Bündnis 90/Die Grünen Nordrhein-Westfalen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Bündnis 90/Die Grünen Nordrhein-Westfalen
Bündnis 90 - Die Grünen Logo.svg
Vorsitzende Felix Banaszak
Mona Neubaur
Schatz­meisterin Anja von Marenholtz
Geschäfts­führer Raoul Roßbach
Gründungs­datum 16. Dezember 1979[1]
Gründungs­ort Hersel
Hauptsitz Oststraße 41–43
40211 Düsseldorf
Landtagsmandate
14/199
Mitglieder­zahl 25.000 (Stand: November 2021)[2]
Website www.gruene-nrw.de

Bündnis 90/Die Grünen Nordrhein-Westfalen ist ein Landesverband der Bundespartei Bündnis 90/Die Grünen. Vorsitzende sind Mona Neubaur und Felix Banaszak.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Grünen sind in Nordrhein-Westfalen in 53 Kreisverbänden organisiert. Sie haben rund 300 Ortsverbände. Die Parteizentrale liegt in Düsseldorf.

Mona Neubaur und Felix Banaszak bei der Landesdelegiertenkonferenz 2020 in Dortmund.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 16. Dezember 1979 um 17:10 Uhr gründete sich in Hersel bei Bonn der Landesverband der nordrhein-westfälischen Grünen. Sie entstanden in Nordrhein-Westfalen aus der Ökologie-, der Friedens- und der Frauenbewegung. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten unter anderem Frank Asbeck, Petra Kelly, Gert Bastian, Wilhelm Knabe sowie auch der spätere NRW-Bauminister Michael Vesper.[3]

Mit der Gründung der Landespartei war es möglich, zu der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen 1980 anzutreten. Für den Einzug in den NRW-Landtag reichte es mit den 3,0 % der abgegebenen Stimmen aber nicht.

Vier Jahre später erhielten sie bei der Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen 1984 landesweit 9,1 % der Stimmen. Etwa 1.300 Mandate in Stadt- und Gemeinderäten, Bezirksvertretungen und Kreistagen wurden nun von Grünen wahrgenommen. Damals hatte die Partei 8.000 Mitglieder.

1990er und Regierungsbeteiligung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1990 zogen die NRW-Grünen – mit 5,0 % denkbar knapp – in den Düsseldorfer Landtag ein. Die ersten fünf Jahre betrieben die 12 Abgeordneten der Grünen Oppositionspolitik gegen die SPD-Alleinregierung im Land. Fünf Jahre später konnten sie mit 10 % der Stimmen und einer doppelt so großen Fraktion die absolute SPD-Mehrheit brechen und damit den Weg für eine rot-grüne Koalition freimachen. Bis zu den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen 2005 gab es dann in Düsseldorf zwei aufeinanderfolgende Rot-Grüne Koalitionen. Vertreten wurde die rot-grüne Landesregierung auf Grüner Seite durch die ehemaligen Vorstandsmitglieder der ersten Landtagsfraktion Bärbel Höhn (Ministerin für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz) und Michael Vesper (Stellvertretender Ministerpräsident und Minister für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport). Bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen 2005 erhielt die Partei 6,2 % der Stimmen. 2000 hatten sie noch 7,1 % erhalten.

Abermalige Opposition[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem Verlust der rot-grünen Mehrheit bei den Landtagswahlen 2005 waren die Grüne Partei und die Fraktion (11 Abgeordnete) erneut in die Oppositionsrolle zurückgekehrt. Seit 2008 war ein Mitgliederzuwachs zu beobachten.

Erneute Regierungsbeteiligung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Landtagswahl 2010 erreichte die Partei mit Spitzenkandidatin Sylvia Löhrmann 12,1 % der Zweitstimmen und konnte 23 Mandate erringen. Nach der Bildung einer rot-grünen Minderheitsregierung unter der SPD-Spitzenfrau Hannelore Kraft wurde Löhrmann zur stellvertretenden Ministerpräsidentin und Ministerin für Schule und Weiterbildung ernannt. Daneben wurden Barbara Steffens als Gesundheitsministerin und Johannes Remmel als Umweltminister vereidigt. 2012 setzte die rot-grüne Koalition aus SPD und Grünen ihre Regierungsarbeit mit errungener Mehrheit fort.

Während der Regierungszeit erreichte der Landesverband einen Mitgliederrekord.

