Nims

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Nims
Verlauf der Nims

Verlauf der Nims

Daten
Gewässerkennzahl DE: 26288
Lage Eifel

Deutschland

Flusssystem Rhein
Abfluss über Prüm → Sauer → Mosel → Rhein → Nordsee
Quelle in der Eifel im Ort Weinsheim in einem Brunnen an der Straße "Am Born"[1]
50° 14′ 2″ N, 6° 28′ 25″ O
Quellhöhe ca. 575 m ü. NHN[2]
Mündung bei Irrel in die PrümKoordinaten: 49° 50′ 41″ N, 6° 28′ 4″ O
49° 50′ 41″ N, 6° 28′ 4″ O
Mündungshöhe ca. 169 m ü. NHN[2]
Höhenunterschied ca. 406 m
Sohlgefälle ca. 6,6 ‰
Länge 61,4 km[3]
Einzugsgebiet 297,702 km²[3]
Abfluss am Pegel Alsdorf-Oberecken[4]
AEo: 263,9 km²
Lage: 6 km oberhalb der Mündung
NNQ (17.08.1996)
MNQ 1957–2007
MQ 1957–2007
Mq 1957–2007
MHQ 1957–2007
HHQ (31.01.1961)
318 l/s
648 l/s
2,83 m³/s
10,7 l/(s km²)
46,7 m³/s
122 m³/s
Abfluss[5] an der Mündung
AEo: 297,702 km²
MQ
Mq
3,17 m³/s
10,6 l/(s km²)
Kleinstädte Bitburg
Die Nims bei Schönecken im Februar 2004

Die Nims bei Schönecken im Februar 2004

Die Nimsquelle in Weinsheim (2019)

Die Nimsquelle in Weinsheim (2019)

Die Nims bei Giesdorf, Luftaufnahme (2015)

Die Nims bei Giesdorf, Luftaufnahme (2015)

Brückenheiliger Johannes von Nepomuk über der Nims in Seffern

Brückenheiliger Johannes von Nepomuk über der Nims in Seffern

Die Nims ist ein gut 61 km langer, orographisch linker Nebenfluss der Prüm in der Südeifel im rheinland-pfälzischen Eifelkreis Bitburg-Prüm.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nims entspringt auf einer Höhe von etwa 575 m ü. NHN in Weinsheim (östlich von Prüm), verläuft dann in südwestlicher Richtung durch das idyllische gleichnamige Tal und mündet unterhalb von Irrel auf ungefähr 169 m ü. NHN von links in die Prüm.

Ihr etwa 61,4 km langer Lauf endet circa 406 Höhenmeter unterhalb des Zusammenflusses ihrer Quellflüsse, sie hat somit ein mittleres Sohlgefälle von ungefähr 6,6 ‰.

Zuflüsse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die längsten Zuflüsse der Nims sind

Zuflüsse mit über fünf Kilometern Länge

Die linken Zuflüsse sind in dunklem, die rechten in hellem Blau talwärts aufgeführt.

Orte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nims durchfließt die Orte:

Fauna[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannt ist die Nims für die Eifeler Wildbachforelle, die auf Grund niedrigen pH-Wertes und kalten Wassers bestens gedeiht.[A 1]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch den südlichen Abschnitt des Nimstals (Messerich bis Irrel) verlief die heute nicht mehr betriebene, zum Teil abgebaute Nims-Sauertalbahn. Zwischen Bickendorf und Seffern überspannt die 781 m lange Nimstalbrücke der Bundesautobahn 60 das Tal der Nims.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nims wird bereits in römischer Zeit vom Dichter Decim(i)us Magnus Ausonius in seinem Werk "Mosella" als Nemesa erwähnt[6]. Die wahrscheinlich nächste urkundliche Erwähnung des Flusses unter dem Namen Nimisa datiert aus dem Jahr 798 oder 799 („31. Jahr der Regierung Karls des Großen“).[7]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 1959 ließ sich der US-amerikanische Präsident Dwight D. Eisenhower den edlen Eifeler Fisch bei seinem Besuch in Bonn im Hotel Königshof munden.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Z. B. Eiflia_illustrata Band 3, Ausgabe 2, Teil 1, S. 169 (books.google.de)
  2. a b Topografische Karte 1:25.000
  3. a b GeoExplorer der Wasserwirtschaftsverwaltung Rheinland-Pfalz (Hinweise)
  4. Pegeldaten des LfU Rheinland-Pfalz
  5. Pegeldaten von Alsdorf-Oberecken vermehrt um das Resteinzugsgebiet (33,8 km²) mit einem (niedrig veranschlagten) Mq von 10 l/s km²
  6. Ausonius: Die "Mosella" des Decimus Magnus Ausonius, Trier 1895, S. 52, Z. 354 (dilibri.de)
  7. Heinrich Beyer: Urkundenbuch zur Geschichte der jetzt die preussischen Regierungsbezirke Coblenz und Trier bildenden mittelrheinischen Territorien, 1860, Nachtrag S. 6 (dilibri.de)