Norbert Meier

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Norbert Meier

Norbert Meier (2011)

Spielerinformationen
Geburtstag 20. September 1958
Geburtsort ReinbekDeutschland
Größe 173 cm
Position Mittelfeldspieler
Junioren
Jahre Station
1964–1970
1970–1971
1971–1975
1975–1977
TSV Reinbek
FC Voran Ohe
VfL Lohbrügge
FC St. Pauli
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1977–1980
1980–1989
1990–1992
ASV Bergedorf 85
Werder Bremen
Borussia M'gladbach
0
281 (82)
50 0(2)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1981–1982
1982–1985
Deutschland B
Deutschland
3 0(0)
16 0(2)
Stationen als Trainer
Jahre Station
1997–1998
2003–2005
2006–2007
2008–2013
2014–2016
2016
2017–
Borussia M'gladbach
MSV Duisburg
Dynamo Dresden
Fortuna Düsseldorf
Arminia Bielefeld
SV Darmstadt 98
1. FC Kaiserslautern
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Norbert Meier (* 20. September 1958 in Reinbek) ist ein deutscher Fußballtrainer und ehemaliger deutscher Fußballnationalspieler.

Spielerkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der im Mittelfeld eingesetzte Meier begann seine fußballerische Laufbahn 1964 im Jugendfußball beim TSV Reinbek. Zur Jahresmitte 1970 schloss er sich für ein Jahr dem FC Voran Ohe an. Anschließend spielte er bis Ende Juni 1975 beim VfL Lohbrügge. In den beiden folgenden Spielzeiten wird er als Spieler des FC St. Pauli geführt. Ab der Saison 1977/78 bis Mitte 1980 war er für den ASV Bergedorf 85 aktiv. Zur Spielzeit 1980/81 unterschrieb er beim SV Werder Bremen, der in der 2. Bundesliga Nord spielte. Er stieg mit der Mannschaft im nächsten Jahr in die 1. Bundesliga auf. Als offensiver Mittelfeldspieler war er zusammen mit Rudi Völler, Thomas Schaaf, Uwe Reinders und Klaus Fichtel unter dem Trainer Otto Rehhagel für den Erfolg der Bremer in den 1980er Jahren mitverantwortlich. 1988 wurde er mit Werder Deutscher Meister. Für die Bremer absolvierte er bis Ende 1989 insgesamt 281 Spiele in der 1. und 2. Bundesliga. Dabei erzielte er 82 Treffer. In den ersten zweieinhalb Jahren der 1990er Jahre stand er im Kader von Borussia Mönchengladbach. Dort schoss er zwei Tore bei 50 Bundesligaeinsätzen.[1]

Insgesamt absolvierte er von 1981 bis 1992 in der 1. Bundesliga 292 Ligaspiele für den SV Werder Bremen und Borussia Mönchengladbach.[2]

Meier wurde im Verlauf seiner Karriere als Bundesligaspieler 111-mal ausgewechselt, häufig in Auswärtsspielen, was ihm in Bremen den Spitznamen Heimspiel-Meier einbrachte. Damit gehört er zusammen mit Mehmet Scholl und Ulf Kirsten zu den am häufigsten ausgewechselten Spielern der Bundesligageschichte.

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Nationalmannschaft spielte er von 1982 bis 1985 16-mal und erzielte dabei zwei Treffer, beide beim 4:2 gegen Jugoslawien am 7. Juni 1983.[3] Der Mittelfeldspieler stand im Aufgebot der Nationalmannschaft bei der Fußball-Europameisterschaft 1984 in Frankreich.

Trainerlaufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meier war von November 1997 bis März 1998 als Trainer bei Borussia Mönchengladbach und zuvor und danach für die Mönchengladbacher Amateurmannschaft tätig. Vom 4. Januar 2003 bis zum 8. Dezember 2005 war er Trainer des MSV Duisburg.

Nach seiner zweiten Saison als Cheftrainer beim MSV Duisburg gelang Meier zum Ende der Saison 2004/05 der Aufstieg in die Bundesliga. Gegen Ende der darauf folgenden Hinrunde versetzte Meier am 6. Dezember 2005 während eines Bundesliga-Spiels gegen den 1. FC Köln dem gegnerischen Spieler Albert Streit an der Außenlinie einen Kopfstoß und ließ sich dann selbst fallen. Streit wurde daraufhin des Platzes verwiesen, Meier erhielt für diese Schwalbe vom Sportgericht des DFB per Einstweiliger Verfügung am 7. Dezember ein vorläufiges Berufsverbot. Daraufhin wurde Meier von seinem Verein zunächst suspendiert und am 8. Dezember 2005 entlassen.[4] Am 15. Dezember 2005 wurde Meier vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes im Einzelrichter-Verfahren nach Anklageerhebung durch den DFB-Kontrollausschuss wegen eines unsportlichen Verhaltens in der Form der Tätlichkeit gegen den damaligen Kölner Spieler Streit für drei Monate verboten, eine Trainertätigkeit auszuüben. Meier wurde zusätzlich mit einer Geldstrafe in Höhe von 12.500 Euro belegt. Die Sperre lief am 7. März 2006 ab.

Vom 10. September 2006 an war Meier als Trainer bei Dynamo Dresden tätig. Dort wurde er am 24. September 2007 aus sportlichen Gründen wieder entlassen.

Fortuna Düsseldorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 2008 wurde Meier Cheftrainer bei Fortuna Düsseldorf. Er trat die Nachfolge des sieben Wochen zuvor entlassenen Uwe Weidemann an. Im ersten Jahr unter seiner Regie verpasste Fortuna Düsseldorf den Aufstieg in die 2. Bundesliga als Drittplatzierter. Dieser gelang im zweiten Anlauf am 23. Mai 2009. In der folgenden Saison 2009/10 verpasste die Fortuna unter seiner Leitung trotz schwächelnder Konkurrenz und eines Punktabzugs für Arminia Bielefeld knapp den Aufstieg in die Bundesliga. Hierbei spielte vor allem die Auswärtsschwäche eine Rolle, da Fortuna nur vier der 17 Auswärtsspiele gewann.

