Patrick Bruel

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Patrick Bruel 2012

Patrick Bruel (* 14. Mai 1959 in Tlemcen, Algerien als Patrick Benguigui oder Maurice Benguigui) ist ein französischer Sänger, Schauspieler und professioneller Pokerspieler. Nach einem französischen Dekret im Jahre 2003 durfte Patrick Bruel offiziell den Namen Patrick Bruel-Benguigui annehmen.

Leben[Bearbeiten]

Patrick Bruels Eltern Pierre Benguigui und Augusta Kammoun, die sich 1960 scheiden ließen, verließen wie fast alle algerischen Juden Algerien 1962 nach der Unabhängigkeit des Landes. Patrick Bruel wuchs bei seiner Mutter auf, die sich in den sechziger Jahren in Argenteuil, einem Vorort von Paris, niederließ.

Von 2004 bis 2007 war Patrick Bruel mit der französischen Autorin Amanda Sthers (alias Amanda Maruani) verheiratet und hat mit ihr zwei Söhne. Seit 2009 ist er mit der TV-Moderatorin Céline Bosquet liiert.[1]

Bruel engagiert sich seit Beginn seiner Karriere politisch. In den 1980er Jahren unterstützte er die Organisation S.O.S. racisme,[2] 1995 verschob er geplante Konzerte in Orten mit Bürgermeistern der rechten Partei Front national in benachbarte Städte.[3]

Im Jahr 1998 erhielt er für sein Engagement den Nationalverdienstorden Ordre national du Mérite.[4]

Musik[Bearbeiten]

Sein erstes Album Vide hatte 1981 keinen Erfolg. 1984 machte er mit dem Chanson Marre de cette nana-là auf sich aufmerksam, insbesondere auch mit seinem ersten Fernsehauftritt in La Chance aux chansons von Pascal Sevran. Sein zweites Album kam 1987 heraus, in jenem Jahr gab er auch ein Konzert im Pariser L'Olympia.

1989 wurde sein Chanson Casser la voix ein großer Erfolg. Mit dem zugehörigen Album Alors regarde brach er in Frankreich alle Rekorde und versetzte die französische Musikwelt ins Staunen. Gleich die erste ausgekoppelte Single landete auf Platz eins der Hitparade, das Album wurde drei Millionen Mal verkauft. In der Reihenfolge der erfolgreichsten Alben in Frankreich seit 1968 steht es auf Platz 4.[5] Bruels Konzerttournee 1990/1991 hatte über eine Million Zuhörer.

Mit seinen romantischen Chansons, die von Liebe, Kraft und Ehrlichkeit handelten, traf er den Nerv der Jugend, vor allem der weiblichen. In Frankreich prägte sich auf Grund des Verhaltens der jugendlichen Fans der an die Beatles angelehnte Begriff „Bruelmania“.[6]

Bruel nimmt regelmäßig an dem jährlichen Wohltätigkeitskonzert der Enfoirés, dem größten Medienereignis in der francophonen Welt, teil.

Mit mehr als 8 Millionen verkauften Tonträgern ist Bruel einer der erfolgreichsten französischsprachigen Musiker.

Diskografie[Bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten]

  • 1982: Vide
  • 1986: De face
  • 1989: Alors, regarde
  • 1994: Bruel
  • 1995: Placa de los héroes
  • 1999: Juste avant
  • 2001: L'essentiel. Patrick Bruel (Compilation)
  • 2002: Entre Deux
  • 2004: Puzzle (Compilation)
  • 2006: Des souvenirs devant
  • 2012: Lequel De Nous

Livealben[Bearbeiten]

  • 1987: Live Olympia '87
  • 1991: Si ce soir…
  • 1995: On s'était dit…
  • 2001: Rien ne s'efface
  • 2003: Entre deux à l'Olympia
  • 2007: Des souvenirs… ensemble
  • 2009: Seule… ou presque
  • 2014: Live 2014

Charterfolge[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[7] Anmerkung
FR CH
1999 Juste Avant 1 32 Platz 1 in Wallonien (Belgien)
2001 Rien ne s'efface 2 12 Platz 1 in Wallonien (Belgien)
2002 Entre Deux 1 2 Platz 1 in Wallonien (Belgien)
2006 Des souvenirs devant 1 6 Platz 1 in Wallonien (Belgien)
2009 Seul... ou presque 9 41 Platz 3 in Wallonien (Belgien)
2012 Lequel de nous 1 7 Platz 1 in Wallonien (Belgien)
2014 Live 2014 6 25 Platz 4 in Wallonien (Belgien)

Filmografie[Bearbeiten]

  • 1979: Wirbelstürme des Lebens (Le Coup de sirocco)
  • 1980: Un pas dans la forêt (TV)
  • 1980: La Mort en sautoir (TV)
  • 1981: Le Rembrandt de Verrières (TV)
  • 1982: Ma femme s'appelle reviens
  • 1982: Paris-Saint-Lazare (TV)
  • 1982: Les Diplômés du dernier rang
  • 1983: Le Bâtard.
  • 1983: Le Grand carnaval
  • 1984: Les Malheurs de Malou (TV)
  • 1984: Zwei Fische auf dem Trockenen (Marche à l’ombre)
  • 1984: Ein Mann um die 50 (La Tête dans le sac)
  • 1985: P.R.O.F.S – und die Penne steht Kopf (P.R.O.F.S.)
  • 1985: Le Mariage blues (TV)
  • 1986: Bitterer Champagner (Champagne amer)
  • 1986: Die Zeit des Verbrechens (Attention bandits!)
  • 1986: Ein Tag in Paris (Suivez mon regard)
  • 1988: Das ermordete Haus (La Maison assassinée)
  • 1989: Waffenbrüder (L'Union sacrée)
  • 1989: Der Preis der Freiheit (Force majeure)
  • 1990: So sind die Tage und der Mond (Il y a des jours… et des lunes)
  • 1992: Sweetheart (Toutes peines confondues)

Poker[Bearbeiten]

Neben seinen beruflichen Erfolgen ist Patrick Bruel auch erfolgreicher Pokerspieler. Er erzielte bisher über 1.000.000$ an Preisgeldern[8] und gewann 1998 ein Bracelet bei der World Series of Poker im Hold'em[9]. Beim Main Event 2009 erreichte er den 428. Platz. Auf dem französischen Sender canalplus präsentiert Bruel gelegentlich die Sendung World Poker Tour[10].

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Patrick Bruel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten]

  1. http://tele.premiere.fr/News-Tele/Celine-Bosquet-la-compagne-de-Patrick-Bruel-sur-i-tele
  2. http://www.sos-racisme.org/spip.php?page=recherche&recherche=bruel
  3. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-9199515.html
  4. Catégorie:Chevalier de l'ordre national du Mérite
  5. Les Meilleures Ventes de CD/Albums depuis 1968 bei infodisc.fr, abgerufen am 22. Juli 2015
  6. http://www.arte.tv/de/Alle-Rubriken/369234.html
  7. Chartquellen: Schweiz / Frankreich
  8. http://pokerdb.thehendonmob.com/player.php?a=s&n=33
  9. http://www.pokerpages.com/player-profile/patrick-bruel.htm
  10. http://www.hold-em-poker.eu/news/poker.php?id=1687