Liste der Mitgliedstaaten im Deutschen Bund

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Die Liste der Territorien im Deutschen Bund gibt Auskunft über die Mitgliedstaaten des Deutschen Bundes und die jeweils zugehörigen Gebiete. Die größten deutschen Bundesstaaten Österreich und Preußen lagen jeweils teilweise außerhalb des Bundesgebietes.

Bundesstaaten und die zum Bund gehörenden Territorien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karte der Mitgliedstaaten im Deutschen Bund

Bundesglieder waren (im Zusatz die heutige Lage der Gebiete codiert nach ISO 3166):

Das Herzogtum Schleswig war zwar seit dem Deutsch-Dänischen Krieg 1864 Teil eines österreichisch-preußischen Kondominiums, zusammen mit den Bundesgliedern Holstein und Lauenburg. Es wurde aber in der verbleibenden Zeit des Bundes kein Bundesglied mehr.

Abgrenzung zu Teilen von Österreich und Preußen außerhalb des Bundes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nicht zum Bund aber zum Kaisertum Österreich gehörten:

  • Königreich Ungarn, HU, SK, AT, UA, RS, RO
  • Königreich Kroatien und Slawonien, HR
  • Königreich Galizien und Lodomerien (Ausnahme siehe oben), PL, UA
  • seit 1850 Herzogtum Bukowina, RO, UA
  • Lombardo-Venezianisches Königreich, IT
  • Königreich Dalmatien, HR
  • Großfürstentum Siebenbürgen, RO
  • Teile des Königreichs Illyrien, SI, AT, IT, HR, 1850 aufgeteilt in Herzogtum Kärnten, Herzogtum Krain, Gefürstete Grafschaft Görz und Gradisca, Reichsunmittelbare Stadt Triest, Markgrafschaft Istrien.

Nicht zum Bund aber zum Preußischen Staat gehörten:

  • 1815–1848, 1851–1866 die Provinzen Ostpreußen und Westpreußen (das Königreich Preußen, zwischenzeitlich zur Provinz Preußen zusammengefasst), PL, RU, LT
  • 1815–1848, 1851–1866 westlicher und nördlicher Teil der Provinz Posen (das Herzogtum Gnesen), PL
  • übrige Provinz Posen (Großherzogtum Posen), PL

Abgrenzung zu Staaten in Realunion oder Personalunion mit Mitgliedstaaten des Bundes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Außerhalb des Bundes standen folgende Staaten in Realunion oder Personalunion mit Mitgliedstaaten des Bundes:

Abgrenzung zu deutschen Sprachgebieten außerhalb des Deutschen Bundes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nicht zum Deutschen Bund gehörten folgende Gebiete mit deutschsprachigen Bevölkerungsteilen:

  • die deutschen Kantone der Schweiz, CH
  • die französischen Departements im Elsass und in Lothringen, FR
  • das mehrsprachige Herzogtum Schleswig, v. a. im Südteil deutschsprachig, DE-SH, DK
  • die britische Insel Helgoland, DE-SH
  • die deutschsprachigen Teile des Königreichs Ungarn, insbesondere das Burgenland, AT, das Banat, RO, RS, das Großfürstentum Siebenbürgen, RO
  • die türkische bzw. russische Provinz Bessarabien, MV, UA
  • das Siedlungsgebiet der Wolgadeutschen, RU

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gerhard Oestreich: Verfassungsgeschichte vom Ende des Mittelalters bis zum Ende des alten Reiches; Taschenbuchausg. [d.] 9., neu bearb. 6. Aufl., Deutscher Taschenbuch-Verlag, München: 1986 (= Handbuch der deutschen Geschichte ; Bd. 11 dtv ; 4211 : Wissenschaft) Lizenz d. Klett-Verl., Stuttgart. ISBN 3-423-04211-7.
  • Johann Jakob Moser: Teutsches Staats-Recht. Teil 9 und 10. Leipzig, Vollrath 1743. Aus dem Inhalt: Die Reichsstände, deren Erhaltung, Fortbestehen, Anfechtung, Übertragung und Suspendierung; Evangelische Reichsstände und deren Gerechtsame; Katholische Reichsstände und deren Gerechtsame.