Mit sechs Niederlagen in Folge startete man in die Saison 2010/11 und schied in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen den Drittligisten TuS Koblenz aus. Nachfolgend setzte eine Trendwende ein, mit der Fortuna Düsseldorf u. a. mit neun Heimsiegen in Folge den Anschluss an das obere Tabellendrittel realisieren konnte. Die ersten 18 Pflichtspiele der Saison 2011/12 wurden ohne Niederlage bestritten. Nach Ende der Hinrunde führte Meier die Fortuna nach 26 Pflichtspielen ohne Niederlage und mit 41 Punkten – was seit Einführung der Dreipunkteregel den Zweitligarekord darstellt – zur Herbstmeisterschaft. Mit dem dritten Platz in der Abschlusstabelle gelang die Qualifikation für die Relegationsspiele zum Bundesligaaufstieg gegen Hertha BSC. Schließlich glückte Meier bereits zum zweiten Mal nach 2004/05 der Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse, doch stieg Fortuna Düsseldorf direkt wieder ab. Nach dem Abstieg trennten sich Meier und der Verein einvernehmlich.[5] Kurz darauf lehnte er eine Anfrage von Beşiktaş Istanbul ab.[6]

Arminia Bielefeld[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meier wurde am 23. Februar 2014 Trainer des abstiegsgefährdeten Zweitligisten Arminia Bielefeld als Nachfolger des kurz zuvor beurlaubten Stefan Krämer.[7] Er führte die Mannschaft durch einen 3:2-Sieg am letzten Spieltag bei Dynamo Dresden auf den Relegationsplatz 16. In der Relegation scheiterte Arminia trotz eines 3:1-Hinspielsieges durch eine 2:4-Heimniederlage gegen Darmstadt 98.

Kurz nach dem Abstieg wurde Meiers Vertrag für die kommende Saison in der 3. Liga bis zum 30. Juni 2015 verlängert.[8] Meier und dem sportlichen Leiter Samir Arabi gelang es trotz einer Reihe von Abgängen, eine konkurrenzfähige Mannschaft für die neue Spielzeit aufzubauen, die sich nach anfänglichen Problemen recht schnell in der Tabellenspitze etablierte. Die direkte Rückkehr in die zweite Bundesliga gelang am vorletzten Spieltag mit einem Unentschieden im Spiel gegen Jahn Regensburg. Auch im DFB-Pokal war Meiers Mannschaft erfolgreich, als sie mit dem SV Sandhausen, Hertha BSC, Werder Bremen und Borussia Mönchengladbach vier höherklassige Clubs ausschaltete und erst im Halbfinale am VfL Wolfsburg scheiterte. Meiers Vertrag lief bis 2017.[9]

SV Darmstadt 98[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meier war seit Sommer 2016 Cheftrainer des SV Darmstadt 98.[10] Nach dem Ausscheiden aus dem DFB-Pokal gegen den Regionalligisten FC-Astoria Walldorf und fünf Niederlagen in der Liga in Folge wurde er am 5. Dezember 2016 vom Verein freigestellt.[11]

1. FC Kaiserslautern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 3. Januar 2017 wurde Meier als neuer Cheftrainer des 1. FC Kaiserslautern vorgestellt. Er trat die Nachfolge des zurückgetretenen Tayfun Korkut an und erhielt einen bis zum 30. Juni 2018 laufenden Vertrag.[12]

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meier wurde 1983 als Bremer Sportler des Jahres ausgezeichnet. Zusammen mit dem Manager Wolf Werner wurde er 2012 zum Düsseldorfer des Jahres im Bereich Sport gewählt.[13]

Privatleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meier ist seit 1983 verheiratet und hat zwei Kinder.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Profil auf kicker.de, abgerufen am 5. Oktober 2016
  2. Matthias Arnhold: Norbert Meier - Matches and Goals in Bundesliga. RSSSF. 9. Juni 2016. Abgerufen am 10. Juni 2016.
  3. Matthias Arnhold: Norbert Meier - International Appearances. RSSSF. 9. Juni 2016. Abgerufen am 10. Juni 2016.
  4. Kopfnuss-Attacke: Duisburg und Meier trennen sich, Spiegel Online, 8. Dezember 2005
  5. Fortuna Düsseldorf und Norbert Meier trennen sich, fortuna-duesseldorf.de, 27. Mai 2013
  6. Ex-Fortuna-Coach hoch im Kurs, express.de, 3. Juni 2013
  7. Norbert Meier neuer DSC-Cheftrainer arminia-bielefeld.de, abgerufen am 24. Februar 2014
  8. Arminia mit Meier einig nw-news.de, abgerufen am 31. Mai 2014
  9. DSC Arminia Bielefeld GmbH & Co. KGaA (Hrsg.): Norbert Meier unterschreibt bis 2017. In: Website von Arminia Bielefeld. 7. Januar 2016, abgerufen am 19. Januar 2016.
  10. Meldung auf der Website von Darmstadt 98, abgerufen am 10. Juni 2016
  11. SV 98 trennt sich von Meier und Fach sv98.de, abgerufen am 5. Dezember 2016
  12. 1. FC Kaiserslautern: Norbert Meier neuer Cheftrainer des FCK, abgerufen am 3. Januar 2017
  13. Düsseldorfs Sportler 2012 (Memento vom 2. November 2012 im Internet Archive)