GRÜNE NRW feiern Wahlergebnis bei der Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen am 13. September 2020

Opposition ab 2017[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Landtagswahl 2017 sind die Grünen Nordrhein-Westfalen erneut Oppositionspartei. Bei den Europawahlen 2019 entfielen landesweit 23,2 Prozent der Stimmen auf die Partei[4] Bei den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen 2020 erreichte die Partei 20 Prozent der Stimmen und stellt seitdem die Oberbürgermeisterinnen in Bonn und Aachen sowie den Oberbürgermeister in Wuppertal.[5] 2021 stellt die Partei eine "Rekord-Liste" für die Bundestagswahl in Berlin auf und bekräftigen stärkste Kraft im Land werden zu wollen.[6]

Wahlergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

www.wahlergebnisse.nrw.de/..
Sylvia Löhrmann stellt sich in einer Straßenbahn der Presse
Landtagswahlergebnisse
Legislaturperiode Ergebnis Sitze Frauenanteil
9. (1980–1985) 11. Mai 1980 3,0 %
10. (1985–1990) 12. Mai 1985 4,6 %
11. (1990–1995) 13. Mai 1990 5,0 % 12 50 %
12. (1995–2000) 14. Mai 1995 10,0 % 24 50 %
13. (2000–2005) 14. Mai 2000 7,1 % 17 52,94 %
14. (2005–2010) 22. Mai 2005 6,2 % 12 50 %
15. (2010–2012) 9. Mai 2010 12,1 %[7] 23 52,17 %
16. (2012–2017) 13. Mai 2012 11,3 %[8] 29 48,28 % (seit März 2013)[9][10]
17. (seit 2017) 14. Mai 2017 6,4 %[11] 14 50 %[12]
Kommunalwahlergebnisse
Gemeinderäte Nordrhein-Westfalen 1984 8,2 %
Gemeinderäte Nordrhein-Westfalen 1989 8,3 %
Gemeinderäte Nordrhein-Westfalen 1994 10,2 %
Gemeinderäte Nordrhein-Westfalen 1999 7,3 %
Gemeinderäte Nordrhein-Westfalen 2004 10,3 %
Gemeinderäte Nordrhein-Westfalen 2009 12,0 %
Gemeinderäte Nordrhein-Westfalen 2014 11,7 % [13]
Gemeinderäte Nordrhein-Westfalen 2020 20 % [14]
Bundestagswahlergebnisse
Bundestagswahl Nordrhein-Westfalen 1980 1,2 %
Bundestagswahl Nordrhein-Westfalen 1983 5,2 %
Bundestagswahl Nordrhein-Westfalen 1987 7,5 %
Bundestagswahl Nordrhein-Westfalen 1990 4,3 %
Bundestagswahl Nordrhein-Westfalen 1994 7,4 %
Bundestagswahl Nordrhein-Westfalen 1998 6,9 %
Bundestagswahl Nordrhein-Westfalen 2002 8,9 %
Bundestagswahl Nordrhein-Westfalen 2005 7,6 %
Bundestagswahl Nordrhein-Westfalen 2009 10,1 %
Bundestagswahl Nordrhein-Westfalen 2013 8,0 %
Bundestagswahl Nordrhein-Westfalen 2017 7,6 % [15]
Landesergebnisse bei Europawahlen
Europawahl Nordrhein-Westfalen 1979 3,0 %
Europawahl Nordrhein-Westfalen 1984 8,0 %
Europawahl Nordrhein-Westfalen 1989 7,9 %
Europawahl Nordrhein-Westfalen 1994 11,2 %
Europawahl Nordrhein-Westfalen 1999 7,1 %
Europawahl Nordrhein-Westfalen 2005 12,6 %
Europawahl Nordrhein-Westfalen 2009 12,5 %
Europawahl Nordrhein-Westfalen 2014 10,1 % [16]
Europawahl Nordrhein-Westfalen 2019 23,2 % [4]

Grüne Fraktion NRW[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Landtag Nordrhein-Westfalen

Die Grüne Fraktion NRW ist die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Landtag Nordrhein-Westfalen. In der aktuellen 17. Wahlperiode (seit 2017) stellt die Grüne Fraktion 14 Abgeordnete im Landtag NRW. Nach einer rot-grünen Regierung von 2010 bis 2017 sind die Grünen seit 2017 Oppositionspartei.

