Pernik

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Pernik (Перник)
Wappen von Pernik Karte von Bulgarien, Position von Pernik hervorgehoben
Basisdaten
Staat: Bulgarien
Oblast: Pernik
Einwohner: 74.110 (31. Dezember 2016)
Fläche: 72,3 km²
Bevölkerungsdichte 1.025 Einwohner/km²
Koordinaten: 42° 36′ N, 23° 2′ OKoordinaten: 42° 36′ 0″ N, 23° 2′ 0″ O
Höhe: 756 m
Postleitzahl: 2300
Telefonvorwahl: (+359) 076
Kfz-Kennzeichen: PK
Verwaltung
Bürgermeister: Ivan Ognjanov Ivanov
Website: pernik.bg

Pernik [ˈpɛrnik] (bulgarisch Перник) ist eine Stadt in West-Bulgarien, 30 km südwestlich von Sofia. Pernik ist industrielles und kulturelles Zentrum der Gemeinde Pernik und der Oblast Pernik.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bulgarisch-orthodoxe Kirche Hl. Ivan Rilski

Die Stadt liegt im Struma-Tal und ist in einem Talkessel von Gebirgen umgeben. Im Süden liegt das Golo-Bardo-Gebirge (Голо бърдо), im Norden das Ljulin-Gebirge, im Osten die Kuppeln des Witoscha-Gebirges und nach Westen das hügelige Gebiet Graowo. Nach Sofia ist Pernik die zweitgrößte Stadt in Südwestbulgarien.

Die nächsten Städte sind neben Sofia (30 km nach Nordosten), Kjustendil (59 km nach Südwesten) und Blagoewgrad (70 km im Süden).

Bei Pernik gibt es die größten Steinkohlevorkommen Bulgariens.

Durch Pernik verläuft der europäische Verkehrskorridor 4, die Europastraße 79 und eine Eisenbahnlinie, die Mitteleuropa mit Griechenland verbindet. Eisenbahnverbindungen bestehen nach Sofia, Blagoewgrad, Kulata und Kjustendil.

In der Region liegt einer der ältesten Handelswege des Balkans: Sofia–ThessalonikiSkopje.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits im 6. Jahrtausend existierten in Pernik Siedlungen des frühen Neolithikums, im 3. Jahrtausend Siedlungen der Früh-Bronzezeit. Im 5./4. Jahrhundert v. Chr. bestand auf der Höhe westlich der Stadt eine starke thrakische Festung, die im 1. Jahrhundert n. Chr. von den Römern zerstört wurde. Von den Bulgaren wiederaufgebaut, war sie 1004-1016 ein Stützpunkt des Feudalherrschers Krakra Pernischki gegen den byzantinischen Kaiser Basileios II.

Die bis ins 19. Jahrhundert unbedeutende Ansiedlung entwickelte sich erst seit 1891 durch den Kohleabbau zur heutigen modernen Bergbau- und Industriestadt mit den Schwerpunkten Kohle- und Energiegewinnung, Metallurgie und Maschinenbau.

Besichtigenswert sind das historische Museum, die antike und mittelalterliche Festung Krakra (Aussichtspunkt) und die thrakische Kultstätte (2./4. Jahrhundert n. Chr.).

Industrie nahe Pernik: Wärmekraftwerk Republika

Ein Erdbeben mit der Stärke 5,9 erschütterte Pernik am 22. Mai 2012. Dabei stürzte einer der Kühltürme des Wärmekraftwerks Republika (siehe Bild rechts) ein.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pernik listet dreizehn Partnerstädte auf [1]:

Stadt Land seit Typ
Balaschicha RusslandRussland Russland belegt
Cardiff WalesWales Wales, Vereinigtes Königreich 1940 unbelegt
Elektrostal RusslandRussland Russland 2004 belegt
Huai’an China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China 2011 belegt
Kavadarci MazedonienMazedonien Mazedonien belegt
Las Vegas Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Nevada, USA 2005 unbelegt
Lublin PolenPolen Polen 2002 belegt
Luhansk UkraineUkraine Ukraine 1948 belegt
Magdeburg DeutschlandDeutschland Deutschland 2001 unbelegt
Nilüfer, Bursa TurkeiTürkei Türkei belegt
Orosei ItalienItalien Italien belegt
Orscha WeissrusslandWeißrussland Weißrussland 2008 belegt
Ovar PortugalPortugal Portugal 1998 belegt
Pantelej, Niš SerbienSerbien Serbien 2007 belegt
Pardubice TschechienTschechien Tschechien 2008 belegt
Rožaje MontenegroMontenegro Montenegro belegt
Sacramento Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Kalifornien, USA 2007 unbelegt
Skopje MazedonienMazedonien Mazedonien 1999 unbelegt

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Pernik – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Побратимени градове - Община Перник. Abgerufen am 30. Dezember 2014.