Lamborghini Countach

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Lamborghini
Lamborghini Countach LP400
Lamborghini Countach LP400
Countach
Produktionszeitraum: 1974–1990
Klasse: Sportwagen
Karosserieversionen: Coupé
Motoren: Ottomotoren:
3,9–5,2 Liter
(276–335 kW)
Länge: 4140 mm
Breite: 2000 mm
Höhe: 1070 mm
Radstand: 2450 mm
Leergewicht: 1450 kg
Vorgängermodell Lamborghini Miura
Nachfolgemodell Lamborghini Diablo

Der Lamborghini Countach [kuŋˈtaʧ] ist ein zweitüriger Mittelmotor-Sportwagen des italienischen Fahrzeugherstellers Lamborghini. Er wurde in verschiedenen Versionen von 1974 bis 1990 produziert. Alle Varianten zusammengenommen, entstanden ungefähr 2000 Serienfahrzeuge.

Modellbezeichnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Countach (ausgesprochen [kuŋˈtaʧ], kungtatsch) geht auf einen Ausdruck aus dem Piemontesischen Dialekt zurück. Das orthographisch nicht festgelegte Wort Countach steht für einen Ausruf, der Erstaunen und Bewunderung in sich vereint. In der Literatur kursieren unterschiedliche Interpretationen; zu ihnen gehören „fantastisch“,„Boah!“, „Wahnsinn“ oder „Herrjeh“.[1] Einigen Quellen zufolge ist Countach ein vulgäres Wort;[2] einzelne übersetzen es mit „geil“.[3] Hierzu wird üblicherweise die Geschichte verbreitet, ein Bertone-Mitarbeiter habe diesen Ausruf getätigt, als er die Sportwagenstudie zum ersten Mal sah. Ein britischer Autor zweifelt das allerdings an und hält sowohl die Geschichte als auch den Begriff Countach selbst für „frei erfunden“.[1]

Als Zusatzbezeichnung verwendete Lamborghini die Buchstaben LP. Sie stehen für longitudinale posteriore („längsgerichtet hinten“) und beziehen sich auf die Position des Motors.[4]

Entstehungsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zusätzliche Lufteinlässe: Countach LP400 Prototyp (1973)

Der 1963 gegründete Automobilhersteller Lamborghini hatte mit dem 1966 eingeführten Miura einen der ersten Mittelmotorsportwagen auf den Markt gebracht. Auf dem Genfer Autosalon im März 1971 stellte das italienische Studio Bertone eine Lamborghini Countach LP500 genannte Designstudie vor, die auf das Marktsegment des Miura zugeschnitten war. Der gelb lackierte Countach L500 erschien nicht bei Lamborghini, sondern auf Bertones Stand. Ursprünglich war keine Serienfertigung des Coupés geplant;[5] die Studie war lediglich als „Leistungsbeweis“[6] gedacht. Der Wagen fand jedoch so starken Anklang, dass Ferruccio Lamborghini den fahrbereiten LP500 zunächst umfangreich testen ließ. Im Mai 1972 fiel schließlich die Entscheidung für die Serienproduktion. Ein grün lackierter Prototyp des Countach, der sich technisch und stilistisch von der Studie LP500 in einigen Merkmalen unterschied, wurde im März 1973 auf dem Genfer Auto-Salon der Öffentlichkeit präsentiert,[7] gerade zur Ölkrise. Lamborghini hielt das Auto für so gut, dass es sich seiner Meinung nach trotzdem verkaufen musste. Die Entwicklung des Countach zog sich allerdings in die Länge, weil Lamborghini zeitgleich den kleineren Sportwagen Urraco zur Serienreife bringen musste und mit der Entwicklung von zwei Autos finanziell und organisatorisch überfordert war.[7] Das endgültige Serienmodell debütierte auf dem Pariser Autosalon im Herbst 1973; das erste Kundenfahrzeug wurde allerdings erst am 11. April 1974 ausgeliefert.[8] Zu dieser Zeit war die Produktion des Miura bereits ausgelaufen. In den ersten Jahren war der Countach noch nicht ausgereift; Lamborghini führte regelmäßig Verbesserungen während der laufenden Produktion ein.[9]

Der Countach blieb bis 1990 im Programm und überdauerte in dieser Zeit mehrere Eigentümerwechsel. Er sicherte das Überleben Lamborghinis[5] und prägte das Bild der Marke nachhaltig. Viele spätere Lamborghini-Modelle wie der Diablo, der Murciélago und der Aventador setzten das Designkonzept des Countach fort.

