Marcus Held

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Marcus Held (2014)
Video-Vorstellung (2014)

Marcus Held (* 15. Oktober 1977 in Ludwigshafen am Rhein) ist ein deutscher Politiker (SPD). Er ist Stadtbürgermeister von Oppenheim und Mitglied des Deutschen Bundestages.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Held wuchs in Mühlheim an der Eis auf und besuchte in Obrigheim die Grundschule. Ab 1987 ging er auf das Gauß-Gymnasium in Worms, wo er zehn Jahre später 1997 sein Abitur machte.

Bereits während seiner Schulzeit trat er 1994 in die SPD ein und war bei der Gründung der Juso-AG Grünstadt-Land beteiligt. Zwischen 1995 und 2003 war er freier Mitarbeiter bei der Wormser Zeitung und der Allgemeinen Zeitung und berichtete aus den Verbandsgemeinden Monsheim, Westhofen und Eich sowie der Stadt Osthofen. Nach dem Abitur leistete Marcus Held 1997/98 seinen Zivildienst im Bereich Umweltschutz in der Verbandsgemeinde Grünstadt-Land ab. Danach begann er an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken ein Studium der Rechtswissenschaften. Während des gesamten Studiums war er studentische Hilfskraft beim Bundestagsabgeordneten Klaus Hagemann. Ab 2000 wechselte er an die Johannes Gutenberg-Universität Mainz, um dort das Jura-Studium fortzusetzen. Als studentische Hilfskraft in der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz in Mainz war er 2001 in der Geschäftsstelle „Tag der Deutschen Einheit“ für die Vorbereitung der Festlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2001 in Mainz tätig.

Das erste juristische Staatsexamen in Mainz absolvierte er 2003. Das zweite folgte 2006, sowie die Zulassung als Rechtsanwalt.

Bei der Wahl zum Stadtbürgermeister von Oppenheim 2004 konnte er sich gegen zwei Mitbewerber mit 54,4 Prozent der Stimmen durchsetzen. 2009 und 2014 wurde er als Stadtbürgermeister wiedergewählt. Von 2009 bis 2014 war er Erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde Nierstein-Oppenheim. Seit 2009 sitzt er im Kreistag Mainz-Bingen. Neben seiner Tätigkeit als Stadtbürgermeister war er 2007 persönlicher Referent von Landrat Ernst Walter Görisch bei der Kreisverwaltung Alzey-Worms. 2009 wechselte er zur Gemeinnützigen Wohnungsbaugenossenschaft Oppenheim eG und wurde dort als Vorstandsvorsitzender bestellt.

Bei der Bundestagswahl 2013 kandidierte er als Direktkandidat für den Bundestagswahlkreis Worms[1] und zog über die Landesliste in den Bundestag ein.[2] Er gehört dort dem Ausschuss für Wirtschaft und Energie als ordentliches Mitglied sowie dem Ausschuss für Umwelt und Bauen als Stellvertreter an.

Marcus Held ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Weitere Aktivitäten:

Ermittlungen wegen des Verdachts der Untreue[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einem anonym verfassten, mehrseitigen Schreiben, das unter anderem der Staatsanwaltschaft Mainz vorliegt, wird Held vorgeworfen, unsaubere Geschäfte betrieben zu haben. Die Staatsanwaltschaft informierte nach einer Vorprüfung der Vorwürfe durch den Landesrechnungshof den Bundestagspräsidenten Norbert Lammert darüber, dass ein Ermittlungsverfahren gegen den Abgeordneten eingeleitet werden soll. Lammert hob am 10. Juli 2017 Helds Immunität auf; die Staatsanwaltschaft Mainz leitete anschließend Ermittlungen ein.[3][4]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kürschners Volkshandbuch, Deutscher Bundestag, 18. Wahlperiode (•), 2013–2017, 128. Auflage, Stand: 16. Januar 2014; S. 129

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Marcus Held – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

In den Nachrichten

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Marcus Held will in den Bundestag - Oppenheimer SPD-Bürgermeister möchte Nachfolge von Klaus Hagemann antreten (Memento vom 29. August 2012 im Internet Archive) von Beate Nietzel auf allgemeine-zeitung.de vom 25. August 2012
  2. Bundestagswahl 2013: Gewählte Bewerberinnen und Bewerber auf wahlen.rlp.de; online im Internet: 23. September 2013
  3. RP ONLINE: SPD-Bundestagsabgeordneter: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Marcus Held. Abgerufen am 20. September 2017.
  4. Verdacht der Untreue in Oppenheim: Ermittlungen gegen SPD-Abgeordneten Held | Rheinland-Pfalz | SWR Aktuell. In: swr.online. (swr.de [abgerufen am 20. September 2017]).