SPD Nordrhein-Westfalen

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SPD Nordrhein-Westfalen
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100 Jahre GAG - Festakt im Historischen Rathaus Köln-5815.jpg
Michael Groschek 
Logo SPD LV Nordrhein-Westfalen.svg
Basisdaten
Gründungsdatum: 15. Dezember 1970
Gründungsort: Dortmund
Vorsitzender: Michael Groschek
Stellvertreter: Britta Altenkamp
Marc Herter
Elvan Korkmaz
Jochen Ott
Schatzmeister: Norbert Römer
Generalsekretärin: Svenja Schulze
Parlamentsmandate:
69/199
Mitglieder: 110.000 (27. Juni 2016)[1]
Website: nrwspd.de

Die SPD Nordrhein-Westfalen (offiziell abgekürzt NRWSPD; offizieller Vollname Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD), Landesverband Nordrhein-Westfalen[2]) bildet mit 110.000 Mitgliedern den größten Landesverband der SPD. Vorsitzender ist seit dem 10. Juni 2017 Michael Groschek; das Amt der Generalsekretärin hat ebenfalls seit 2017 Svenja Schulze inne.[3] Im Landtag stellt die SPD mit 69 Abgeordneten[4] die zweitgrößte Fraktion nach der CDU. Seit dem 14. Juli 2010 stellt sie die Ministerpräsidentin und führt ab Sommer 2017 mit Bildung einer schwarz-gelben Landesregierung voraussichtlich die Opposition im Landtag an.[5]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wahlkampf mit der SPD-Bundespolitikerin Andrea Nahles (zweite von rechts) in Duisburg

Neben den vier Bezirksorganisationen wurde der Landesverband auf dem ersten Landesparteitag 1970 in Dortmund gegründet.

Die Partei stellte teilweise in Koalitionen mit der FDP oder den Grünen, teilweise in Alleinregierung die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen. In dieser Zeit stellte die SPD den Ministerpräsidenten:

Struktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landespartei organisiert sich in Bezirksverbänden, die sich Regionen nennen:

Unterhalb der Bezirke bestehen 54 Unterbezirke (Kreisverbände und Stadtverbände) und zirka 1.400 Ortsvereine.

Vorsitzende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johannes Rau (1986)
Jahren Vorsitzender
1970–1973 Heinz Kühn
1973–1977 Werner Figgen
1977–1998 Johannes Rau
1998–2001 Franz Müntefering
2001–2005 Harald Schartau
2005–2007 Jochen Dieckmann
2007–2017 Hannelore Kraft
seit Juni 2017[6] Michael Groschek

Wahlergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Zweiten Weltkrieg stiegen die Kommunalwahlergebnisse der NRW SPD von 33,4 % (1946) bis auf 46,6 % (1964) an. Seit 1964 sanken sie bis auf ihr bis dahin tiefstes Ergebnis 2004 mit 31,7 %. Bei der Kommunalwahl am 30. August 2009 lag die Partei mit einem Stimmenanteil von 29,4 % erstmals unter der 30-Prozent-Marke.

Vorlage:Zeitleiste Wähleranteil Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen seit 1946 Räte der kreisfreien Städte und Kreistage


Landtagswahlergebnisse der SPD[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

www.wahlergebnisse.nrw.de/..


Landtagswahlergebnisse[7][8][9]
Jahr Stimmen Sitze Spitzenkandidat
1947 32,0 % 64 Fritz Henßler
1950 32,3 % 68 Fritz Henßler
1954 34,5 % 76 Fritz Steinhoff
1958 39,2 % 81 Fritz Steinhoff
1962 43,3 % 90 Heinz Kühn[10]
1966 49,5 % 99 Heinz Kühn
1970 46,1 % 94 Heinz Kühn
1975 45,1 % 91 Heinz Kühn
1980 48,4 % 106 Johannes Rau
1985 52,1 % 125 Johannes Rau
1990 50,0 % 123 Johannes Rau
1995 46,0 % 108 Johannes Rau
2000 42,8 % 102 Wolfgang Clement
2005 37,1 % 74 Peer Steinbrück
2010 34,5 % 67 Hannelore Kraft
2012 39,1 % 99 Hannelore Kraft
2017 31,2 % 69 Hannelore Kraft

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dieter Düding: Zwischen Tradition und Innovation. Die sozialdemokratische Landtagsfraktion in Nordrhein-Westfalen 1946–1966, Bonn 1995.
  • Dieter Düding: Volkspartei im Landtag. Die sozialdemokratische Landtagsfraktion in Nordrhein-Westfalen als Regierungsfraktion 1966–1990, Bonn 1998.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Veröffentlichung der Partei
  2. Satzung der NRWSPD i. d. F. v. 27. September 2014
  3. NRW: SPD wählt Michael Groschek zum Landesparteichef, abgerufen am 10. Juni 2017 auf zeit-online
  4. siehe auch Liste der Mitglieder des Landtages Nordrhein-Westfalen (17. Wahlperiode)
  5. NRW: SPD wählt Michael Groschek zum Landesparteichef, abgerufen am 10. Juni 2017 auf zeit-online
  6. zeit.de
  7. Ergebnisse der Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen
  8. Ergebnisse der Landtagswahlen 1950 bis 2005 bei der Landeswahlleiterin des Landes Nordrhein-Westfalen
  9. Detaillierte Ergebnisse der Landtagswahl 2010 bei der Landeswahlleiterin des Landes Nordrhein-Westfalen
  10. Westfälische Geschichte