Maik Klokow

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Maik Klokow (* 13. Januar 1965 in Wismar) ist ein deutscher Musical- und Theaterproduzent.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maik Klokow sammelte bereits während seiner Schulzeit erste Erfahrungen im Theaterbereich. Nach seinem Realschulabschluss erlernte er bei der ZBO Parchim den Beruf des Maurers. 1986 begann er seine Theaterkarriere am Landestheater Parchim, wo er eine Ausbildung zum Bühnenmeister absolvierte. Hier arbeitete er unter anderem mit Leander Haußmann zusammen.

1989 bewarb sich Klokow beim Musicalveranstalter Stella AG.[1] Am 1. Januar 1990 begann er als Bühnenmeister bei Starlight Express in Bochum. In den Folgejahren war er in leitenden Positionen für zahlreiche Produktionen in Deutschland verantwortlich, unter anderem für Cats, Das Phantom der Oper, Miss Saigon und Die Schöne und das Biest. Anfang 2000 wurde Joop van den Ende, Eigner der Stage Entertainment International, auf Klokow aufmerksam und engagierte ihn als General Manager für Deutschland. Er war für Theatergründungen und die Entwicklung des Live-Entertainment-Angebots verantwortlich.[2]

Als Geschäftsführer leitete er Musical-Produktionen wie Elisabeth (Colosseum, Essen), Disneys Der König der Löwen (Theater im Hafen, Hamburg), Mamma Mia! (Operettenhaus, Hamburg), Titanic – Das Musical (Neue Flora, Hamburg)[3], Pinkelstadt (Schloßparktheater, Berlin), 42nd Street (Apollo Theater, Stuttgart), Tanz der Vampire (Neue Flora, Hamburg), Wie einst im Mai (Schloßparktheater, Berlin), Dirty Dancing (Neue Flora, Hamburg) und Wicked – Die Hexen von Oz (Apollo Theater, Stuttgart). Außerdem kaufte Klokow das Theater im Hamburger Hafen, die damalige Spielstätte des Musicals Buddy Holly. Seit Dezember 2001 wird dort Disneys Der König der Löwen gezeigt.[4] Die Idee zu dem Musical Ich war noch niemals in New York (Operettenhaus, Hamburg) hat Klokow entwickelt und als Eigenproduktion der Stage Entertainment auf die Bühne gebracht. Auch die Produktion Der Schuh des Manitu (Theater des Westens, Berlin) geht auf Klokows Ideen zurück und wurden nach seinem Weggang realisiert.

Im Bereich des Live-Entertainments produzierte und vermarktete er Shows wie Holiday on Ice, De la Guarda, Blue Man Group und eine der größten Musicalgalas „Best of Musical“. Er betrieb den Quatsch Comedy Club (Hamburg) und das Kehrwieder-Theater (Speicherstadt Hamburg) und veranstaltete die Tanzveranstaltung „Sensation“ in der Veltins-Arena (Gelsenkirchen). Anfang 2008 wandte Klokow sich neuen Aufgaben zu und übernahm die Geschäftsführung der Düsseldorfer Unternehmensgruppe von Thomas Krauth.[5][6] Ende 2008 wurde er Mehrheitsgesellschafter der Unternehmensgruppe, zu der auch die Vertriebsgesellschaft „TKS Ticket-Service und Veranstaltungen“ gehört.[7] Unter dem Produktionslabel Mehr! Entertainment bündelt Klokow seit 2009 seine Engagements im Unterhaltungssegment.

In seiner Heimatstadt Parchim betreibt Klokow ein bundesweit agierendes Handelshaus für Befestigungstechnik und Werkzeuge.[8] Klokow sitzt im Kuratorium der Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum Hamburg e. V. und gehört dem Stiftungsrat der Stiftung Lebendige Stadt an. Außerdem ist er Mitglied des Stiftungsrates der Mecklenburger AnStiftung.[9] Er ist mit der Musicaldarstellerin Anna Montanaro verheiratet und hat vier Kinder. Im Januar 2017 hat er an dem TV-Format Undercover Boss teilgenommen.[10]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2002 wurde Maik Klokow mit dem Preis „Hamburger des Jahres“ ausgezeichnet.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freiheit allein reicht nicht in: Prisma
  2. Die Stage Entertainment produziert nicht einfach Musicals in: Brand eins
  3. Ein Musical ist keine Marmelade in: Die Zeit
  4. Am Sonntag hat 'Der König der Löwen' Deutschlandpremiere in: Die Zeit
  5. Musicalmacher versprechen das große Spektakel in: Handelsblatt
  6. Macher in NRW – Maik Klokow – Mehr! Entertainment RTL Regional
  7. Maik Klokow: Der neue Musical-Macher in: Rheinische Post
  8. Klokow GmbH
  9. Mecklenburger AnStiftung – Stiftungsrat
  10. Brigitte Pavetic: Wie Musical-Manager Maik Klokow „Undercover Boss“ erlebte. Rheinische Post, 13. Januar 2017, abgerufen am 7. Februar 2017.