Bundesautobahn 60

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Bundesautobahn 60 in Deutschland
Bundesautobahn 60
 European Road 29 number DE.svg European Road 42 number DE.svg
Karte
Verlauf der A 60
Basisdaten
Betreiber: Bundesrepublik Deutschland
Straßenbeginn: Winterspelt
(50° 14′ N, 6° 11′ O50.2376666.180831)
Straßenende: Rüsselsheim
(49° 59′ N, 8° 28′ O49.9777598.463803)
Gesamtlänge: 113 km

Bundesland:

Die Bundesautobahn 60 (Abkürzung: BAB 60) – Kurzform: Autobahn 60 (Abkürzung: A 60) – ist eine Autobahn, die von der belgischen Staatsgrenze bei Sankt Vith als Fortführung der belgischen A27 beginnend durch die Eifel an den Städten Prüm und Bitburg vorbei bis nach Wittlich führt und dort mit der A 1 kreuzt. Der weitere Verlauf beginnt erst wieder am Autobahndreieck Nahetal mit der A 61 und führt dann über Bingen und Ingelheim nach Mainz. Vom Autobahndreieck Mainz (mit der A 643) führt die A 60 über das Autobahnkreuz Mainz-Süd (Kreuzung mit der A 63) weiter zum Mainspitz-Dreieck (mit der A 671) und endet am Rüsselsheimer Dreieck (A 67).

Beide Autobahnabschnitte sind Bestandteil der Europastraße 42.

Geschichte[Bearbeiten]

Ursprünglich sollte die A 60 das Rhein-Main-Gebiet mit Belgien verbinden. Die Strecke zwischen Mainz und Bingen entstand in den 1950er- und 1960er-Jahren abschnittsweise als Neubau der Bundesstraße 9[1][2][3][4] und wurde in den 1970er-Jahren zur Autobahn aufgestuft. Bereits 1976 gab es Pläne für den Bau der fehlenden Hunsrückstrecke.[5] Der Bau des fehlenden Teilstücks scheiterte damals am Widerstand der Bürgerinitiative mehrerer Ortschaften, die hinter dem Autobahndreieck Nahetal liegen. Der Bau dieser Autobahnstrecke ist inzwischen nicht mehr vorgesehen. Heute wird der Verkehr ab dem Autobahndreieck Nahetal über die A 61 und ab der AS Rheinböllen über die B 50 geleitet. Diese wird nun bis 2016Vorlage:Zukunft/In 2 Jahren zwischen der AS Rheinböllen und dem Kreuz Wittlich vierstreifig und autobahnähnlich ausgebaut. Dazu wird mit der Hochmoselbrücke eine der längsten Brücken Europas erbaut.

Streckenabschnitte[Bearbeiten]

Eifel-Strecke[Bearbeiten]

Die Strecke von Sankt Vith (Staatsgrenze) bis nach Wittlich wird auch als Eifel-Autobahn bezeichnet. Zwischen den Anschlussstellen Bitburg und Badem führt die Strecke bei Wilsecker über die Kylltalbrücke, die mit 223 m Spannweite eine der größten Stahlbetonbogenbrücken Deutschlands ist.

Die Strecke zwischen AS Prüm und AS Bitburg war lange Zeit nur zweistreifig ausgebaut. Zahlreiche schwere Unfälle führten dazu, dass dem Ausbau Priorität eingeräumt wurde. Aufgrund der vielen Talbrücken wurde der Ausbau jedoch erst mit Fertigstellung der Nimstalbrücke im Jahr 2000 beendet.

Wechsel von Autobahn zu Kraftfahrstraße bei Prüm

Das Teilstück zwischen den Anschlussstellen Prüm und Winterspelt ist als Kraftfahrstraße beschildert und nach wie vor nicht vollständig vierstreifig ausgebaut. Es wird im Bundesverkehrswegeplan als „Weiterer Bedarf“ geführt. Der Abschnitt ist zweistreifig, in einigen Bereichen auch dreistreifig (mit wechselndem Überholstreifen) ausgebaut und auch mit gelber Kilometrierung für Bundesstraßen versehen. Einige kleinere Brücken sowie alle Überführungsbauwerke wurden bereits für vier Fahrstreifen gebaut, die drei großen Brücken sind jedoch nur für zwei Fahrstreifen fertiggestellt. Der Abschnitt zwischen Winterspelt und der Ourtalbrücke bei Steinebrück, auf der die Grenze zwischen Deutschland und Belgien verläuft, ist vollständig vierstreifig ausgebaut. Zwischen der Anschlussstelle Winterspelt und der Ourtalbrücke befindet sich ein Parkplatz, der ursprünglich als Zollanlage angelegt wurde. Eine ähnliche Einrichtung existiert auf belgischer Seite auf der anderen Seite der Our.

Lückenschluss Hunsrück-Strecke[Bearbeiten]

Die Lücke der A 60 im Hunsrück wird zwischen dem Autobahnkreuz Wittlich und der A 61 als B 50neu größtenteils autobahnähnlich ausgebaut. Dazu wird die Hochmoselbrücke als Teil des Hochmoselübergangs als Verbindung zwischen Benelux und dem Rhein-Main-Gebiet geschaffen.

