Sparda-Bank München

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Sparda-Bank München eG
Sparda Bank 2003 logo.svg
Staat Deutschland
Sitz München
Rechtsform eingetragene Genossenschaft
Bankleitzahl 700 905 00[1]
BIC GENO DEF1 S04[1]
Gründung 1930[2]
Website www.sparda-m.de
Geschäftsdaten 2012[3]
Bilanzsumme 6,046 Milliarden Euro
Mitarbeiter 705
Mitglieder 249.014
Leitung
Vorstand Helmut Lind (Vors.)
Ralf Müller (stv. Vors.)
Hermann Busch
Peter Konle
Petra Müller
Aufsichtsrat Liselotte Peuker (Vors.)
Liste der Genossenschaftsbanken in Deutschland
Geschäftsbereich

Die Sparda-Bank München eG ist die mitgliederstärkste Genossenschaftsbank in Bayern und gehört zu den zehn größten Genossenschaftsbanken in Deutschland. Die Bank ist 1930 aus der Eisenbahn-Spar- und Darlehnskasse München hervorgegangen. Sie weist zum 31. Dezember 2012 eine Bilanzsumme von rund 6,0 Milliarden Euro aus und hat (Stand 2013) über 250.000 Mitglieder[4]. Die Bank betreibt 46 Geschäftsstellen und 24 SB-Center[5]. Das Geschäftsgebiet erstreckt sich auf Oberbayern. Voraussetzung für die Eröffnung eines Kontos oder die Inanspruchhnahme anderer Bankdienstleistungen ist die Mitgliedschaft in der Sparda-Bank-München-Genossenschaft.

Die Organe der Bank bestehen aus dem Vorstand, dem Aufsichtsrat und der Vertreterversammlung. Die Vertreterversammlung findet einmal im Jahr statt und besteht aus von den Genossenschafts-Mitgliedern gewählten Vertretern. Die Wahl der Vertreter findet alle fünf Jahre statt. Pro 1000 Mitglieder der Genossenschaft wird dabei jeweils ein Vertreter gewählt.

Ursprünglich nur für Eisenbahner zugänglich[Bearbeiten]

Nachdem es bis in die 1980iger Jahre hinein grundsätzlich nur Eisenbahnern überhaupt möglich war, Mitglied der Sparda-Bank-Genossenschaft zu werden und somit ein Konto bei der Sparda Bank München zu eröffnen, öffnete sich die Bank seitdem für alle Bevölkerungskreise. Heute kann jede Natürliche Person Mitglied der Sparda Bank München eG werden. Die historische Verbundenheit zur Eisenbahn ist noch heute daran zu erkennen, dass viele Filialen der Bank in Bahnhofsgebäuden oder auf anderem Bahngelände zu finden sind.

Interner Machtkampf und Gründung einer unabhängigen Wahlliste[Bearbeiten]

Die Sparda Bank München ist seit etwa der Jahrtausendwende von einem internen Machtkampf geprägt. Obwohl die Mitgliederstruktur sich, seit der Öffnung der Bank für alle Bevölkerungskreise, enorm verändert hatte, wurden die Entscheidungsgremien (Aufsichtsrat und Vertreterversammlung) weiterhin traditionell von den Vertretern der Bahn-Gewerkschaften dominiert. Andere Wahllisten zu den Vertreterwahlen der Genossenschaft, als jene der Eisenbahner-Interessenvertreter, gab es lange Zeit gar nicht. Als eine Initiative versuchte, diese einseitige Machtverteilung aufzubrechen, indem sie für die Vertreterwahl 2003 eine eigene, von Bahn-Gewerkschaften unabhängige Wahlliste aufstellen wollte, wurde von Seiten des Vorstands und des Aufsichtsrates versucht, die beiden Initiatoren mit fadenscheinigen Begründungen aus der Genossenschaft auszuschließen[6]. Der vom Vorstand der Sparda Bank München gegenüber den beiden Mitgliedern (Initiatoren) ausgesprochene Ausschluss wurde später vom Landgericht München II als unwirksam aufgehoben.

Aus der Initiative ging die freie-liste.org – Chancengleichheit und Transparenz hervor, die seitdem zu jeder Vertreter-Wahl eine eigene Liste aufgestellt hat. Sie setzt sich dafür ein, die heutige Mitgliederstruktur auch auf die Zusammensetzung des Aufsichtsrates abzubilden. Denn obwohl mittlerweile nur noch knapp ein Viertel der Genossenschafts-Mitglieder Mitarbeiter der Bahn oder deren Angehörige sind, besteht noch immer der gesamte neunköpfige Aufsichtsrat (mit Ausnahme der drei Aufsichtsratsmitglieder die laut Satzung Mitarbeiter der Bank sein müssen) aus Bahn-Repräsentanten[7].

Seit der Gründung jener Wahlliste wurden die Hürden für die Teilnahme einer Wahlliste an den Vertreter-Wahlen deutlich erhöht, vermeintlich um die Teilnahme von nicht Bahn-dominierten Listen zu erschweren. So wurde z.B. die Zahl der erforderlichen Unterstützer-Unterschriften von 150 auf 2382 je Wahl erhöht. Die Zahl der von einer Liste aufzubietenden Kandidaten wurde zudem auf über 400 erhöht[8].

Gemeinwohlbericht[Bearbeiten]

Die Sparda-Bank München eG hat sich 2011 der Initiative „Gemeinwohl-Ökonomie“ angeschlossen. Die Initiative hat sich den Aufbau eines alternativen Wirtschaftssystems, das auf gemeinwohlfördernden Faktoren aufgebaut ist, zum Ziel gesetzt. Dabei liegt der Fokus nicht auf monetärem Profit und Gewinn, sondern auf dem Engagement und den Investitionen für Mitarbeiter, Gesellschaft und Umwelt. 2013 hat die Sparda-Bank München ihre zweite Gemeinwohlbilanz veröffentlicht.[9]

NaturTalent Stiftung[Bearbeiten]

Im Juli 2011 hat die Sparda-Bank München eG die NaturTalent Stiftung gemeinnützige GmbH übernommen, die seit 2005 vorwiegend in Baden-Württemberg aktiv war. Ziel der Stiftung ist es, Stärken, Talente und Kompetenzen Einzelner zu erkennen und zu fördern.

Wettbewerb „Deutschlands Beste Arbeitgeber“[Bearbeiten]

Die Sparda-Bank München eG nimmt regelmäßig am Wettbewerb „Deutschlands Beste Arbeitgeber“ des Great-Place-to-Work-Institutes teil. Sie wurde bereits acht Mal als einer der besten Arbeitgeber Deutschlands ausgezeichnet. Innerhalb der Größenklasse „Unternehmen mit 501 bis 2000 Mitarbeitern“ belegt die Bank beim Award 2014 den 5. Platz.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Stammdaten des Kreditinstitutes bei der Deutschen Bundesbank
  2. Wir über uns
  3. Geschäftsbericht 2012
  4. 250000. Kunde bei der Sparda-Bank; in: OVB Online vom 11. Juli 2013
  5. Geschäftsstellen
  6. Sparda-Bank schmeißt vor Wahl zwei Genossen raus; in: Merkur-Online vom 1. Dezember 2003
  7. Der Aufsichtsrat sollte repräsentativ besetzt werden
  8. Überzogene Hürden
  9. Gemeinwohl-Ökonomie

Weblink[Bearbeiten]

48.14111511.55946Koordinaten: 48° 8′ 28″ N, 11° 33′ 34″ O