Prüm (Fluss)

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Prüm
Die Prüm bei Waxweiler

Die Prüm bei Waxweiler

Daten
Gewässerkennzahl DE: 2628
Lage Eifel, Landkreis Vulkaneifel, Eifelkreis Bitburg-Prüm, Rheinland-Pfalz (Deutschland)
Flusssystem Rhein
Abfluss über Sauer → Mosel → Rhein → Nordsee
Quelle zwischen Ormont und Reuth auf dem Schneifelrücken
50° 18′ 53″ N, 6° 28′ 9″ O
Quellhöhe ca. 650 m ü. NHN[1]
Mündung in Minden in die SauerKoordinaten: 49° 49′ 22″ N, 6° 28′ 16″ O
49° 49′ 22″ N, 6° 28′ 16″ O
Mündungshöhe ca. 154 m ü. NHN[1]
Höhenunterschied ca. 496 m
Länge 95 km[2]
Einzugsgebiet 888,758 km²[2]
Abfluss am Pegel Prümzurlay[3]
AEo: 573,7 km²
Lage: 7,6 km oberhalb der Mündung
NNQ (1. Juli 1976)
MNQ 1973–2007
MQ 1973–2007
Mq 1973–2007
MHQ 1973–2007
HHQ (3. Jan. 2003)
272 l/s
908 l/s
8,08 m³/s
14,1 l/(s km²)
115 m³/s
252 m³/s
Abfluss[4] an der Mündung
AEo: 888,758 km²
MQ
Mq
11,42 m³/s
12,8 l/(s km²)
Linke Nebenflüsse Nims
Rechte Nebenflüsse Enz
Durchflossene Stauseen Stausee Bitburg
Kleinstädte Prüm
Gemeinden Neuendorf, Olzheim, Watzerath, Pittenbach, Pronsfeld, Lünebach, Merlscheid, Kinzenburg, Waxweiler, Niederpierscheid, Mauel, Echtershausen, Hamm, Wiersdorf, Wißmannsdorf, Brecht, Oberweis, Bettingen, Wettlingen, Peffingen, Holsthum, Prümzurlay, Irrel, Menningen, Minden
Die Prüm zwischen Prümzurlay und Irrel

Die Prüm zwischen Prümzurlay und Irrel

Die Prüm ist ein 85 km langer, orographisch linker Nebenfluss der Sauer in der Eifel. Sie fließt im Landkreis Vulkaneifel und Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz.

Bekannt ist der Fluss durch seine Stromschnellen zwischen Prümzurlay und Irrel (Prümer bzw. Irreler Wasserfälle), wo regelmäßig Kajak-Wettkämpfe stattfinden.

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Prüm entspringt im Landkreis Vulkaneifel am nordöstlichen Ende des Schneifelrückens. Ihre Quelle liegt zwischen Ormont und Reuth auf 650 m ü. NHN im Arenberger Forst.

Anfangs verläuft die Prüm nördlich bis westlich am Ormonter Ortsteil Neuenstein vorbei. Kurz darauf erreicht sie den Eifelkreis Bitburg-Prüm und fließt durch Neuendorf und Olzheim. Anschließend läuft der Fluss durch die Kernstadt von Prüm, und er passiert Niederprüm. Hiernach verläuft er durch Watzerath, wo der Mehlenbach einmündet, Pittenbach und Pronsfeld, wo der Alfbach zufließt. Bis dorthin verläuft der Fluss überwiegend südsüdwestwärts.

Fortan dreht die Prüm nach Süden und verläuft durch Lünebach. Dann fließt die Prüm zwischen Merlscheid und Kinzenburg hindurch und erreicht Waxweiler. Von nun an verläuft sie südsüdostwärts. Dabei passiert der Fluss Niederpierscheid, Mauel, Echtershausen und Hamm, wo er mehrere Flussschleifen bildet. Hiernach fließt er durch den Stausee Bitburg (39,3 ha), an dessen Ostufer Biersdorf am See liegt.

Nach anschließendem Passieren von Wiersdorf durchfließt die Prüm Hermesdorf, dreht nach Südsüdwesten, Wißmannsdorf, Brecht, Oberweis und Bettingen. Fortan fließt sie südwärts und passiert Wettlingen und Peffingen. Ab dem dann durchflossenen Holsthum, wo die Enz einmündet, wendet sich der Fluss nach Südsüdosten und durchfließt Prümzurlay und Irrel, wo die Nims zufließt, und passiert Menningen.

Etwas weiter südlich mündet die Prüm in Minden als größter Zufluss in den Mosel-Zufluss Sauer; die Mündung liegt etwa auf demselben Längengrad wie die Quelle und damit nahezu südlich der Quelle.

Einzugsgebiet und Zuflüsse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Einzugsgebiet der Prüm ist 888,758[2] km² groß. Zu ihren Zuflüssen gehören: Die größten Zuflüsse der Prüm sind; (l = linksseitig (dunkelblau), r = rechtsseitig; hellblau):

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Prüm – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Kartendienst des Landschaftsinformationssystems der Naturschutzverwaltung Rheinland-Pfalz (LANIS-Karte) (Hinweise) (DTK 1:5.000 farbig)
  2. a b c GeoExplorer der Wasserwirtschaftsverwaltung Rheinland-Pfalz (Hinweise)
  3. Pegeldaten des LfU Rheinland-Pfalz
  4. Addierte Pegeldaten von Prümzurlay an der Prüm und Alsdorf-Oberecken an der unterhalb einmündenden Nims, vermehrt um das Resteinzugsgebiet (51,2 km²) mit einem (niedrig veranschlagten) Mq von 10 l/s km²