Vorstand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Oktober 2020 haben die Grünen Abgeordneten bei ihrer turnusgemäß anstehenden Vorstandswahl Josefine Paul und Verena Schäffer zu ihren Vorsitzenden gewählt. Die Parlamentarische Geschäftsführung übernimmt seitdem Mehrdad Mostofizadeh. Stellvertretende Vorsitzende sind Wibke Brems (zudem Fraktionsgeschäftsführerin) und Arndt Klocke.

Legislaturperiode Vorsitzende/r
11. (1990 – 1995) Bärbel Höhn
12. (1995 – 2000) Gisela Nacken und Roland Appel
12. (1999 – 1999) Christiane Bainski und Roland Appel
12. (1999 – 2000) Sylvia Löhrmann und Roland Appel
13. (2000 – 2005) Sylvia Löhrmann
14. (2005 – 2010) Sylvia Löhrmann
15. (2010 – 2012) Reiner Priggen
16. (2012 – 2015) Reiner Priggen
16. (2015 – 2017) Mehrdad Mostofizadeh
17. (2017 – 2020) Monika Düker und Arndt Klocke
17. (2020 bis heute) Josefine Paul und Verena Schäffer

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das oberste beschlussfassende Organ der Grünen Fraktion ist die Fraktionssitzung. Daran nehmen die Abgeordneten und alle Mitarbeiter der Fraktion teil. Sie findet in der Regel wöchentlich statt. In Beratungen, Abstimmungen und Wahlen entscheidet sie über die Politik der Grünen Landtagsfraktion. Dazu zählen Diskussion und Abstimmungen über die parlamentarische Arbeit im Landtag NRW, Anträge und Gesetzentwürfe, die Einrichtung von Arbeitskreisen oder die Verteilung von Aufgabenbereichen.

Grundsätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trennung von Amt und Mandat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Grünes Prinzip ist die Trennung von Amt und Mandat. Gemäß diesem Grundsatz legten Sylvia Löhrmann, Barbara Steffens und Johannes Remmel nach der vorgezogenen Landtagswahl 2012 ihr Mandat als Landtagsabgeordnete nieder, um die Landesministerien zu übernehmen. Für sie rückten drei neue Abgeordnete in den Landtag nach. Eine Ausnahme bildete die Zeit während der Minderheitsregierung von 2010 bis 2012, als wegen der unsicheren neuen Situation eine Verabredung getroffen wurde, dass die Minister auch Mitglieder ihrer Fraktion im Landtag bleiben.

Frauenquote[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Satzung von Bündnis 90/Die Grünen legt fest, dass mindestens die Hälfte der Listenplätze für Frauen reserviert ist. Die Zahl der weiblichen Landtagsabgeordneten der Grünen Fraktion NRW lag in der 11., 12. und 14. Legislaturperiode genau bei 50 Prozent. In der 13. und 15. Legislatur lag sie sogar darüber. In der laufenden Wahlperiode liegt sie mit 42,8 Prozent knapp unter 50 Prozent. Das liegt daran, dass mit Sylvia Löhrmann und Barbara Steffens zwei Frauen nach der Landtagswahlniederlage aus der Fraktion ausgeschieden sind, aufgrund der Listenplatzvergabe ein Mann (gerade Listenplätze) und eine Frau (ungerader Listenplatz) in die Fraktion nachgerückt sind.

Transparenz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Grüne Fraktion NRW veröffentlicht regelmäßig alle Nebeneinkünfte ihrer Abgeordneten. Auch in dieser Legislatur haben wieder alle Abgeordneten die Selbstverpflichtung zur Veröffentlichung ihrer Einkünfte unterzeichnet. Die Einkünfte sind auf der Homepage der Grünen Fraktion einsehbar.[17]

Mitglieder der Fraktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fraktionsmitglieder der 17. Wahlperiode sind[18]:

Name Zuständigkeit für die Wahlkreise Sprecher*In
Aymaz, Berivan Köln

Rheinisch-Bergischer Kreis

Oberbergischer Kreis

Leverkusen

Sprecherin für Integrationspolitik, Flüchtlingspolitik und Internationales/Eine Welt
Becker, Horst Rhein-Sieg-Kreis

