VfB Eichstätt

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VfB Eichstätt
VfB Eichstaett Logo.png
Basisdaten
Name Verein für Bewegungsspiele Eichstätt e. V. 1920
Sitz Eichstätt, Bayern
Gründung 1. August 1920
Vorstand Thomas Hein
Website vfb-eichstaett.de
Erste Mannschaft
Trainer Markus Mattes
Spielstätte Liqui-Moly-Stadion (Lage)
Plätze 2090[1]
Liga Regionalliga Bayern
2016/17 1. Platz (Bayernliga Nord)
Heim
Auswärts

Der VfB Eichstätt ist ein Sportverein aus der oberbayerischen Kreisstadt Eichstätt. Ursprünglich als Fußballverein gegründet, verfügt der VfB heute auch über die Abteilungen Gymnastik, Volleyball, Einrad, Badminton und Faustball sowie über eine Freizeitsportgruppe.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1920 bis 2017: Frühe Erfolge, Abstieg in die unterste Spielklasse und Etablierung in der Oberliga[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein wurde am 1. August 1920 von etwa 90 Mitgliedern des örtlichen Turnvereins gegründet. 1936 stieg er erstmals in die A-Klasse und 1948 als Meister des Spielkreises Donau/Ilm in die Oberbayerische Kreisliga Nord auf. Zu Beginn der 1990er Jahre rutschte der VfB dann in die unterste Spielklasse ab.

Von dort begann 1999 ein kontinuierlicher Aufstieg, der bis 2009 in die Landesliga führte. Gleich im ersten Jahr sicherte sich der Verein die Vizemeisterschaft und die Teilnahme an der Relegation zur Bayernliga, in der er im ersten Spiel dem 1. FC Schweinfurt 05 unterlag. In der Saison 2011/12 wurde die Mannschaft Vierter und stieg dank des erweiterten Aufstiegsrechts im Rahmen der Spielklassenreform des Bayerischen Fußball-Verbands in die Bayernliga auf. Während der Saison 2014/15 übernahm Markus Mattes das Traineramt beim VfB Eichstätt, der zu dieser Zeit in der Bayernliga Süd in Abstiegsgefahr war.[2] Unter Mattes konnte die Mannschaft den Abstieg noch abwenden.

Bis einschließlich der Saison 2014/15 spielte der VfB Eichstätt in der Bayernliga Süd, ab der Saison 2015/16 in der Bayernliga Nord.[3] Die erste Saison in der Nordstaffel schloss der VfB auf Platz 2 ab, verzichtete aber aus finanziellen Gründen auf das Aufstiegsrecht[4] und nahm somit nicht an der Relegation zur Fußball-Regionalliga Bayern teil.

Seit 2017: Aufstieg in die Fußball-Regionalliga Bayern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spielszene aus dem Heimspiel in der Regionalliga Bayern gegen den TSV 1860 München im Jahr 2017

In der Bayernliga-Saison 2016/17 gewann der Verein die Meisterschaft. Nachdem er diesmal auch die Lizenz für die nächsthöhere Liga beantragt hatte, stieg der VfB erstmals in die Regionalliga Bayern auf.[5]

Im Zuge dessen wurde mit Ernst Prost bzw. seinem Unternehmen Liqui Moly[6] ein neuer Hauptsponsor gefunden; daher heißt das Stadion seit Juni 2017, zunächst für drei Jahre, Liqui-Moly-Stadion.[7] Als Budget stehen dem Verein für seine erste Regionalliga-Saison 150.000 Euro zur Verfügung, mit das kleinste Budget aller Regionalligisten.[1]

In den ersten Spielen in der Regionalliga 2017/18 bewies die Mannschaft regelmäßig, dass sie im Abstiegskampf gut mithalten kann, und zeigte häufig sehr starke Leistungen. Jedoch fehlte oft das Glück im Angriff und in der Defensive, weshalb zahlreiche Punkte liegen gelassen wurden. Beispielhaft hierfür sind u. a. die Spiele gegen die zweite Mannschaft des FC Bayern München[8] und gegen den TSV 1860 München,[9] die beide trotz guter Leistungen noch knapp verloren gingen.

Im Oktober 2017 verpflichtete der Verein den ehemaligen Zweitligatorhüter Michael Gurski, der 2015 bereits seine aktive Karriere beendet hatte. Nachdem durch die langwierige Verletzung des Eichstätter Stammtorhüters Thomas Bauer ein personeller Engpass im Tor entstand, entschied sich der Verein dazu, einen weiteren Spieler auf dieser Position zu verpflichten.[10] Der VfB konnte Gurski davon überzeugen, seine aktive Karriere wieder aufzunehmen. Er debütierte gleich beim ersten Spiel nach seinem Wechsel in der Startelf.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Aufstieg in die Landesliga Bayern Süd: 2009
  • Aufstieg in die Bayernliga: 2012
  • Meister der Bayernliga Nord und Aufstieg in die Regionalliga Bayern: 2017

Sportstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Liqui-Moly-Stadion in Eichstätt

