Pumapunku

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Die Ruinen von Pumapunku
Computergestützte Rekonstruktion von Alexei Vranich: Zu sehen ist der gesamte aus etwa 150 separaten standardisierten Andesit-Monolithen nach dem Baukastenprinzip zusammengesetzte Haupttempelkomplex von Pumapunku. Sowohl die perfekt horizontal vermauerten Andesit-Aufbauten als auch die vier Fundamentplatten aus Sandstein (die jeweils mehr als 130 Tonnen wiegen) wurden mit Klammern aus einer einzigartigen Kupfer-Arsen-Nickel-Bronze-Legierung zusammengehalten. Zu sehen ist zudem, dass am vordersten Tor Andesitblöcke mit der weltweit einzigartigen Technik der „versteckte Krampen“ befestigt und gestapelt wurden, wodurch sich eine verlängerte Wand ergab.

Die Ruinen von Pumapunku, Puma Punku (hispanisiert: Puma Puncu; Aymara und Quechua: für „Tor des Puma“) oder auch Pyramide von Pumapunku (genau genommen handelt es sich um einen terrassierten Plattformhügel) sind die Überreste eines vorkolumbischen Monumentalkomplexes, der Teil der archäologischen Fundstätte Tiwanaku, nahe der gleichnamigen Ortschaft im Westen Boliviens, ist. Pumapunku liegt knapp 4000 Meter über dem Meeresspiegel in der Hochebene des Altiplano nahe dem Titicacasee. Innerhalb der archäologischen Fundstätte liegt Pumapunku in einem Areal südöstlich des Akapana-Komplexes. Der terrassierte Plattformhügel Pumapunku, der auch als „Akapanas Zwilling“ bezeichnet wurde, zeichnet sich durch seine exakte Baukunst aus. Der Name „Pumapunku“ stammt von einigen beschädigten Toren, die dort gefunden wurden. Drohnenflüge über der Ruinenstätte Tiwanaku haben ergeben, dass der gesamte archäologische Fundplatz mindestens 650 Hektar umfasst. Am wenigsten erforscht ist Pumapunku, das sich über ein Gebiet von mindestens 14 Hektar erstreckt.[1] Topografische Studien zeigen, dass Plattformen und Gebäudestrukturen unter der Erde begraben liegen.

Der Haupttempelkomplex von Pumapunku besteht aus zwei Basisstrukturen. Zunächst aus – mittels Klammern zusammengefügter – Sandsteinplatten, die als Fundament dienten, und Andesitblöcken, die Aufbauten darstellten. Das zweite Element des Gebäudekomplexes besteht aus etwa 150 separaten Monolithen fein geschnittener Andesitblöcke, die über diese Sandsteinplatten verstreut sind. Schatzsucher und Plünderer haben in den letzten 500 Jahren dieses Gebäude so stark geplündert und verwüstet, dass keiner der Blöcke mehr an seiner ursprünglichen Position steht. Weitere Blöcke befinden sich in der Landschaft verstreut und im örtlichen Museum.[2]

Obwohl Pumapunku zum großen Teil in Trümmern liegt, sind bis zu 7 m lange und 4 m breite Bodenplatten mit exakt rechtwinkliger Verzahnung und außerordentlich präzisen Schnitten erhalten.[3] Die Monolithen von Pumapunku wurden mit einem ausgeklügelten Klammersystem zusammengehalten. Einige der Blöcke sind perfekt angefertigte Repliken und wurden nach dem Baukastenprinzip mittels Klammern zu Mauern zusammengesetzt.

Der Zeremonialkomplex von Pumapunku, der mit einem weiten Vorplatz im Osten assoziiert ist, wurde etwa zeitgleich zum Akapana-Komplex einige hundert Meter südwestlich von Akapana errichtet. Auf einer Grundfläche von ca. 167 × 116 Metern wurden drei Plattformen gebaut. Pumapunku war eine Konstruktion, die nicht beendet wurde und die sich durch ständige Bauarbeiten im Laufe der Zeit veränderte. Die Tatsache, dass weite Teile von Pumapunku im Erdreich versunken sind und die riesigen Monolithen verstreut in der Landschaft liegen, deutet darauf hin, dass eine Naturkatastrophe die Vollendung der Bauwerke verhindert hat.

Vielfach wird die komplexe Ruine als „unvorstellbar“ beschrieben.[4] Nach Alan Kolata ist Pumapunku, obwohl es praktisch völlig zerstört ist, eines der schönsten und architektonisch komplexesten Bauwerke der Anden­welt.[5]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Skizze von Ephraim Squier (1877): Das Sonnentor von Tiwanaku (die Größe des Tores ist in der Skizze übertrieben dargestellt). Die Spanier fanden die Tiwanaku und Pumapunku bereits in Ruinen liegend vor.

Die Stätte wurde als erstes in der Geschichtsschreibung vom spanischen Konquistadoren Pedro de Cieza de León erwähnt. Er entdeckte die Ruinen von Tiwanaku und Pumapunku 1549 bei seiner Suche nach der Inkahauptstadt zufällig.[6] Als die Spanier sie entdeckten, waren sie von den riesigen Monolithen und der technischen Perfektion fasziniert.[7]

Pumapunku wird auf das 6. Jahrhundert n. Chr. datiert. Sie war eine bedeutende Stätte der Inka, weil sie glaubten, dass dies der Platz sei, an dem die Welt geschaffen wurde.[8] Der gesamte Komplex besteht aus einem Freiplatz, der zentralen Esplanade, der terrassierten plattformartigen, mit Stein verkleideten Aufschüttung sowie einem weiteren ummauerten Platz.[9][10][11]

Anlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Pumapunku-Komplex besteht aus einem westlichen Vorhof, von dem einst eine Rampe bis hin zum Westeingang führte, dem eigentlichen „Pumapunku“, und einem östlichen Vorhof, der etwa die gleiche Grundfläche wie der eigentliche „Pumapunku“ aufweist.[12] Der eigentliche „Pumapunku“ ist ein terrassierter Plattformhügel mit einem versunkenen Hof in der obersten Plattform. Dieser ist 167,36 Meter lang in seiner Nord-Süd-Achse und 116,7 Meter in der Süd-West-Achse. In den Nordost- und Südost-Ecken befinden sich etwa 20 Meter breite Auskragungen, die sich 27,6 Meter nach Nord beziehungsweise Süd erstrecken. Am östlichen Rand von Pumapunku befindet sich die sogenannte „Plataforma Lítica“. Diese Plattform besteht aus einer steinernen, 6,75 × 38,72 Meter großen Terrasse. Sie ist mit vielen, enorm großen Steinblöcken befestigt worden.[13] Alle anderen in Pumapunku verwendeten Steine bestehen aus einer Mischung aus Andesit und rotem Sandstein. Hauptsächlich besteht Pumapunku aus Lehm. Die darunterliegenden Teile bestehen vereinzelt aus Flusssand und Feldstein ohne Lehm. Aufgrund von verschiedenen Ausgrabungen geht man davon aus, dass es drei Hauptepochen gab, in denen intensiv gebaut wurde, zusätzlich zu einzelnen kleineren Ausbesserungs- und Umgestaltungsarbeiten.[9][10][11][13][14] Westlich vom östlichen Vorhof wurde der Pumapunku-Monolith entdeckt.[15]

Auf dem Höhepunkt, so wird vermutet, muss Pumapunku „geradezu unvorstellbar schön gewesen sein, reich verziert mit Metallplatten, farbenfrohen Keramiken und Ornamenten, besucht von vornehm gekleideten Bürgern, Priestern in prächtigen Gewändern und Eliten, geschmückt mit exotischen Juwelen.“[10] Aufgrund fehlender schriftlicher Aufzeichnungen sind gesicherte Aussagen zu Alter, Herkunft und Verwendung dieser Anlage jedoch nur schwer zu treffen. Darüber hinaus gab es verschiedene Veränderungen aufgrund von Plünderung, Steinabbruch zu Bauzwecken und Wettereinflüssen.[9][10][13]

Das gesamte Gebiet in einem Umkreis von etwa einem Kilometer zwischen dem Pumapunku und dem Kalasasaya-Komplex wurde mittels Radar, Magnetometrie sowie Geoelektrik und Geomagnetik untersucht. Die geophysikalischen Daten, die während dieser Untersuchung und den Ausgrabungen gesammelt wurden, ergaben eine Vielzahl weiterer von Menschen gemachten Strukturen zwischen beiden Komplexen. Zu diesen Strukturen gehören unter anderem Grundmauern, Wasserkanäle, poolähnliche Einrichtungen, Terrassen, Wohnviertel sowie ausgedehnte Schotterwege, die heutzutage alle unter Bodenschichten vergraben sind.[9][16][17]

Funktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pumapunku und Akapana sind beides Konstruktionen, die oft als „besonders spektakulär“ bezeichnet werden, da sie hydraulische Transaktionen dramatisierten. Beides sind geometrisch angeordnete, strategisch ausgerichtete terrassierte Plattformhügel, die von einer aufwändigen Steinverkleidung umgeben sind, deren Funktion es war, sorgfältig gesiebte und geschichtete Böden zu stützen. Sowohl im Fall von Pumapunku als auch Akapana wurde mithilfe eines makellos gefertigten labyrinthischen Systems aus Sandstein-Drainagekanälen, Regenwasser, welches in einem „versunkenen Hof“ in der obersten Plattform aufgefangen wurde, ins Innere der Struktur geleitet. Im Inneren der Struktur wurde das Wasser von der obersten Plattform zu den niedrigeren Plattformen und schließlich zur Basisplattform geleitet. Die Konstrukteure installierten bei Pumapunku schräg ausgerichtete Kanäle, die aus makellos miteinander verbundenen Sandsteinquadern bestehen. Die Kanäle, welche mit einem Querschnitt von 42 cm Breite und 69,5 cm Höhe enorme Kapazität gehabt haben,[18] wurden mittels Klammern aus einer Dreifachlegierung (Kupfer-Arsen-Nickel-Bronze-Legierung) zusammengehalten. Berechnungen der Spannkraft der Kanal-Krampen zeigen, dass sie eine Schwebfracht von etwa 4.490 kg tragen konnten.[19] Die Kanäle wurden Puzzle-artig aus mehreren Sandsteinquadern zusammengesetzt, wobei jeder Sandsteinquader jeweils rechts und links am Rand einen Teil der Krampenfassung hatte. Dann wurde die Dreifachlegierung an Ort und Stelle in die Krampenfassung gegossen, um sie direkt in der Fassung erstarren zu lassen. Durch den Prozess der Erhärtung wurden die Sandsteinquader eng aneinandergezogen. Beim Abkühlen und Zusammenziehen entwickelten die Krampen die enorme Klemmkraft von bis zu 44 KiloNewton (dies entspricht dem Fünfzehnfachen des Gewichts eines typischen Steinquaders in den Seitenwänden des Kanals).[20][21] Die Steinquader lagen dabei so eng, dass noch nicht einmal eine Rasierklinge zwischen die Blöcke passt.[22] An der Basis der Struktur trat das Wasser schließlich aus Basalkanalauslässen aus dem Plattformhügel aus. Nach Justin Jennings und Edward Swenson sei der periodisch heftige Wasserfluss, der in den Kanälen stattfand, das damit verbundene seismische Rumpeln und das plötzliche visuelle Erscheinen der Wasserströme durch gewölbte Abflüsse für Ritualteilnehmer ein „sensorisches Drama“ gewesen.[23][24][25]

Rekonstruktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Virtuelle Rekonstruktion eines Tempelfragments von Pumapunku.

