahr  Einwohner
1834
  
342
1840
  
389
1846
  
410
1852
  
414
1858
  
439
1864
  
451
1871
  
470
1875
  
461
1885
  
491
1895
  
496
1905
  
506
1910
  
507
1925
  
492
1939
  
441
1946
  
643
1950
  
679
1956
  
656
1961
  
619
1967
  
661
1970
  
659
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: [1]

Religionszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Quelle: Historisches Ortslexikon[1]

• 1885: 487 evangelische (= 99,19 %), 4 katholische (= 0,81 %) Einwohner
• 1961: 515 evangelische (= 83,20 %), 95 römisch-katholische (= 15,35 %) Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsvorsteher ist Norbert Lewalter.[5]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wildpark[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Südlich des Ortes befindet sich der Wildpark Tiergarten Weilburg.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Vereinsleben wird vom Karnevals-Club Hirschhausen e.V., vom Frauenchor „Eintracht“, von der im Jahr 1933 gegründeten Freiwilligen Feuerwehr Hirschhausen e.V. (seit 1. Mai 1975 mit ihrer Jugendfeuerwehr), vom Männergesangverein „Uhland“, vom TuS Hirschhausen e.V. sowie vom VdK-Ortsverein Hirschhausen geprägt.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem Jahr 1933 sorgt die Freiwillige Feuerwehr Hirschhausen (ab 1. Mai 1975 mit Jugendfeuerwehr) für den abwehrenden Brandschutz und die allgemeine Hilfe in diesem Ort. Es wird hier die städtische Kindertagesstätte "Sonnenschein" betrieben. Es bestehen in Hirschhausen das Bürgerhaus in der Drommershäuser Straße, der Sportplatz, ein Kinderspielplatz sowie Wanderwege.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Hirschhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e Hirschhausen, Landkreis Limburg-Weilburg. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 16. Oktober 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  2. Leben in der Stadt Weilburg – Zahlen, Daten, Fakten. In: Webauftritt. Stadt Weilburg, abgerufen am 1. März 2020.
  3. Zusammenschluß im Oberlahnkreis zur Stadt „Weilburg“ und der Gemeinden Ahausen, Bermbach, Drommershausen, Gaudernbach, Hasselbach, Hirschhausen, Kirschhofen, Odersbach und Waldhausen zur Gemeinde „Löhnberg“ vom 5. Januar 1971. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1971 Nr. 3, S. 111, 119 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 5,5 MB]).
  4. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Land Hessen. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  5. Ortsbeiräte / Ortsvorsteher. Stadt Weilburg, abgerufen am 11. August 2020.