Waldhausen (Weilburg)

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Waldhausen
Stadt Weilburg
Koordinaten: 50° 30′ 0″ N, 8° 15′ 0″ O
Höhe: 186 m ü. NHN
Einwohner: 1356 (31. Dez. 2017)[1]
Eingemeindung: 31. Dezember 1970
Postleitzahl: 35781
Vorwahl: 06471

Waldhausen ist ein Stadtteil von Weilburg im mittelhessischen Landkreis Limburg-Weilburg.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im südöstlichen Bereich dieser Karte der Topographische Aufnahme der Rheinlande von 1819 ist die Ortschaft Waldhausen mit dem damaligen großen Weiher zu erkennen.

Waldhausen liegt am Westerwald und ist mit der Kernstadt Weilburg zusammengewachsen. Östlich des Ortes fließt die Lahn. Im Westen verläuft die Bundesstraße 49, im Süden die Bundesstraße 456. Im Ort treffen sich die Kreisstraßen 416 und 417. Die Gemarkung der ehemaligen Gemeinde Waldhausen grenzt im Norden an Löhnberg, im Osten an Ahausen, im Süden an Weilburg, Odersbach und Hasselbach sowie im Westen an Allendorf und Merenberg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemalige Schule

Erstmals erwähnt wird der Ort im Prümer Urbar im Jahr 881. Dort wird Waldhausen als Mark Ualthusa genannt. Die Haupterwerbsquellen bildeten bis 1960 die Landwirtschaft und der Bergbau. Danach wurden durch die Erschließung eines Industrie- und Gewerbebetriebs mit der Ansiedlung von Betrieben neue Arbeitsplätze geschaffen.

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde das Dorf am 31. Dezember 1970 ein Stadtteil von Weilburg.[2]

Durch die Ausweisung von Baugebieten und deren Bebauung sind der Stadtteil Waldhausen und die Kernstadt Weilburg zusammengewachsen.

Territorialgeschichte und Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Liste zeigt im Überblick die Territorien, in denen Waldhausen lag, bzw. die Verwaltungseinheiten, denen es unterstand:[3][4]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waldhausen: Einwohnerzahlen von 1834 bis 1970
Jahr  Einwohner
1834
  
468
1840
  
510
1846
  
575
1852
  
559
1858
  
556
1864
  
615
1871
  
598
1875
  
587
1885
  
658
1895
  
605
1905
  
616
1910
  
624
1925
  
672
1939
  
688
1946
  
895
1950
  
917
1956
  
913
1961
  
952
1967
  
1.038
1970
  
1.081
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: [3]

Religionszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Quelle: Historisches Ortslexikon[3]

• 1885: 649 evangelische, 9 katholische Einwohner
• 1961: 848 evangelische, 108 römisch-katholische Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsvorsteher ist Reiner Schäfer (CDU)[5]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kulturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe Liste der Kulturdenkmäler in Weilburg-Waldhausen

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf Ortsebene bestehen die Vereine Frauenhilfe Waldhausen, Freiwillige Feuerwehr Waldhausen e. V., gegr. 1908 (einschl. Jugendfeuerwehr seit 1. Juli 1970 und Kinderfeuerwehr seit 19. März 2011), Gemischter Chor "Germania" 1873 Waldhausen e. V., Kur- und Verschönerungsverein 1965 Waldhausen, Rassegeflügelzuchtverein Waldhausen und der TuS Waldhausen.

Dolles Dorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 31. Mai 2012 wurde Waldhausen in der hessenschau des hr-fernsehens als Dolles Dorf gezogen. In dieser Serie werden hessische Dörfer, die im Jahr 1974 unter 2000 Einwohner hatten, vorgestellt. Der Beitrag wurde am 2. Juni 2012 im hr-fernsehen ausgestrahlt.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Waldhausen sorgt die Freiwillige Feuerwehr Waldhausen, gegr. 1908 (seit 1. Juli 1970 mit ihrer Jugendfeuerwehr und seit 19. März 2011 mit Kinderfeuerwehr) für den abwehrenden Brandschutz und die allgemeine Hilfe. Erziehungsstätte ist der Evangelische Kindergarten Waldhausen in der Merenberger Straße.

Es bestehen das Bürgerhaus, der Sportplatz, Kinderspielplätze und Wanderwege.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Waldhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stadt Weilburg: „Leben in der Stadt Weilburg – Zahlen, Daten, Fakten“, abgerufen am 18. März 2018.
  2. Der Hessische Minister des Innern: Zusammenschluß der Stadt Weilburg und der Gemeinden Ahausen, Bermbach, Drommershausen, Gaudernbach, Hasselbach, Hirschhausen, Kirschhofen, Odersbach und Waldhausen im Oberlahnkreis zur Stadt „Weilburg“ vom 5. Januar 1971. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1971 Nr. 3, S. 111, Punkt 120 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 5,5 MB]).
  3. a b c Waldhausen, Landkreis Limburg-Weilburg. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 23. März 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  4. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Land Hessen. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  5. Ortsbeiräte/ Ortsvorsteher. Stadt Weilburg, abgerufen am 27. November 2016.