Atmel

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Atmel Corporation
Logo der Atmel Corporation
Rechtsform Corporation
ISIN US0495131049
Gründung 1984
Auflösung 2016
Auflösungsgrund Übernahme durch Microchip Technology
Sitz San José, Vereinigte Staaten
Mitarbeiter 5.200 (31. Dezember 2014)[1]
Umsatz 1,413 Mrd. US-Dollar (2014)[1]
Branche Halbleiterindustrie
Website www.atmel.com

Atmel Corporation (Aktronym für "advanced technology for memory and logic") ist ein US-amerikanischer Hersteller von integrierten Schaltungen mit Sitz in San José im Bundesstaat Kalifornien und gilt als einer der weltweit führenden Hersteller auf seinem Gebiet[2].

Historisches Logo

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Atmel entwickelt und produziert seit seiner Gründung im Jahre 1984[1] Mikrocontroller (z. B. die AVR-Familie sowie weiterentwickelte 8051-Controller mit Flash-Speicher), programmierbare logische Schaltungen, nicht-flüchtige Halbleiterspeicher, sowie Mixed-Signal- und Funk-Komponenten.[1] Die Produkte werden als Standardprodukte (Commodities), Applikationsspezifische Standardprodukte (ASSP) oder anwendungsspezifische integrierte Schaltungen (ASIC) vermarktet.[3]

Atmel wird momentan von Steven Laub (CEO) geführt, nachdem der ehemalige Präsident, CEO und Firmengründer George Perlegos wegen des Vorwurfs des Reisegeldmissbrauchs entlassen wurde.[4]

Eine im September 2015 vereinbarte Übernahme durch deutsch-britische Unternehmen Dialog Semiconductor für 4,6 Milliarden US-Dollar wurde im Januar 2016 abgebrochen. Der als zu hoch kritisierte Kaufpreis war von Microchip Technology überboten worden. Für das Nicht-Zustandekommen der Übernahme zahlte Atmel eine Vertragsstrafe von 137 Millionen Euro an Dialog.[5] Schließlich übernahm Microchip Atmel 2016 für 3,6 Milliarden US-Dollar.[6] Die Übernahme wurde im April 2016 abgeschlossen.[7]

Fabriken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Atmel besitzt eine Halbleiterproduktionsstätte:

Fünf weitere Produktionsstätten wurden bis Mitte 2010 verkauft:

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Atmel Corporation: Annual Report. Abgerufen am 21. September 2015 (PDF, englisch).
  2. Langenscheidt, Florian, Venohr, Bernd (Hrsg.): Lexikon der deutschen Weltmarktführer. Die Königsklasse deutscher Unternehmen in Wort und Bild. Deutsche Standards Editionen, Köln 2010, ISBN 978-3-86936-221-2, S. 73.
  3. Atmel Corporation: Atmel Product Guide November 2006. atmel.com (PDF, S. 3, englisch).
  4. Atmel Corporation: Press Release – Aug. 7, 2006: George Perlegos, Gust Perlegos and Two Additional Atmel Officers Terminated. atml.client.shareholder.com (englisch).
  5. RuMaS Marktbericht: Dialog Semiconductor: Atmel-Übernahme vom Tisch – Kurs steigt! 18. Januar 2016, abgerufen am 18. Januar 2016.
  6. Weniger Halbleiterhersteller: Microchip kauft Atmel. heise online, abgerufen am 20. Januar 2016.
  7. MICROCHIP TECHNOLOGY COMPLETES ATMEL ACQUISITION ... Microchip Technology, 4. April 2016, abgerufen am 6. April 2016 (PDF, englisch).
  8. Atmel Corporation, Press Release – Juli. 13, 2006: Atmel to Sell its Grenoble, France Subsidiary. (englisch)
  9. Atmel Corporation, Press Release – May 1, 2007: Atmel Sells Its Irving, Texas Facility for Approximately $38 Million. (englisch)
  10. Atmel Corporation, Press Release – Oct. 08, 2007: Atmel Announces Sale of Manufacturing Facility in North Tyneside, U.K.. (englisch)
  11. Atmel Corporation, Press Release – Dec. 31, 2008: Atmel Completes Sale of Manufacturing Operation in Heilbronn, Germany. (englisch)
  12. Atmel Corporation, Press Release – Juni. 23, 2010: Atmel Completes Sale of Wafer Manufacturing Operation in Rousset, France to LFoundry GmbH. (englisch)