Sparda-Bank München

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Sparda-Bank München eG
Sparda Bank 2003 logo.svg
Das Hauptgebäude in der Münchner Arnulfstraße
Das Hauptgebäude in der Münchner Arnulfstraße
Staat DeutschlandDeutschland Deutschland
Sitz München
Rechtsform eingetragene Genossenschaft
Bankleitzahl 700 905 00[1]
BIC GENO DEF1 S04[1]
Gründung 1930[2]
Website www.sparda-m.de
Geschäftsdaten 2015[3]
Bilanzsumme 6,674 Mrd. Euro
Einlagen 6,084 Mrd. Euro
Kundenkredite 4,150 Mrd. Euro
Mitarbeiter 736
Geschäftsstellen 48
Mitglieder 276.845
Leitung
Vorstand Helmut Lind (Vors.)
Ralf Müller (stv. Vors.)
Hermann Busch
Peter Konle
Petra Müller
Aufsichtsrat Liselotte Peuker (Vors.)
Liste der Genossenschaftsbanken in Deutschland
Geschäftsgebiet

Die Sparda-Bank München eG ist die mitgliederstärkste Genossenschaftsbank in Bayern und gehört zu den zehn größten Genossenschaftsbanken in Deutschland. Das Geschäftsgebiet erstreckt sich auf Oberbayern.

Die Bank ist 1930 aus der Eisenbahn-Spar- und Darlehnskasse München hervorgegangen. Sie wies zum 31. Dezember 2015 eine Bilanzsumme von rund 6,7 Milliarden Euro und über 276.000 Mitglieder aus.[3] Die Bank betreibt 48 Geschäftsstellen und 22 SB-Center.[4] Voraussetzung für die Eröffnung eines Kontos oder die Inanspruchnahme anderer Bankdienstleistungen ist die Mitgliedschaft in der Sparda-Bank-München-Genossenschaft.

Die Organe der Bank bestehen aus dem Vorstand, dem Aufsichtsrat und der Vertreterversammlung. Die Vertreterversammlung findet einmal im Jahr statt und besteht aus von den Genossenschaftsmitgliedern gewählten Vertretern. Die Wahl der Vertreter findet alle fünf Jahre statt. Pro 1200 Mitglieder der Genossenschaft wird dabei jeweils ein Vertreter gewählt.

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Ursprünglich nur für Eisenbahner zugänglich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem es bis 1974 grundsätzlich nur Eisenbahnern überhaupt möglich war, Mitglied der Sparda-Bank-Genossenschaft zu werden und somit ein Konto bei der Sparda Bank München zu eröffnen, öffnete sich die Bank seitdem für alle Bevölkerungskreise. Die historische Verbundenheit zur Eisenbahn ist noch heute daran zu erkennen, dass viele Filialen der Bank in Bahnhofsgebäuden oder in Bahnhofsnähe zu finden sind.

Gründung einer weiteren Wahlliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obwohl die Mitgliederstruktur sich, seit der Öffnung der Bank für alle Bevölkerungskreise, enorm verändert hatte, wurden die Entscheidungsgremien (Aufsichtsrat und Vertreterversammlung) weiterhin traditionell von den Vertretern der Bahn-Gewerkschaften dominiert. Andere Wahllisten zu den Vertreterwahlen der Genossenschaft, als jene der Eisenbahner-Interessenvertreter, gab es lange Zeit gar nicht. Als eine Initiative versuchte, diese einseitige Machtverteilung aufzubrechen, indem sie für die Vertreterwahl 2003 eine eigene, von Bahn-Gewerkschaften unabhängige Wahlliste aufstellen wollte, wurde von Seiten des Vorstands und des Aufsichtsrates versucht, die beiden Initiatoren aus der Genossenschaft auszuschließen.[5] Der vom Vorstand der Sparda Bank München gegenüber den beiden Mitgliedern (Initiatoren) ausgesprochene Ausschluss wurde später vom Amtsgericht München als unwirksam aufgehoben.

Aus der Initiative ging die freie-liste.org – Chancengleichheit und Transparenz hervor, die seitdem zu jeder Vertreter-Wahl eine eigene Liste aufgestellt hat. Sie setzt sich dafür ein, die heutige Mitgliederstruktur auch auf die Zusammensetzung des Aufsichtsrates abzubilden.[6] Aktuell besteht der neunköpfige Aufsichtsrat aus vier Vertretern der Bahn-Gewerkschaften, einem Vertreter aus dem öffentlichen Dienst, einer Vertreterin aus der freien Wirtschaft sowie drei von den Arbeitnehmern der Sparda-Bank München eG zuletzt im Juni 2014 gewählten Arbeitnehmervertretern (gemäß Drittelbeteiligungsgesetz, siehe auch Satzung der Sparda-Bank München eG, § 24 Abs. 1[7]).

