MC Bogy

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MC Bogy (rechts) mit Medizin Mann
MC Bogy (rechts) mit Medizin Mann
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben
Willkommen in Abschaumcity
  DE 92 13.04.2007 (1 Wo.)
Biographie eines Dealers
  DE 48 03.07.2015 (1 Wo.)
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MC Bogy (* 10. März 1979 in Berlin; bürgerlich Moritz Christopher), auch bekannt unter dem Pseudonym Der Atzenkeeper, ist ein deutscher Rapper und Mitbegründer der Berliner Straßengang Berlin Crime.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Moritz Christopher wurde 1979 als Sohn eines Deutschen und einer Sudetendeutschen in Berlin geboren. Er absolvierte einen erweiterten Hauptschulabschluss und holte einige Jahre später die mittlere Reife nach.

MC Bogy trat um 1998 herum zum ersten Mal auf Bassboxxx-Tapes in der Berliner Untergrundrap-Szene in Erscheinung. 2002 kam es zur Veröffentlichung seines ersten Albums mit dem Titel Lyrischer Hooligan. 2003 folgte der Sampler Bogy und Atzen. 2004 erschien sein von ihm als erstes "richtiges" Album bezeichnete Album Der Atzenkeeper.

MC Bogy entwickelte sich unter seinem Motto, dass er sein Leben in seinen Texten verarbeite, dies sei seine Form von Selbsttherapie. Seit dem Zerfall von Bassboxxx veröffentlicht er seine Musik über sein eigenes Label Noch mehr Ketten Entertainment. MC Bogy ist oft an anderen Projekten beteiligt und sucht Nachwuchskünstler.

MC Bogy war auch in der Graffitiszene in Berlin tätig. In seinen Texten dominieren sehr provokante Battle-Rap-Phrasen, die darauf abzielen, andere zu diffamieren.

MC Bogy war auch im Musikvideo von Flers Single Nach eigenen Regeln in einer Statistenrolle zu sehen. 2006 folgten mehrere gemeinsame Aufnahmen, unter anderem Das sind Raphitz mit MOK und Mein Konto mit Fler. Weiterhin wirkte er zusammen mit B-Lash auf dem Beathoavenz-Album Der Neue Standard mit sowie bei einem Gastauftritt im dazugehörigen Videotrailer.

Nach einem Videodreh mit Sido wurde Bogy am 25. Oktober 2006 wegen bewaffneten Raubes verhaftet und musste in Untersuchungshaft in die Justizvollzugsanstalt Moabit. Im Internet kursierte das Gerücht, dass Bogy wegen räuberischer Erpressung und Verstoß gegen das Waffengesetz in U-Haft sei. Am 3. April 2007, zu seiner Videopremiere von Faust Hoch bei MTV, äußerte der MTV-Urban-Moderator dieses Gerücht als Tatsache. MC Bogy erklärte in einem Interview mit der Zeitschrift Backspin, dass die Anzeige auf Raub und Verstoß gegen das Waffengesetz lauten würde, mittlerweile wurde Raub allerdings in Bedrohung umgeändert.[1]

Am 30. März 2007 erschien Bogys neues Album Willkommen in Abschaumcity. Aufgrund seines Gefängnisaufenthalts wurde zuvor von mehreren Berliner Labels die Aktion Free Bogy ins Leben gerufen. Bogys Album erschien über zwei der drei Labels, die an der Aktion beteiligt sind. Diese sind Noch mehr Ketten Entertainment und Aggro Berlin. Es stieg in der 16. Kalenderwoche auf Platz #92 der Albumcharts ein.

In der Mai-Ausgabe des Hip-Hop-Magazins Juice wurde der an fünfzehnter Stelle stehende Track der jeder Ausgabe beiliegenden Juice CD für ein Audio-Interview mit Bogy verwendet. Das Interview wurde mithilfe eines ins Gefängnis geschmuggelten Handys geführt.

Anfang Mai wurde bekannt gegeben, dass Bogy bis zum Ende des laufenden Monats aus der Haft entlassen sein wird. Am 21. Mai fand eine Gerichtsverhandlung statt. Anschließend wurde MC Bogy freigelassen. Laut Aggro Berlin wurde der Rapper zu einer Freiheitsstrafe mit 5-jähriger Bewährungszeit verurteilt.

