Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen 2022

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2017Landtagswahl 2022nächste
vorläufiges Endergebnis, Wahlbeteiligung 55,5 %[1]
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Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2017
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+1,1
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Sitzverteilung
     
Insgesamt 195 Sitze

Die Wahl zum 18. Landtag des Landes Nordrhein-Westfalen fand am 15. Mai 2022 statt.[2]

Die regierende Koalition aus CDU und FDP verlor dabei ihre Mehrheit. Während die von Ministerpräsident Hendrik Wüst geführte CDU mit leichten Gewinnen erneut stärkste Partei wurde, halbierte sich das Ergebnis der FDP gegenüber 2017.

Die SPD erhielt mit 26,7 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis in Nordrhein-Westfalen seit 1947. Die Grünen hingegen erzielten mit 18,2 Prozent ihr bisher bestes Ergebnis. Das Resultat der Partei war knapp dreimal so hoch wie bei der Landtagswahl 2017. Die Grünen waren auch die einzige der größeren Parteien, die bei gesunkener Wahlbeteiligung an absoluten Stimmen dazugewann.

Die AfD verlor ebenfalls an Stimmen, schaffte aber knapp den Wiedereinzug in den Landtag. Die Linke verfehlte den Einzug klar.

Die Wahlbeteiligung lag auf einem historischen Tief von 55,5 %, fast zehn Prozentpunkte geringer als bei der Landtagswahl 2017.[1]

Wahlsystem[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der nordrhein-westfälische Landtag wird nach einem System der personalisierten Verhältniswahl mit geschlossenen Listen gewählt, das dem Bundestagswahlrecht ähnelt. Der Landtag hat mindestens 181 Abgeordnete, von denen 128 in Wahlkreisen direkt über die Erststimme gewählt werden. Die Sitze werden nach dem Sainte-Laguë-Verfahren proportional unter den Parteien verteilt, die mindestens 5 % der Zweitstimmen erreichen. Stehen einer Partei mehr Sitze zu, als sie Direktmandate gewinnt, erhält sie Sitze über die Landesliste. Überhangmandate werden durch Ausgleichsmandate ausgeglichen.

Im Februar 2021 beschloss der Landtag zahlreiche – überwiegend kleinere – Änderungen von Wahlkreisgrenzen. Im Ruhrgebiet fallen zwei Wahlkreise weg. Im Münsterland und im Rhein-Sieg-Kreis wurde jeweils ein neuer Wahlkreis gebildet. Maßgeblich für die Wahlkreiseinteilung sind nicht mehr die Bevölkerungszahlen, sondern die Zahlen der Wahlberechtigten.[3][4]

Landeslisten können nur von Parteien, Kreiswahlvorschläge auch von Wählergruppen und einzelnen Wahlberechtigten eingereicht werden. Die Wahlvorschläge sind spätestens am 59. Tag vor der Wahl bis 18 Uhr einzureichen.[5]

Ausgangslage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorherige Wahl 2017[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wahl zum Landtag 2017
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33,0
31,2
12,6
7,4
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3,5

Bei der Landtagswahl 2017 wurde die CDU nach deutlichen Stimmengewinnen stärkste Partei, knapp vor der SPD, die ihrerseits große Verluste hinnehmen musste. Die FDP legte an Stimmen zu und wurde drittstärkste Partei, gefolgt mit einigem Abstand von der erstmals angetretenen AfD. Die Grünen waren neben der SPD der zweite große Verlierer der Wahl. Die Linke verpasste den Einzug in den Landtag knapp mit 4,9 Prozent.

Die rot-grüne Koalition wurde abgewählt und verlor ihre parlamentarische Mehrheit. Nachdem auch die Linke nicht in den Landtag einziehen konnte, ergab sich im Landesparlament eine knappe Mehrheit von einem Sitz (100 zu 99) für ein schwarz-gelbes Bündnis. Am 13. Juni 2017 verkündeten CDU und FDP, ihre Koalitionsverhandlungen abgeschlossen zu haben. Der Koalitionsvertrag wurde am 26. Juni 2017 unterzeichnet.[6]

Wahlperiode seit 2017[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 27. Juni 2017 wurde Armin Laschet mit 100 Stimmen im Landtag zum Ministerpräsidenten gewählt. Am 30. Juni wurden die Minister seines Kabinetts ernannt und vereidigt. Laschet erlangte als Kanzlerkandidat der Union bei der Bundestagswahl 2021 ein Bundestagsmandat und legte daher sein Amt als NRW-Ministerpräsident am 25. Oktober 2021 nieder.[7]

Am 27. Oktober 2021 wurde Hendrik Wüst als Nachfolger Laschets zum Ministerpräsidenten gewählt. Die schwarz-gelbe Koalition wurde fortgesetzt. Die Minister der neuen Regierung sind mit Ausnahme der Nachfolgerin von Wüst im Verkehrsministerium dieselben wie zuvor.

