Richford (Vermont)

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Richford
Wheeler Housegelistet im National Register of Historic Places.
Wheeler House
gelistet im National Register of Historic Places.
Lage in Vermont
Richford (Vermont)
Richford
Richford
Basisdaten
Gründung: 21. August 1780
Staat: Vereinigte Staaten
Bundesstaat: Vermont
County:

Franklin County

Koordinaten: 44° 59′ N, 72° 39′ WKoordinaten: 44° 59′ N, 72° 39′ W
Zeitzone: Eastern (UTC−5/−4)
Einwohner: 2.308 (Stand: 2010)
Bevölkerungsdichte: 20,6 Einwohner je km2
Fläche: 112,1 km2 (ca. 43 mi2)
davon 112,0 km2 (ca. 43 mi2) Land
Höhe: 286 m
Postleitzahl: 05476
Vorwahl: +1 802
FIPS: 50-59125
GNIS-ID: 1462185
Website: RichfordVT.comVorlage:Infobox Ort in den Vereinigten Staaten/Wartung/FormatierteWebsite

Richford[1] ist eine Town im Franklin County des Bundesstaates Vermont in den Vereinigten Staaten mit 2308 Einwohnern (laut Volkszählung 2010)[2]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Richford liegt im Nordosten des Franklin Countys, nahe der kanadischen Grenze in den nördlichen Ausläufern der Green Mountains und wird vom Missisquoi River durchflossen, der hier aus Kanada wechselt. Auf dem Gebiet der Town gibt es wenige, kleinere Seen, der größte ist der Guillmettes Pond. Das Gebiet der Town ist hügelig, die höchste ist der 354 m hohe Hardwood Hill.[3]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle Entfernungen sind als Luftlinien zwischen den offiziellen Koordinaten der Orte aus der Volkszählung 2010 angegeben.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Richford gibt es drei Siedlungsgebiete, das Village Richford, East Richford und Stevens Mills.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die mittlere Durchschnittstemperatur in Richford liegt zwischen −11,7 °C (11° Fahrenheit) im Januar und 18,3 °C (65° Fahrenheit) im Juli. Damit ist der Ort gegenüber dem langjährigen Mittel der USA um etwa 9 Grad kühler. Die Schneefälle zwischen Mitte Oktober und Mitte Mai liegen mit mehr als zwei Metern etwa doppelt so hoch wie die mittlere Schneehöhe in den USA. Die tägliche Sonnenscheindauer liegt am unteren Rand des Wertespektrums der USA, zwischen September und Mitte Dezember sogar deutlich darunter.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Grant für Richford wurde durch Thomas Chittenden und der Vermont Republic am 13. März 1780 ausgerufen. Zusammen mit fünf weiteren Orten der Umgebung, um Geld für die Armee Vermonts zu erwirtschaften. Dazu wurde das Land in Parzellen eingeteilt und an Siedler verkauft. Der Grant wurde am 21. August 1780 an Jonathan Wells und weiteren vergeben.[5] 1795 wurde von Joseph Stanhope das erste Stück Land in Besitz genommen und Hugh und Marry Miller mit ihren Familien waren die ersten Siedler.[6] Die konstituierende Versammlung der Town fand am 30. März 1799 statt.[5]

Die Bewohner verdienen ihr Geld in erster Linie in der Land- und Forstwirtschaft sowie diversen handwerklichen Betrieben; Großindustrie ist in Richford nicht angesiedelt. Seit den 1970er Jahren versucht der Ort mit einigem Erfolg, ein touristisches Erholungszentrum zu werden. Dafür wurden insbesondere verschiedene Trails, die alle vier Jahreszeiten touristisch abdecken und zum Teil auch über die Staatsgrenze führen, eingerichtet. Auch Wildwasser- und Kanufahrten auf dem Missisquoi River wurden eingerichtet.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Stadt sind vier Kirchengemeinden ansässig: Die Baptisten, die episkopale Kirche, die römisch-katholische Kirche und die Methodisten.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Volkszählungsergebnisse[7] - Town of Highgate, Vermont
Jahr 1800 1810 1820 1830 1840 1850 1860 1870 1880 1890
Einwohner 113 440 440 704 914 1074 1338 1481 1818 2196
Jahr 1900 1910 1920 1930 1940 1950 1960 1970 1980 1990
Einwohner 2421 2907 2842 2544 2646 2643 2316 2116 2206 2178
Jahr 2000 2010 2020 2030 2040 2050 2060 2070 2080 2090
Einwohner 2321 2308

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

East Richford Border Station

Von der kanadischen Grenze im Nordosten verläuft in Richtung Enosburgh im Südwesten die Vermont Route 105 entlang des Missisquoi Rivers. Im Village Richford zweigt in nördlicher Richtung zur kanadischen Grenze die Vermont Route 139 ab. Die nächste Station der Amtrak findet sich in St. Albans.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Northwestern Medical Center in St. Albans ist das nächstgelegene Krankenhaus für die Bewohner der Town.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Richford gehört mit Bakersfield, Berkshire, Enosburgh und Montgomery zur Franklin Northeast Supervisory Union[8] Die Richford Elementary School bietet Schulklassen vom Kindergarten bis zum sechsten Schuljahr.[9] Außerdem die Richford Junior Senior High School.[10]

Größere Colleges finden sich in Colchester und Winooski; der nächstgelegene Standort einer Universität ist Burlington.

Die A A Brown Library wurde am 1895 gegründet. Der Farmer und Holzfäller Arvin A. Brown hinterließ der Bevölkerung und der Town seinen Besitz. Zunächst in der Main Street beheimatet, zog im Jahr 1915 die Bibliothek in die heutige Town Hall. Als die Bibliothek wuchs und mehr Raum benötigte, wurde im Jahr 1984 das heutige Gebäude bezogen.[11]

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zadock Thompson: History of Vermont, natural, civil and statistical, in three parts. 3. Band. Chauncey Goodrich, Burlington 1842, S. 148 f. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  • Abby Maria Hemenway: The Vermont historical Gazetteer, Band 2. Burlington 1870, S. 278 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Richford, Vermont – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Richford im Geographic Names Information System des United States Geological Survey, abgerufen am 17. März 2012
  2. Einwohnerdaten aus dem US-Census von 2010 im American Factfinder
  3. Hardwood Hill auf Peakery.com,abgerufen am 14. Mai 2017
  4. Richford auf dem Portal City Daty, abgerufen am 14. Mai 2017
  5. a b Zadock Thompson: History of Vermont, Natural, Civil, and Statistical, Seite 148, abgerufen am 14. Mai 2017
  6. Town of Richfors, abgerufen am 14. Mai 2017
  7. Einwohnerzahl 1800–2010 laut Volkszählungsergebnissen
  8. Franklin Northeast Supervisory Union abgerufen am 14. Mai 2017
  9. Richford Elementary School, abgerufen am 14. Mai 2017
  10. Richford Junior Senior High School, abgerufen am 14. Mai 2017
  11. A A Brown Library, abgerufen am 14. Mai 2017