Am 11. März 2008 wurde das Video Ich bin der erstmals auf MTV ausgestrahlt. Es konnte in der Show Urban TRL direkt Platz 2 der TRL Most Wanted-Charts erreichen. Am 8. April 2008 war Bogy dann erstmals zu Gast in der MTV-Show. Der Clip zu Ich bin der (Remix), welches von Fight4Music gedreht worden war, konnte in dieser Ausgabe Platz eins erreichen. Nach dieser Veranstaltung stand MC Bogy für ein Video-Chat-Interview für MTV bereit und beantwortete 35 Minuten lang Fragen seiner Fans.

2008 nahm MC Bogy zusammen mit der Gruppe K.I.Z. das Lied Dein Leben auf. Dieses wurde auf der Single Hölle von K.I.Z. veröffentlicht und die Musiker drehten ein Video zu dem Stück. Bogy trat am 22. Mai 2008 dann auch gemeinsam mit K.I.Z., Deso Dogg, Tommy Ess und B-Lash in der Zeche Carl in Essen auf.[2][3]

Im Rahmen der Promotion seines Albums Berlin Crime war MC Bogy am 1. Februar 2012 zu Gast bei Rap am Mittwoch und trat dort auch im Battle an. Er verlor sein Battle gegen den Rapper Atzenkalle. Dabei kam es zu einer Kontroverse, da er es auf der Bühne verurteilte, dass sein Kontrahent seine Mutter beleidigt hatte. In einem Interview mit Falk Schacht bei der Sendung Mixery Raw Deluxe entschuldigte er sich dafür, da er bereits vor Atzenkalle über dessen Mutter rappte.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben
Cover Titel Jahr Kommentar
Lyrischer Hooligan 2002
Der Atzenkeeper 2004
Geballte Atzen Power 2005
Willkommen in Abschaumcity - Cover.jpg Willkommen in Abschaumcity 2007 indiziert[4]
Deutschlands Albtraum 2008
Berlin Crime 2012
Scarface Matrix 2013
Biographie eines Dealers 2015
Kollaboalben
Cover Titel Jahr Kommentar
Von Bezirk zu Bezirk 2004 mit Bass Sultan Hengzt
Zu echt für den Rest 2007 mit Pablo S.O.K.
Ghetto Poeten 2008 mit B-Lash
Verbales Kokain - Cover.jpg Verbales Kokain 2011 mit Medizin Mann
Gastparts
  • 2007: Gastparts 1 - Vom Kilo zum Mikro
  • 2009: Gastparts 2 - Wenn das Eis schmilzt
  • 2010: Kontroverse Verse (Best Of 2000-2010)
  • 2010: Gastparts 3 - Vom Kilo zum Mikro zurück
Sampler
  • 2003: Bogy und Atzen
  • 2008: MC Bogy präsentiert Atzenkeepers
  • 2009: Bogy und Atzen 2
  • 2013: MC Bogy präsentiert Westberlin Assassin
Mixtapes
  • 2005: Das Mixtape (Gangster Bogys Mixtape #1)
  • 2009: Der Oldtimer
  • 2013: Featuring
Singles
  • 2008: Ich bin der
Juice-Exclusives

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2007 verwendete die linksextreme Gruppe ARAB ein Bild von MC Bogy für die Mobilisierung zur Demonstration am 1. Mai in Kreuzberg unter dem Motto "Das Proletariat hat nix zu verlieren als seine Ketten". Der Rapper verstand sich damit fälschlicherweise als Neonazi bloßgestellt. [5]

2011 gab MC Bogy bekannt, dass er zum Islam konvertiert ist.[6]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Backspin, Ausgabe 84, April 2007, S.30
  2. Rap.de: K.I.Z., MC Bogy, B-Lash, Deso Dogg, Tommy Ess
  3. K.I.Z. - Hölle
  4. BAnz. Nr. 200 vom 31. Dezember 2010
  5. Noisey: Die besten Lebensweisheiten von MC Bogy
  6. Juice: MC Bogy Interview

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]