Seit der Gründung jener Wahlliste wurden die Hürden für die Teilnahme einer Wahlliste an den Vertreter-Wahlen durch entsprechende Satzungsänderungen deutlich erhöht. Dies erzeugte weitere Kritik, wonach die bisherige Mehrheitsfraktion in der Vertreterversammlung (Wahlliste der Eisenbahner-Interessenvertreter) zwecks eigenem Machterhalt die Satzung kraft ihrer eigenen Mehrheit geändert hätte, um damit andere Wahllisten abzudrängen. Durch eine Satzungsänderung wurde zum Beispiel die Zahl der erforderlichen Unterstützer-Unterschriften von 150 auf 2.382 je Wahl erhöht. Zudem wurde die Mindestanzahl an aufzustellenden Kandidaten für jede Wahlliste (Voraussetzung für eine Wahlliste, um überhaupt an der Vertreterwahl teilnehmen zu können) gegenüber früheren Wahlen deutlich erhöht.

Bei der Wahlausschreibung für die Vertreterwahlen der Sparda-Bank München eG im Jahre 2011, wurden 17 Wahlbezirke gebildet. Jede Wahlliste musste dabei von mindestens einem Prozent der Mitglieder unterschrieben sein, die im betreffenden Wahlbezirk der Wahlliste wahlberechtigt waren. Die Zahl der für die Vertreterwahl 2011 insgesamt für alle 17 Wahlbezirke aufzubietenden Kandidaten (Vertreter und Ersatzvertreter) betrug 402.

Gemeinwohlbericht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sparda-Bank München eG hat sich 2011 der Initiative Gemeinwohl-Ökonomie angeschlossen. Die Initiative hat sich den Aufbau eines alternativen Wirtschaftssystems, das auf gemeinwohlfördernden Faktoren aufgebaut ist, zum Ziel gesetzt. Dabei liegt der Fokus nicht auf monetärem Profit und Gewinn, sondern auf dem Engagement und den Investitionen für Mitarbeiter, Gesellschaft und Umwelt. 2016 hat die Sparda-Bank München ihre dritte Gemeinwohlbilanz veröffentlicht, den Gemeinwohlbericht 2013/2014.[8]

Naturtalent Stiftung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juli 2011 hat die Sparda-Bank München eG die Naturtalent Stiftung gemeinnützige GmbH übernommen, die seit 2005 vorwiegend in Baden-Württemberg aktiv war. Ziel der Stiftung ist es, Stärken, Talente und Kompetenzen Einzelner zu erkennen und zu fördern.[9]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wilhelm Hanseder: Die Sparda-Bank – Von der Selbsthilfeeinrichtung zur Universalbank. In: Bernhard Schoßig (Hrsg.): Unter dem geflügelten Rad. Arbeiten und Leben bei der Eisenbahn in München und im südlichen Bayern. Begleitbuch zur Ausstellung „Unter dem Geflügelten Rad - Arbeiten und Leben bei der Eisenbahn in München und im Südlichen Bayern“, 28.06.–05.08.2001 im Deutschen Museum; Institut für Zukunftsweisende Geschichte e.V., München 2001, ISBN 3-8311-2208-3, S. 160–163; eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Stammdaten des Kreditinstitutes bei der Deutschen Bundesbank
  2. Wir über uns
  3. a b Unternehmensberichte: Zahlen und Fakten. Website der Sparda-Bank München, abgerufen am 30. Juni 2016.
  4. Geschäftsstellen
  5. Sparda-Bank schmeißt vor Wahl zwei Genossen raus. In: Merkur-Online.de, 1. Dezember 2003, abgerufen am 18. Februar 2015.
  6. die-freie-liste.org: "Der Aufsichtsrat sollte repräsentativ besetzt werden"
  7. Satzung der Sparda-Bank München eG
  8. Gemeinwohl-Ökonomie bei der Sparda-Bank München eG. Text zur Gemeinwohl-Ökonomie auf der Website der Sparda-Bank München, abgerufen am 21. Januar 2016
  9. Sparda-Bank öffnet Naturtalente-Stiftung Tore nach Bayern. In: Schwäbische Zeitung, 21. Juli 2011, abgerufen am 18. Februar 2015.

Koordinaten: 48° 8′ 28″ N, 11° 33′ 34″ O