Leon Kratzer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Basketballspieler
Leon Kratzer
Spielerinformationen
Geburtstag 4. Februar 1997
Geburtsort Bayreuth, Deutschland
Größe 212 cm[1]
Position Center
Vereinsinformationen
Verein Brose Bamberg
Liga Basketball-Bundesliga
Trikotnummer 12
Vereine als Aktiver
Bis 002011 DeutschlandDeutschland BBC Bayreuth
2011–2016 DeutschlandDeutschland TSV Tröster B’güßbach (JBBL/NBBL)
2013–2015 DeutschlandDeutschland BCM Baunach
2015–2017 DeutschlandDeutschland Brose Bamberg
2015–2017 DeutschlandDeutschland → Baunach Young Pikes
2017-2018 DeutschlandDeutschland s.Oliver Würzburg
seit002018 DeutschlandDeutschland Brose Bamberg

Leon Kratzer (* 4. Februar 1997 in Bayreuth) ist ein deutscher Basketballspieler. Er ist der Sohn des ehemaligen ehemaligen Nationalspielers Marc Suhr.

Kratzer wechselte bereits in seiner Jugend innerhalb Oberfrankens in die Nachwuchsmannschaften des damaligen deutschen Herren-Meisters Brose Baskets, deren beste Nachwuchsspieler im TSV Tröster Breitengüßbach organisiert sind. 2013 wurde der Jugendauswahlspieler zudem bei den Herren des BCM Baunach in der zweithöchsten deutschen Spielklasse ProA aktiv. Zur Saison 2015/16 erhielt Kratzer dann einen professionellen Vertrag bei den Brose Baskets,[2] wurde aber auch weiter beim TSV Tröster in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL) sowie mit Doppellizenz bei den Baunachern in der 2. Bundesliga ProA eingesetzt.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem Kratzer als einer der jüngsten Spieler im Kader in der Saison 2010/11 bereits einzelne Spiele für seinen Stammverein aus Bayreuth in der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL) absolviert hatte,[3] wechselte er im Anschluss zum regionalen Konkurrenten TSV Tröster aus Breitengüßbach, der mit dem damaligen deutschen Herrenmeister Brose Baskets aus Bamberg kooperierte und dessen aussichtsreichste Nachwuchsspieler in seinen Mannschaften konzentrierte. Im zweiten Jahr zog die Mannschaft 2013 mit nur einer Saisonniederlage in das JBBL-Finalspiel ein, wo man trotz 25 individuellen Punkten und 18 Rebounds von Kratzer vor eigenem Publikum beim TOP4-Turnier jedoch dem Nachwuchs des deutschen Herren-Rekordmeisters Bayer Giants Leverkusen 54:64 unterlag.[4] Mit der deutschen Jugendauswahl hatte Kratzer bei U16-Europameisterschafts-Endrunde 2013 ein ähnlich individuell dominantes Spiel beim Zwischenrundensieg gegen den späteren Europameister Spanien mit 22 Punkten und 20 Rebounds,[5] doch die talentierte Auswahl um JBBL-MVP Niklas Kiel belegte nach drei abschließenden Niederlagen im K.-o.-System von Medaillen- und Platzierungsrunde nur den achten Platz. Nachdem Kratzer anschließend 2013 altersmäßig in den Kader der U19-Mannschaft des TSV Tröster in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL) aufgerückt war, verpasste er mit der NBBL-Mannschaft zweimal den Einzug in das NBBL-Top Four-Turnier. Dies war dem NBBL-Meister von 2012 und Vizemeister 2011 und 2013 seit der Gründung der NBBL 2006 ansonsten nur im Jahr 2010 passiert. Bei der U18-EM-Endrunde 2015 war Kratzer gleichwohl wieder im Kader der deutschen Nachwuchsauswahl vertreten, die erneut nur den achten Platz erreichte.

Nachdem die Herrenmannschaft des TSV Tröster als Farmteam der Brose Baskets nach über zwei Jahrzehnten Zweitliga-Zugehörigkeit 2013 in die Regionalliga abgestiegen war, rückte die Herrenmannschaft des Aufsteigers 1. FC Baunach an die Stelle als Farmteam des Bamberger Erstligisten. Für die ProB 2013/14 rückte auch Kratzer mit Doppellizenz in den Baunacher Herrenkader, der unter der Firma Bike-Café Messingschlager in der dritthöchsten Herren-Spielklasse antrat. Nach mäßigem Saisonstart konnte man am Saisonende auf dem achten Platz der Gruppe Süd gerade noch die Play-offs um den Aufstieg erreichen, in denen man dann aber bis in die Finalserie einzog. Trotz der Niederlage in der Finalserie in Hin- und Rückspiel gegen das Farmteam BAWE OTB des Erstligisten EWE Baskets Oldenburg hatte man damit das Aufstiegsrecht in die zweithöchste Spielklasse ProA erreicht. Im Unterschied zum ProB-Meister BAWE OTB nahm das Baunacher Farmteam dieses Recht auch wahr und verpasste in der ProA 2014/15 als Aufsteiger auf dem neunten Platz nur knapp den Einzug in die Aufstiegs-Play-offs in die höchste Spielklasse. Die Spielanteile von Kratzer bei den Herren erhöhten sich dabei von durchschnittlich gut zehn Minuten pro Spiel in der ProB-Hauptrunde über mehr als eine Viertelstunde in den ProB-Play-offs 2014 auf knapp 20 Minuten Einsatzzeit pro Spiel in der ProA 2014/15. Sein erstes Double-Double in der zweithöchsten Herren-Spielklasse erreichte Kratzer im Heimspiel gegen die Paderborn Baskets Ende Februar 2015 mit zwölf Punkten und 14 Rebounds in 22 Minuten Einsatzzeit. Bis zum Saisonende erreichte Kratzer noch ein weiteres Double-Double und ließ noch vier weitere in bislang zehn Einsätzen zu Beginn der folgenden Saison ProA 2015/16 folgen, in denen sich seine Einsatzzeit auf mehr als 25 Minuten pro Spiel erhöhte.

Im Sommer 2016 reiste er mit der U20-Nationalmannschaft zur EM nach Finnland und schloss das Turnier auf dem vierten Rang ab.[6]

Im Anschluss an die Saison 2016/17 wurde Kratzer in der Abstimmung der 2. Basketball-Bundesliga zum ProA-Spieler des Jahres gewählt.[7] Vom Internetdienst eurobasket.com wurde er als bester deutscher Spieler des ProA-Spieljahres ausgezeichnet.[8] Zur Saison 2017/18 wechselte er zu s.Oliver Würzburg.[9] Bei der U20-Europameisterschaft im Sommer 2017 erreichte er mit der deutschen Mannschaft den siebten Gesamtrang und erzielte im Schnitt 8,6 Punkte je Begegnung.[10]

Im Jahr 2018 meldete sich Kratzer zum Draft-Verfahren der NBA an,[11] ließ seinen Namen aber im Juni 2018 wieder von der Kandidatenliste streichen.[12]

Seine Würzburger Zeit dauerte ein Jahr, er wurde in der Saison 2017/18 in 28 Bundesliga-Partien eingesetzt, in denen er im Durchschnitt 3,3 Punkte erzielte. Im Juli 2018 gab Brose Bamberg Kratzers Rückkehr bekannt.[13]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eberhard Spaeth: Basketball: Der Bayreuther Leon Kratzer erfüllt sich seinen Traum. Nordbayerischer Kurier, 28. März 2015, abgerufen am 21. November 2015 (siehe Bildunterschrift).
  2. Brose Baskets statten Leon Kratzer mit Langzeitvertrag aus. Brose Baskets, 18. März 2015, abgerufen am 21. November 2015 (Medien-Info).
  3. Teams der JBBL Ost – Spieler-Steckbrief: Leon Kratzer / Saison 2010/2011. Nachwuchs-Basketball-Bundesliga, abgerufen am 21. November 2015 (Individuelle Saisonstatistiken).
  4. NBBL/JBBL TOP4 2013: JBBL Finale 2013. Nachwuchs-Basketball-Bundesliga, 2013, abgerufen am 21. November 2015 (Medien-Info).
  5. Germany - Spain / U16 European Championship Men (2013). FIBA Europa, 12. August 2013, abgerufen am 21. November 2015 (englisch, Spielstatistiken).
  6. U20-Herren verpassen EM-Medaille «  Deutscher Basketball Bund. In: www.basketball-bund.de. Abgerufen am 10. August 2016.
  7. https://www.facebook.com/zweite.basketball.bundesliga/photos/a.184256954953755.39313.161351603910957/1410661342313304/?type=3&theater
  8. http://www.eurobasket.com/Germany/basketball-League-ProA_2016-2017.asp
  9. http://www.infranken.de/regionalsport/bamberg/Leon-Kratzer-wechselt-nach-Wuerzburg;art287,2732872
  10. http://www.fiba.com/europe/u20/2017/Germany
  11. https://sports.abs-cbn.com/nba/news/2018/04/25/2018-nba-draft-sees-236-early-entry-candidates-40752
  12. https://www.radiogong.com/index.php?id=radio-gong-regionalnews&singleID=56139
  13. https://www.br.de/themen/sport/inhalt/basketball/brose-bamberg-holt-leon-kratzer-zurueck-100.html