Marta Michna

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Marta Michna 2013.jpg
Marta Michna, Warschau 2013
Verband PolenPolen Polen (bis 2007)
DeutschlandDeutschland Deutschland (seit 2007)
Geboren 30. Januar 1978
Głogów
Titel Internationaler Meister der Frauen (1995)
Großmeister der Frauen (1999)
Aktuelle Elo‑Zahl 2377 (Juni 2017)
Beste Elo‑Zahl 2430 (Oktober 2002 bis April 2003)
Karteikarte bei der FIDE (englisch)

Marta Michna (* 30. Januar 1978 in Głogów als Marta Zielińska) ist eine deutsche Schachspielerin polnischer Herkunft.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1996 war ihr erfolgreichstes Jahr: Sie erhielt Gold für das beste Brettergebnis bei der Olympiade, wurde U18-Vize-Europameisterin der Mädchen und auf Menorca U18-Weltmeisterin der weiblichen Jugend. Sie war 2003 polnische Frauenmeisterin, 1995 Mädcheneuropameisterin U18 und 2005 mit dem polnischen Frauenteam Mannschaftseuropameisterin. Bei der Schachweltmeisterschaft der Frauen 2000 in Neu-Delhi scheiterte sie in der 2. Runde an Jekaterina Kowalewskaja, 2001 in Moskau verlor sie in der 2. Runde gegen Almira Scripcenco und 2006 in Jekaterinburg in der 1. Runde gegen Ketewan Arachamia-Grant. 2014 gewann sie die deutsche Blitzmeisterschaft der Frauen. Sie lebt in Hamburg, hat vier Kinder und ist seit 2006 mit Christian Michna, einem FIDE-Meister, verheiratet.

1999 erhielt sie von der FIDE den Titel einer Frauen-Großmeisterin.[1] Im Dezember 2016 liegt sie hinter Elisabeth Pähtz auf dem zweiten Platz der deutschen Elo-Rangliste der Frauen.

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schacholympiade 2012 in Istanbul: Michna, Ohme, Melamed und Pähtz

Marta Michna nahm an sechs Schacholympiaden der Frauen teil; 1996, 1998, 2000 und 2004 für Polen, 2008 und 2012 für Deutschland. 1996 erreichte sie das beste Einzelergebnis aller Reservespielerinnen, 2004 das drittbeste.[2]

An der Mannschaftseuropameisterschaft der Frauen nahm sie 2003 und 2005 für Polen, 2007, 2009, 2011 und 2013 für Deutschland teil. Sie gewann den Wettbewerb 2005 in Göteborg.[3]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der polnischen Mannschaftsmeisterschaft spielte Marta Michna 1994 und 1996 für MOK Chrobry Głogów, 1999 und 2000 für WKSz Hetman Wrocław, 2001 für KSz Maraton Łomża, 2002 und 2003 für ASSz Miedź Legnica, 2011 für KSz Odrodzenie Kożuchów und 2012 für KSz HetMaN Szopienice.[4] Am European Club Cup der Frauen 1998 in Wuppertal nahm sie mit Hugart Rybnik teil.[5]

In Deutschland spielte sie in der Saison 1998/99 mit dem SK Zehlendorf in der Oberliga Nord.[6] Von der Saison 2005/06 bis zur Saison 2015/16 spielte sie für den SK Norderstedt, der überwiegend in der 2. Bundesliga spielte und in der Saison 2012/13 der 1. Bundesliga angehörte. In der Saison 2016/17 ist Michna für die Schachabteilung des FC St. Pauli gemeldet. In der Frauenbundesliga war sie von der Saison 1996/97 bis zur Saison 2015/16 aktiv, sie spielte von 1996 bis 2000 für die Rodewischer Schachmiezen und von 2000 bis 2016 für den Hamburger SK. In der Saison 2016/17 ist sie als Gastspielerin für den SK Doppelbauer Kiel in der 2. Frauenbundesliga gemeldet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Marta Michna – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Willy Iclicki: FIDE Golden book 1924-2002. Euroadria, Slovenia, 2002, S. 85
  2. Marta Michnas Ergebnisse bei Schacholympiaden der Frauen auf olimpbase.org (englisch)
  3. Marta Michnas Ergebnisse bei Mannschaftseuropameisterschaften der Frauen auf olimpbase.org (englisch)
  4. Marta Michnas Ergebnisse in der polnischen Mannschaftsmeisterschaft auf olimpbase.org (englisch)
  5. Marta Michnas Ergebnisse bei European Club Cups der Frauen auf olimpbase.org (englisch)
  6. DWZ-Auswertung der Oberliga Nord - Staffel Ost 1998/99 beim Deutschen Schachbund