Lembach (Homberg)

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Lembach
Koordinaten: 51° 2′ 31″ N, 9° 20′ 56″ O
Höhe: 195 (192–216) m
Fläche: 2,73 km²
Einwohner: 175[1]
Bevölkerungsdichte: 64 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahl: 34576
Vorwahlen: 05681, 05682

Lembach ist ein Stadtteil von Homberg (Efze) im Schwalm-Eder-Kreis in Nordhessen.

Das Dorf liegt 4 km nordwestlich von Homberg an den nördlichen Ausläufern des Knüllgebirges am Lembach, einem Nebenfluss der Schwalm. Die Landesstraße 3148 verläuft durch den Ort.

Lembach wurde im Jahre 1209 im Güterverzeichnis der Abtei Fulda erstmals urkundlich erwähnt.[2] 1279 wird die dortige Wasserburg Lembach erstmals urkundlich erwähnt.

Früher gab es in dem kleinen Dorf auch eine um die Wende zum 20. Jahrhundert von dem auf dem nahen Gilserhof residierenden Rittmeister a. D. und Gutsbesitzer Ernst August Ludwig Ferdinand Deichmann (1856–1921) gegründete Ziegelei[3] und eine ebenfalls von ihm eingerichtete Schnapsbrennerei, die um die Jahrhundertwende jährlich etwa 1390 t Kartoffeln, 146 t Mais, 113 t Roggen, 6 t Hafer und 3 t Weizen verarbeitete.[4] Das 1606 an der Stelle der früheren Wasserburg errichtete Herrenhaus Lembach wurde 1945 abgerissen.

Am 31. Dezember 1971 wurde Lembach in die Stadt Homberg, heute Homberg (Efze), eingegliedert.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der Stadtteil im Internetauftritt der Stadt Homberg (Efze), abgerufen im Oktober 2016
  2. Die Schreibweise des Ortsnamens wechselte im Laufe der Jahrhunderte, je nachdem wie der Urkundenschreiber das Gehörte schriftlich wiederzugeben versuchte: Limbach (1209), Leymbach (1279), Lempbach (1287), Lympach (1300), Lempach (1338, um 1350), Lentbach (1476), Limpach (1511), Lembach (1575/85) und Leimbach (1780).
  3. Tonindustrie-Zeitung, 27. Jahrgang, 1903, Nr. 71, S. 1134
  4. Carl Heßler (Hrsg.): Hessische Landes- und Volkskunde: Das ehemalige Kurhessen und das Hinterland am Ausgange des 19. Jahrhunderts. Verein für Erdkunde zu Kassel, Elwert, Marburg, 1907, S. 398
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 391 und 392.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]