Rybno (Powiat Działdowski)

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Rybno
Wappen von Rybno
Rybno (Polen)
Rybno
Rybno
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Ermland-Masuren
Powiat: Działdowo
Geographische Lage: 53° 23′ N, 19° 56′ OKoordinaten: 53° 22′ 58″ N, 19° 55′ 40″ O
Einwohner: 2558 (2004)
Postleitzahl: 13-220
Telefonvorwahl: (+48) 23
Kfz-Kennzeichen: NDZ
Wirtschaft und Verkehr
Schienenweg: Działdowo–Iława
Gmina
Gminatyp: Landgemeinde
Gminagliederung: 24 Ortschaften
20 Schulzenämter
Fläche: 147,46 km²
Einwohner: 7319
(31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 50 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 2803062
Verwaltung
Bürgermeister: Tomasz Węgrzynowski
Adresse: ul. Lubawska 15
13-220 Rybno
Webpräsenz: www.gminarybno.pl



Rybno [ˈrɨbnɔ] (deutsch: Rybno, früher Ribno, vor 1945 auch Rübenau) ist ein Dorf und Sitz der gleichnamigen Gemeinde im Powiat Działdowski (Kreis Soldau) der polnischen Wojewodschaft Ermland-Masuren.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf liegt an der Grenze zwischen den historischen Regionen Westpreußen und Ostpreußen auf westpreußischer Seite, etwa 24 Kilometer nordwestlich der Stadt Soldau (Działdowo) und 61 Kilometer südwestlich von Allenstein (Olsztyn). Das Dorf Koszelewy (Koschlau) im Südosten auf ostpreußischer Seite ist etwa sieben Kilometer entfernt.

Ribno in Westpreußen, südwestlich von Allenstein, westlich von Neidenburg und nordwestlich von Soldau, auf einer Landkarte von 1908

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1789 wird Rybno als ein an einem See gelegenes königliches Dorf mit 31 Feuerstellen (Haushaltungen) bezeichnet, das zum Domänenamtsbezirk Löbau gehört.[2] Das Dorf Rybno gehörte bis zum Ende des Ersten Weltkriegs zum Kreis Löbau in der preußischen Provinz Westpreußen des Deutschen Reichs.

Nach Ende des Ersten Weltkriegs musste der Kreis Löbau mit dem Dorf Rybno aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags zum Zweck der Einrichtung des Polnischen Korridors an Polen abgetreten werden.

Als Folge des Polenfeldzugs 1939 kam das entnommene Territorium an das Reichsgebiet zurück, und der Kreis Löbau mit Rybno gehörte bis 1945 zum Reichsgau Danzig-Westpreußen. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Region im Januar 1945 von der Roten Armee besetzt. Soweit sie nicht geflohen waren, wurden die deutschen Dorfbewohner in der Folgezeit von der örtlichen polnischen Verwaltungsbehörde aus Rybno vertrieben.

Bevölkerungsentwicklung bis 1945[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner Anmerkungen
1816 132 [3]
1852 419 [4]
1864 523 davon 10 Evangelische und 513 Katholiken[5]
1905 937 [6]

Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Landgemeinde Rybno gehören 20 Ortsteile (deutsche Namen amtlich bis 1945)[7] mit einem Schulzenamt:

  • Dębień (Eichwalde)
  • Grabacz (Grabacz)
  • Gralewo Stacja
  • Grądy (Grunden)
  • Gronowo (Gronau)
  • Hartowiec (Hartowitz)
  • Jeglia (Jeglia)
  • Kopaniarze (Kopaniarze)
  • Koszelewki (Klein Koschlau)
  • Koszelewy (Groß Koschlau)
  • Naguszewo (Naguszewo)
  • Nowa Wieś (Neudorf)
  • Prusy (Preußen)
  • Rapaty (Marienhain)
  • Rumian (Rumian)
  • Rybno (Rübenau)
  • Szczupliny (Sczuplienen)
  • Truszczyny (Truszczyn)
  • Tuczki (Tautschken)
  • Żabiny (Seeben)

Weitere Ortschaften der Gemeinde sind Groszki (Groschken), Kostkowo (Kosten), Lesiak (Leschaken, 1938–1945 Preußenwall) und Wery (Werry).

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit April 2018 besteht eine Städtefreundschaft mit der Gemeinde DeutschlandDeutschland Heiden.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2016. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF-Dateien; 5,19 MiB), abgerufen am 29. September 2017.
  2. Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil II: Topographie von West-Preussen. Marienwerder 1789, Volständige Topographie vom West-Preußischen Cammer-Departement, S. 192.
  3. Alexander August Mützell, Leopold Krug: Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preussischen Staats. Band 4: P–S. Halle 1823, S. 194, Ziffer 3407.
  4. Kraatz: Topographisch-statistisches Handbuch des Preußischen Staats. Berlin 1856, S. 529.
  5. E. Jacobson: Topographisch-statistisches Handbuch für den Regierungsbezirk Marienwerder. Danzig 1868, S. 94–95, Ziffer 156.
  6. http://gov.genealogy.net/item/show/RYBBNOJO93XJ
  7. Das Genealogische Orts-Verzeichnis