Natalie Beer

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Natalie Beer (* 17. Juni 1903 in Au; † 31. Oktober 1987 in Rankweil) war eine österreichische Schriftstellerin.

Leben[Bearbeiten]

Natalie Beer veröffentlichte Lyrik, „heimatgebundene“ Erzählungen sowie Romane und ist sowohl wegen ihrer Funktion als „Gauabteilungsleiterin für Presse und Propaganda“ bei der NS-Frauenschaft in Innsbruck als auch wegen apologetischer Äußerungen aus der Nachkriegszeit zum Nationalsozialismus umstritten. Nach dem Krieg war sie u. a. als Sekretärin bei der Leitung der Dornbirner Messe tätig.

Sie schrieb auch unter den Pseudonymen Ursula Berngath oder Fred Lugenau.

Auszeichnungen und Ehrungen[Bearbeiten]

Werke[Bearbeiten]

  • Bergfahrt, Gedichte, 1932
  • Frühlicht, Gedichte, 1936
  • Kleine Kindheit, 1941
  • Schicksal auf Vögin, Roman, 1942
  • Der Urahn, Roman, 1943
  • Eines Menschen Schuld, Schauspiel, 1947
  • Traum des Weibes, Gedichte, 1947
  • Die Hirtin von Tilisuna, Erzählungen, 1951
  • Die eherne Waage. Gedichte aus fünfzehn Jahren, 1951
  • Immer die weiße Wolke. Eine Hirtenlegende, 1954
  • Wanderer durch das eigene Herz, Roman, 1954 (Neuauflage 1959 unter dem Titel ... und führt ihn einen andern Weg, Neuauflage 1974 unter dem Titel Das unruhige Herz)
  • An die Großen der Welt, Gedichte, 1955
  • Prophet und Sibylle, Roman, 1956 (2. Aufl. unter dem Titel Wenn die Sterne dunkeln)
  • Weil ich Dich liebe. Eine Totengabe, Gedichte, 1958
  • Ich suche den Menschen, Roman, 1960
  • Im Vorübergehn, Gedichte, 1961
  • Jubel der Steine, Roman, 1964
  • Jubel der Steine, Spiel, 1965
  • Und fanden das Kind in der Krippe, 1968
  • Mathis der Maler. Ein Matthias Grünewald-Roman, 1970
  • Ins Antlitz der Zeit, Gedichte, 1971
  • Kleine Reise ohne Nepomuk. Eine Südlandsfahrt, 1971
  • Sand im Stundenglas, Roman, 1974
  • Das Lächeln der Madonna Hodigitria. Der Mann mit der Nelke, Erzählungen, 1975
  • Die singenden Hügel, Gedichte, 1976
  • Im Leben zu Gast sein, Gedichte, 1977
  • ’s Lisabethle goht of d’ Reis, Erzählung in Vorarlberger Mundart, 1977
  • Der kleine Esel Trabbelbei, 1977
  • Als noch die Sonne schien. Roman meiner Jugend, 1978
  • Das Dorf im Herbst, Gedichte, 1979
  • Im Garten blüht der Lavendel, Roman, 1980
  • In den Tag gesprochen, Gedichte, 1980
  • Gesang der Landschaft, Gedichte, 1982
  • Der brennende Rosenbusch. Lebenserinnerungen, 1983
  • Walthers Weihnachtslied, handgeschriebene Gestaltung mit Illustrationen von Konrad Honold, 1983
  • Funde am Lebensweg. Erzählungen, Skizzen, Gedichte, 1983
  • Des Lebens Wahn und Wagnis, Gedichte, 1985

Literatur[Bearbeiten]

  • Armin Hartmann: Professor Natalie Beer †. Eine Patriotin des Bregenzerwaldes. In: Bregenzerwald-Heft. Jg. 7, 1988, S. 114-122.
  • Christoph König: Provinz-Literatur. Positionen der Prosa Vorarlbergs in synchroner Sicht (= Innsbrucker Beiträge zur Kulturwissenschaft/Germanistische Reihe. 20). Institut für Germanistik, Innsbruck 1984.
  • Gudrun Reidel: Die historischen Romane von Natalie Beer. Hausarbeit. Universität Innsbruck, 1983.
  • Roger Vorderegger: Das gebundene Ich. Zu Natalie Beers früher Lyrik. In: Jahrbuch des Franz-Michael-Felder-Archivs. Nr. 6, 2005, S. 83-96.
  • Harald Walser: »…nicht die Letzten?« Der »Fall Beer« und die Vorarlberger Kulturpolitik. In: Allmende. Eine alemannische Zeitschrift. Heft 9, 1984, S. 169-174.

Nachlass[Bearbeiten]

Der Nachlass von Natalie Beer wird im Franz-Michael-Felder-Archiv der Vorarlberger Landesbibliothek in Bregenz aufbewahrt.

Weblinks[Bearbeiten]