Mentor Graphics

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Mentor Graphics
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Rechtsform Corporation (AG)
Gründung 1981
Auflösung 31. März 2017
Auflösungsgrund Aufkauf durch Siemens
Sitz Wilsonville, Oregon, Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
Leitung
  • Walden C. Rhines (CEO)[1]
  • Gregory K. Hinckley (President)[1]
Mitarbeiterzahl 5.700[2]
Umsatz 1,181 Mrd. US-Dollar[2]
Branche Software
Website www.mentor.com
Stand: 31. Januar 2016

Hauptquartier von Mentor Graphics in Wilsonville, Oregon

Mentor Graphics war ein Hersteller von Softwareprodukten aus den Bereichen Electronic Design Automation (EDA) und Embedded Software mit Sitz in Wilsonville im US-Bundesstaat Oregon. Im Bereich EDA zählt das Unternehmen weltweit zu den größten Softwareherstellern und beschäftigt über 5.000 Personen.

Die größten Konkurrenten sind Cadence und Synopsys.[2]:8

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Jahren nach 1980 wurde die computerunterstützte Entwicklung von elektronischen Schaltungen und Baugruppen im Rahmen von computer-aided engineering (CAE) und computer-aided design (CAD) immer präsenter und marktbestimmender. Mentor Graphics wurde 1981 von ehemaligen Entwicklungsingenieuren von Tektronix mit dem Ziel gegründet, in diesem Bereich verschiedenartige Softwareprodukte anzubieten.

Als erste Hardwareplattform für die EDA-Software von Mentor wurden Workstations des erst ein Jahr vorher gegründeten Herstellers Apollo Computer verwendet. Im Jahr 1982 wurde das erste EDA-Softwareprodukt vorgestellt, das Programm IDEA 1000.

Im März 2009 gab das Unternehmen eine Fusion mit der Valor Computerized Systems bekannt.

Im Jahr 2016 kaufte der Hedgefond Elliott Management Corporation 8,1 % der Anteile an Mentor mit dem Ziel, deren Wert massiv zu steigern; infolgedessen erarbeitete Mentor unter Einbeziehung der Bank of America strategische Alternativen, auch mit dem Ziel des Verkaufs.[3] Am 14. November 2016 gab Siemens den Kauf von Mentor Graphics für 4,5 Milliarden US-Dollar bekannt.[4] Die Übernahme von Mentor in die Softwaresparte Product Lifecycle Management (PLM) der "Digital Factory Division" wurde im März 2017 abgeschlossen, Zitat: "Die Kunden werden weiterhin mit denselben Produkten und Lösungen beliefert."[5]

Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Bereich EDA:

Im Bereich Embedded Software:

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Executive Team
  2. a b c Annual Report 2016. Mentor Graphics, 18. März 2016, abgerufen am 19. Oktober 2016 (PDF, englisch).
  3. Liana B. Baker, Greg Roumeliotis: Mentor Graphics working with Bank of America to explore sale-sources. Reuters, 16. Oktober 2016, abgerufen am 19. Oktober 2016 (englisch).
  4. Siemens to expand its digital industrial leadership with acquisition of Mentor Graphics. Abgerufen am 14. November 2016 (englisch).
  5. Open Letter to Customers. Abgerufen am 31. März 2017 (englisch).