Proseč u Skutče

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Proseč
Wappen von Proseč
Proseč u Skutče (Tschechien)
Paris plan pointer b jms.svg
Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Pardubický kraj
Bezirk: Chrudim
Fläche: 3403[1] ha
Geographische Lage: 49° 48′ N, 16° 7′ OKoordinaten: 49° 48′ 9″ N, 16° 7′ 9″ O
Höhe: 523 m n.m.
Einwohner: 2.084 (1. Jan. 2019)[2]
Postleitzahl: 538 64 – 539 44
Kfz-Kennzeichen: E
Verkehr
Straße: SkutečPolička
Struktur
Status: Stadt
Ortsteile: 7
Verwaltung
Bürgermeister: Jan Macháček (Stand: 2018)
Adresse: náměstí Dr. Tošovského 18
539 44 Proseč
Gemeindenummer: 572080
Website: www.mestoprosec.cz
Markt mit St. Nikolauskirche und Dreifaltigkeitssäule
Evangelische Kirche
Tereza Nováková-Haus am Markt

Proseč (deutsch Prosetsch) ist eine Stadt in Tschechien. Sie liegt 16 Kilometer südwestlich von Litomyšl und gehört zum Okres Chrudim.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Proseč befindet sich im Südosten der Skutečská pahorkatina (Skutscher Hügelland) auf einer Anhöhe zwischen den Bächen Prosečký potok und Voletín. Gegen Nordosten erstrecken sich die Sandsteinfelsgebiete der Toulovcovy maštale und Městské maštale. Östlich des Ortsteiles Paseky entspringt die Novohradka. In Proseč kreuzen sich die Staatsstraßen II/359 zwischen Litomyšl und Zderaz sowie II/357 zwischen Borová und Nové Hrady.

Nachbarorte sind Podměstí, Pasíčka und Bor u Skutče im Norden, Borka und Jarošov im Nordosten, Borek, Posekanec, Budislav, Kamenné Sedliště und U Hutí im Osten, Paseky im Süden, Záboří im Südwesten, Česká Rybná, Rovina und Březiny im Westen sowie Kutřín und Perálec im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Siedlung Proseč entstand ab der Mitte des 12. Jahrhunderts und gehörte zunächst dem Benediktinerkloster von Litomyšl und später dem Benediktinerkloster von Podlažice. 1368 erhielt Proseč die Stadtrechte, 1421 wurde das Kloster während der Hussitenkriege zerstört und später nicht wieder erneuert. Zwischen 1436 und 1557 gehörte die Stadt den Herren Kostka von Postupitz. Der Hauptmann des Chrudimer Kreises, Zdeniek Kostka von Postupitz, ließ zwischen 1450 und 1465 auf dem Hügel über Boží Dům als Herrschaftszentrum eine neue Burg erbauen, die er Nový hrad nannte. Nachfolgende Besitzer der Herrschaft Nový hrad waren ab 1559 Jan Žatecky von Weikersdorf, ab 1580 die Popel von Lobkowitz, ab 1604 die Freiherren von Trautson und ab 1749 die Grafen Harbuval-Chamaré. Zwischen 1774 und 1777 entstand als neuer Herrschaftssitz das Schloss Neuschloß.

1866 wurde die Stadt von preußischen Truppen geplündert, nach dem Stadtbrand von 1868 wurden die bisherigen Holzhäuser weitgehend durch Steinhäuser ersetzt. 1935 wurde Proseč für eine kurze Zeit weithin bekannt, weil die Stadt den von Nationalsozialisten vertriebenen Brüdern Heinrich und Thomas Mann das Bürgerrecht gewährte. Seit 17. März 2011 ist Proseč wieder eine Stadt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Proseč besteht aus den Ortsteilen Česká Rybná (Böhmisch Rybna), Martinice (Martinitz), Miřetín (Mirschetin), Paseky (Paseka), Podměstí (Podmiest), Proseč (Prosetsch) und Záboří (Saborsch)[3], die zugleich auch Katastralbezirke bilden.[4] Zu Proseč gehören zudem die Wohnplätze Borka, Březiny, Hadovec, Kancovina, Na Volavkách, Pastvisko, Plaňava, Posekanec, Rovinka, U František, U Hutí (Marienwald) und U Salavy. Grundsiedlungseinheiten sind Česká Rybná, Martinice, Miřetín, Paseky, Pastvisko, Podměstí, Proseč und Záboří.[5]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • frühgotische St.-Nikolaus-Kirche
  • Dreifaltigkeitssäule
  • Museum
  • in einem Bauernhaus untergebrachte Gedenkstätte für die Schriftstellerin Tereza Nováková, die hier ihre letzten Lebensjahre verbrachte.

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.uir.cz/obec/572080/Prosec
  2. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2019 (PDF; 7,4 MiB)
  3. http://www.uir.cz/casti-obce-obec/572080/Obec-Prosec
  4. http://www.uir.cz/katastralni-uzemi-obec/572080/Obec-Prosec
  5. http://www.uir.cz/zsj-obec/572080/Obec-Prosec
  6. https://www.mestoprosec.cz/mesto/cestni-obcane-mesta-prosec

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]