Pugwash Conferences on Science and World Affairs

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Die Thinker’s Lodge in Pugwash (2011)

Die Pugwash Conferences on Science and World Affairs sind eine Tagungsreihe in Pugwash, Nova Scotia, Kanada.

Im Jahr 1957 organisierte Cyrus Eaton, angeregt vom Russell-Einstein-Manifest (1955), die erste Pugwash Conference on Science and World Affairs. Seither kamen dort einflussreiche internationale Wissenschaftler zu Sitzungen und Workshops zusammen, um einen Beitrag zu Fragen der atomaren Bedrohung, von bewaffneten Konflikten und Problemen der globalen Sicherheit zu leisten. Inzwischen veranstaltet die Organisation Pugwash International neben Jahrestagungen Workshops zu Themen wie nukleare Abrüstung, biologische und chemische Waffen, regionale Konflikte der Verbreitung von Waffentechnologien und Verantwortung der Naturwissenschaftler.

1995, fünfzig Jahre nach den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki, wurde Józef Rotblat stellvertretend für die Pugwash Conferences, die entscheidenden Anteil am Atomteststoppvertrag im Jahre 1963 und am Atomwaffensperrvertrag hatten, der Friedensnobelpreis verliehen. Bereits 1987 war die Pugwash-Bewegung mit dem Antonio-Feltrinelli-Preis ausgezeichnet worden.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Klaus Gottstein: Erinnerungen an Pugwash und an die Rolle der VDW als deutsche Pugwash-Gruppe. In: Götz Neuneck und Michael Schaaf (Hrsg.): Zur Geschichte der Pugwash-Bewegung in Deutschland. Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, 2007, S. 39–62 (pdf [abgerufen am 10. März 2010]).
  • Alison Kraft und Carola Sachse (Hrsg.): Science, (Anti-) Communism and Diplomacy. The Pugwash Conferneces on Science and World Affairs in the Early Cold War. Brill, Leiden und Boston 2019, ISBN 978-90-04-34015-2.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]