Seine Heimspiele trägt der Verein im Liqui-Moly-Stadion aus. Seit Sommer 2017 ist es nach dem neuen Hauptsponsor Liqui Moly benannt. Zuvor war es nach dem vorherigen Hauptsponsor Westpark benannt. Um den Anforderungen des DFB für die Regionalliga gerecht zu werden, musste das Stadion für die Saison 2017/18 umgebaut werden.[1] Bei Ligaspielen hat das Stadion ein maximales Fassungsvermögen von 2090 Plätzen. Beim Freundschaftsspiel gegen den 1. FC Nürnberg am 27. Juni 2017 sahen jedoch 3.800 Menschen das Spiel, was einen neuen Zuschauerrekord für das Liqui-Moly-Stadion bedeutete. Das Spiel endete 1:2 (1:0).[11][12] Für das Ligaspiel gegen den TSV 1860 München am 3. Oktober 2017 wurde die Kapazität des Stadions einmalig auf 2830 Plätze erhöht.[13][14]

Neben dem Stadion steht dem Verein auch noch ein 2017 neu errichteter Kunstrasenplatz zur Verfügung, der als Trainingsgelände genutzt wird, allerdings auch eine Zulassung für Ligaspiele bis hin zur Oberliga hat.[15]

Eigenvermarktung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dauerhaft an der Außenseite des Stadions angebrachtes Banner zur Eigenvermarktung der Fußballabteilung mit dem Spitznamen der Mannschaft: „Die Jungs“

Der Verein versucht sich, wie im höherklassigen Fußball üblich, auf verschiedenen Wegen selbst zu vermarkten. Teil des Selbstverständnisses wurde hierbei der Spitzname „Die Jungs“, welcher den besonderen Teamzusammenhalt symbolisieren soll und durch ein eigenes Logo präsentiert wird.[16] Nach dem Aufstieg in die Regionalliga wurde diese Vermarktungsstrategie ergänzt durch den Spruch „gekommen um zu bleiben“.[17] Weitere Werbesprüche sind „never give up“[18] und „nie ohne mein Team“.

Teil der PR-Strategie nach dem Regionalligaaufstieg ist auch ein ausgebautes Fanartikelangebot. Bereits in der Oberliga begann man zudem damit, soziale Netzwerke intensiv zu nutzen. In Kooperation mit dem örtlichen Verkehrsunternehmen Jägle Verkehrsbetriebe wurde 2016 außerdem ein eigener Mannschaftsbus in den Teamfarben und aufgeklebten Sponsorenlogos angeschafft, der außerhalb der Spieltage im normalen Linienbetrieb eingesetzt wird.[18]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: VfB Eichstätt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Der VfB macht sich und sein Stadion fit, Eichstätter Kurier vom 13. Juni 2017
  2. Bayernliga: VfB Eichstätt verpflichtet Markus Mattes, intv vom 9. Dezember 2014; abgerufen am 27. September 2017
  3. Erst Skepsis, dann Topstart: Eichstätt blüht im Norden auf, FuPa vom 8. Januar 2016, abgerufen am 17. April 2016
  4. Diese 10 Bayernliga-Klubs beantragen die Regionalliga-Lizenz, FuPa vom 10. April 2016; Zugriff am 13. Mai 2017
  5. VfB Eichstätt ist Meister, Eichstätter Kurier vom 13. Mai 2017
  6. „Keine Eintagsfliege“, Eichstätter Kurier vom 9. Juli 2017; Zugriff am 10. Juli 2017
  7. Aufbruch in eine neue Ära, Eichstätter Kurier vom 11. April 2017; Zugriff am 10. Juni 2017
  8. Grandios und tragisch zugleich, Eichstätter Kurier vom 11. August 2017; Zugriff am 4. Oktober 2017
  9. VfB - TSV 1860 München 1:2 (1:0), vfb-eichstaett.de vom 3. Oktober 2017; Zugriff am 4. Oktober 2017
  10. Ein ehemaliger Profi für den VfB, Eichstätter Kurier vom 27. Oktober 2017; Zugriff am 28. Oktober 2017
  11. 3800 Zuschauer im Liqui-Moly-Stadion, Eichstätter Kurier vom 27. Juni 2017
  12. FCN-Joker Kerk dreht den Spieß um, kicker.de vom 27. Juni 2017
  13. Karten für das Löwen-Spiel, Eichstätter Kurier vom 8. September 2017; Zugriff am 4. Oktober 2017
  14. Vorfreude auf das Spiel des Jahres, Eichstätter Kurier vom 1. Oktober 2017; Zugriff am 4. Oktober 2017
  15. "Hier werden Fußballtechniker geboren", Eichstätter Kurier vom 31. August 2017; Zugriff am 4. Oktober 2017
  16. "Die Jungs" brauchen Sponsorengelder, Eichstätter Kurier vom 9. März 2017; Zugriff am 29. Oktober 2017
  17. "Wir müssen uns verstärken", Eichstätter Kurier vom 15. Oktober 2017; Zugriff am 29. Oktober 2017
  18. a b Maßgeschneidertes Gefährt, Eichstätter Kurier vom 26. Juni 2016; Zugriff am 29. Oktober 2017