Monika Helfer

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Monika Helfer 2021 auf dem Erlanger Poetenfest

Monika Helfer (* 18. Oktober 1947 in Au, Vorarlberg), vormals Monika Helfer-Friedrich[1], ist eine österreichische Schriftstellerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monika Helfer wuchs in Vorarlberg auf. Ihr Vater, der Verwalter in einem Erholungsheim für Kriegsversehrte war, arbeitete in der Pension als Bibliothekar.[2] Sie hat Romane, Erzählungen und Kinderbücher veröffentlicht. Für ihre Arbeiten erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen. Thema ihrer Bücher sind oft schwierige Familienbeziehungen, wobei sie einen besonderen Focus auf die Kinderperspektive legt. „Die Figuren in Monika Helfers Büchern haben Mut, Überlebenswillen und den gesunden Trotz eines Kindes, nämlich den Trotz, sich von gesellschaftlichen Wertvorstellungen und Kategorisierungen nicht beirren zu lassen“, so Dorothea Zanon in ihrer Laudatio anlässlich der Verleihung des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst I. Klasse.[3]

Frühe Texte veröffentlichte die Autorin unter dem Namen Monika Helfer-Friedrich.[4]

Monika Helfer hat vier Kinder, zwei davon in ihrer 1981 geschlossenen Ehe mit dem Schriftsteller Michael Köhlmeier: Sohn Lorenz Helfer ist Bildender Künstler[5][6], die Tochter Paula Köhlmeier starb 2003 bei einem Unfall. Helfers Roman Bevor ich schlafen kann von 2010 ist ihrem Andenken gewidmet.[7][8] Helfer und Köhlmeier leben in Hohenems.

2018 wurde ihr Roman Oskar und Lilli (1994) von Arash T. Riahi unter dem Titel Ein bisschen bleiben wir noch verfilmt.[9]

In ihrem Roman Die Bagage (2020) erzählt sie die Geschichte ihrer Großeltern und deren Kinder, besonders ihrer Mutter Grete.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Prosa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theaterstücke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Zorn des Meisters. (mit Gerold Amann und Michael Köhlmeier), 1979.
  • Tondbandprotokoll. (mit Michael Köhlmeier), 1979.
  • Indische Tempeltänzerin. 1981.
  • Oskar und Lilli. 1994.