Im Jahr 2018 erstellt der Archäologe Alexei Vranich ein computergestütztes virtuelles Modell von Pumapunku. Ebenfalls benutzte er 3D-Druck-Techniken, um die Megalithen maßstabsgetreu nachzubilden.[26]

Alter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Forscher haben seit der Entdeckung des Tiwanaku-Geländes versucht, das Alter von Pumapunku zu bestimmen. Wie der Andenspezialist William H. Isbell, Professor an der Universität Binghamton, beschreibt, wurde von Vranich durch Messung von organischem Material der untersten und ältesten Schicht des künstlichen Hügels auf dem Pumapunku steht, ein Radiocarbondatum ermittelt. Diese Schichten wurden während der ersten von insgesamt drei Konstruktionsepochen aufgeschüttet. Die initiale Konstruktion von Pumapunku wird auf 536–600 n. Chr. (1510±25 uZ c14, kalibriertes Datum) datiert. Dadurch, dass das Radiocarbondatum durch das zugrundeliegende Fundament aus Andesit und Sandstein ermittelt wurde, muss die darüber liegende Konstruktion irgendwann nach 536–600 n. Chr. entstanden sein. Die Ausgrabungen von Vranich ermittelten, dass Lehm, Sand und Kies direkt auf abgeschlossenen Pleistozänsedimenten liegen. Des Weiteren zeigten diese Ausgrabungen auch das völlige Fehlen eines anderen Prä-Inka-Kulturzeugnisses innerhalb des Tiwanaku/Pumapunku-Gebiets.[10]

Technik und Bauweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Andesitblock mit präziser Schnittlinie und Löchern/Perforationen innerhalb des Schnitts
Beispiel von winzigen Löchern/Perforationen am rechten und unteren Rand
Andesitblock mit „Sacklöchern

Pumapunku besteht aus riesigen Steinplatten, die überall verstreut in der Landschaft liegen. Manche Steinplatten weisen saubere Schnittkanten auf.[27]

Der größte gefundene Monolith ist 7,81 Meter lang, 5,17 Meter breit, durchschnittlich 1,07 Meter tief und wiegt etwa 131 Tonnen. An den bis zu 130 t schweren Steinblöcken fallen die Nuten auf, in die Klammern aus einer Kupfer-Arsen-Nickel-Bronze-Legierung einlegt waren, um die tonnenschweren Platten zu verklammern.[28] Der zweitgrößte in Pumapunku gefundene Monolith ist 7,9 Meter lang, 2,5 Meter breit und ungefähr 1,86 Meter tief. Sein Gewicht wird auf 85 Tonnen geschätzt.[13] Beide Steine sind Teil der „Plataforma Lítica“, einer Plattform die aus rotem Sandstein errichtet wurde. Aufgrund genauer petrographischer und chemischer Analysen sowie einem Vergleich mit bekannten Steinbrüchen haben Archäologen geschlossen, dass diese und weitere Blöcke aus einem etwa zehn Kilometer entfernten Steinbruch in der Nähe des Titicacasees über eine erhebliche Steigung bis nach Tiwanaku transportiert wurden. Kleinere Andesitsteine, die als Verblender und für Steinschnitzereien eingesetzt wurden, kamen von einem 90 Kilometer entfernten, innerhalb der Copacabana-Halbinsel gelegenen Steinbruch.[10][13] Wie es den Baumeistern gelang, die Monolithen von den Steinbrüchen über hunderte von Kilometern zu transportieren, bleibt ein Rätsel.[29]

Neben dem größtenteils verwendeten Sandstein wurde auch Andesit[30] als Gesteinsmaterial verwendet. An diesen Blöcken wurden genau gegenüberliegende Aussparungen entdeckt, wodurch sich die Blöcke exakt verketten ließen. Diese Anwendung der Baukastentechnik lässt darauf schließen, dass die tonnenschweren Steinblöcke systematisch vorgefertigt worden waren.[31] Viele der Blöcke sind perfekt angefertigte Repliken voneinander, einschließlich der linken und rechten Version derselben Form. Somit waren Wiederholung und Symmetrie Teil des Entwurfs. Außerdem bestimmten die Konstrukteure die Dimensionen und Proportionen der allgegenwärtigen Nischen und des Sonnentors durch ein mathematisches Verhältnis.[32]

Bei der Erstellung der Mauern von Pumapunku wurde jeder Stein so präzise behauen, dass er exakt und ohne Spalten zum Nachbarstein passt. Die Blöcke passen zusammen wie bei einem Puzzle und bilden gewichtstragende Stützen.[11] Das Mauerwerk zeichnet sich durch ebene Flächen, geometrische Formen, präzise Kanten und innere rechte Winkel aus.[33] Oft besteht die Annahme, dass zur Konstruktion von Pumapunku kein Mörtel verwendet wurde, jedoch identifizierten die Architekten Jean-Pierre Protzen und Stella Nair eine dünne Schicht (1 bis 1,5 Millimeter dick) aus weißlichem Material, die einige der Steine auf der ersten und zweiten Ebene der Südseite von Pumapunku bedeckte, als wahrscheinliche Mörtelschicht.[34] Eine übliche Bearbeitungstechnik bestand darin, den oberen Teil eines unteren Steines in einem bestimmten Winkel abzuschneiden, um danach einen weiteren Stein darauf zu setzen und ihn in dem gleichen Winkel abzuschneiden. Die Präzision, mit der die Winkel angewendet wurden, um fließende Verbindungen zu erreichen, ist ein Indiz für ein hochentwickeltes Wissen über Steinbearbeitung und Geometrie.[14] Viele dieser Verbindungen sind so präzise, dass noch nicht einmal eine Rasierklinge zwischen die Steine passt.[35] Viele Mauern aus akkurat geschnittenen, rechteckigen Blöcken sind von einer derartigen Gleichförmigkeit, dass man sie beliebig austauschen könnte und dennoch bliebe das Oberflächenniveau und sogar die Fuge erhalten. Obwohl die Blöcke alle unterschiedliche Maße haben, liegen sie dennoch eng aneinander.[36]

Einige der sogenannten „H-Blöcke“

Im nahezu isodomen Mauerwerk von Tiwanaku konnte ein Stein gegen einen anderen ausgetauscht werden. Dies legt nicht nur eine Vorfertigung, sondern auch eine Massenproduktion der Steinquader nahe.[36] Archäologen vermuten, dass der Transport der Blöcke von einer großen Gruppe von Arbeitern bewältigt wurde. Dazu sind eine Vielzahl von Hypothesen entworfen worden, wie diese Arbeiter die Steine transportiert haben. Dennoch bleiben diese Hypothesen spekulativ. Zwei der ernstzunehmenden Hypothesen schlagen die Verwendung von Seilen und Rampen vor.[36]