Technik und Karosserie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die technische Entwicklung des Countach verantwortete Lamborghinis Werksleiter Paolo Stanzani; die Weiterentwicklung übernahm ab 1975 der bisherige Maserati-Cheftechniker Giulio Alfieri.

Antriebstechnik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

V12-Motor im Lamborghini Countach

Alle Versionen des Countach haben einen Zwölfzylinder-V-Motor in Mittellage. Der Motor des Countach geht auf eine Konstruktion Giotto Bizzarrinis zurück.[10] In der ursprünglichen Form war er 1963 beim Prototyp Lamborghini 350 GTV gezeigt worden, bevor ihn Giampaolo Dallara und Bob Wallace für das Produktionsmodell 350 GT zur Serienreife weiter entwickelten. Seitdem setzte Lamborghini den Motor in verschiedenen Varianten in Front- und Mittelmotorsportwagen ein.

Der Zylinderbankwinkel beträgt 60 Grad. Der Motorblock und die Zylinderköpfe bestehen aus einer Aluminiumlegierung. Jede der beiden Zylinderreihen hat zwei obenliegende Nockenwellen, die über Rollenketten angetrieben werden.[11] Die ersten Versionen haben je ein Ein- und ein Auslassventil pro Zylinder; ab 1985 w(LP 500 Quattrovalvole) kamen vier Ventile pro Zylinder zum Einsatz. Die Kurbelwelle ist siebenfach gelagert. Die Gemischaufbereitung übernahmen regelmäßig sechs Doppelvergaser von Weber, deren Konfiguration sich im Laufe der Jahre mehrfach änderte; lediglich die in die USA exportierten Fahrzeuge hatten eine elektronische Benzineinspritzung von Bosch. Der Hubraum wurde im Laufe der Jahre von 3929 cm³ beim ersten Serienmodell auf 5167 cm³ vergrößert, die Motorleistung stieg in dieser Zeit von 276 kW (375 PS) auf 335 kW (455 PS).

Anders als beim Vorgängermodell Miura ist der Motor nicht quer zur Fahrtrichtung, sondern längs eingebaut. Ungewöhnlich ist der Hinterradantrieb mit Fünfganggetriebe vor dem Motor und einer Welle durch die Ölwanne zum Differentialgetriebe.

Aufbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Konstruktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

One-Box-Design und Scherentüren: Lamborghini Countach

Tragendes Gerüst aller Serienmodelle ist – anders als beim LP500, der einen Plattformrahmen hatte – ein Gitterrahmen aus Rohren mit rundem Querschnitt, den der Spezialbetrieb Marchesi in Modena herstellte.[12] Das Cockpit ist von einer Überrollbügelstruktur umgeben.[13] Die Karosserie der Serienversionen besteht aus 1 mm starken Aluminiumblechen, die auf dem Rahmen aufgenietet sind. Lamborghini fertigte die Bleche selbst.

Design[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Karosserie des Countach ist ein Entwurf des Bertone-Designers Marcello Gandini. Im Wesentlichen entspricht die Karosserieform des Serien-Countach der 1971 vorgestellten Studie LP500, auch wenn sie in einigen Details deutlich vom LP500 abweicht. Bei der Gestaltung des Countach griff Gandini einige Designelemente auf, die bereits einige Jahre zuvor bei anderen Studien vorgestellt worden waren. Im Profil folgt der Countach dem One-Box-Design, das Giorgio Giugiaro 1968 erstmals beim Showcar Bizzarrini Manta gezeigt hatte:[14] Der Vorderwagen geht annähernd stufenlos in die stark geneigte Windschutzscheibe über, die ihrerseits eine Linie mit der flach auslaufende Dachpartie bildet. Erstmals bei einem Serienfahrzeug kommen Scherentüren zum Einsatz. Gandini hatte dieses Konzept schon 1968 bei dem Showcar Bertone Carabo realisiert. Das rundlich verlaufende Profil kontrastiert mit Ecken und Winkeln an den Fahrzeugflanken und am Heck. Anders als die Studie LP500, haben die Serienfahrzeuge NACA-Lufteinlässe in den Flanken und große Lufthutzen auf den hinteren Kotflügeln.[15]

Die Serienmodelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ursprüngliche Form: Lamborghini Countach LP400
Lamborghini Countach LP400S
Lamborghini Countach LP500S
Lamborghini Countach 25th Anniversary mit nachgerüsteten Felgen

Von 1974 bis 1990 entstanden etwa 2000 Countachs, die sich auf fünf Serien verteilen.

