Preitenegg

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Preitenegg
Wappen Österreichkarte
Wappen von Preitenegg
Preitenegg (Österreich)
Preitenegg
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Kärnten
Politischer Bezirk: Wolfsberg
Kfz-Kennzeichen: WO
Fläche: 68,36 km²
Koordinaten: 46° 56′ N, 14° 55′ OKoordinaten: 46° 56′ 25″ N, 14° 55′ 18″ O
Höhe: 1078 m ü. A.
Einwohner: 932 (1. Jän. 2018)
Postleitzahl: 9451
Vorwahl: 04354
Gemeindekennziffer: 2 09 11
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Preitenegg 5
9451 Preitenegg
Website: www.preitenegg.gv.at
Politik
Bürgermeister: Franz Kogler (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(11 Mitglieder)

5 ÖVP, 4 SPÖ, 2 FPÖ

5
4
2
Insgesamt 11 Sitze
Lage der Gemeinde Preitenegg im Bezirk Wolfsberg
Bad St. Leonhard im LavanttalFrantschach-Sankt GertraudLavamündPreiteneggReichenfelsSankt AndräSankt Georgen im LavanttalWolfsbergSankt Paul im LavanttalLage der Gemeinde Preitenegg im Bezirk Wolfsberg (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Pfarrkirche St Nikolaus

Preitenegg ist eine Gemeinde mit 932 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2018) im Bezirk Wolfsberg in Kärnten.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet liegt im oberen Lavanttal an den Hängen der Packalpe und Koralpe in überwiegend gebirgigem Gelände. Der Packsattel (1169 m), die Hebalm und die See Eben markieren auch die Grenze zur Steiermark.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle sechs Ortschaften der Gemeinde sind zugleich Katastralgemeinden (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Januar 2018[1]):

  • Kleinpreitenegg (59)
  • Oberauerling (55)
  • Oberpreitenegg (137)
  • Preitenegg (271) (Name der KG: Ort)
  • Unterauerling (108)
  • Unterpreitenegg (302)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung betraf 1288 die Kirche Hl. Nikolaus. Das Patronat hatte das Bistum Lavant. Die Vogtei wurde von der Herrschaft Waldenstein ausgeübt. Eine eigene Pfarre erhielt Preitenegg erst im 15. Jahrhundert.

Die Gemeinde war immer durch den Verkehr geprägt, da sie an einem wichtigen Alpenübergang, dem Packsattel, liegt. Diese Verbindung zwischen Klagenfurt und Graz bzw. Italien und Wien/Ostmitteleuropa war bis ins 18. Jahrhundert nur ein Saumweg, dann eine einfache Fahrstraße und wurde schließlich zwischen 1930 und 1936 zur Packer Bundesstraße ausgebaut. Seit der Fertigstellung der weiter nördlich verlaufenden Süd Autobahn (A 2) in den 1980er Jahren ist der Ort Preitenegg weitgehend vom mehrspurigen Verkehr entlastet.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Zeitpunkt der Volkszählung 2001 hatte Preitenegg 1.129 Einwohner, davon waren 99,1 % österreichische Staatsbürger. 96,9 % der Bevölkerung bekannten sich zur römisch-katholischen und 1,6 % zur evangelischen Kirche. 1,3 % der Bevölkerung war ohne religiöses Bekenntnis.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Preitenegg

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von wirtschaftlicher Bedeutung sind insbesondere Forstwirtschaft, Holzverarbeitung und Sommertourismus.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht seit 2015 aufgrund der gesunkenen Einwohnerzahl nur mehr aus 11 Mitgliedern (zuvor 15) und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2015 wie folgt zusammen:[2]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Direkt gewählter Bürgermeister ist seit 2003 Franz Kogler (ÖVP).[3]