Bonn

Euskirchen

Parlamentarischer Staatssekretär i. R., Sprecher für Wirtschaftspolitik und Landesplanung
Beer, Sigrid Paderborn

Höxter

Sprecherin für Bildung, Petitionen und Religionspolitik
Bolte-Richter, Matthias Bielefeld

Minden-Lübbecke

Lippe

Sprecher für Wissenschaft, Innovation, Digitalisierung und Datenschutz
Brems, Wibke Gütersloh

Herford

Stellv. Fraktionsvorsitzende, Fraktionsgeschäftsführerin,

Sprecherin für Klimaschutz- und Energiepolitik, Bergbausicherheit und Anti-Atom-Politik

Düker, Monika Düsseldorf

Wuppertal

Remscheid

Solingen

Sprecherin für Haushalts- und Finanzpolitik
Engstfeld, Stefan Düsseldorf

Mettmann

Krefeld

Sprecher für Rechtspolitik
Keymis, Oliver Neuss

Heinsberg

Kleve

Mönchengladbach

Viersen

Wesel

Vizepräsident des Landtags, Sprecher für Kultur und Medien
Klocke, Arndt Köln

Aachen

Rhein-Erft

Düren

Stellv. Fraktionsvorsitzender, Sprecher für Verkehr, Bauen und Wohnen
Mostofizadeh, Mehrdad Essen

Bochum

Mülheim

Oberhausen

Bottrop

Duisburg

Parlamentarischer Geschäftsführer Sprecher für Arbeit, Gesundheit, Soziales und Kommunalpolitik
Paul, Josefine Münster

Hamm

Soest

Warendorf

Fraktionsvorsitzende, Sprecherin für Kinder, Jugend und Familie, Sprecherin für Frauen- und Queerpolitik, Sprecherin für Sportpolitik
Remmel, Johannes Siegen-Wittgenstein

Olpe

Hochsauerlandkreis

Märkischer Kreis

Sprecher für Europapolitik und Stadtentwicklung
Rüße, Norwich Steinfurt

Borken

Coesfeld

Unna

Sprecher für Landwirtschaft, Natur-, Umwelt-, Tier- und Verbraucherschutz
Schäffer, Verena Ennepe-Ruhr-Kreis

Hagen

Herne

Dortmund

Gelsenkirchen

Recklinghausen

Fraktionsvorsitzende, Sprecherin für Innenpolitik und Strategien gegen Rechtsextremismus

Sylvia Löhrmann hat ihr Mandat kurz nach der Landtagswahl am 14. Juli 2017 niedergelegt, für sie rückte Wibke Brems nach. Barbara Steffens ist im Mai 2018 ausgeschieden, auf sie folgte Stefan Engstfeld.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

16. Wahlperiode (2012 – 2017)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit 11,3 Prozent der Stimmen und 29 Abgeordneten war die Grüne Fraktion im Landtag Nordrhein-Westfalen die größte Grüne Fraktion seit dem Einzug im Jahr 1990. Die Koalition zwischen SPD und Grünen wurde als Mehrheitsregierung weitergeführt. Die drei Grünen Minister setzten ihre Tätigkeit in der Landesregierung fort: Sylvia Löhrmann als Ministerin für Schule und Weiterbildung, Barbara Steffens als Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter und Johannes Remmel als Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz. Am 28. November 2012 verabschiedet der Landtag Nordrhein-Westfalen das Haushaltsgesetz 2012, das in der vorherigen Wahlperiode Auslöser der vorzeitigen Auflösung des Landtags war.

Abgeordnete:

·      Abel, Martin-Sebastian (nachgerückt am 2. November 2012 für Sylvia Löhrmann)

·      Asch, Andrea

·      Baş, Ali (nachgerückt am 18. März 2013 für Barbara Steffens)

·      Becker, Horst

·      Beer, Sigrid

·      Beisheim, Birgit

·      Beu, Rolf

·      Bolte, Matthias

·      Brems, Wibke

·      Düker, Monika

·      Engstfeld, Stefan

·      Goldmann, Herbert Franz

·      Grochowiak-Schmieding, Manuela (nachgerückt am 2. November 2012 für Johannes Remmel)

·      Hanses, Dagmar

·      Keymis, Oliver

·      Klocke, Arndt

·      Krüger, Mario

·      Löhrmann, Sylvia (ausgeschieden am 31. Oktober 2012)