Demonstration der Technik des Zusammenfügens von Steinblöcken

Ein weiteres bemerkenswertes Detail sind I-förmige Klemmen, die aus einer einzigartigen Kupfer-Arsen-Nickel-Bronze-Legierung bestehen. Diese Klammern wurden auch bei einem Kanal verwendet, der am Boden des benachbarten Akapana-Komplexes gefunden wurde. Sie wurden dazu verwendet, um die Blöcke zu verbinden, die die Wände und den Boden der mit Stein gesäumten Kanäle umfassten und die tiefer liegenden Höfe entwässerten. Des Weiteren wurden I-Klammern unbekannter Legierung verwendet, um die massiven Platten zusammenzuhalten, die die vier großen Plattformen von Pumapunku bildeten. Außerdem wurden im südlichen Kanal I-förmige Klammern direkt an Ort und Stelle in die Krampenfassung gegossen. Im Gegensatz dazu wurden die Klammern, die am Akapana-Kanal verwendet wurden, durch Kalthämmern von Kupfer-Arsen-Nickel-Bronze-Blöcken erzeugt.[36][37] Die einzigartige Kupfer-Arsen-Nickel-Bronze-Legierung findet sich auch in weiteren Metallartefakten, die in der Region zwischen Tiwanaku und San Pedro de Atacama gefunden und während der späten Mittelklassik um 600–900 n. Chr. hergestellt wurden.[38]

Die errichteten Tempelkomplexe waren, wie viele andere präinkaische Bauten, vollkommen erdbebenresistent, weshalb eine andere Ursache als ein starkes Erdbeben für die Zerstörung von Pumapunku angenommen wird.[39] Die Technik, Steinblöcke mittels Bronzeklammern zusammenzufügen, wurde von den Inka kopiert und in Ollantaytambo verwendet.

Unterschiede zur Inka-Architektur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach den Architekten Jean-Pierre Protzen und Stella Nair zeichnet sich das Mauerwerk von Pumapunku durch seine Präzision aus. Es würden perfekt rechteckige, prismatische Blöcke in gleichmäßigen Höhen vorliegen. Diese Bauweise sei im Inka-Mauerwerk unbekannt und verhalte sich nahezu entgegengesetzt zu dieser. Die Mauerwerke der Inka und Tiwanaku seien „einige der präzisesten und schönsten Mauerwerke, die jemals hergestellt wurden“. Es würden bemerkenswerte Unterschiede sowohl in der Technik als auch im Stil vorliegen. Die Inkas würden mit endlosen Variationen in den Mustern arbeiten und meist unregelmäßig geformte Steine verwenden, wohingegen die Tiwanaku im scharfen Kontrast dazu streng symmetrische Anordnungen standardisierter geometrischer Muster und Elemente der Planarität und Orthogonalität bei ihren Bausteinen verwenden würden.[36] Jean-Pierre Protzen und Stella Nair konstatieren:

“[…] to obtain the smooth finishes, the perfectly planar faces and exact interior and exterior right angles on the finely dressed stones, they resorted to techniques unknown to the Incas and to us at this time. […] The sharp and precise 90° interior angles observed on various decorative motifs most likely were not made with hammerstones. No matter how fine the hammerstone's point, it could never produce the crisp right interior angles seen on Tiahuanaco stonework. Comparable cuts in Inca masonry all have rounded interior angles typical of the pounding technique […]. The construction tools of the Tiahuanacans, with perhaps the possible exception of hammerstones, remain essentially unknown and have yet to be discovered.”

„[…] um die glatten Oberflächen, die perfekt ebenen Flächen und die exakten rechten Innen- und Außenwinkel bei den fein zugerichteten Steinen zu erhalten griffen sie auf Techniken zurück, die den Inkas unbekannt waren und uns zu dieser Zeit noch unbekannt sind. […] Die scharfen und präzisen Innenwinkel von 90 °, die bei verschiedenen dekorativen Motiven beobachtet wurden, wurden höchstwahrscheinlich nicht mit Schlagsteinen angefertigt. Egal wie fein die Spitze des Schlagsteins ist, er könnte niemals die scharfen rechten Innenwinkel erzeugen, die beim Tiahuanaco-Mauerwerk zu sehen sind. Vergleichbare Schnitte in Inka-Mauerwerken haben alle abgerundete Innenwinkel, die typisch für die Schlagtechnik sind […]. Die Bauwerkzeuge der Tiahuanacaner, mit vielleicht der möglichen Ausnahme von Schlagsteinen, bleiben im Wesentlichen unbekannt und müssen noch entdeckt werden.“

Jean-Pierre Protzen, Stella Nair[36]

Monolithblöcke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Viele der Steine, die in Pumapunku und anderen Teilen des Geländes verstreut sind, weisen in Gestaltung und Abmessungen eine auffallende Ähnlichkeit auf. Alfons Stübel und Max Uhle spekulierten, dass die Tiwanaku einen Bausatz von Standardbausteinen hatten, aus denen sie die Strukturen in Pumapunku zusammensetzten. Nachuntersuchungen Jean-Pierre Protzen und Stella E. Nair bestätigten, dass viele Steine perfekte Repliken voneinander sind. Es existieren auch Bausteine, die anscheinend identisch in der Gestaltung sind und signifikante Maßabweichungen aufweisen und somit nicht gegeneinander ausgetauscht werden konnten. Die starken Ähnlichkeiten legen nahe, dass die Architektur durch sich wiederholende Merkmale geprägt war und dass bestimmte Gestaltungsprinzipien vorherrschten. Jean-Pierre Protzen und Stella E. Nair identifizierten etwa fünfzehn Steinsorten mit etwa zwanzig Variationen.[14] Insgesamt bestand der Hauptgebäudekomplex aus mehr als 150 separaten Andesitblöcken.[40]

Nach einer Rasterelektronenmikroskop- und petrografischen Studie von Joseph Davidovits et al. weisen die bei Pumapunku gefundenen Andesit-Blöcke organisches Material auf. Die Existenz amorpher organischer Stoffe in festem Vulkanstein sei eigentlich unmöglich. Die Studie lege nahe, dass zur Konstruktion der „H-Blöcke“ und anderer Blöcke ein künstlicher Andesit-Geopolymer-Beton verwendet wurde. Um Geopolymer-Andesit-Beton herzustellen, hätten die Bauherren möglicherweise nicht-konsolidierten vulkanischen Tuff transportieren und ein organo-mineralisches Geopolymer-Bindemittel hinzufügen müssen, das aus lokaler Biomasse hergestellt wurde. Die Untersuchungen legen nahe, dass die Andesitblöcke künstlich hergestellte Keramik darstellen und Pumapunku somit eine geopolymere Fundstätte sei. Zudem ergaben die Untersuchungen, dass die Megalithplatten mit einem Gewicht zwischen 130 und 180 Tonnen vor 1400 Jahren gegossen wurden.[41] Davidovitis behauptete schon einige Jahre zuvor, dass die Pyramiden von Gizeh auf ähnliche Art konstruiert worden seien. Seine These stieß damals bei Materialwissenschaftlern auf Zustimmung, bei Ägyptologen jedoch auf Ablehnung. Der Materialwissenschaftler Michel Barsoum unterstütze seine Schlussfolgerungen, während der Ägyptologe Zahi Hawass sie wiederum strikt ablehnte.

Besonderheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach den Architekten Jean-Pierre Protzen und Stella Nair sei die bemerkenswerteste Steinschnitzerei in Tiwanaku auf den sogenannten „Pfeilsteinen“ zu sehen. Die Scheitelpunkte an der Basis des Pfeil-Motivs ragen in den Stein und unter das Oberflächendesign hinein, wobei vier Ebenen perfekt planar sind, von denen sich drei paarweise im rechten Winkel treffen und schließlich die vierte in einem Punkt verbinden.[43]

Oft wurden die Motive nicht aus einem einzigen Block geschnitzt, sondern Puzzle-artig aus zwei oder mehr Blöcken zusammengesetzt, die jeweils einen Teil des Motivs hatten. Die Motive, die Feinheiten ihrer Schnitzereien und Oberflächen, die Puzzle-artigen Motivanordnungen, die Standardisierung von Bausteinen und die Konfigurationen der Nischen und Türen seien nach den Autoren einzigartig. Dafür sei eine standardisierte Methode zum Vergleichen von Abständen mit der Genauigkeit eines Millimeters verwendet worden.[44][45] Nach Kenntnis der Autoren sind sowohl der Tiwanaku-Hebegriff, als auch die Technik der „versteckten“ Krampenfassungen, die in eine oder sogar zwei Richtungen ausgerichtet sind, weltweit einzigartig.[46]

Nach dem Archäologen Alexei Vranich würde die wenigen Beispiele vom intakten Mauerwerk zeigen, dass die Tiwanakaner die einzigartige Fähigkeit hatten, Steine perfekt horizontal zu vermauern. Die Tatsache, dass die Andesitblöcke zunächst vollständig zugerichtet und dann fertiggestellt wurden, bevor sie mithilfe des „Tiwanaku-Hebegriffs“ angebracht wurden, der aufwendig durch den Andesit geschnitzt wurde, sei nach Vranich einzigartig. Durch diese Konstruktionsart ließe sich ein perfekter rechter Winkel zwischen dem Block und dem Boden erzielen.[47] Aufwändige dekorative Friese würden mehrere Quader überspannen; Anders als in anderen Teilen der Welt, in denen diese feineren Details nach dem Zusammenbau der Blöcke geschnitzt wurden, vervollständigten die Tiwanaku-Maurer jeden Quader, einschließlich des geschnitzten Frieses, bevor sie die Struktur zusammenbauten. Diese einzigartige Konstruktionsart, bedeute dass selbst wenn die Struktur nie tatsächlich zusammengebaut wurde, eine virtuelle Anastylose, die auf der Wiederverbindung des Frieses und anderer dekorierter Elemente beruhte, tatsächlich möglich gewesen sei.[48]

Architektur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Demonstration der Dicke einer der Fundamentplatten.

Pumapunku ist ein großer, plattformartiger Erdhügel, dessen drei Ebenen von steinernen Stützmauern gesichert werden.[49] Das gesamte Areal ähnelt einem Quadrat.[49] Um das Gewicht dieser massiven Strukturen zu sichern, waren die Tiwanaku-Architekten besonders sorgfältig bei den Fundamenten. Oft fügten sie Steine ein, die direkt passend zum Steinuntergrund waren. Oder sie errichteten präzise Gräben, die sie mit sorgfältig geschichteten Sedimentsteinen füllten, um große Steinblöcke abzustützen, eine Technik die heute noch angewendet wird.[36] Durch abwechselndes Schichten von Sand im Inneren und Schichten von Verbundwerkstoffen von außen, wurden die Füllungen so gestaltet, dass sie einander an den Verbindungsstellen überlappen. Im Wesentlichen werden dabei die Kontaktpunkte abgestuft, um eine stabile Basis zu schaffen.[11][36]

Tore von Pumapunku[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tiwanaku 03.jpg
Ruins Tiwanaku Bolivia.jpg


Bausteine von weiteren umgestürzten Toren bei Pumapunku, die Gemeinsamkeiten mit dem Sonnentor aufweisen. Einige Tore von Tiwanaku waren nicht monolithisch, sondern wurden nach dem Baukastenprinzip zusammengesetzt. Zuerst vervollständigten die Tiwanaku-Maurer jeden Quader, einschließlich des geschnitzten Frieses, bevor sie die Tore zusammensetzten.

Aufgrund der Beschaffenheit des berühmten Sonnentores von Tiwanaku wird vermutet, dass es heute deplatziert ist und ursprünglich ein Bestandteil von Pumapunku war.[50][51] Bei Pumapunku findet man Fragmente von Toren, die an das Sonnentor von Tiwanaku erinnern. Alfons Stübel und Max Uhle identifizierten Fragmente, die zu (gesichert) drei bis möglicherweise vier Toren gehörten.[52] Sie wunderten sich auch über die große Anzahl an Toren im Verhältnis zur Knappheit der in Tiwanaku gefundenen Gebäude.[53]

Die Tore bei Pumapunku haben eine Reihe von Merkmalen mit dem Sonnentor von Tiwanaku gemeinsamen. Sie wurden aus einer einzelnen Steinblock einschließlich der Schwelle gemeißelt, d. h. sie sind monolithisch. Die Tore sind auf einer Seite glatt und auf der anderen Seite durch ein Stufenformteil in mehrere Felder unterteilt. Die Laibungen der Pfosten und des Türkopfes sind abgeschrägt; Sie öffnen sich zu einer Seite, so dass die Öffnung der eigentlichen Tür auf einer Seite größer ist als auf der anderen. Auf der glatten oder vorderen Seite werden die Türen von zwei rechteckigen Aussparungen flankiert, eine an jeder Seite der Tür. Nach Protzen et al. sei das große Fries auf dem Sonnentor zwar kennzeichnend für dieses Tor, die anderen Tore hätten allerdings Platz für ein analoges Fries gehabt.[54]