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die wilden Kinder. TV-Film. (Drehbuch nach dem gleichnamigen Roman von Monika Helfer) mit Christian Berger, Regie: Christian Berger, 1986/86.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Literatur von und über Monika Helfer im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
  • Monika Helfer in der Internet Movie Database (englisch)
  • Kurzbiographie und Foto bem Hanser Literaturverlage
  • Schriftstellerin Monika Helfer im Gespräch. In ihrem Roman „Die Bagage“ porträtiert Monika Helfer ihre Großmutter und erzählt vom Überleben ihrer Familie und davon, wie sich eine Kinderbagage nach dem frühen Tod ihrer Eltern durchschlägt. (Nicht mehr online verfügbar.) In: WDR 3 Gespräch am Samstag. 21. März 2020, archiviert vom Original am 21. März 2020; (Kurzbeschreibung mit MP3-Link; s. u.).
    • MP3. (PDF; 27,3 MB) [Schriftstellerin Monika Helfer im Gespräch]. (Nicht mehr online verfügbar.) In: akamaihd.net. Archiviert vom Original am 21. März 2020; (28:37 min).
  • Monika Helfer über „Vati“. Welche Rolle spielt der Vater im Leben? Monika Helfer begibt sich mit ihrem Roman „Vati“ auf die Suche nach der eigenen Herkunft. Die Reise in die Kindheit ist auch ein Porträt der versehrten Nachkriegsgeneration. In: WDR 3 Gespräch am Samstag. 20. März 2021; (Kurzbeschreibung mit MP3-Link; s. u.).
    • MP3. (PDF; 11,7 MB) [Monika Helfer über „Vati“]. In: akamaihd.net. (12:16 min).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. GND 119559110. Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, abgerufen am 8. November 2021.
  2. Wolfgang Paterno: Monika Helfer: Gift der Welt. In: Profil.at, 30. Mai 2017, abgerufen am 8. November 2021.
  3. Dorothea Zanon: Monika Helfer und Michael Köhlmeier: Schleusen in die Welt der Fantasie öffnen. In: Der Standard. 28. März 2016, abgerufen am 8. November 2021.
  4. Z. B.: Monika Helfer-Friedrich: Einfach Anna. In: Franz-Michael-Felder-Verein (Hrsg.): Neue Texte aus Vorarlberg 1. Prosa. Bregenz, Fink’s Verlag, 1977, S. 41 ff.; Monika Helfer-Friedrich: Unsere Mutter. In: Franz-Michael-Felder-Verein (Hrsg.): Neue Texte aus Vorarlberg 3. Hörspiele. Fink’s Verlag, Bregenz 1983, S. 143 ff.
  5. Webpräsenz Lorenz Helfer. In: lorenzhelfer.at. Abgerufen am 4. Oktober 2021.
  6. Monika Helfer: „Alkoholikerbild“ von Monika Helfer. Eine nicht komponierte Tragödie [Text über ein Bild von Lorenz Helfer]. Ö1 Kunstgeschichten, 2019, abgerufen am 4. Oktober 2021. –
    Monika Helfer über eine dunkle und eine helle Figur. „Alkoholikerbild – Eine nicht komponierte Tragödie“. Von Monika Helfer. Es liest Sabine Lorenz. Gestaltung: Ingrid Bertel. In: Ö1 Kunstsonntag: Neue Texte. 30. Juni 2019, abgerufen am 8. November 2021.
  7. Katja Lückert: Schluchzer wie Schluckauf. Monika Helfer: „Bevor ich schlafen kann“, Deuticke Verlag, Wien 2010. In: Deutschlandfunk. 3. Dezember 2010, abgerufen am 8. November 2021 (Rezension).
  8. Rezension zu Bevor ich schlafen kann: Michaela Schmitz: Ein bisschen hoffnungslos im Online-Rezensionsportal vom Literaturhaus Wien am 5. August 2010.
  9. „Es wird kein Opferfilm“: Riahi dreht „Oskar & Lilli“. In: Salzburger Nachrichten. 27. Juli 2018, abgerufen am 14. Dezember 2019 (Quelle: APA).
  10. Ehrenliste – Kinder- und Jugendbuchpreise der Stadt Wien (Memento vom 18. November 2018 im Internet Archive). In: wien.gv.at.
  11. Kinder- und Jugendbuchpreis für Michael Köhlmeier. In: Die Presse. 4. Februar 2011, abgerufen am 25. Oktober 2011.
  12. Ehrenkreuz für Köhlmeier und Helfer. In: orf.at. 8. März 2016, abgerufen am 8. März 2016.
  13. Deutscher Buchpreis: Fünf Österreicher auf der Longlist. In: orf.at. 15. August 2017, abgerufen am 15. August 2017.
  14. SDA: Solothurner Literaturpreis geht an Österreicherin Monika Helfer. Der Solothurner Literaturpreis kann wegen des Coronavirus erst nächstes Jahr verliehen werden. Aber mit Monika Helfer steht die Gewinnerin schon fest. In: nau.ch. 23. April 2020, abgerufen am 8. November 2021.
  15. Monika Helfer wird mit dem Bodensee-Literaturpreis ausgezeichnet. In: Südkurier. 27. August 2020, abgerufen am 29. August 2020.
  16. Monika Helfer: „Schau mich an, wenn ich mit dir rede!“ Quelle: Monika Helfer, Schau mich an, wenn ich mit dir rede!, Jung und Jung Verlag 2017. In: Literarisches Österreich – Vorarlberg. Ö1, 3. November 2017, abgerufen am 8. November 2021 (Es liest: Silvia Meisterle; mit MP3-Link, s. u.). –
    MP3. (9,3 MB) [Monika Helfer: „Schau mich an, wenn ich mit dir rede!“]. In: apa.at. Abgerufen am 8. November 2021 (19:39 min).
  17. Monia Helfer: Die Höfliche oder Frau Zucker oder Die Aufsässige. Thomas Sessler Verlag, abgerufen am 7. Oktober 2021.
  18. Monika Helfer: Bestien im Frühling. Thomas Sessler Verlag, abgerufen am 7. Oktober 2021.
  19. Monika Helfer: Dramatisierung des Kinderbuches „Rosie in New York“. Thomas Sessler Verlag, abgerufen am 7. Oktober 2021.
  20. Monika Helfer: Soll ich denn singend zugrunde gehen? Thomas Sessler Verlag, abgerufen am 7. Oktober 2021.
  21. Dagmar Ullmann-Bautz: Schießen und lieben, bis gar nichts mehr geht. In: KULTUR – Zeitschrift für Kultur und Gesellschaft. 25. April 2010, abgerufen am 7. Oktober 2021 (ZDB-ID 2254194-9).
  22. Christa Dietrich: Bärin sucht Bär, nicht Tiger. In: Vorarlberger Nachrichten. 9. Februar 2017, abgerufen am 7. Oktober 2021.
  23. Ingrid Bertel: „Der Frauentourist“ – ein Beziehungsprofi. In: ORF Vorarlberg. 10. Februar 2017, abgerufen am 7. Oktober 2021.
  24. Petra Nachbaur: „Der Frauentourist“: Neben Esthers Gummibaum. In: Der Standard. 11. Februar 2017, abgerufen am 7. Oktober 2021.
  25. Monika Helfer: Der Frauentourist. Thomas Sessler Verlag, abgerufen am 7. Oktober 2021.