Countach LP400[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1974 bis 1978 wurde das Fahrzeug als Lamborghini Countach LP400 angeboten. In dieser Ausführung hat der V12-Motor einen Hubraum von 3.929 cm³ und leistet 276 kW (375 PS), die bei 8000 Umdrehungen pro Minute anfallen. Der LP400 war zehn Jahre lang der schnellste Lamborghini, nicht zuletzt, weil verschärfte Schadstoffregelungen vor allem in den USA bei späteren Modellen eine Drosselung der Motorleistung notwendig machten. Erst als Lamborghini den LP500S mit deutlich mehr Hubraum ausstattete, wurde die Leistung des Jahres 1974 wieder erreicht.

Countach LP 400S[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Jahren 1978 bis 1982 wurde der Lamborghini Countach LP400S angeboten. Er hat den gleichen Motor wie der LP400, jedoch mit leicht reduzierter Leistung von 261 kW (355 PS) und hat eine überarbeitete Karosserie mit Kotflügelverbreiterungen und einem Frontspoiler. Wahlweise war ein auffälliger Heckflügel erhältlich, der den Anpressdruck auf die Hinterachse erhöhen sollte. Als Vorbild diente das Kundenfahrzeug des kanadischen Ölmagnaten Walter Wolf (siehe unten).

Countach LP 500S[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der folgenden Modellpflege wurde von 1982 bis 1985 der Lamborghini Countach LP500S produziert. Dieses Modell hatte einen größeren V12-Motor mit 4.754 cm³ Hubraum und eine Leistung von 276 kW (375 PS).

Countach LP5000S Quattrovalvole[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1985 folgte der Lamborghini Countach LP5000S Quattrovalvole oder kurz Countach LP5000S QV. Der Hubraum wurde auf 5.167 cm³ erhöht, die Motorleistung stieg auf 335 kW (455 PS). Dieses Modell hat einen Motor mit vier Ventilen pro Zylinder (Quattro Valvole (it.): Vier Ventile). Bei diesem Modell wurde die Motorhaube etwas nach außen gewölbt, um genug Raum für den größeren Motor zu schaffen. Ab dieser Modellreihe war der Countach auch in den Vereinigten Staaten erhältlich. Äußerlich unterschied sich dieses Fahrzeug durch die dort vorgeschriebenen großen aufgesetzten Stoßstangen. Das Gemisch wurde – anders als bei den europäischen Modellen – durch eine Bosch K-Jetronic-Einspritzanlage aufbereitet. Die Leistung wurde mit 309 kW (420 PS) angegeben; diese Modellreihe wurde bis 1988 produziert.

Countach 25 Anniversary[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1988 wurde eine Interims-Version aufgelegt, sie unterscheidet sich äußerlich durch Schweller mit integrierter Luftzufuhr für die Hinterradbremse, außerdem ist eine Klimaautomatik eingebaut, wie sie auch im nachfolgenden Anniversary zu finden ist. Die letzte Baureihe war der von 1988 bis 1990 gebaute Lamborghini Countach 25 Anniversary, ein Jubiläumsmodell zum 25-jährigen Bestehen der 1963 gegründeten Firma Automobili Lamborghini. Die Motorleistung wurde nicht erhöht, jedoch die Karosserie verändert. Die Heckleuchten und die dazwischenliegenden Blenden wurden neu gestaltet, es gab Schwellerverkleidungen mit Lufteinlässen und einen geänderten Frontspoiler mit seitlichen Lufteinlässen.

