Oktober in Rimini

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Filmdaten
Deutscher TitelOktober in Rimini
OriginaltitelLa prima notte di quiete
ProduktionslandItalien
OriginalspracheItalienisch
Erscheinungsjahr1972
Länge90 Minuten
AltersfreigabeFSK 18
Stab
RegieValerio Zurlini
DrehbuchEnrico Medioli
Valerio Zurlini
MusikMario Nascimbene
KameraDario Di Palma
SchnittMario Morra
Besetzung

Oktober in Rimini ist ein italienisches Melodram von Valerio Zurlini aus dem Jahr 1972.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Daniele übernimmt für ein Vierteljahr die Vertretung eines Dozenten an einem Literaturinstitut in Rimini. Wegen seiner wenig modischen Kleidung, seines Stoppelbartes und seines alten Autos wird er von seinen Kollegen sowie Studenten, die zum Teil aus den ersten Familien der Stadt kommen, für wenig bemittelt gehalten. Daniele ist verheiratet, seine Frau neigt zu Depressionen und zu Hysterie, doch haben sie nach wie vor sexuelle Beziehungen.

Unter seinen Studenten lernt er die 20-jährige Vanina kennen. Ihr schenkt er die Novelle „Vanina Vanini“ von Stendhal. Die beiden kommen sich allmählich näher. Doch sie hat einen Freund aus reichem Hause, Gerardo, dieser fährt einen roten Lamborghini Miura und ist sehr eifersüchtig.

Bei einer Party in seinem Haus, zu der auch Daniele eingeladen ist, führt Gerardo einen privat gedrehten Film von einer Reise mit Vanina nach Venedig vor, obwohl diese dagegen protestiert. Als auf der Leinwand eine Szene erscheint, in der Vanina nackt auf einem Bett liegt, schaltet sie das Vorführgerät empört ab und erklärt ihrem Freund Gerardo, dass sie die Beziehung als beendet ansieht.

Nach mehreren Tagen lässt sie Daniele die Nachricht überbringen, dass sie ihn sehen wolle. Beide fahren zu einem verlassenen, aber noch möblierten Haus und schlafen dort miteinander. Am nächsten Vormittag fährt ihr Ex-Freund Gerardo dort mit seinen Freunden vor, um sie zurückzuholen. Er fragt sie aggressiv, was sie sich von einer Beziehung mit einem armen Aushilfsdozenten verspreche. Doch sie weist ihn ab, woraufhin er sich auf Daniele stürzt. Dieser aber schlägt Gerardo nieder.

Daniele erklärt seiner Frau, dass er sie verlasse. Er packt ein paar Bücher und seine Zahnbürste ein. Während er die Wohnung verlässt, bekommt seine Frau einen Wutanfall. Da Vanina die Rache ihres Ex-Freundes Gerardo fürchtet, verlässt sie die Stadt, Daniele bringt sie zum Bahnhof. Vergeblich versucht er die nächsten Tage, sie telefonisch zu erreichen. An einer Telefonzelle wird er von einem großen kräftigen Mann zusammengeschlagen, der in dem roten Lamborghini vorgefahren ist.

Überzeugt, dass Vanina die Beziehung mit ihm nicht fortsetzen wolle, beschließt Daniele, zu seiner Frau zurückzukehren. Doch diese lässt ihn nicht in die Wohnung. Er fährt daraufhin planlos durch die Gegend. Im Nebel kommt sein Wagen von der Straße ab, überschlagt sich und geht in Flammen auf.

Die Schlussszene zeigt eine Totenmesse in einer Schlosskapelle. Unter den Trauernden sind vor allem ältere Leute, alle sind elegant gekleidet. Der Sprecher sagt aus dem Off, dass der Verstorbene zu einer der reichsten und angesehensten Familien seiner Heimatregion gehört habe.

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film ist eine Reminiszenz an den Historienfilm "Vanina Vanini" (1961) von Roberto Rossellini.

Internationaler Vertrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Deutschland, wo Oktober in Rimini in Kino und Fernsehen nur in einer um 37 Minuten gekürzten Fassung ausgestrahlt wurde, ist der Film bislang nicht auf DVD erschienen.[1]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Lexikon des internationalen Films lobt: „Formal ambitionierte und in der Zeichnung des tristen Provinzmilieus überzeugende Beschreibung der Beziehungen zwischen zwei Außenseitern. Ein melodramatischer Starfilm.“[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.cinema.de/film/oktober-in-rimini,1303451.html
  2. Oktober in Rimini. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 2. März 2017.