Odersbach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Odersbach
Stadt Weilburg
Koordinaten: 50° 28′ 34″ N, 8° 14′ 29″ O
Höhe: 168 m ü. NHN
Fläche: 4,59 km²[1]
Einwohner: 1016 (31. Dez. 2017)[2]
Bevölkerungsdichte: 221 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1970
Postleitzahl: 35781
Vorwahl: 06471
Odersbach liegt auf der rechten Seite der Lahn.
Odersbach liegt auf der rechten Seite der Lahn.

Odersbach ist ein Stadtteil von Weilburg im mittelhessischen Landkreis Limburg-Weilburg.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Odersbach liegt auf einer Höhe von 168 m ü. NHN nahe der Kernstadt auf der Westerwaldseite der Lahn. Die Gemarkung der ehemaligen Gemeinde Odersbach grenzt im Norden an Waldhausen, im Osten an Weilburg, im Süden durch eine Fußgängerbrücke über die Lahn an Kirschhofen, im Südwesten an Wirbelau sowie im Westen an Gaudernbach und Hasselbach.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erwähnt wird 881 erstmals Odinesbach als Bachname in einer Urkunde des Klosters Prüm. Der Siedlungsname Odenspach wird 1324 erstmals urkundlich genannt, im Jahr 1355 wird von Weinbergen bei Odersbach berichtet.

Frühere Erwerbsquellen waren neben der Landwirtschaft die Arbeit im nahen Basalt-Steinbruch Steinbühl und ab 1843 in der Roteisenstein-Grube Erhaltung.

In Odersbach befindet sich ein Fachwerkhaus aus dem Jahr 1586.

Gebietsreform[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde das Dorf am 31. Dezember 1970 ein Stadtteil von Weilburg.[3]

Territorialgeschichte und Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Liste zeigt im Überblick die Territorien, in denen Odersbach lag, bzw. die Verwaltungseinheiten, denen es unterstand:[1][4]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Odersbach: Einwohnerzahlen von 1834 bis 1970
Jahr  Einwohner
1834
  
456
1840
  
451
1846
  
499
1852
  
477
1858
  
507
1864
  
509
1871
  
556
1875
  
580
1885
  
596
1895
  
573
1905
  
642
1910
  
684
1925
  
732
1939
  
831
1946
  
951
1950
  
951
1956
  
992
1961
  
1.038
1967
  
1.104
1970
  
1.138
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: [1]

Religionszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Quelle: Historisches Ortslexikon[1]

• 1885: 592 evangelische (= 99,33 %), 4 katholische (= 0,67 %) Einwohner
• 1961: 859 evangelische (= 82,76 %), 165 katholische (= 15,90 %) Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahlen in Hessen 2016 lieferten folgendes Ergebnis bei der Zusammensetzung des Ortsbeirats von Odersbach:

Kommunalwahl 2016
 %
50
40
30
20
10
0
13,0 %
(-0,6 %p)
44,3 %
(-3,5 %p)
15,0 %
(+2,5 %p)
27,7 %
(+1,7 %p)
2011

2016

Parteien und Wählergemeinschaften %

2016

Sitze

2016

%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 13,0 1 13,6 1 1
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 44,3 2 47,8 2 3
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 15,0 1 12,5 1 0
FWG Freie Wählergemeinschaft 27,7 1 26,0 1 1
Gesamt 100 5 100,0 5 100,0 5
Wahlbeteiligung in % 55,6 55,9

Nach der Kommunalwahl in Hessen 2011 wurde Karl-Peter Wirth (SPD) am 2. Mai 2011 zum Ortsvorsteher von Odersbach gewählt. In der konstituierenden Sitzung des Ortsbeirats nach der Kommunalwahl 2016 wurde er in dem Amt bestätigt. Sein Stellvertreter war bis zur 28. April 2016 Werner Stoll (FWG). In der konstituierenden Sitzung am 28. April 2016 wurden als neue Stellvertreter Jan Kramer (SPD) und Heinz-Jürgen Deuster (Grüne) gewählt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kulturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe Liste der Kulturdenkmäler in Odersbach.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf Ortsebene bestehen die Vereine BvD-Ortsgruppe Odersbach, SPD-Ortsbezirk Odersbach, die Evangelische Frauenhilfe Odersbach, der Frauenchor Odersbach, Freiwillige Feuerwehr Odersbach e. V., seit 1934 (einschl. Jugendfeuerwehr, seit 17. Dezember 1984), Judo-Club Odersbach, Männergesangverein „Frohsinn“ Odersbach, Sportverein SV 1960 Odersbach e. V, VdK-Ortsgruppe Odersbach sowie der Kur- und Verkehrsverein Odersbach.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Jugendherberge Weilburg und ein Jugendwaldheim der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald liegen oberhalb des Ortes. Direkt an der Lahn ist der vom Odersbacher Kur- und Verkehrsverein betriebene Campingplatz. Durch eine Brücke für Fußgänger über die Lahn ist Odersbach mit dem Stadtteil Kirschhofen verbunden.

In Odersbach sorgt die Freiwillige Feuerwehr Odersbach, gegr. 1934 (einschl. Jugendfeuerwehr, gegr. 17. Dezember 1984) für den abwehrenden Brandschutz und die allgemeine Hilfe. Es besteht eine Städtische Kindertagesstätte „Fizzli Puzzlis“ in Odersbach.

Es bestehen das Bürgerhaus in der Albert-Schweitzer-Straße, ein Sportplatz, Grillhütte, Kinderspielplätze, ein kleines Freibad, sowie Wanderwege und ein Jugendraum.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Odersbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Odersbach, Landkreis Limburg-Weilburg. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 23. März 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  2. Stadt Weilburg: „Leben in der Stadt Weilburg – Zahlen, Daten, Fakten“, abgerufen 18. März 2018.
  3. Der Hessische Minister des Innern: Zusammenschluß der Stadt Weilburg und der Gemeinden Ahausen, Bermbach, Drommershausen, Gaudernbach, Hasselbach, Hirschhausen, Kirschhofen, Odersbach und Waldhausen im Oberlahnkreis zur Stadt „Weilburg“ vom 5. Januar 1971. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1971 Nr. 3, S. 111, Punkt 120 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 5,5 MB]).
  4. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Land Hessen. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).