Mackenna’s Gold

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Filmdaten
Deutscher Titel Mackenna’s Gold
Originaltitel MacKenna’s Gold
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1969
Länge 132 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie J. Lee Thompson
Drehbuch Carl Foreman
Produktion Carl Foreman
Dimitri Tiomkin
Musik Quincy Jones
Kamera Joseph MacDonald
Schnitt Bill Lenny
Besetzung

Mackenna’s Gold ist ein US-amerikanischer Western des Regisseurs J. Lee Thompson aus dem Jahr 1969, nach einem 1963 erschienenen gleichnamigen Roman von Will Henry, ein Pseudonym des Autors Henry Wilson Allen.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einer alten Geschichte zufolge soll es im danach so benannten Cañyon del Oro eine Unmenge an Gold geben, das von den Geistern der Apachen bewacht wird. Ein Mann namens Adams entdeckte das Edelmetall einst, aber die Indianer fanden ihn, brachten ihn um sein Augenlicht und töteten seine Begleiter. Als etliche Jahre später ein US-Marshal namens Sam MacKenna (Gregory Peck) den alten Häuptling Prairie Dog (Eduardo Cianelli) in Notwehr erschießt, findet er bei ihm eine Karte, die anscheinend den Weg zu besagtem Gold zeigt. Der Träger des Blechsterns selbst glaubt nicht an die Existenz des sagenumwobenen Schatzes, prägt sich allerdings die Karte ein, bevor er sie verbrennt.

Der mexikanische Gesetzlose John Colorado (Omar Sharif) und seine Bande hatten den Häuptling wegen der Karte verfolgt. Zu diesem Zweck drang Colorado in das Haus von Richter Bergerman (Trevor Bardette in seiner letzten Leinwand-Rolle) ein, stahl Proviant sowie Mulis für seine Expedition, tötete den nach einem Gewehr greifenden alten Juristen und entführte dessen Tochter Inga (Camilla Sparv), um sich vor eventuellen Verfolgern zu schützen. Als Colorado danach MacKenna in freier Wildnis begegnet, nimmt er an, dass dieser selbst hinter der Reichtum versprechenden Karte her war. Als aber klar wird, dass jenes Dokument des alten Prairie Dog verbrannt wurde, hofft er auf die erzwungene Mithilfe Ingas, um den Cañyon del Oro doch noch zu finden. Immerhin kennt Colorado den Marshal von früher: MacKenna ließ ihn damals aus dem Bundesstaat verweisen, als er mit einer Indianerin namens Hesh-ke (Julie Newmar) liiert war, die jetzt zur Bande Colorados gehört und ihrerseits gleich wieder Interesse an dem attraktiven Weißen zeigt. Der großgewachsene Indianer Hachita (Ted Cassidy) als einer der zwei wichtigen Handlanger Colorados – der andere ist Sanchez (Keenan Wynn) – beobachtet diese Konstellation mit berechtigtem Argwohn.

Colorado hält MacKenna und Inga in seinem mitten in der Felsenlandschaft gelegenen Versteck gefangen, wo er sich sicher fühlt. Doch einer seiner Spießgesellen, Laguna (Pepe Callahan), ist längere Zeit überfällig; es stellt sich heraus, dass er zur Bande von Ben Baker (Eli Wallach) übergelaufen ist und das geschützte Colorado-Domizil verraten hat. Alsbald taucht Baker – der auch von der Karte weiß – vor dem Eingang auf und erpresst Colorado; dieser muss nachgeben, jedoch nicht, ohne den Verräter Laguna zu töten. Doch Baker ist nicht nur mit seinen Getreuen gekommen, denn die Nachricht von der Gold-Karte hat eine Menge anderer Bürger in helle Aufregung versetzt. So wohnen den Verhandlungen der beiden Schurken u. a. bei: Ein Zeitungs-Herausgeber (Lee J. Cobb), ein Laden-Besitzer (Burgess Meredith), zwei Engländer (Anthony Quayle und J. Robert Porter) und sogar ein alter Priester (Raymond Massey in seiner letzten Leinwand-Rolle). Und auch der ehemalige Entdecker des Gold-Schatzes, der blinde Adams (Edward G. Robinson) ist samt Sohn (David Garfield) zugegen. Immer wieder versucht MacKenna, diesen Männern die Suche auszureden – doch vergebens, zumal er von Colorado immer wieder als Mörder von Prairie Dog hingestellt wird.