Nach Untersuchungen von Stella Nair und Jean-Pierre Protzen würden die von ihnen untersuchten Steinblöcke allesamt aus einem sehr ähnlichen Kontext stammen. Die Tore (das Sonnentor, das Akapana-Tor und die Tore I, II und III) und die Blöcke würden gemeinsame Dimensionen, Designs und Details und die gleiche überragende Handwerkskunst glatter ebener Flächen, scharfer gradliniger Ecken und perfekter rechter Winkel aufweisen. Weil die meisten dieser Steinblöcke und Tore, die diese Eigenschaften teilen bei Pumapunku gefunden wurden, fassen Nair und Protzen sie unter einem Stil zusammen, den sie „Pumapunku-Stil“ taufen.[55]

Es existieren zudem monolithische Miniaturtore, die perfekte Miniatur-Repliken der Tore in voller Größe zu sein scheinen. Nach Protzen hätten die Baumeister, um die Tore auf Miniaturgröße zu reduzieren eine bestimmte Tranformationsformel angewandt.[56]

Kulturelle und religiöse Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem heutigen Stand der Forschung wird vermutet, dass der Pumapunku-Komplex sowie die umliegenden Tempel, der Akapana-Komplex, Kalasasaya, Putuni und Kerikala als geistige und rituelle Zentren für die Tiwanaku-Region genutzt wurden. Dieser Bereich könnte als das Zentrum der Andenwelt angesehen worden sein und Pilger von weit weg angezogen haben. Möglicherweise wurde Pumapunku absichtlich in die Bergregion des Illimani integriert, da man bei den Tiwanaku glaubte, dass auf diesem heiligen Gipfel die Geister ihrer Toten zu Hause seien. Vielleicht wurde die spirituelle Bedeutung auch durch den Einsatz halluzinogener Pflanzen zu einer „lebensverändernden Erfahrung“ verstärkt.[57] Die Bedeutung dieser Substanzen für den Tiwanaku zeigen zudem auch Untersuchungen von Haarproben, die man Mumien, die in der Tiwanaku-Kultur in Nordchile gefunden wurden, darunter auch Babys, entnommen hat. Dabei wurden Reste von psychoaktiven Substanzen gefunden.[58]

Wie es für die Zivilisationen um diese Zeit charakteristisch war, waren Menschenopfer Teil der Tiwanaku-Kultur. Die Reste von zerstückelten Körpern wurden im ganzen Gebiet gefunden. Keramische Artefakte stellen Bilder von Kriegern dar, die Puma-Schädel tragen, ihre Feinde enthaupten, Trophäenschädel halten und Gürtel tragen, an denen die Köpfe ihrer Feinde hängen. Ebenfalls wurden in Pumapunku eine Vielzahl von deformierten und trepanierten Schädeln gefunden, die im dortigen Museum zu begutachten sind. Wegen gewisser Markierungen auf Steinen, die bei Pumapunku gefunden wurden, wird vermutet, dass das Sonnentor ursprünglich Teil von Pumapunku war.[49]

Aufstieg und Fall[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Tiwanaku-Kultur und der Gebrauch von Tempeln scheint seinen Höhepunkt von 700 bis 1000 n. Chr. gehabt zu haben. Zu diesem Zeitpunkt könnten das Tempelareal sowie die Umgebung von bis zu 400.000 Menschen bevölkert gewesen sein. Dabei wurde eine umfangreiche Infrastruktur aufgebaut einschließlich eines komplexen Bewässerungssystems, das sich über 80 km² erstreckte. Dadurch wurden Anpflanzungen von Kartoffeln, Quinoa, Mais und anderen Nutzpflanzen ermöglicht. Auf dem Höhepunkt der Tiwanaku-Kultur wurde wahrscheinlich das gesamte Areal um den Titicacasee einschließlich des heutigen Bolivien und Chile dominiert oder zumindest beeinflusst.[59][60]

Anscheinend endete etwa um 1000 n. Chr. diese Zivilisation abrupt. Forscher suchen immer noch nach Antworten, warum dies geschah. Ein wahrscheinliches Szenario beinhaltet eine rapide Klimaveränderung mit extremer Trockenheit. Da die Bewohner nicht in der Lage waren, Nahrungsmittel in ausreichend großen Mengen zu produzieren, wird vermutet, dass die Tiwanaku sich auf die Bergwiesen verteilten um kurz darauf ganz zu verschwinden.[59][60] Es wird außerdem vermutet, dass dies bereits vor der Fertigstellung von Pumapunku geschah.[49]

Atlantis- und Ufo-Enthusiasten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pumapunku ist global bekannt für seine Monumentalstrukturen und Dreh- und Angelpunkt von Büchern und Fernsehsendungen der „alternativen Archäologie“; insbesondere solche über Außerirdische, die einst die Erde besucht haben sollen. Atlantis- und Ufo-Enthusiasten verweisen auf die präzise zugerichteten Steinquader in der Hochebene des Altiplano, die ihrer Ansicht nach Mysterien darstellen.[61] Laut dem Vertreter der Prä-Astronautik Erich von Däniken, der für seine umstrittenen Thesen bekannt ist, stellt Pumapunku ein Überbleibsel außerirdischen Lebens auf der Erde dar.[62] Der Archäologe Alexei Vranich entgegnete den Präastronautikern, dass ein bestätigtes, gut erhaltenes Analogon zu Pumapunku vorliegen würde und es somit möglich wäre, mit diesem soliden Beweisstück, die leicht irritierenden, anhaltenden Behauptungen von Ancient Aliens-Enthusiasten zumindest in einem kleinen Punkt zu widerlegen. Diese würden Pumapunku als bestes Beispiel für außerirdische Technologie ansehen, teilweise basierend auf der Vorstellung, dass es in seiner Form und Gestaltung keine lokalen Vorläufer habe.[63] Es würden nach Vranich Tausende von Websites und Referenzen über Pumapunku existieren, die sich jedoch hauptsächlich auf pseudowissenschaftliche Theorien über verlorene Kontinente und außerirdische Interventionen beziehen würden.[64]

