Pakt der Yokai

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Pakt der Yokai
Originaltitel 夏目友人帳
Transkription Natsume Yūjinchō
Genre Fantasy, Drama, Shōjo
Manga
Land JapanJapan Japan
Autor Yuki Midorikawa
Verlag Hakusensha
Magazin LaLa
Erstpublikation 5. Oktober 2005 – …
Ausgaben 20
Anime-Fernsehserie
Titel Natsume Yūjinchō
Zoku Natsume Yūjinchō
Natsume Yūjinchō San
Natsume Yūjinchō Shi
Originaltitel 夏目友人帳
続 夏目友人帳
夏目友人帳 参
夏目友人帳 肆
Produktionsland JapanJapan Japan
Originalsprache Japanisch
Jahr(e) 2008–2012
Studio Brain’s Base
Länge 25 Minuten
Episoden 52 in 4 Staffeln
Regie Takahiro Ōmori
Musik Makoto Yoshimori
Erstausstrahlung 8. Juli 2008 – 27. März 2012 auf TV Tokyo
Synchronisation

Pakt der Yokai (jap. 夏目友人帳, Natsume Yūjinchō, dt. „Natsume Freundesbuch“) ist eine Manga-Serie der japanischen Zeichnerin Yuki Midorikawa, die seit 2005 in Japan erscheint. Das Werk ist in die Genre Shōjo und Drama einzuordnen und wurde als Anime und Hörspiel adaptiert.

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Junge Natsume Takashi (夏目 貴志) ist ein Waise mit der Fähigkeit, Yōkai (Geister und Dämonen) sehen zu können. Er zeigt oft ein für andere seltsames Verhalten, wenn er auf die für alle anderen unsichtbaren Wesen reagiert. Erst mit der Zeit lernte er, wie ungewöhnlich er ist und wurde zurückhaltend und schüchtern und blieb einsam. So kam es, dass er wegen seines Verhaltens oft von Pflegeeltern abgegeben wurde und er keine Freunde hat.

Die Fähigkeit hatte auch seine Großmutter Reiko, die ihm nach ihrem Tod zudem das „Buch der Freunde“ hinterließ. In diesem sind die Geister aufgeführt, mit denen Reiko Verträge geschlossen hat und die ihr dienstbar sind. Bei der Aussprache des Namens und Vorstellung der Gestalt des Geistes muss dieser jedem Befehl folgen. Das Buch ist in der Welt der Geister daher heiß begehrt, sodass Natsume nun von vielen Geistern und Dämonen heimgesucht wird. Dabei trifft er bald auf Madara, einem Katzengeist. Dieser wird von Natsume versehentlich befreit und hat es selbst auf das Buch abgesehen. Doch da ihm Natsume verspricht, dass er das Buch von ihm erbt, verspricht Madara ihn zu beschützen. Dennoch droht Madara immer wieder, Natsume selbst zu fressen, um an das Buch zu gelangen.

Nachdem Madara Natsume über seine Großmutter und das Buch aufgeklärt hat, beschließt Natsume den Geistern ihre Namen zurückzugeben. Viele sind darüber froh und kommen, ihn darum zu bitten. Andere wollen das Buch für sich haben oder fragen Natsume um Rat und Hilfe, da sie noch von der Macht seiner Großmutter wissen.

Entstehung und Veröffentlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Hotarubi no Mori e von 2003 ist Pakt der Yokai die zweite Serie von Yuki Midorikawa, die sich dem Thema Yōkai widmet. Das Bedürfnis nach einer solchen übernatürlichen Geschichte hatte die Autorin bereits länger zuvor und nach Hotarubi wollte sie das Thema in anderer Form erneut ausprobieren, jedoch nun ohne die im älteren Werk vorherrschende Romantik und mit einem männlichen Protagonisten. Pakt der Yokai schuf Midorikawa mit der Unterstützung von zwei Assistentinnen.[1]

Die Serie beinhaltet in sich abgeschlossene Geschichten vor dem Hintergrund, der im ersten Kapitel etabliert wurde. Das Konzept entstand auch vor dem Hintergrund, dass Pakt der Yokai in Japan zuerst im alle zwei Monate erscheinenden Magazin LaLa erstmals veröffentlicht wird.[1] Die Serie erscheint in dem Magazin des Verlags Hakusensha seit Oktober 2005. Die Einzelkapitel kommen später in bisher (Stand: September 2015) 19 Sammelbänden heraus. Die Reihe ist ein kommerzieller Erfolg, so verkaufte sich der 18. Band in Japan über 420.000-mal[2] und der 19. Band über 460.000 mal.[3]

Seit April 2014 erscheint der Manga bei Egmont Manga auf Deutsch mit bisher 13 Bänden (Stand: August 2016). Die Serie wird auf Englisch bei Viz Media, auf Französisch bei Delcourt und auf Chinesisch bei Tong Li veröffentlicht.

Adaptionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anime[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Anime-Serie wurde 2008 von Studio Brain’s Base unter der Regie von Takahiro Ōmori produziert. Das Charakterdesign entwarf Akira Takata und die künstlerische Leitung hatte Yukihiro Shibutani inne. Die ersten 13 Folgen wurden vom 8. Juli bis zum 30. September 2008 kurz nach Mitternacht (und damit am vorigen Fernsehtag) von TV Tokyo erstmals ausgestrahlt, wenige Tage später begann die Ausstrahlung durch die Sender TV Aichi, TV Hokkaido, TV Osaka, TV Setouchi und TVQ Kyushu. Später folgte eine Wiederholung bei AT-X. Eine zweite Staffel namens Zoku Natsume Yūjinchō (続 夏目友人帳) mit weiteren 13 Folgen wurde vom 6. Januar bis 31. März 2009 von TV Tokyo gesendet. Die dritte Staffel Natsume Yūjinchō San (夏目友人帳 参) mit 13 Folgen wurde vom 5. Juli bis 27. September 2011 in Japan ausgestrahlt. Die vierte Staffel Natsume Yūjinchō Shi (夏目友人帳 肆) folgte ab dem 3. Januar bis zum 27. März 2012.

Ab der zweiten Staffel wurde die Folgen jeweils eine Stunde nach deren Erstausstrahlung mit englischen Untertiteln auf Crunchyroll gestreamt. Die erste Staffel wurde dabei parallel zur zweiten gestreamt.[4]

Dem Magazin Lala Ausgabe 8–10/2013 und Lala DX Ausgabe 9/2013 war eine DVD namens Nyanko-sensei to Hajimete Otsukai (ニャンコ先生とはじめてのおつかい) beigelegt. Am 5. Februar 2014 wurde zudem die OVA Natsume Yūjinchō: Itsuka Yuki no Hi ni (夏目友人帳 いつかゆきのひに) auf DVD und Blu-ray veröffentlicht, die ebenfalls Nyanko-sensei to Hajimete Otsukai enthielt. Beide Kurzfilme haben eine Länge von 23 Minuten.

Synchronisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rolle japanischer Sprecher (Seiyū)
Takashi Natsume Hiroshi Kamiya
Nyanko-sensei / Madara Kazuhiko Inoue
Shūichi Natori Akira Ishida
Atsushi Kitamoto Hisayoshi Suganuma
Kaname Tanuma Kazuma Horie

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Musik der Serie wurde komponiert von Makoto Yoshimori. Der Vorspanntitel der ersten Staffel ist Issei no Sei (一斉の声) von Shūhei Kita, für den Abspann verwendete man Natsu Yūzora (夏夕空) von Kōsuke Atari. Die Folgen der zweiten Staffel beginnen mit dem Lied Ano Hi Time Machine von LONG SHOT PARTY, der Abspann ist mit Ai Shiteru (愛してる) von Kourin unterlegt.

Hörspiel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Japan erschienen von Oktober 2007 bis März 2009 drei Hörspiel-CDs zum Manga. Diese waren als Extras dem Magazin LaLa beigelegt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Kommentare der Autorin Yuki Midorikawa in Band 1. Dt. Ausgabe bei Egmont Manga.
  2. Japanese Comic Ranking, September 22-28. Anime News Network, 2. Oktober 2014, abgerufen am 6. April 2016 (englisch).
  3. Japanese Comic Ranking, May 25-31. Anime News Network, 3. Juni 2015, abgerufen am 6. April 2016 (englisch).
  4. Crunchyroll to Post Natsume Yūjin-Chō Anime on Monday. Anime News Network, abgerufen am 30. Juli 2009.