Die Bürgermeisterwahl am 1. März 2015 brachte keine Entscheidung, sodass am 15. März 2015 eine Stichwahl stattfand, bei der sowohl Bürgermeister Franz Kogler, als auch der Herausforderer Rochus Münzer (SPÖ) gleich viele (365) Stimmen erhielten (Wahlbeteiligung: 88,88 %), wodurch am 29. März 2015 eine zweite Stichwahl erforderlich war.[4] Bei dieser konnte sich bei einer Wahlbeteiligung von knapp 95 % Franz Kogler mit 407 Stimmen gegen Rochus Münzer (372 Stimmen) durchsetzen.[5]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

AUT Preitenegg COA.jpg

Im Wappen von Preitenegg spiegelt der grüne Schildgrund den land- und forstwirtschaftlichen Charakter der Gemeinde wider, der mit drei schwarzen Fäden belegte goldenen Linkspfahl symbolisiert in stilisierter Form die Autobahn, Bischofsstab und die drei Kugeln verweisen auf den Pfarrpatron St. Nikolaus.

Die Blasonierung des Gemeindewappens lautet:

„In Grün ein goldener, verbreiterter, mit drei schwarzen Fäden – die beiden äußeren gemindert – belegter Linkspfahl, vorne von drei goldenen schrägrechts gestellten Kugeln und einem goldenen wachsenden Bischofsstab begleitet.“[6]

Wappen und Fahne wurden der Gemeinde am 2. März 2004 verliehen. Die Fahne ist Gold-Grün mit eingearbeitetem Wappen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Im Ortsteil Oberpreitenegg befindet sich der Berghof der Familie Schell; Maria Schell (am 26. April 2005 hier verstorben) und ihr jüngerer Bruder Maximilian Schell haben hier einen Teil ihrer Kindheit verbracht, bevor sie Weltstars in den Bereichen Film und Theater wurden. Beide sind auf dem örtlichen Friedhof beigesetzt worden. Den Berghof bewohnt nun die Opernsängerin Iva Schell, die Witwe von Maximilian Schell.
  • Maximilian Schell (1930–2014), Schauspieler, Oscarpreisträger, Regisseur und Produzent, Verleihung der Ehrenbürgerschaft 2005.
  • Anton Kreuzer (* 14. Juni 1932 in Unterpreitenegg) ist ein österreichischer Publizist.

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im November 2015 wurde ein Softwarefehler in Navigationsgeräten des Herstellers Garmin bekannt, der im Forum schon im April 2015 angemerkt worden ist.[7] Er führte dazu, dass den Autofahrern europaweit bei allen Verkehrsstörungen eine Ausweichroute über Preitenegg angezeigt wurde.[8] Die Anwender des Navi mussten auf die Beseitigung dieses Fehlers bis Anfang 2016 warten.[9]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Anton Kreuzer: Die Schuchzentrale, Kreuzer Buch, Klagenfurt 2006
  • Anton Kreuzer: Wo die Sonnentage süße Würze kochen – Das Lavanttaler Bergdorf Preitenegg. Kreuzer Buch, Klagenfurt am Wörthersee 2011

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Preitenegg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2018 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2018) (pdf), (Excel)
  2. Land Kärnten: Gemeinderatswahl 2015, abgerufen am 26. März 2015
  3. Gemeinde Preitenegg: Bürgermeister, abgerufen am 26. März 2015.
  4. ORF Kärnten vom 15. März 2015: Preitenegg: Gleichstand bei Stichwahl, abgerufen am 26. März 2015
  5. ORF Kärnten vom 29. März 2015: Kogler bleibt Bürgermeister von Preitenegg, abgerufen am 30. März 2015
  6. zitiert nach Wilhelm Deuer: Die Kärntner Gemeindewappen. Verlag des Kärntner Landesarchivs, Klagenfurt 2006, ISBN 3-900531-64-1, S. 220
  7. Garmin Forum
  8. orf.at – Navi-Fehler: Alle Wege führen nach Preitenegg. Artikel vom 20. November 2015, abgerufen am 20. November 2015.
  9. Garmin Forum