·      Maaßen, Martina

·      Markert, Hans Christian

·      Mostofizadeh, Mehrdad

·      Paul, Josefine

·      Priggen, Reiner

·      Remmel, Johannes (ausgeschieden am 31. Oktober 2012)

·      Rüße, Norwich

·      Schäffer, Verena

·      Schmitt-Promny, Karin (nachgerückt am 14. April 2015 für Daniela Schneckenburger)

·      Schneckenburger, Daniela (ausgeschieden am 13. April 2015)

·      Seidl, Ruth

·      Barbara Steffens (ausgeschieden am 15. März 2013)

·      Ünal, Arif

·      Velte, Jutta

·      Zentis, Gudrun

15. Wahlperiode (2010–2012)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit einem Wahlergebnis von 12,1 Prozent erzielen die Grünen bei der Landtagswahl 2010 ihr bisher bestes Wahlergebnis in NRW und zogen mit 23 Abgeordneten in den Landtag ein. SPD und Grüne bildeten eine Minderheitsregierung. Mit Sylvia Löhrmann als Ministerin für Schule und Weiterbildung, Barbara Steffens als Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter sowie Johannes Remmel als Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz stellten die Grünen zwei Ministerinnen und einen Minister im Kabinett. Nach gescheiterten Haushaltsberatungen endete die Wahlperiode vorzeitig am 14. März 2012 mit der Auflösung des Landtags.

Abgeordnete:

·      Asch, Andrea

·      Becker, Horst

·      Beer, Sigrid

·      Bolte, Matthias

·      Brems, Wibke

·      Düker, Monika

·      Engstfeld, Stefan

·      Hanses, Dagmar

·      Keymis, Oliver

·      Klocke, Arndt

·      Löhrmann, Sylvia (Ministerin für Schule und Weiterbildung, Stellv. Ministerpräsidentin)

·      Maaßen, Martina

·      Markert, Hans Christian

·      Mostofizadeh, Mehrdad

·      Paul, Josefine

·      Priggen, Reiner

·      Remmel, Johannes (Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz)

·      Rüße, Norwich

·      Schäffer, Verena

·      Schneckenburger, Daniela

·      Seidl, Ruth

·      Steffens, Barbara (Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter)

·      Ünal, Arif

13. Wahlperiode (2000–2005)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Landtagswahl am 14. Mai 2000 erzielten die Grünen 7,1 Prozent und zogen mit 17 Abgeordneten in den Landtag ein. Mit Bärbel Höhn als Ministerin für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und Michael Vesper als Minister für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport stellten sie weiterhin eine Ministerin und einen Minister im Kabinett.

Abgeordnete:

·      Düker, Monika

·      Eichenseher, Peter

·      Groth, Ewald

·      Haußmann, Sybille (nachgerückt am 25. Oktober 2000)

·      Herrmann, Brigitte

·      Höhn, Bärbel (ausgeschieden am 24. Oktober 2000)

·      Hürten, Marianne

·      Keymis, Oliver

·      Karsli, Jamal (nachgerückt am 25. Oktober 2000 ausgetreten 2002)

·      Koczy, Ute

·      Löhrmann, Sylvia

·      Müller, Edith

·      Priggen, Reiner

·      Remmel, Johannes

·      Rommelspacher, Thomas

·      Sagel, Rüdiger

·      Seidl, Ruth

·      Steffens, Barbara

·      Vesper, Michael (ausgeschieden am 24. Oktober 2000)

12. Wahlperiode (1995–2000)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit 10 Prozent verdoppelten die Grünen ihr Wahlergebnis in der 12. Wahlperiode. Die zweite Grüne Fraktion zog mit 24 Abgeordneten in den Landtag ein. Gemeinsam mit der SPD stellte die Grüne Fraktion erstmals die Regierung in NRW. Der erste Koalitionsvertrag wurde am 6. Juli 1995 unterschrieben. Bärbel Höhn wurde Ministerin für Umwelt, Raumordnung und Landwirtschaft. Das Ministerium für Bauen und Wohnen übernahm Michael Vesper.

