Postbank-Hochhaus (Berlin)

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Postbank-Hochhaus Berlin
Postbank-Hochhaus Berlin
Basisdaten
Ort: Berlin-Kreuzberg
Bauzeit: 1965–1971
Baustil: Internationaler Stil
Architekt: Prosper Lemoine
Nutzung/Rechtliches
Nutzung: Bürogebäude
Technische Daten
Höhe: 89 m
Etagen: 23
Baustoff: Stahlbeton, Stahl, Fassade aus Glas
Höhenvergleich
Berlin: 14. (Liste)
Anschrift
Stadt: Berlin
Land: Deutschland

Das heutige Postbank-Hochhaus (früher: Postscheckamt Berlin West (Bln W), seit 1985: Postgiroamt Berlin) ist ein Hochhaus der Postbank am Halleschen Ufer 40–60 und der Großbeerenstraße 2 im Berliner Ortsteil Kreuzberg. Es hat 23 Geschosse und gehört mit einer Höhe von 89 Metern bis heute zu den höchsten Gebäuden in Berlin.

Geschichte und Entstehung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Berliner Postscheckamt war ab 1909 in einem Neubau in der Dorotheenstraße 29 (heute: 84), der einen Teil der ehemaligen Markthalle IV integrierte, untergebracht und war bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs für den Bereich der Städte Berlin, Frankfurt (Oder), Potsdam, Magdeburg und Stettin zuständig. Aufgrund der Deutschen Teilung wurde das Postscheckamt in der Dorotheenstraße nur noch von der Deutschen Post der DDR genutzt. Für den Westteil Berlins gab es damit zunächst kein eigenes Postscheckamt, daher wurde dort 1948 das Postscheckamt West eröffnet.

Nach den Plänen des Oberpostdirektors Prosper Lemoine wurde von 1965 bis 1971 das Gebäude des Postscheckamtes Berlin West errichtet. 2014 kaufte die CG Gruppe das Gebäude von der Postbank, die das Gebäude als Mieter bis Mitte 2016 weiternutzte. Nach dem Auszug der Postbank soll das Hochhaus saniert und zu einem Wohn- und Hotelkomplex umgebaut werden.[1]

Architektur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Springbrunnenanlage von Gottfried Gruner

Das im Internationalen Stil gebaute Hochhaus besitzt eine Aluminium-Glas-Fassade. Die Gestaltung der Fassade orientiert sich an Mies van der Rohes Seagram Building in New York.

Zu dem Gebäude gehören zwei Anbauten. In dem zweigeschossigen Flachbau waren ein Rechenzentrum und die Schalterhalle, in dem sechsgeschossiges Gebäude ein Heizwerk und eine Werkstatt untergebracht. Vor dem Hochhaus befindet sich der Große Brunnen von Gottfried Gruner. Er besteht aus 18 Säulen aus Bronze und wurde 1972 in Betrieb genommen.

UKW-Sender[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Postbank-Hochhaus befanden sich bis zum Umzug nach Schöneberg am 19. Mai 2016 mehrere UKW-Sender, die von Media Broadcast betrieben wurden. Die Deutsche Funkturm (DFMG), eine Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom AG, stellt dafür Standorte wie das Berliner Postbank-Hochhaus bereit. Über die Antennenträger auf dem Dach wurden u. a. folgende Hörfunkprogramme auf Ultrakurzwelle ausgestrahlt:

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Vom Amt aus gesehen – Postscheckamt Berlin West (Prosper Lemoine). In: Bauwelt. 43/1971 (Thema: Verwaltungsgebäude).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Postbank (Berlin) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kreuzberg: Wohnen im Postbank-Tower. In: Berliner Zeitung, 7. Februar 2014

Koordinaten: 52° 29′ 58,7″ N, 13° 23′ 1,2″ O