Produktionsprozess[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anders als bei früheren Lamborghini-Sportwagen, war die Produktion des Countach nicht auf einen selbständigen Betrieb ausgelagert. Zwar wurden die Bleche für die Countach-Karosserie bei Bertone gepresst bzw. teilweise in Handarbeit gefertigt. Den Zusammenbau der einzelnen Teile, den Einbau des Innenraums und die Lackierung der Karosserie übernahm aber Lamborghini. Der Countach war damit der erste Lamborghini, der serienmäßig im Werk komplettiert wurde.[16]

Prototypen und Spezialanfertigungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Countach LP500[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gegensatz zu den späteren Produktionsversionen hat der LP500 ein Chassis und eine Karosserie aus Stahlblech. Bezüglich der Fahrleistungen sind keine verlässlichen Werte vorhanden, da das Auto ständig verändert und nie offiziell von der Fachpresse getestet wurde.

Walter Wolf Countach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einer der drei Walter-Wolf-Countachs

1975 bat der Multimillionär Walter Wolf den damaligen Lamborghini-Chefingenieur Gian Paolo Dallara, den Countach etwas zu überarbeiten. Die Karosserie wurde verändert (ähnlich der des ab 1978 erhältlichen LP 400 S), unter anderem durch einen stark vergrößerten Heckflügel und eine spezielle Innenausstattung und ein stärkerer Motor eingebaut, und zwar der 5-Liter-V12-Motor aus der Studie mit 330 kW (448 PS). Pirelli entwickelte spezielle Reifen für dieses Modell. Es erreichte über 315 km/h. Nach verschiedenen Quellen wurden drei Exemplare hergestellt. Das erste Exemplar, rot lackiert mit der Nummer 110148 befindet sich in Japan, ein weiteres, blau lackiertes in Deutschland (Nummer 1120202). Wolf selbst besaß einen blauen Countach (Nummer 1121210), dessen aktueller Verbleib unbekannt ist.[17]

Countach Turbo S[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf Initiative eines Schweizer Händlers wurden zwei Fahrzeuge auf Turboladung umgerüstet. Der maximale Ladedruck war während der Fahrt zwischen 0,7 und 1,5 bar mit einem Handrad („Dampfrad“) verstellbar. Der 12-Zylinder-Motor mit 4,8 l leistete so bis zu 550 kW (748 PS) und erreichte 876 Nm maximales Drehmoment, was für eine Höchstgeschwindigkeit von 333 km/h und eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 3,6 Sekunden ausreichte. Dadurch war der Wagen das damals schnellste Straßenfahrzeug. Das erste, auf Basis eines LP400S von 1980 produzierte, rote Exemplar war lange verschollen, wurde jedoch 2018 in Nevada wiederentdeckt.[18] Der zweite, schwarze Turbo S befindet sich in der Hand eines schwäbischen Unternehmers.[19]

Countach Evoluzione[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Lamborghini Countach Evoluzione war der erste Prototyp für einen Countach-Nachfolger. Das Besondere an ihm war das Leergewicht von nur 980 kg. Das war möglich, weil der Wagen zum Großteil aus kohlenstofffaserverstärktem Kunstharz bestand. Außerdem wurde zur Gewichtseinsparung auf eine Lackierung verzichtet. Der Motor stammt aus dem Countach, leistet aber 360 kW bei 7500/min. Die Höchstgeschwindigkeit ist 330 km/h; er beschleunigt in 4,2 Sekunden auf 100 km/h.

Countach L150[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Projekt L150 war ein Redesign des Countach mit temperaturgesteuerten Lamellen anstelle der großen Luftöffnungen, einer aerodynamisch besser geformten Wagenfront und in die Seite integrierten Kotflügelverbreiterungen. Der einzige gebaute Prototyp befindet sich heute in einer Privatsammlung in Japan. Er hat einen 5,2-l-V12-Motor, der 335 kW (455 PS) bei 7000/min leistet.

Motordaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Modell Hubraum Motortyp Leistung max. Drehmoment Verdichtung Gemischaufbereitung
LP500
Prototyp
4971 cm³ V12 328 kW
(446 PS)
448 Nm
bei 5750/min
10,5:1 Vergaser
LP400 3929 cm³ 276 kW
(375 PS)
361 Nm
bei 5000/min
LP400S 261 kW
(355 PS)
356 Nm
bei 5000/min
LP500S 4754 cm³ 276 kW
(375 PS)
418 Nm
bei 4500/min
9,2:1
LP500 Turbo S
Prototyp
549 kW
(748 PS)
876 Nm
bei 4500/min
7,2:1 aufgeladen mit 2 Turboladern
LP5000S QV
25 Anniversary
5167 cm³ 335 kW
(455 PS)
500 Nm
bei 5200/min
9,5:1 Vergaser
LP5000S QV
US-Version
309 kW
(420 PS)
Einspritzanlage
1 × Bosch K-Jetronic pro Zylinderbank
Evoluzione 360 kW
(490 PS)
Vergaser