In der Gegend patrouilliert auch, alarmiert vom Tod Bergermans, eine Schwadron der Kavallerie unter dem Kommando eines Sergeant Tibbs, der – wie sich alsbald herausstellt – ebenfalls vom Goldfieber gepackt ist. Colorado will die Uniformierten umgehen, indem er eine völlig betrunkene Indianerin zu den Soldaten schickt. Die freilich wird von Tibbs recht schnell zur Preisgabe des Karten-Geheimnisses gedrängt; danach legt er mit seinen Männern einen Hinterhalt, dem viele der zur Goldsuche Aufgebrochenen – u. a. Baker – zum Opfer fallen (andere bevorzugen den Rückzug). Tibbs seinerseits ist nun nur noch daran interessiert, seine eigenen Mitreiter loszuwerden, schickt deshalb einen nach den anderen wegen vermeintlicher Meldungen zurück zum Fort; die letzten beiden Kavalleristen erschießt er, als gerade die dank Meckenna's Zureden von Colorado freigelassene Inga zum Sergeant geritten war. Ungeachtet dieser Aktionen unter den Weißen haben auch die Apachen ein stets wachsames Auge auf das Geschehen, töten bei erstbester Gelegenheit das dem Tibbs-Massaker entkommene Trio aus Priester, Zeitungs-Herausgeber und Laden-Besitzer. So hat sich der anfangs enorme Suchtrupp auf vier Personen reduziert: Colorado, MacKenna, Hachita und Hesh-Ke. Dazu gesellen sich noch Tibbs und die von ihm wieder mitgebrachte Inga.

Endlich erreichen sie die Stelle, die von einer großen Felsnadel bezeichnet wird. Als die Sonne aufgeht, markiert deren Schatten den versteckten Eingang zum Canyon. Ohne zu zögern reiten sie hinein. Jetzt glaubt auch der bis dahin skeptische MacKenna an die Legende. Die Wände des Canyons sind von baumdicken Goldadern durchzogen. Während die anderen ihr Glück feiern, entfliehen MacKenna und Inga in eine in die Steilwand gebaute Felsensiedlung. Die eifersüchtige Hesh-ke klettert ihnen nach und versucht, Inga zu töten, stürzt aber selber zu Tode. Tibbs wird in der Zwischenzeit von Colorado und Hachita getötet. Hachita gibt sich als einer der Apachenwächter zu erkennen und greift Colorado an, der es schafft, den großen Indianer zu besiegen. Die von Hachita gerufenen Apachen greifen an. Colorado verfolgt MacKenna und Inga. Es kommt zum Kampf, der unentschieden ausgeht. Die Wände des Canyons beginnen zu beben, stürzen ein und begraben das Gold tief unter sich. Die Apachen fliehen und lassen auch MacKenna, Inga und Colorado laufen. Colorado zieht frustriert ab. MacKenna und Inga reiten zurück nach Blaksburg, wobei die Satteltaschen des Marshals voller Gold sind.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Henry Wilson Allen, der Verfasser der Romanvorlage, war unter dem Namen Heck Allen als Autor der Tex Avery Cartoons von MGM bekannt.
  • Clint Eastwood war zuerst für die Hauptrolle vorgesehen, konnte aber wegen terminlicher Schwierigkeiten nicht zusagen.
  • George Lucas arbeitete am Set als Praktikant. Einige seiner Vorschläge für die Kameraeinstellungen wurden im Film umgesetzt.
  • Komponist Dimitri Tiomkin war das erste und auch das einzige Mal als Produzent tätig.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der film-dienst bezeichnet den Film als einen „spannenden Western in großartiger Naturkulisse..“[1]
  • Die Fernsehzeitschrift Prisma befand den Film als einen „spannenden Edel-Western mit herausragender Besetzung, einer prächtigen Super-Panavision-Fotografie von Joseph MacDonald und einem guten Soundtrack von Quincy Jones“[2]
  • Der Evangelische Film-Beobachter zieht folgendes Fazit: „Die dünne Story wird durch die sich aus den zwischenmenschlichen Beziehungen ergebende Spannung und die guten Schauspieler etwas ausgeglichen. Für Westernfreunde.“[3]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Filmmusik wurde 1970 für den Grammy nominiert.

Drehorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Zugang zum „Canyon del Oro“ wird im Film in den Canyon de Chelly gelegt, wobei der Schatten des „Spider Rock“, einer 240 m hohen Felsnadel, mit Sonnenaufgang auf den Eingang zeigt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mackenna’s Gold im Lexikon des internationalen Films
  2. http://www.prisma.de/filme/MacKennas-Gold,234311
  3. Evangelischer Presseverband München, Kritik Nr. 129/1969