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Pumapunku – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Unexpected finds increase mystery surrounding Tiahuanaco citadel. EFE, abgerufen am 9. Dezember 2020.
  2. Alexei Vranich: Reconstructing ancient architecture at Tiwanaku, Bolivia: the potential and promise of 3D printing. S. 15.
  3. Julia Müller: Cultura como campo para el desarrollo – Kultur in der nachhaltigen Entwicklungsarbeit am Beispiel der präkolumbischen Stätten Tiwanaku und Cuzco. S. 84.
  4. Alexei Vranich: Reconstructing ancient architecture at Tiwanaku, Bolivia: the potential and promise of 3D printing. S. 1.
  5. Alan Kolata: The Tiwanaku: portrait of an Andean civilization. Blackwell, Cambridge 1993, ISBN 1-55786-183-8, S. 99.
  6. Alan Kolata: The Tiwanaku: portrait of an Andean civilization. Blackwell, Cambridge 1993, ISBN 1-55786-183-8.
  7. Maria Longhena, Walter Alva, Marion Pausch: Die Inka: das große Volk der Anden. Karl Müller Verlag, 2002, S. 206.
  8. H. James Birx: Encyclopedia of Anthropology. SAGE Publications, Thousand Oaks, CA 2006 (sagepub.com).
  9. a b c d William H. Isbell: Palaces and Politics in the Andean Middle Horizon. In: Susan Toby Evans, Joanne Pillsbury: Palaces of the Ancient New World. Dumbarton Oaks Research Library and Collection, Washington, D.C. 2004, ISBN 0-88402-300-1, S. 191–246.
  10. a b c d e f A. Vranich: Interpreting the Meaning of Ritual Spaces: The Temple Complex of Pumapunku, Tiwanaku, Bolivia. Dissertation. The University of Pennsylvania, 1999.
  11. a b c d A. Vranich: The Construction and Reconstruction of Ritual Space at Tiwanaku, Bolivia: A.D. 500-1000. In: Journal of Field Archaeology. Band 31, Nr. 2, 2006, S. 121–136.
  12. Alexei Vranich: Reconstructing ancient architecture at Tiwanaku, Bolivia: the potential and promise of 3D printing. S. 4.
  13. a b c d e C. Ponce Sanginés, G. M. Terrazas: Acerca De La Procedencia Del Material Lítico De Los Monumentos De Tiwanaku. (= Academia Nacional de Ciencias de Bolivia. Publication no. 21). La Paz 1970.
  14. a b c Jean-Pierre Protzen, Stella E. Nair: On Reconstructing Tiwanaku Architecture. In: The Journal of the Society of Architectural Historians. Band 59, Nr. 3, 2000, S. 358–371.
  15. Anna Guengerich, John W. Janusek: The Suñawa Monolith and a Genre of Extended-Arm Sculptures at Tiwanaku, Bolivia. Ñawpa Pacha, 2020, S. 4.
  16. E. G. Ernenweini, M. L. Konns: Subsurface Imaging in Tiwanaku’s Monumental Core. Technology and Archaeology Workshop. Dumbarton Oaks Research Library and Collection, Washington, D.C. 2007.
  17. P. R. Williams, N. C. Couture, D. Blom: Urban Structure at Tiwanaku: Geophysical Investigations in the Andean Altiplano. In: J. Wiseman, F. El-Baz (Hrsg.): Remote Sensing in Archaeology. Springer, New York 2007, S. 423–441.
  18. Jean-Pierre Protzen, Stella Nair: The Stones of Tiahuanaco: a study of architecture and construction. (= Cotsen Institute of Archaeology Press. Band 75). 1997, S. 75.
  19. Benjamin W. Roberts, Christopher P. Thornton: Archaeometallurgy in global perspective: methods and syntheses. Springer Science & Business Media, 2014, S. 393. (google.de)
  20. Jean-Pierre Protzen, Stella Nair: The Stones of Tiahuanaco: a study of architecture and construction. (= Cotsen Institute of Archaeology Press. Band 75). 1997, S. 132.
  21. Jean-Pierre Protzen, Stella Nair: The Stones of Tiahuanaco: a study of architecture and construction. (= Cotsen Institute of Archaeology Press. Band 75). 1997, S. 196.
  22. Eugene Robinson: In Bolivia, Great Excavations; Tiwanaku Digs Unearthing New History of the New World. In: The Washington Post. 11. Dez 1990, S. d.01.
  23. Alan Kolata: The Tiwanaku: portrait of an Andean civilization. Blackwell, Cambridge 1993, ISBN 1-55786-183-8, S. 129.
  24. Justin Jennings, Edward R. Swenson: Powerful Places in the Ancient Andes. University of New Mexico Press, 2018, S. 226.
  25. Susan Alt, Timothy R. Pauketat: New Materialisms Ancient Urbanisms. Routledge, 2019, S. 109.
  26. Alexei Vranich: Reconstructing ancient architecture at Tiwanaku, Bolivia: the potential and promise of 3D printing.
  27. Julia Müller: Cultura como campo para el desarrollo – Kultur in der nachhaltigen Entwicklungsarbeit am Beispiel der präkolumbischen Stätten Tiwanaku und Cuzco. S. 84.
  28. Julia Müller: Cultura como campo para el desarrollo – Kultur in der nachhaltigen Entwicklungsarbeit am Beispiel der präkolumbischen Stätten Tiwanaku und Cuzco. S. 84.
  29. Maria Longhena, Walter Alva, Marion Pausch: Die Inka: das große Volk der Anden. Karl Müller Verlag, 2002, S. 206.
  30. Nicholas Tripcevich, Kevin J. Vaughn: Mining and Quarrying in the Ancient Andes: Sociopolitical, Economic, and Symbolic Dimensions. Springer Science & Business Media, 2012, ISBN 978-1-4614-5200-3, S. 71 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche [abgerufen am 20. Mai 2018]).
  31. Julia Müller: Cultura como campo para el desarrollo – Kultur in der nachhaltigen Entwicklungsarbeit am Beispiel der präkolumbischen Stätten Tiwanaku und Cuzco. S. 86.
  32. Alexei Vranich: Reconstructing ancient architecture at Tiwanaku, Bolivia: the potential and promise of 3D printing. S. 6.