Fahrleistungen, Verbrauch, Gewicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Modell Höchstgeschwindigkeit Beschleunigung 0 bis 100 km/h Ø Verbrauch auf 100 km Leergewicht
LP500 Prototype 300 km/h 5,0 s --- Liter 1130 kg
LP400 309 km/h 5,4 s --- Liter 1065 kg
LP400S 292 km/h 5,9 s --- Liter 1200 kg
LP500S 300 km/h 5,4 s 26 Liter 1480 kg
LP500 Turbo S Prototyp 333 km/h 3,6 s --- Liter 1515 kg
LP5000S QV 295 km/h 4,9 s 20–30 Liter 1490 kg
25 Anniversary 1590 kg
Evoluzione 330 km/h 4,2 s 980 kg

Testwerte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Messwerte von Auto, Motor und Sport:

LP 400[20] LP 500S[21] LP 5000 QV[22]
0–60 km/h 3,0 s 2,8 s
0–80 km/h 4,1 s 3,8 s
0–100 km/h 5,4 s 5,2 s 4,8 s
0–120 km/h 7,2 s 7,2 s
0–140 km/h 9,4 s 9,3 s 8,1 s
0–160 km/h 11,8 s 11,0 s
0–180 km/h 16,0 s 14,5 s 13,0 s
0–200 km/h 18,7 s 17,8 s 17,0 s
1 km mit steh. Start 24,3 s 24,0 s 24,1 s
Höchstgeschwindigkeit 288 km/h 293 km/h 298 km/h

Produktionszahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

LP500 LP400 LP400S LP500S Quattrovalvole LP500 Turbo S 25 Anniversario Evoluzione L150
1 Stück 150/157 Stück 237 Stück 321 Stück 610 Stück 2 Stück 657 Stück 1 Stück 1 Stück
Lamborghini Countach Kit-Car

Kit Car[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Lamborghini Countach erfreute sich als Vorlage für Kit-Car-Hersteller in Großbritannien großer Beliebtheit. Allein der Hersteller Prova Designs fertigte von 1986 bis 1999 über 1200 Bausätze nach der Baureihe LP400S. Der Kit soll so gut gewesen sein, dass Ferruccio Lamborghini – er billigte den Nachbau – diesen mit „besser als das Original“ bezeichnete.[23] Kleine Stückzahlen verschiedener Baumuster fertigten unter anderem die Hersteller Mirage Countach (70 Exemplare LP400S), Panache Cars (60 Exemplare LP400), Brightwheel (25 Exemplare LP400S) und Silhouette Cars (23 Exemplare LP500S), so dass nicht nur in Großbritannien weitaus mehr Nachbauten als echte Countach auf den Straßen zu finden waren.[24]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Der Countach ist der Lamborghini schlechthin. Der Miura mag die junge Marke berühmt gemacht haben. Unsterblich wird Lamborghini erst durch den Countach.“[2]

„Der Countach verschob die Maßstäbe nachhaltig. Nie gab es einen extremeren Sportwagen für die Straße, weder davor noch seitdem (den McLaren F1 eingeschlossen).[25]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Matthias Braun, Alexander Franc Storz: Typenkompass Lamborghini: Sportwagen nach 1964, Motorbuch-Verlag, Stuttgart 2006, ISBN 978-3613026452.
  • Decio Carugati: Lamborghini, Mondadori Electa, 2010, ISBN 978-8837067632
  • Dieter Günther: Erdgeschoss. Oldtimer Markt, Heft 9/1997, S. 8 ff.
  • David Hodges: Lamborghini. The Legend, Smithmark Publishers, London 1998, ISBN 978-0765108463.
  • Hans-Karl Lange: Lamborghini. Alle Sportwagen seit 1963, Verlagsunion Pabel - Moewig, Rastatt 1991, ISBN 3-8118-3063-5.
  • Anthony Pritchard: Lamborghini. Die Geschichte der Supersportwagen aus Sant'Agata, Heel, Königswinter 2006, ISBN 3-89880-574-3.
  • Graham Robson: Lamborghini Countach, Foulis Motoring Book, 1986, ISBN 0-85429-589-5

