Gaudernbach

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Gaudernbach
Stadt Weilburg
Koordinaten: 50° 27′ 58″ N, 8° 12′ 11″ O
Höhe: 213 (213–247) m ü. NHN
Fläche: 5,92 km²[1]
Einwohner: 836 (31. Dez. 2017)[2]
Bevölkerungsdichte: 141 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1970
Postleitzahl: 35781
Vorwahl: 06471
Evangelische Kirche

Gaudernbach ist der westlichste Stadtteil der Stadt Weilburg im mittelhessischen Landkreis Limburg-Weilburg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf liegt am Südosthang des Westerwaldes und 3,9 km südwestlich der Weilburger Kernstadt.

Die Gemarkung grenzt im Norden an die von Hasselbach, im Osten an Odersbach. Im Süden schließen sich Wirbelau und im Westen Schupbach an.

Durch Gaudernbach führt die Landesstraße 3322.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1325 wurde die Ortschaft zum ersten Mal urkundlich erwähnt. In der 2. Hälfte des 14. Jahrhunderts wurde eine Kapelle errichtet.

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts bildeten die sechs Gemeinden Obertiefenbach, Heckholzhausen, Gaudernbach, Wirbelau, Eschenau und Schupbach einen Löschbezirk. Bei ausbrechendem Brand hatten sofort bestimmte Einwohner mit vier angeschirrten Pferden die in Schupbach stationierte Feuerspritze zu holen.[3]

Am 21. Januar 1906 gründete sich die Freiwillige Feuerwehr Gaudernbach. Damit bildete sie mit weiteren bereits bestehenden Freiwilligen Feuerwehren den Löschbezirk Oberlahn im Feuerwehr-Verband für den Regierungsbezirk Wiesbaden, innerhalb dessen sie am 3. September 1906 bei der Bezirksversammlung in Obertiefenbach in einer Stärke von 32 Mitgliedern antrat.[4]

Durch die hessische Gebietsreform wurde die bislang selbstständige Gemeinde am 31. Dezember 1970 ein Stadtteil von Weilburg.[5]

Territorialgeschichte und Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Liste zeigt die Territorien bzw. Verwaltungseinheiten denen Gaudernbach unterstand im Überblick:[1][6]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gaudernbach: Einwohnerzahlen von 1834 bis 1970
Jahr  Einwohner
1834
  
428
1840
  
475
1846
  
497
1852
  
514
1858
  
535
1864
  
554
1871
  
551
1875
  
515
1885
  
534
1895
  
494
1905
  
490
1910
  
481
1925
  
516
1939
  
441
1946
  
657
1950
  
641
1956
  
633
1961
  
717
1967
  
722
1970
  
809
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: [1]

Religionszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Quelle: Historisches Ortslexikon[1]

• 1885: 506 evangelische, 28 jüdische Einwohner
• 1961: 573 evangelische und 140 katholische Einwohner

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Vereinsleben wird hauptsächlich vom Frauen- und Mädchenchor, vom Frauen-Singkreis, von der 1906 gegründeten Freiwillige Feuerwehr Gaudernbach (seit 1. April 1984 mit Jugendfeuerwehr), vom Landfrauenverein, MGV „Eintracht“ Gaudernbach, NCG Narrenclub, Reichsbund der Kriegsopfer Ortsgruppe Hasselbach-Gaudernbach, Reit- und Fahrverein, TuS 1911 Gaudernbach e.V., VdK-Ortsverein Gaudernbach, Vogel- und Naturschutzverein sowie vom Western- und Freizeitreitverein geprägt.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den weit überwiegenden Teil der dort vorhandenen Arbeitsplätze stellen Bauunternehmen (Hoch-, Straßen-, Tiefbau), eine Großmetzgerei, im Brandschutz und in der Metallverarbeitung tätigen Unternehmen zur Verfügung.

Seit dem Jahr 1906 sorgt die Freiwillige Feuerwehr Gaudernbach (ab 1. April 1984 mit Jugendfeuerwehr) für den abwehrenden Brandschutz und die allgemeine Hilfe in diesem Ort.

Es bestehen das Bürgerhaus am Wingertsberg, der Sportplatz, ein Kinderspielplatz sowie Rad- und Wanderwege.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Gaudernbach, Landkreis Limburg-Weilburg. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 23. März 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  2. Stadt Weilburg: „Leben in der Stadt Weilburg – Zahlen, Daten, Fakten“, abgerufen 18. März 2018.
  3. Franz-Josef Sehr: Das Feuerlöschwesen in Obertiefenbach aus früherer Zeit. In: Jahrbuch für den Kreis Limburg-Weilburg 1994. Der Kreisausschuss des Landkreises Limburg-Weilburg, Limburg-Weilburg 1993, S. 151–153.
  4. Franz-Josef Sehr: Feuerwehr-Bezirkstage um die Jahrhundertwende. In: Jahrbuch für den Kreis Limburg-Weilburg 2000. Der Kreisausschuss des Landkreises Limburg-Weilburg, Limburg-Weilburg 1999, ISBN 3-927006-29-7, S. 187–189.
  5. Der Hessische Minister des Innern: Zusammenschluß der Stadt Weilburg und der Gemeinden Ahausen, Bermbach, Drommershausen, Gaudernbach, Hasselbach, Hirschhausen, Kirschhofen, Odersbach und Waldhausen im Oberlahnkreis zur Stadt „Weilburg“ vom 5. Januar 1971. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1971 Nr. 3, S. 111, Punkt 120 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 5,5 MB]).
  6. Verwaltungsgeschichte Land Hessen bei M. Rademacher, Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gaudernbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien