Liqui Moly

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Liqui Moly GmbH
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Rechtsform GmbH
Gründung 1957
Sitz Ulm, Deutschland
Leitung Ernst Prost
(Geschäftsführer)

Günter Hiermaier
(Geschäftsführer)

Mitarbeiterzahl 835 (Februar 2018)
Umsatz 532 Mio. EUR (Februar 2018)
Branche Mineralölverarbeitende Industrie
Website www.liqui-moly.de

Die Liqui Moly GmbH ist ein Ulmer Unternehmen, das auf die Herstellung von Additiven, Schmierstoffen und Motorenölen spezialisiert ist.

Das Unternehmen wurde zum Jahreswechsel 2017/18 durch einen Anteilsverkauf des bisherigen geschäftsführenden Gesellschafters Ernst Prost Teil der Würth-Gruppe, welche nun alleinige Eigentümerin von Liqui Moly ist.[1]

Gründungsphase[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen wurde im Jahr 1957 von Hans Henle in Ulm gegründet.[2] Das Patent zur Herstellung von Molybdändisulfid bildete die Basis für das Unternehmen, das Additive, Öle und Schmierstoffe produziert und vertreibt. Das Additiv zum Motorenöl auf Basis des verflüssigten Festschmierstoffes Molybdändisulfid (MoS2) war das erste Produkt. MoS2 verbessert die Schmiereigenschaften von Öl. Bereits im vergangenen Jahrhundert nutzte die U.S. Air Force MoS2 als Additiv für das Motorenöl ihrer Flugzeuge, damit im Fall eines Öltank-Treffers der Schmierfilm nicht abriss und eine Landung möglich war.

Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Produktprogramm umfasst Motoren- und Getriebeöle, Kraftstoff- und Öl-Additive, Autopflegeprodukte, chemische Problemlöser, Serviceprodukte und Spezial-Schmierstoffe sowie komplette Produktreihen für Autos, Motorräder, Fahrräder, Nutzfahrzeuge, Boote und Gartengeräte.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um sich vergrößern zu können, zog das Unternehmen 1974 von der Stadtmitte in den nördlichen Stadtteil Lehr. Dort befinden sich noch heute die Zentrale mit Verwaltung, Vertrieb, Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen sowie die Produktionsstätten für sämtliche Additive und viele Fette und Pasten. Die Motorenöle produziert das Tochteruntehmen, Meguin in Saarlouis.

Vertrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem Ernst Prost 1998 geschäftsführender Gesellschafter wurde, richtete sich das Unternehmen neu aus. Um der bisherigen Abhängigkeit von wenigen großen Kunden entgegenzuwirken, wurde die Strategie geändert und der Vertrieb auf mehrere Kanäle (Werkstatt, Handel, Nutzfahrzeuge, SB und Industrie) umgestellt. Zusätzlich wurde die Internationalisierung forciert. Bis dahin beschränkte sich das internationale Geschäft auf wenige europäische Länder wie Ungarn, Österreich oder die Schweiz. Inzwischen wird in mehr als 120 Länder exportiert. Jeder zweite verkaufte Liter Motorenöl geht nun in den Export. Seit 2015 beträgt die Exportquote über 50 Prozent. Größter Markt ist Russland. Eigene Vertriebstochtergesellschaften existieren in Portugal, Südafrika und in den USA.

Das Unternehmen unterhielt 25 Jahre lang eine Partnerschaft mit dem Autozubehörhändler Auto-Teile-Unger. Diese wurde im November 2011 beendet.[3] Mittlerweile ist die Partnerschaft wieder aufgenommen.

Sponsoring[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen ist in den Bereichen Motorsport, Ballsport, Wintersport und anderen Sportarten, wie z. B. der Leichtathletik (EM 2016) als Sponsor vertreten.

Liqui Moly ist Sponsor von Engstler Motorsport in der Tourenwagenserie TCR. Das Liqui Moly Team Engstler nimmt an der TCR Asia, der TCR Middle East sowie der ADAC TCR Germany 2017 teil. Seit 2013 ist das Unternehmen Partner des Motorradteams Intact GP in der Moto2-Klasse mit den Fahrern Xavi Vierge und Marcel Schrötter.

Seit der Saison 2017/2018 sponsert die Firma die Los Angeles Kings in der National Hockey League (NHL).[4] Seit der Saison 2016/2017 ist sie in der DEL Partner der Eisbären Berlin. Der Vertrag ist bis zur Saison 2019/20 angelegt. Auch bei der Eishockey-Weltmeisterschaft der Herren 2017 war die Firma offizieller Sponsor.

Darüber hinaus ist Liqui Moly seit der Saison 2016/2017 in diversen Wintersport-Disziplinen als Sponsor vertreten. Zudem war der Schmierstoffhersteller Hauptsponsor der Vierschanzentournee.

In der Basketball-Bundesliga unterstützt das Unternehmen das Team von ratiopharm Ulm.[5] Der Vertrag läuft vorerst bis 2022.

Liqui Moly war von 2002 bis 2005 Trikotsponsor bei TSV 1860 München. Seit der Saison 2017/18 ist Liqui Moly Haupt- und Stadionsponsor des Regionalliga-Bayern-Aufsteigers VfB Eichstätt.[6] Der Vertrag läuft über drei Jahre.[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. liqui-moly.de: LIQUI MOLY schlüpft unter das Dach der Würth-Gruppe
  2. swp.de: Gründer von Liqui Moly gestorben
  3. Bericht auf EUnterwegs.de
  4. LA Kings Ink Global Partnership with LIQUI MOLY. Abgerufen am 26. April 2017 (amerikanisches Englisch).
  5. Super User: ratiopharm ulm – News. Abgerufen am 26. April 2017.
  6. Aufbruch in eine neue Ära, Eichstätter Kurier vom 11. April 2017; Zugriff am 10. Juni 2017
  7. „Keine Eintagsfliege“, Eichstätter Kurier vom 9. Juli 2017; Zugriff am 10. Juli 2017

Koordinaten: 48° 26′ 8,4″ N, 9° 58′ 26,5″ O