Ponte Capriasca

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Ponte Capriasca
Wappen von Ponte Capriasca
Staat: SchweizSchweiz Schweiz
Kanton: Kanton TessinKanton Tessin Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Luganow
Kreis: Kreis Capriasca
BFS-Nr.: 5212i1f3f4
Postleitzahl: 6946
Koordinaten: 716876 / 102177Koordinaten: 46° 3′ 40″ N, 8° 56′ 56″ O; CH1903: 716876 / 102177
Höhe: 447 m ü. M.
Höhenbereich: 342–2227 m ü. M.[1]
Fläche: 6,17 km²[2]
Einwohner: 1907 (31. Dezember 2019)[3]
Einwohnerdichte: 309 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Schweizer Bürgerrecht)
14,9 % (31. Dezember 2019)[4]
Website: www.pontecapriasca.ch
Ponte Capriasca zwischen 1914 und 1918

Ponte Capriasca zwischen 1914 und 1918

Lage der Gemeinde
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Über dieses Bild
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Ponte Capriasca (1964)
Ponte Capriasca (1942)
Pfarrkirche Sant’Ambrogio, Abendmahl Jesu von Giampietrino um 1540

Ponte Capriasca ist eine politische Gemeinde im Kreis Capriasca, im Bezirk Lugano des Kantons Tessin in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ponte Capriasca liegt auf 447 m ü. M. einige Kilometer nördlich von Lugano. Die Nachbargemeinden sind am Norden Bellinzona und Monteceneri, am Osten Capriasca, am Süden Origlio und am Westen Taverne-Torricella.

Berühmt ist dieser Ort für seine Kirche, die dem Heiligen Ambrogio gewidmet ist. Diese Kirche hat ein Gemälde des letzten Abendmahl Jesu (Cenacolo) oder Ultima Cena.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine erste Erwähnung findet das Dorf im Jahre 1335 unter dem damaligen Namen Ponte, dann Ponte de Creviasca 1484. Das Dorf stellte in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts dem Herzog von Mailand 37 Soldaten und Kriegsmaterial. Schon unter den Herzogen und während der Schweizerischen Herrschaft bildete es eine selbständige Gemeinde mit eigenen Satzungen und Privilegien, die schon 1443 erwähnt sind und von den souveränen Kantonen noch 1648 bestätigt wurden, mit völlig unabhängiger Verwaltung und mit ziviler Gerichtsbarkeit bis zum Streitwerte von 10 Dukaten. Ebenso war Ponte nur den souveränen Kantonen steuerpflichtig (392 Lire im Jahr).

1478 hatte die Gemeinde unter dem Einmarsch der Schweizer zu leiden und wurde 1500 von den Ghibellinen von Lugano verwüstet; am 14. April des gleichen Jahres besetzten und zerstörten die Guelfen von Ponte und Sonvico die ghibellinischen Häuser von Lugano.[5]

Gemeindefusion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Gemeinde Origlio waren Fusionsbestrebungen am laufen, als neuer Gemeindename wurde Ponte Origlio beantragt. Das Projekt wurde im Dezember 2013 nach ablehnenden Abstimmungen in den Gemeinden fallengelassen.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[6]
Jahr 1574 1638 1850 1900 1950 1970 1980 1990 2000 2005 2010 2018
Einwohner 154 131 252 213 194 353 768 1174 1478 1625 1669 1902

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

i* Pfarrkirche Sant’Ambrogio mit Abendmahl des Malers Giovanni Pietro Rizzoli (zugeschrieben); es ist eine vorzügliche Kopie des berühmten gleichnamigen Gemäldes des Leonardo da Vinci, dessen Original sich im Refektorium der Kirche Santa Maria delle Grazie in Mailand befindet, restauriert 1951 und 1989/1992[7][8][9][10] und Kirchhof

  • Pfarrhaus mit Fresko Sacra Famiglia[8]
  • Oratorium San Rocco[8]
  • Altes Gemeindehaus[8]
  • Wohnhaus mit Wandbild Madonna mit Heiligen Rocco und Sebastiano[8]
  • Wohnhaus mit Fresko Madonna mit Kind[8]
  • Wohnhaus mit Portal[8]
  • Wohnhaus mit Barock-Balkon[8]
  • Schalenstein[8]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Football Club Origlio-Ponte Capriasca[11]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Vanessa Giannò: Ponte Capriasca. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 19. November 2009.
  • Virgilio Gilardoni: Ponte Capriasca. Il Romanico. Catalogo dei monumenti nella Repubblica e Cantone del Ticino. La Vesconta, Casagrande S.A., Bellinzona 1967, S. 478–479.
  • Simona Martinoli u. a.: Ponte Capriasca. Guida d’arte della Svizzera italiana. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, S. 372–373.
  • Johann Rudolf Rahn: Ponte Capriasca. In: I monumenti artistici del medio evo nel Cantone Ticino. Tipo-Litografia di Carlo Salvioni, Bellinzona 1894, S. 250–252.
  • Celestino Trezzini: Ponte Capriasca. In: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz, Band 5, Pictet – Resti., Attinger, Neuenburg 1929, S. 464, 465 (Digitalisat).
  • Luigi G. Xerri: Sant’Ambrogio. La chiesa del cenacolo. Fontana Print S. A., Pregassona 1988

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Ponte Capriasca – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. BFS Generalisierte Grenzen 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Höhen aufgrund Stand 1. Januar 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  2. Generalisierte Grenzen 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Flächen aufgrund Stand 1. Januar 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  3. Regionalporträts 2021: Kennzahlen aller Gemeinden. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2019 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  4. Regionalporträts 2021: Kennzahlen aller Gemeinden. Bei späteren Gemeindefusionen Ausländerprozentsatz aufgrund Stand 2019 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  5. Celestino Trezzini: Ponte Capriasca. In: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz, Band 5, S. 464, 465 (PDF Digitalisat), abgerufen am 20. März 2021.
  6. Vanessa Giannò: Ponte Capriasca. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 23. November 2009.
  7. Pfarrkirche Sant’Ambrogio
  8. a b c d e f g h i Simona Martinoli u. a.: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK, Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 372–373.
  9. Pfarrkirche Sant’Ambrogio auf portal.dnb.de (abgerufen am: 22. Juni 2016.)
  10. Pfarrkirche Sant’Ambrogio auf ethorama.library.ethz.ch/en/node
  11. Football Club Origlio-Ponte Capriasca