Maserati GranTurismo

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Maserati
Maserati GranTurismo (seit 2007)
Maserati GranTurismo (seit 2007)
GranTurismo
Produktionszeitraum: seit 2007
Klasse: Sportwagen
Karosserieversionen: Coupé
Motoren: Ottomotoren:
4,2–4,7 Liter
(298–338 kW)
Länge: 4881–4933 mm
Breite: 1847–1915 mm
Höhe: 1343–1353 mm
Radstand: 2942 mm
Leergewicht: 1670–1980 kg
Vorgängermodell Maserati Coupé
Heckansicht
Maserati GranTurismo MC Stradale
(seit 2013)

Der Maserati GranTurismo ist ein viersitziges Coupé des italienischen Autoherstellers Maserati, das seit September 2007 auf dem Markt ist.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maserati Gran Turismo Modelljahr 2018

Ursprünglich als Nachfolger des Mitte 2007 eingestellten Maserati Coupé vorgestellt, ist er technisch ein Ableger der im September 2003 vorgestellten Limousine Maserati Quattroporte. Auf der IAA 2009 wurde die offene Version als Maserati GranCabrio vorgestellt, die seit Mai 2010 erhältlich ist. Das Design der Karosserie und des Innenraums stammt von Pininfarina.

Der 4,2-Liter-Ferrari-V8 entwickelt eine Leistung von 298 kW (405 PS) und verleiht dem Wagen ein Leistungsgewicht von 4,6 kg/PS. Statt des sequenziellen Getriebes des früheren Coupés in Transaxle-Anordnung hat der GranTourismo eine konventionell am Motor angeflanschte 6-Gang-Automatik von ZF. Der lange Radstand und die kurzen Überhänge ermöglichen im Innenraum Platz für vier vollwertige Sitzplätze.

Seit Sommer 2008 bietet Maserati auch den GranTurismo S an. Er besitzt die schon im Alfa Romeo 8C Competizione eingesetzte 4,7-Liter-Version des von Ferrari entwickelten V8-Motors mit einer Leistung von 323 kW (440 PS). Dazu kommen beim S das sequenzielle Fahrzeuggetriebe und kleinere Maßnahmen an Karosserie und Fahrwerk. Auch die Bremsen wurden der erhöhten Leistung angepasst.

2012 wurden nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes 206 Maserati GranTurismo in Deutschland neu zugelassen, davon 153 Fahrzeuge durch gewerbliche Halter.[1]

Auf dem Genfer Automobilsalon wurde im März 2013 ein neuer GranTurismo MC Stradale vorgestellt. Neben dem 4,7-l-V8 hat er das automatisierte Sechsgang-Getriebe und wird im Werk in Modena produziert. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 303 km/h.[2]

Die Autozeitschrift Sport Auto erreichte mit dem MC Stradale eine Rundenzeit von 8:14 min auf der Nordschleife des Nürburgrings.

Zum Modelljahr 2018 erfolgte Ende 2017 eine Überarbeitung der Frontpartie mit einem Kühlergrill in Form eines Sechsecks, in Anlehnung an die Designstudie Alfieri. Auch Front- und Heckschürze (nur beim Sport-Modell) wurden überarbeitet. Im Innenraum von Gran Turismo und Gran Cabrio wurde ein neues Infotainmentsystem installiert, das jetzt über einen 8,4" großen Touchscreen bedient wird und zusätzlich über einen zweistufigen Drehregler bedient werden kann. Es unterstützt auch Apple CarPlay und AndroidAuto von Google, diese jedoch nur über einen Kabelverbindung zum USB-Port im Ablagefach der Armlehne und nicht drahtlos.

Alle vier erhältlichen Versionen (Gran Turismo Sport, Gran Turismo MC, Gran Cabrio Sport und Gran Cabrio MC) verfügen über identische Motoren und nahezu gleiche Fahrleistungen. Die Cabrios erreichen durch den höheren Windwiderstand eine um 10 km/h geringere Endgeschwindigkeit (ca. 290 km/h).

Nachdem die Bestellungen für dieses überarbeitete Modell im Februar/März 2018 werkseitig eingestellt wurden, kam es Mitte 2018 zu einer erneuten Auflage und Verlängerung der Bestellphase bis nun etwa Februar 2019. Dann sollen diese Modelle endgültig eingestellt werden. Der Nachfolger (in engerer Anlehnung an die Designstudie Alfieri) wird weder einen Saugmotor haben, noch über vier Sitze verfügen (er wird kürzer und nur noch ein Zweisitzer), was ihn zwar leichter machen wird, aber die Idee des Gran Turismo (GT), die Maserati als Erfinder dieses Konzeptes für sich reklamiert, deutlich einschränkt.

Das Mailänder Karosseriebauunternehmen Touring Superleggera stellte im März 2018 das Coupé Touring Sciàdipersia vor, das auf der Technik des GranTurismo beruht und an den historischen Sportwagen Maserati 5000 GT Scià di Persia erinnern soll. Ein Jahr später folgte die Cabrioletversion. Für beide Ausführungen ist eine Kleinserie von 10 bzw. 15 Fahrzeugen angekündigt.

Technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kenngrößen GranTurismo GranTurismo S GranTurismo Sport GranTurismo MC Stradale GranTurismo MC
Bauzeitraum 2007–2017 2008–2012
(2009–2012)
2012–2017 seit 2017 2011–2012 2012–2017 seit 2017
Motorkenndaten
Motortyp V8-Ottomotor
Gemischaufbereitung Direkteinspritzung
Motoraufladung
Hubraum 4244 cm³ 4691 cm³
max. Leistung 302 kW (405 PS) bei 7100/min 323 kW (440 PS) bei 7000/min 338 kW (460 PS) bei 7000/min 331 kW (450 PS) bei 7000/min 338 kW (460 PS) bei 7000/min
max. Drehmoment 460 Nm bei 4750/min 490 Nm bei 4750/min 520 Nm bei 4750/min 510 Nm bei 4750/min 520 Nm bei 4750/min
Kraftübertragung
Antrieb, serienmäßig Hinterradantrieb
Getriebe, serienmäßig
(optional)
6-Gang-Automatikgetriebe 6-Gang-MC-Shift
(6-Gang-Automatikgetriebe)
6-Gang-MC-Shift
(6-Gang-MC-Auto-Shift)
6-Gang-MC-Auto-Shift
Messwerte
Höchstgeschwindigkeit 285 km/h 295 km/h
(295 km/h)
300 km/h
(298 km/h)
299 km/h 301 km/h 303 km/h 301 km/h
Beschleunigung, 0–100 km/h 5,2 s 4,9 s
(5,0 s)
4,7 s
(4,8 s)
4,8 s 4,6 s 4,5 s 4,7 s
Kraftstoffverbrauch auf 100 km (kombiniert) 14,3 l Super 16,4 l Super
(15,2 l Super)
15,5 l Super
(14,3 l Super)
14,3 l Super 14,5 l Super 14,4 l Super 14,3 l Super
CO2-Emission (kombiniert) 330 g/km 385 g/km
(354 g/km)
360 g/km
(331 g/km)
331 g/km 339 g/km 337 g/km 331 g/km
Abgasnorm nach EU-Klassifikation Euro 5 Euro 6 Euro 5 Euro 6

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Neuzulassungen von Personenkraftwagen im Dezember 2012 nach Segmenten und Modellreihen. (PDF; 387 kB) Kraftfahrt-Bundesamt, archiviert vom Original am 17. Dezember 2013; abgerufen am 8. Juli 2013.
  2. Maserati GranTurismo MC Stradale in Genf 2013

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]