Abgeordnete:

·      Appel, Roland

·      Bainski, Christiane

·      Bajohr, Stefan

·      Busch, Manfred (ausgeschieden am 28. Februar 1998)

·      Eichenseher, Peter

·      Fitzek, Ingrid

·      Groth, Ewald

·      Grüber, Katrin

·      Hammad, Hisham (ausgeschieden am 20. Oktober 1997)

·      Hansen, Fred (nachgerückt am 1. Februar 1999)

·      Hermann, Brigitte

·      Heymann-Reder, vorm. Reder, Dorothea (nachgerückt am 21. Oktober 1997, ausgeschieden am 28. September 1998)

·      Höhn, Bärbel (ausgeschieden am 2. Oktober 1995)

·      Hürten, Marianne

·      Karsli, Jamal (nachgerückt am 10. Oktober 1995)

·      Koczy, Ute

·      Kreutz, Daniel

·      Landsberg, Alexandra

·      Löhrmann, Sylvia (nachgerückt am 5. Oktober 1995)

·      Mackenthun, Silke

·      Mai, Gerhard (ausgeschieden am 2. Mai 1999)

·      Martsch, Siegfried

·      Michaelis, Rainer (nachgerückt am 4. Januar 1999)

·      Nacken, Gisela (ausgeschieden am 31. Januar 1999)

·      Paschke-Lehmann, Annette (nachgerückt am 29. September 1998, ausgeschieden am 31. Dezember 1998)

·      Petring, Jens

·      Remmel, Johannes

·      Sagel, Rüdiger (nachgerückt am 2. März 1998)

·      Schnelting-Hebeler, Ursula (nachgerückt am 3. Mai 1999)

·      Schumann, Brigitte

·      Tarner, Hedwig

·      Vesper, Michael (ausgeschieden am 9. Oktober 1995)

11. Wahlperiode (1990–1995)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bärbel Höhn (2013)

Die erste Grüne Fraktion zog am 13. Mai 1990 mit zwölf Abgeordneten in den Landtag Nordrhein-Westfalen ein. Bei der Landtagswahl erzielte sie 5 Prozent. Als symbolische Geste brachten die Grünen Parlamentarier zur ersten Plenarsitzung Blumen mit. Erste Fraktionsvorsitzende wurde Bärbel Höhn.

Abgeordnete:

·      Appel, Roland

·      Busch, Manfred

·      Grüber, Katrin

·      Höhn, Bärbel

·      Hürten, Marianne

·      Kreutz, Daniel

·      Mai, Gerhard

·      Martsch, Siegfried

·      Nacken, Gisela

·      Scheffler, Beate

·      Schumann, Brigitte

·      Vesper, Michael

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stefan Bajohr: Fünf Jahre und zwei Koalitionsverträge – Die Wandlung der Grünen in Nordrhein-Westfalen, ZParl 2001, S. 146ff. (PDF).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. www.gruene-nrw.de: Archiv (Memento des Originals vom 7. November 2010 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.gruene-nrw.de, abgerufen am 18. Mai 2010
  2. [1] Abgerufen am 17. November 2021.
  3. Grüne Historie. Abgerufen am 23. September 2021 (deutsch).
  4. a b Europawahl 2019 in NRW. Abgerufen am 22. September 2021.
  5. Kommunalwahl 2020. Abgerufen am 23. September 2021 (deutsch).
  6. Tobias Zacher: NRW-Grüne stellen Rekord-Liste für Berlin auf. Abgerufen am 10. April 2021.
  7. vorläufiges amtliches Endergebnis der Landtagswahl 2010 (Memento des Originals vom 13. Mai 2010 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.im.nrw.de, Innenministerium NRW
  8. Vorläufiges amtliches Ergebnis für Nordrhein-Westfalen 2012 (Memento des Originals vom 17. Dezember 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/alt.wahlergebnisse.nrw.de
  9. [2]
  10. [3]
  11. Vorläufiges amtliches Ergebnis für Nordrhein-Westfalen 2017
  12. [4]
  13. Kommunalwahlen 2014 in NRW. Abgerufen am 22. September 2021.
  14. Kommunalwahlen 2020 in NRW. Abgerufen am 22. September 2021.
  15. Bundestagswahl 2017 in NRW. Abgerufen am 22. September 2021.
  16. Europawahlen 2014 in NRW. Abgerufen am 22. September 2021.
  17. Grundsätzliches zu den Abgeordneten-Diäten in NRW. Abgerufen am 22. September 2021 (deutsch).
  18. Die Grüne Landtagsfraktion. Abgerufen am 23. September 2021 (deutsch).