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Lamborghini Countach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Anthony Pritchard: Lamborghini. Die Geschichte der Supersportwagen aus Sant'Agata, Heel, Königswinter 2006, ISBN 3-89880-574-3, S. 90.
  2. a b Hans-Karl Lange: Lamborghini. Alle Sportwagen seit 1963, Verlagsunion Pabel - Moewig, Rastatt 1991, ISBN 3-8118-3063-5, S. 50.
  3. Matthias Braun, Alexander Franc Storz: Typenkompass Lamborghini: Sportwagen nach 1964, Motorbuch-Verlag, Stuttgart 2006, ISBN 978-3613026452, S. 90.
  4. Dieter Günther: Erdgeschoss. Oldtimer Markt, Heft 9/1997, S. 10.
  5. a b Dieter Günther: Erdgeschoss. Oldtimer Markt, Heft 9/1997, S. 8.
  6. Matthias Braun, Alexander Franc Storz: Typenkompass Lamborghini: Sportwagen nach 1964, Motorbuch-Verlag, Stuttgart 2006, ISBN 978-3613026452, S. 87.
  7. a b Dieter Günther: Erdgeschoss. Oldtimer Markt, Heft 9/1997, S. 11.
  8. Anthony Pritchard: Lamborghini. Die Geschichte der Supersportwagen aus Sant'Agata, Heel, Königswinter 2006, ISBN 3-89880-574-3, S. 91.
  9. Matthias Braun, Alexander Franc Storz: Typenkompass Lamborghini: Sportwagen nach 1964, Motorbuch-Verlag, Stuttgart 2006, ISBN 978-3613026452, S. 88.
  10. Georg Amtmann, Halwart Schrader: Italienische Sportwagen. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 1999, ISBN 3-613-01988-4, S. 228.
  11. Anthony Pritchard: Lamborghini. Die Geschichte der Supersportwagen aus Sant'Agata. Heel Königswinter 2006, ISBN 3-89880-574-3, S. 15.
  12. Internetauftritt von Marchesi & C. s.r.l. (abgerufen am 11. Oktober 2020).
  13. Anthony Pritchard: Lamborghini. Die Geschichte der Supersportwagen aus Sant'Agata, Heel, Königswinter 2006, ISBN 3-89880-574-3, S. 95.
  14. Wolfgang Blaube: Ein Fisch namens Manta. Vorstellung des Bizzarrini Manta und Kurzbeschreibung der Geschichte des Bizzarrini P 538 in: Oldtimer Markt, Heft 10/2008, S. 44 ff.
  15. Tobias Grüner: Die neue Liga der Supersportler. (Nicht mehr online verfügbar.) Motor Presse Stuttgart, 5. Oktober 2013, archiviert vom Original am 21. Februar 2014; abgerufen am 7. Februar 2014.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.motor-klassik.de
  16. Graham Robson: Lamborghini Countach, Foulis Motoring Book, 1986, ISBN 0-85429-589-5, S. 31.
  17. Die schönsten Autos der Welt, Vann/Maxeiner, 1985
  18. 1 of 2, the Lost Countach Turbo... 5. März 2018, abgerufen am 11. Januar 2019.
  19. Markus Stier: Achtung, die Bullen kommen! Lamborghini Countach LP 5000 QV, Turbo S, LP 400. In: Motor Klassik. 26. Dezember 2012, abgerufen am 26. Dezember 2010 (Online Version zum Artikel in Heft 10 / 2010).
  20. Auto, Motor und Sport 15/1975
  21. Auto, Motor und Sport 15/1983
  22. Auto, Motor und Sport 18/1985
  23. Steve Hole: A–Z of Kit Cars. Haynes Publishing, 2012, ISBN 978-1-84425-677-8, S. 200
  24. Vgl. Steve Hole: A–Z of Kit Cars. Haynes Publishing, 2012, ISBN 978-1-84425-677-8
  25. Anthony Pritchard: Lamborghini. Die Geschichte der Supersportwagen aus Sant'Agata, Heel, Königswinter 2006, ISBN 3-89880-574-3, S. 86.