Rayk Anders

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Rayk Anders (* 2. Juni 1987 als Rayk Neubauer in Königs Wusterhausen[1]) ist ein freier Journalist und Webvideoproduzent aus Deutschland.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Fachabitur am städtischen mathematisch-naturwissenschaftlichen Gymnasium in Mönchengladbach im Juni 2006, einem dreimonatigen Lehrgang am School of Audio Engineering in Köln, diversen Praktika z. B. bei Radio 90,1 Mönchengladbach und Explosiv – Das Magazin, seinen Zivildienst beim Berliner Sozialwerk der Johannischen Kirche sowie journalistischen Tätigkeiten z. B. in der Berliner Regionalredaktion von Bild[2][3] absolvierte Anders ein Journalismus-Studium an der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft in Berlin.[4] Unter dem Pseudonym "Freeze" verlas Rayk Anders bereits 2007 für das Rap-Magazin hiphop.de die Nachrichten.[5]

Bei TV Berlin moderierte Anders seine erste Fernsehsendung.[6] Auf verschiedenen Internetplattformen (z. B. YouTube, Facebook und Twitter) publiziert er im Rahmen seines Projektes Armes Deutschland.[7] Hierbei kommentiert er aktuelle Ereignisse aus der Politik.[8] Ende 2015 erschien im ZDF sein Dokumentarfilm Verschwörungstheorien – Leben im Wahn,[9][10] in dem er mit verschiedenen Theorien (z. B. Chemtrails, Reichsbürgerbewegung) aufzuräumen versucht. Seit Herbst 2016 hat er mit Headlinez eine eigene Sendung innerhalb des Online-Medienangebots funk, die sowohl im SWR als auch auf dem Live-Stream-Sender Rocket Beans TV gezeigt wird. Im selben Jahr veröffentlichte Anders sein erstes Buch unter dem Titel Eure Dummheit kotzt mich an im dtv Verlag,[11] welches einige Monate später auch in einer Hörbuch-Version erschien und sich drei Wochen auf der Spiegel-Bestseller-Liste befand.[12] Auch hier nimmt Anders kritisch Stellung gegenüber verschiedenen Verschwörungstheorien und Halbwahrheiten.

Nach einer am 15. September 2017 veröffentlichten Kritik an doppelten Standards der AfD geriet Anders gemäß einem Bericht auf heute+ ins Blickfeld des rechtsradikalen Netzwerks Reconquista Germanica und erhielt innerhalb von nur zwei Tagen zweitausend Hasskommentare zum Video Die AfD und der „Mut zur Wahrheit“ auf seinem YouTube-Kanal.[13][14]

Am 14. Dezember 2016 wählte die NRW-Fraktion der Piratenpartei Deutschland Anders zum Mitglied der 16. Bundesversammlung, die am 12. Februar 2017 Frank-Walter Steinmeier zum zwölften Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland gewählt hat.[15][16]

2017 bis 2018 recherchierte er zusammen mit dem Recherchenetzwerk von funk für den Dokumentarfilm Lösch Dich: So organisiert ist der Hass im Netz über das rechtsextreme Netzwerk Reconquista Germanica.[17]

Der YouTube-Kanal von Rayk Anders verfügte am 11. Mai 2018 über 98.000 Abonnenten sowie über 15,2 Millionen Aufrufe seit seiner Einrichtung am 21. August 2013.[18]

Anders ist verheiratet.[11][19]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rayk Neubauer: Lebenslauf
  2. Laura Gehrmann, Rayk Neubauer: Ihr nervt, ihr Weihnachtsmarkt-Bettler! In: Bild. 04. Dezember 2009.
  3. Rayk Neubauer, Franziska Wille: Hamburger Agentur kauft Omas Aktfotos. In: Bild. 16. Oktober 2009.
  4. Immatrikulationsfeier SoSo 2012 (Memento vom 25. Februar 2018 im Webarchiv archive.is) auf Facebook. HMKW. 11. April 2012.
  5. Jonas Kielmann: Ex-Hiphop.de-Mitarbeiter Rayk Anders veröffentlicht Bestseller. In: Hiphop.de. 15. Oktober 2016 (hiphop.de [abgerufen am 18. Juni 2018]).
  6. Armes Deutschland – Rayk Anders. In: Kultur- und Kreativpiloten Deutschland. 2014
  7. Sabine Peschel: Rayk Anders plädiert meinungsstark gegen Hetze und Angst. In: Deutsche Welle. 19. September 2017, abgerufen am 25. Februar 2018.
  8. Videonachrichten mit Rayk Anders: Youtuber erklärt Rechten und Hooligans sein "Armes Deutschland". In: rp-online.de, 21. November 2014
  9. Verschwörungstheorien – Leben im Wahn. In: ZDFinfo. Abgerufen am 14. November 2016.
  10. Timo Nöthling: „Verschwörungstheorien sind gruselig und Leute lieben es, sich zu gruseln“. In: Quotenmeter.de. 19. Juli 2017.
  11. a b Islamkritiker, eure Dummheit kotzt mich an. In: Münchner Merkur. 30. Januar 2017.
  12. Eure Dummheit kotzt mich an. In: Buchreport. Abgerufen am 12. Februar 2017.
  13. Wahlkampf: Wo sich die Rechte sammelt. In: heute. 20. September 2017. (nicht mehr abrufbar) Version vom 25. November 2017 im Internet Archive [1]
  14. Rayk Anders: Die AfD und der „Mut zur Wahrheit“ auf YouTube. 15. September 2017.
  15. Gauck-Nachfolge: Steinmeier zum Bundespräsidenten gewählt. In: Spiegel Online. 12. Februar 2017, abgerufen am 12. Februar 2017.
  16. Piratenpartei nominiert YouTuber für die Bundesversammlung. Piratenpartei Deutschland, 14. Dezember 2016, abgerufen am 19. Dezember 2016.
  17. „funk“-Doku über Troll-Netzwerk „Reconquista Germanica“: Wie Rechtsextreme Hass im Netz organisieren, swr.de, SWR 2, 26. April 2018
  18. Rayk Anders auf YouTube, abgerufen am 11. Mai 2018
  19. Rayk Anders: Eure Dummheit kotzt mich an! Wie Bullshit unser Land vergiftet. dtv Verlagsgesellschaft München 2016. ISBN 978-3-423-43012-8, S. 78 (eingeschränkte Vorschau)