  33. Alexei Vranich: Reconstructing ancient architecture at Tiwanaku, Bolivia: the potential and promise of 3D printing. S. 5.
  34. Jean-Pierre Protzen, Stella Nair: Who taught the Inca stonemasons their skills? A comparison of Tiahuanaco and Inca cut-stone masonry. In: The Journal of the Society of Architectural Historians. Band 56, Nr. 2, 1997, S. 146–167. hier: 163.
  35. Eugene Robinson: In Bolivia, Great Excavations; Tiwanaku Digs Unearthing New History of the New World. In: The Washington Post. 11. Dez 1990, S. d.01.
  36. a b c d e f g h Jean-Pierre Protzen, Stella Nair: Who taught the Inca stonemasons their skills? A comparison of Tiahuanaco and Inca cut-stone masonry. In: The Journal of the Society of Architectural Historians. Band 56, Nr. 2, 1997, S. 146–167.
  37. Heather Lechtman: Architectural cramps at Tiwanaku: copper-arsenic-nickel bronze. In: T. Rehren, A. Hauptmann, J. D. Muhly (Hrsg.): Metallurgica antiqua : in honour of Hans-Gert Bachmann and Robert Maddin. Deutsches Bergbau-Museum, Bochum 1998, ISBN 3-921533-60-0, S. 77–92.
  38. H. N. Lechtman: El bronce arsenical y el Horizonte Medio. En Arqueología, antropología e historia en los Andes. In: R. Varón, J. Flores (Hrsg.): Homenaje a María Rostworowski. Instituto de Estudios Peruanos, Lima 1997, S. 153–186.
  39. Julia Müller: Cultura como campo para el desarrollo – Kultur in der nachhaltigen Entwicklungsarbeit am Beispiel der präkolumbischen Stätten Tiwanaku und Cuzco. S. 129.
  40. Alexei Vranich: Reconstructing ancient architecture at Tiwanaku, Bolivia: the potential and promise of 3D printing. S. 15.
  41. Joseph Davidovits, Luis Huaman, Ralph Davidovits: Ancient organo-mineral geopolymer in South-American Monuments: Organic matter in andesite stone. SEM and petrographic evidence. In: Ceramics International. Band 45, Nr. 6, 15. April 2019, S. 7385–7389.
  42. Maria Longhena, Walter Alva, Marion Pausch: Die Inka: das große Volk der Anden. Karl Müller Verlag, 2002, S. 207.
  43. Jean-Pierre Protzen, Stella Nair: Who taught the Inca stonemasons their skills? A comparison of Tiahuanaco and Inca cut-stone masonry. In: The Journal of the Society of Architectural Historians. Band 56, Nr. 2, 1997, S. 146–167. hier: 157.
  44. Jean-Pierre Protzen, Stella Nair: The Stones of Tiahuanaco: a study of architecture and construction. (= Cotsen Institute of Archaeology Press. Band 75). 1997, S. 132.
  45. Jean-Pierre Protzen, Stella Nair: The Stones of Tiahuanaco: a study of architecture and construction. (= Cotsen Institute of Archaeology Press. Band 75). 1997, S. 202.
  46. Jean-Pierre Protzen, Stella Nair: Who taught the Inca stonemasons their skills? A comparison of Tiahuanaco and Inca cut-stone masonry. In: The Journal of the Society of Architectural Historians. Band 56, Nr. 2, 1997, S. 146–167. hier: 163–165.
  47. Alexei Vranich: Reconstructing ancient architecture at Tiwanaku, Bolivia: the potential and promise of 3D printing. S. 14.
  48. Alexei Vranich: Reconstructing ancient architecture at Tiwanaku, Bolivia: the potential and promise of 3D printing. S. 6.
  49. a b c d Margaret Young-Sánchez: Tiwanaku: Ancestors of the Inca. 2004.
  50. Margaret Young-Sanchez: Tiwanaku: Ancestors of the Inca. Denver Art Museum, Denver, CO 2004 (worldcat.org).
  51. Albert Meyers: Tiwanaku-Wari. In: Altamerikanistik : eine Einführung in die Hochkulturen Mittel- und Südamerikas. Reimer, Berlin 1990, ISBN 3-496-00936-5, S. 345.
  52. Jean-Pierre Protzen, Stella E. Nair: On Reconstructing Tiwanaku Architecture. In: The Journal of the Society of Architectural Historians. Band 59, Nr. 3, 2000, S. 358–371. hier: 364.
  53. Jean-Pierre Protzen, Stella E. Nair: On Reconstructing Tiwanaku Architecture. In: The Journal of the Society of Architectural Historians. Band 59, Nr. 3, 2000, S. 358–371. hier: 370.
  54. Jean-Pierre Protzen, Stella E. Nair: On Reconstructing Tiwanaku Architecture. In: The Journal of the Society of Architectural Historians. Band 59, Nr. 3, 2000, S. 358–371. hier: 364.
  55. Stella Nair, Jean-Pierre Protzen: The Stones of Tiahuanaco: A Study of Architecture and Construction. (= Cotsen Institute of Archaeology. Band 75). 2013, S. 133.
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  57. Virginia Morell: Empires Across the Andes. In: National Geographic. Vol. 201, Nr. 6, 2002, S. 106.
  58. Charles Q. Choi: Drugs Found in Hair of Ancient Andean Mummies. In: National Geographic News. 22. Okt 2008, abgerufen am 4. Nov 2011.
  59. a b A. L. Kolata: The Tiwanaku: Portrait of an Andean Civilization. Wiley-Blackwell, New York 1993, ISBN 1-55786-183-8.
  60. a b J. W. Janusek: Ancient Tiwanaku, Cambridge University Press, Cambridge 2008, ISBN 978-0-521-01662-9.
  61. Jeb J. Card: Spooky archaeology: Myth and the science of the past. University of New Mexico Press, 2018, S. 123.
  62. Anja Richter: Die Ausserirdischen kommen in 20 Jahren wieder. In: Die Welt. 22. Mai 2014.
  63. Alexei Vranich: Reconstructing ancient architecture at Tiwanaku, Bolivia: the potential and promise of 3D printing. S. 15.
  64. Alexei Vranich: Reconstructing ancient architecture at Tiwanaku, Bolivia: the potential and promise of 3D printing. S. 18.

Koordinaten: 16° 33′ 42,1″ S, 68° 40′ 47,8″ W