Viereck (Vorpommern)

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Viereck führt kein Wappen
Viereck (Vorpommern)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Viereck hervorgehoben
Koordinaten: 53° 33′ N, 14° 3′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Vorpommern-Greifswald
Amt: Uecker-Randow-Tal
Höhe: 15 m ü. NHN
Fläche: 54,75 km2
Einwohner: 1049 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 19 Einwohner je km2
Postleitzahl: 17309
Vorwahlen: 039744, 039748
Kfz-Kennzeichen: VG, ANK, GW, PW, SBG, UEM, WLG
Gemeindeschlüssel: 13 0 75 138
Adresse der Amtsverwaltung: Lindenstraße 32
17309 Pasewalk
Webpräsenz: www.amt-uecker-randow-tal.de
Bürgermeister: Axel Marquardt (DIE LINKE)
Lage der Gemeinde Viereck im Landkreis Vorpommern-Greifswald
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Die Gemeinde Viereck liegt im Landkreis Vorpommern-Greifswald im Osten Mecklenburg-Vorpommerns (Deutschland). Die Gemeinde wird vom Amt Uecker-Randow-Tal mit Sitz in der Stadt Pasewalk verwaltet.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindefläche reicht vom Ostufer der Uecker bis zum Randowtal. Das Gebiet um Viereck ist flach und sehr waldreich (Anteil an der Ueckermünder Heide). Nördlich von Viereck liegt ein großer Standortübungsplatz (Stallberg-Drögeheide-Spechtberg-Karpin) sowie bei der Ernst-Thälmann-Siedlung die Kürassier-Kaserne, in der das Panzergrenadierbataillon 411 stationiert ist.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde gehören die folgenden neun Ortsteile:[2]

sowie die folgenden vier Wohnplätze:[3]

Eingemeindungen

Stallberg und Uhlenkrug wurden am 1. Juli 1950 eingemeindet.[4] Marienthal kam am 1. Januar 2002 hinzu.[5]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Viereck

Die Ortschaft Viereck wurde nach einem Aufruf Friedrichs des Großen im Jahr 1748 von 10 Siedlerfamilien aus der Pfalz gegründet.[6] Von den zahlreichen damals in Pommern und Brandenburg gegründeten pfälzischen Kolonien haben sich nur Viereck, die Doppelkolonie Wilhelmine-Coccejendorf und Hoppenwalde bis in die Gegenwart erhalten. Nur in Viereck wird bis heute die „Vierecksch“ genannte pfälzische Mundart gesprochen.[6]

Der zunächst „Jägersberg“ genannte Ort wurde bereits 1751 zu Ehren des für die Kolonisten zuständigen Staatsministers Adam Otto von Viereck umbenannt.[7] Aus der Gründungszeit sind in Viereck einige unter Denkmalschutz stehende Wohnhäuser erhalten.

Der Ort Viereck liegt 7 km nördlich von Pasewalk.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die im Jahr 1911 neu erbaute katholische Kirche Mariä Geburt
in Viereck; Blick von Südwesten
Die Randow bei Borken

Von katholischen Siedlern gegründet, ist Viereck bis heute ein katholischer Ort in evangelischer Umgebung. Bereits hundert Jahre nach der Gründung des Ortes errichteten die Siedler 1848 mit einfachsten Mitteln ein erstes Kirchengebäude. Die heutige katholische Kirche Mariä Geburt wurde vom Berliner Architekten August Kaufhold geplant und im Jahr 1911 im neugotischen Baustil aus Backsteinen erbaut. Sie steht als Baudenkmal unter Denkmalschutz. Die Kirchengemeinde Viereck gehört seit 2004 zur St.-Otto-Gemeinde in Pasewalk.[8]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung Viereck besteht aus 10 Mitgliedern:

  • CDU: 4 Sitze
  • Wählergemeinschaft „Viereck“: 6 Sitze

Viereck fungierte mehrfach als Veranstaltungsort der rechtsextremen Szene.[9][10]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Neogotische Kirche Mariä Geburt (1911) in Viereck, Kirchstraße 21
  • Gutshaus in Borken im Bereich der Randowniederungen

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Viereck liegt an der Landesstraße 321 von Pasewalk nach Torgelow, über die der Ort mit der Buslinie 901 zu erreichen ist. Der nächste Bahnhof befindet sich in Pasewalk. Durch Viereck verläuft der Radfernweg Berlin–Usedom. Viereck (Vorpommern) lag mit dem Bahnhof Uhlenkrug an der Bahnstrecke Pasewalk–Gumnitz.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Paul Holz (1883–1938), Zeichner, geboren im Ortsteil Riesenbrück

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Viereck (Vorpommern) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Viereck im Genealogischen Ortsverzeichnis

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2015 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Hauptsatzung der Gemeinde Viereck. Viereck 3. Mai 2013, § 4 (1) Ortsteile, S. 2 (PDF; 1,98 MB [abgerufen am 29. April 2016]).
  3. Geodatenviewer des Amtes für Geoinformation, Vermessungs- und Katasterwesen Mecklenburg-Vorpommern (Hinweise)
  4. Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  5. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2002
  6. a b Peter Wiesinger: Phonetisch-phonologische Untersuchungen zur Vokalentwicklung in den deutschen Dialekten. Walter de Gruyter, 1971, ISBN 978-3-110-88124-0, S. 325 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  7. Cf. Cantow in Vorpommern, seit 1748.
  8. Erzbistum Berlin: Pressemeldung: Pfälzer in Viereck. Die Kirche Mariä Geburt besteht seit 100 Jahren. In: erzbistumberlin.de. 1. September 2011; abgerufen am 23. Juni 2017.
  9. Landtags-Drucksache 6-2691, verfassungsschutz-mv.de, abgerufen am 23. Juni 2017, (.pdf-Datei).
  10. Warum die NPD zu Unrecht totgeredet wird. In: sinnundwert.wordpress.com. 3. April 2017; abgerufen am 23. Juni 2017.