Peter Frank (Jurist)

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Peter-Herbert[1] Frank (* 5. Mai 1968 in Lauda) ist ein deutscher Jurist. Er ist seit dem 5. Oktober 2015 Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof. Zuvor war er seit 1995 im Justizdienst des Freistaats Bayern tätig, zuletzt seit März 2015 als Generalstaatsanwalt in München.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Peter Frank studierte Rechtswissenschaft an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Während seines Studiums wurde er Mitglied der katholischen nichtschlagenden Studentenverbindung KDStV Cheruscia Würzburg im CV. Beide juristische Staatsexamina legte er in Würzburg ab und bestand jeweils als bester Absolvent in Bayern. 1995 promovierte er an der Universität Würzburg im Straf- und Strafverfahrensrecht mit einer Arbeit über Die Verwertbarkeit rechtswidriger Tonbandaufnahmen Privater.[2]

Im April 1995 trat Frank in den bayerischen Justizdienst ein und arbeitete zunächst im Bayerischen Staatsministerium der Justiz, danach kurze Zeit als Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft München I. Anschließend wurde er an die Vertretung des Freistaates Bayern beim Bund abgeordnet. Danach wurde er als Richter am Landgericht München I eingesetzt. Ab November 2006 erfolgte erneut eine Verwendung im bayerischen Justizministerium, von 2003 bis 2013 war Beate Merk die Bayerische Staatsministerin der Justiz, wo er sowohl in der Personalabteilung als auch im Leitungsbereich tätig war. Von Februar 2010 bis September 2011 wurde er als Richter am Oberlandesgericht München eingesetzt.[2][3] Im Oktober 2011 kehrte Frank in das bayerische Justizministerium zurück, wo er zuletzt als Leiter der Personalabteilung, verantwortlich für oder zumindest involviert war in alle wichtigen Postenvergaben, Versetzungen und Beförderungen im Apparat. Im März 2015 wurde Frank zum Münchner Generalstaatsanwalt befördert und leitete die Generalstaatsanwaltschaft München, die für den Bezirk des Oberlandesgerichts München zuständig ist.[2][3]

Die bayerische Staatsregierung wollte ihn beim nächsten regulären Wechsel in das Amt des Generalbundesanwaltes, der im Frühjahr 2016 angestanden hätte, als Kandidat benennen. Frank wurde bereits im August 2015 von Justizminister Heiko Maas im Zuge der Affäre um die Landesverrats-Ermittlungen gegen zwei Journalisten des Blogs netzpolitik.org als Nachfolger von Generalbundesanwalt Harald Range vorgeschlagen.[2][3][4]

Frank bearbeitet seit 2007 das Staatsbürger-Taschenbuch der Bundeszentrale für politische Bildung. Seit August 2012 ist er Vorsitzender der Felix Porsch-Johannes Denk-Stiftung des Cartellverbandes.[5]

Persönliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frank ist katholisch und verheiratet. Seine Ehefrau stammt aus Margetshöchheim und ist Lehrerin für Mathematik und Physik. Zusammen haben sie zwei Töchter und einen Sohn.[6]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Felix-Porsch-Johannes-Denk-Stiftung. In: Cartellverband.de. Abgerufen am 5. August 2015: „Dr. jur. Peter-Herbert Frank“
  2. a b c d Peter Issig: Münchener Einserjurist wird oberster Strafverfolger. In: welt.de. Welt Online, 4. August 2015, abgerufen am 5. August 2015.
  3. a b c Hans Leyendecker, Ekkehard Müller-Jentsch, Christian Rost: Ranges Nachfolger Peter Frank ist erfahren und belastbar. In: sueddeutsche.de. Süddeutsche Zeitung, 4. August 2015, abgerufen am 4. August 2015.
  4. Pressemitteilung: Zu den Äußerungen von Generalbundesanwalt Range. In: bmjv.de. Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz, 4. August 2015, abgerufen am 4. August 2015.
  5. Neue Amtsträger im CV und seinen Einrichtungen, Mitteilung auf Cartellverband.de.
  6. Peter Frank: Verwurzelt im Fränkischen. Main-Post, 7. August 2015.