Die Strecke ist in mehrere Abschnitte gegliedert:

  • Abschnitt 1 liegt zwischen dem Autobahnkreuz Wittlich und Wittlich-Wengerohr. Dieser Abschnitt wird vierstreifig gebaut, und soll bis Ende 2013 fertiggestellt werden.
  • Abschnitt 2, der zwischen Wittlich-Wengerohr und Longkamp liegt, und auch die Hochmoselbrücke sowie drei weitere größere Talbrücken und einen Tunnel westlich der Hochmoselbrücke enthält, soll bis 2016Vorlage:Zukunft/In 2 Jahren vierstreifig fertiggestellt werden.
  • Der dritte Abschnitt zwischen Longkamp und dem Flughafen Hahn wird in den folgenden Jahren vierstreifig ausgebaut, ein Fertigstellungstermin steht noch nicht fest, da sich der Abschnitt noch in Planung befindet.[6]
  • Der vierte Abschnitt vom Flughafen Hahn bis zur A 61 bei Rheinböllen umfasste den autobahnähnlichen Ausbau der bisherigen B 50 und wurde 2011 vierstreifig fertiggestellt.[7]

Wenn man dann auf der A 61 in Richtung Ludwigshafen weiterfährt, kommt man auch ans Autobahndreieck Nahetal, an dem man dann wieder auf die A 60 wechseln kann.

Der Lückenschluss soll positive Auswirkungen auf die Wirtschaft und den Tourismus in der gesamten Eifel-Mosel-Region haben, da sie dann in alle Richtungen gut angebunden ist.

Rhein-Main-Strecke[Bearbeiten]

Die A 60 beginnt im Rhein-Main-Gebiet beim Autobahndreieck Nahetal an der A 61 zwischen Bingen am Rhein und Gensingen. Bis zum Autobahndreieck Mainz ist sie durchgängig mit zwei Fahrstreifen pro Fahrtrichtung plus Seitenstreifen ausgestattet, wobei von Ingelheim-West (Fahrtrichtung Rüsselsheim) bzw. Heidesheim (Fahrtrichtung Bingen) bis zum Autobahndreieck Mainz der Standstreifen jeweils zu einem dritten regulären Fahrstreifen ummarkiert wurde.

Baustelle bis 2012 an der A 60 zwischen Mainz-Laubenheim und Kreuz Mainz-Süd
Während der Verlegung der A60: Neue Trasse unten, Behelfsbrücke für die Alte Mainzer Straße und im Hintergrund oben die alte Trasse

Ab dem Autobahndreieck Mainz bis zum Mainspitz-Dreieck bildet sie zusammen mit der A 643, A 66 und der A 671 den Mainzer Ring.

Im Bereich des Autobahndreiecks Mainz bis zum Autobahnkreuz Mainz-Süd sind die beiden Fahrtrichtungen jeweils ohne Standstreifen und nur mit Nothaltebuchten ausgebaut.

Vom Kreuz Mainz-Süd bis zur Anschlussstelle Ginsheim-Gustavsburg wurde die Autobahn ab Ende der 1990er-Jahre sechsstreifig ausgebaut, auf der Rheinbrücke dabei unter Nutzung der Seitenstreifen. Aus Lärmschutzgründen befindet sich bei Mainz-Hechtsheim der Mainzer Autobahntunnel. Seit der offiziellen Freigabe am 10. August 2012 stehen drei Fahrstreifen pro Richtung zur Verfügung und die Ausfahrt Mainz-Hechtsheim-Ost befindet sich nun im Tunnel. Im Bereich Hechtsheim gibt es somit keine Autobahnbrücken mehr, die Autobahn verläuft vielmehr unter der Straße und der dortigen Straßenbahn.

Die Abschnitte Autobahndreieck Mainz bis Autobahnkreuz Mainz-Süd sowie Ginsheim-Gustavsburg bis Rüsselsheimer Dreieck sollen ebenfalls sechsstreifig ausgebaut werden (Vordringlicher Bedarf des Bundesverkehrswegeplans).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. ADAC Strassenkarte von Deutschland 1:1.000.000 von 1951. Landkartenarchiv.de. Abgerufen am 17. Mai 2011.
  2. Shell-Wegweiser 6 - Rhein-Mosel von 1955. Landkartenarchiv.de. Abgerufen am 17. Mai 2011.
  3. ADAC Reisekarte Deutschland westlicher und mittlerer Teil 1:1000000 von 1966. Landkartenarchiv.de. Abgerufen am 17. Mai 2011.
  4. ADAC Reisekarte Deutschland und angrenzende Gebiete 1:750.000 von 1972. Landkartenarchiv.de. Abgerufen am 17. Mai 2011.
  5. Netzplankarte von 1976
  6. Christian Kremer: 18,1 Millionen Euro für den Straßenbau. 2. Juni 2010. Auf: volksfreund.de
  7. Pressemitteilung MWVLW Rheinland-Pfalz - 17. Dezember 2009

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bundesautobahn 60 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten: OSM, Google oder Bing