Ringwall Altes Schloss (Drügendorf)

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Ringwall Altes Schloss
Entstehungszeit: Frühmittelalterlich
Burgentyp: Ringwall, Spornlage
Erhaltungszustand: Burgstall, Ringwall mit teilweisem Außengraben erhalten
Ort: Eggolsheim-Drügendorf-„Schlossberg“
Geographische Lage 49° 47′ 57,8″ N, 11° 7′ 20,6″ OKoordinaten: 49° 47′ 57,8″ N, 11° 7′ 20,6″ O
Höhe: 493,4 m ü. NN
Ringwall Altes Schloss (Bayern)
Ringwall Altes Schloss

Der kleine Ringwall Altes Schloss ist eine abgegangene frühmittelalterliche Befestigungsanlage auf einem von der sogenannten Mirsberger Höhe auf der Langen Meile in das Tal des Eggerbaches ragenden Bergzunge, dem sogenannten Schlossberg. Sie liegt auf 493,4 m ü. NN rund 935 Meter südsüdöstlich der katholischen Pfarrkirche St. Margaretha von Drügendorf in der oberfränkischen Gemeinde Eggolsheim in Bayern, Deutschland. Über diese Wallburg sind keine geschichtlichen und archäologischen Informationen bekannt, Funde, die die Anlage datieren könnten, fehlen bislang. Nach der Typologie der Befestigung wird sie in karolingisch-ottonische Zeit datiert. Erhalten hat sich von der Anlage nur ein Ringwall mit teilweisem Außengraben, die Stelle ist als Bodendenkmal Nummer D-4-6132-0125: „Frühmittelalterliche Ringwallanlage“[1] geschützt.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ringwall befindet sich auf einer sich nach Westen erstreckenden Bergzunge, die etwa 180 Höhenmeter über dem Talboden liegt.[2] Die ovale, 55 mal 35 Meter große Innenfläche der Befestigung wird an allen Seiten von einem Ringwall umschlossen, wobei dieser Wall an der steil abfallenden West- und Nordwestseite bogenförmig verläuft und an der Ost- und Südseite als dreimal umbiegender Abschnittswall gebildet ist. An der Ostseite ist der Wall noch etwa zwei Meter hoch und zehn Meter breit. Im Wallring sind die Reste einer Trockenmauer enthalten. Als weiteres Annäherungshindernis wurde dem Ringwall an der leicht ansteigenden Ostseite zusätzlich ein Graben vorgelagert, der im Norden und im Süden an den jeweiligen Hangkanten ausläuft. Der frühere Zugang lag an der Südwestseite der Anlage, der Wall setzt dort wenige Meter aus.[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rainer Hofmann (Bearb.): Führer zu archäologischen Denkmälern in Deutschland, Band 20: Fränkische Schweiz. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1990, ISBN 3-8062-0586-8, S. 153–154.
  • Björn-Uwe Abels: Führer zu archäologischen Denkmälern in Bayern, Franken Band 2: Archäologischer Führer Oberfranken. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1986, ISBN 3-8062-0373-3, S. 127 und 128.
  • Klaus Schwarz: Die vor- und frühgeschichtlichen Geländedenkmäler Oberfrankens. (Materialhefte zur bayerischen Vorgeschichte, Reihe B, Band 5). Verlag Michael Lassleben, Kallmünz 1955, S. 73.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Denkmalliste für Eggolsheim (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege (PDF; 161 kB)
  2. Lage des Ringwalles im Bayern Atlas
  3. Quelle Beschreibung: Björn-Uwe Abels: Führer zu archäologischen Denkmälern in Bayern, Franken Band 2: Archäologischer Führer Oberfranken, S. 127