Beim Hochwasser im Juli 2021 war Nordrhein-Westfalen mit 49 Todesopfern das am zweitschwersten betroffene deutsche Bundesland. Für viel Kritik sorgte das Verhalten mehrerer CDU-Minister, die nur wenige Tage nach der Katastrophe nach Mallorca flogen und dort einen Geburtstag feierten.[8] In der Folge kam es im April 2022 zum Rücktritt der Umweltministerin Ursula Heinen-Esser.[9]

Fraktionen im Landtag in der Wahlperiode 2017–2022
Liste der Mitglieder des Landtages Nordrhein-Westfalen (17. Wahlperiode)
Kurzbe-
zeichnung
Sitze 2017–2022
Christlich Demokratische Union Deutschlands CDU 72
Sozialdemokratische Partei Deutschlands SPD 69
Freie Demokratische Partei FDP 28
Bündnis 90/Die Grünen GRÜNE 14
Alternative für Deutschland AfD 16/13
Fraktionslose 0/3

Parteien und Kandidaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Parteien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nur Parteien können mit Landeslisten kandidieren. Kreiswahlvorschläge können auch von Wählergruppen und einzelnen Wahlberechtigten eingereicht werden. Bis zum 17. März 2022 (59 Tage vor der Wahl) mussten Landeslisten beim Landeswahlleiter und Kreiswahlvorschläge beim zuständigen Kreiswahlleiter eingereicht werden.[10]

Mit einer Landesliste sind normalerweise 1000 und mit einem Kreiswahlvorschlag 100 Unterstützungsunterschriften einzureichen. Durch Gesetz vom 1. Februar 2022 wurden diese Hürden ausnahmsweise auf 500 beziehungsweise 50 Unterschriften halbiert.[11] Parteien, die bundesweit in keinem Landesparlament vertreten sind, müssen zudem ihre Parteieigenschaft nachweisen. Parteien, die im Landtag vertreten sind oder im Bundestag aufgrund eines Wahlvorschlags aus Nordrhein-Westfalen vertreten sind, benötigen keine Unterstützungsunterschriften.

Am 29. März 2022 ließ der Landeswahlausschuss die Landeslisten von 29 Parteien zu. Sie erscheinen in dieser Reihenfolge auf den Stimmzetteln:[12][13]

Partei Kurzbezeichnung Bewerber auf Platz 1
der Landesliste
(„Spitzenkandidat“)
Wahl-
kreisbe-
werber
Bewerber
auf der
Landesliste
Christlich Demokratische Union Deutschlands CDU Hendrik Wüst 128 134
Sozialdemokratische Partei Deutschlands SPD Thomas Kutschaty 128 129
Freie Demokratische Partei FDP Joachim Stamp 128 118
Alternative für Deutschland AfD Markus Wagner 119 23
Bündnis 90/Die Grünen GRÜNE Mona Neubaur 128 90
Die Linke DIE LINKE Carolin Butterwegge 124 30
Piratenpartei Deutschland PIRATEN Alessa Flohe 7 15
Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative Die PARTEI Judith Röder 75 40
Freie Wähler FREIE WÄHLER Sara Buschner 37 30
Bündnis für Innovation und Gerechtigkeit BIG Cemille Acar-Gökce 12
Ökologisch-Demokratische Partei ÖDP Rita Nowak 12
Ab jetzt … Demokratie durch Volksabstimmung – Politik für die Menschen Volksabstimmung Helmut Fleck 4 6
Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands MLPD Gabriele Fechtner 28 19
Die Violetten – für spirituelle Politik DIE VIOLETTEN Marion Schmitz 2 8
Partei für Gesundheitsforschung Gesundheitsforschung Tim Tielkes 5
Deutsche Zentrumspartei ZENTRUM Christian Otte 4 11
Deutsche Kommunistische Partei DKP Heike Warschun 14 17
Basisdemokratische Partei Deutschland die Basis Martin Schwab 82 30
Deutsche Sport Partei DSP Michael Möller 8
Die Urbane. Eine HipHop Partei du. Yvonne Müller 1 3
Europäische Partei Liebe Liebe Helene Susojev 3 10
Familien-Partei Deutschlands FAMILIE Ralf Piekenbrock 2 29
neo. Wohlstand für alle neo Jörg Gastmann 12
Partei der Humanisten Die Humanisten Leonard Niesik 1 12
Partei des Fortschritts PdF Lukas Sieper 6
Lobbyisten für Kinder LfK Nele Flüchter 7
Partei Mensch Umwelt Tierschutz Tierschutzpartei Michael Siethoff 8 14
Team Todenhöfer Team Todenhöfer Hans-Joachim Koos 12 11
Volt Deutschland Volt Gina Nießer 52 29

Außerdem traten in den Wahlkreisen 17 Einzelbewerber und sieben Bewerber von Parteien ohne Landesliste an. Insgesamt kandidierten 1111 Bewerber über Kreiswahlvorschläge und 870 Bewerber auf Landeslisten.[13]

Kandidaten

Spitzenkandidaten / Listenführende der im Landtag vertretenen Parteien
CDU logo.svg Flag of the Social Democratic Party of Germany.svg Logo der Freien Demokraten (gelbes).svg Alternative-fuer-Deutschland-Logo-2013.svg Bündnis 90 - Die Grünen Logo.svg
Eröffnung ICE-Instandhaltungswerk Köln-Nippes-9251 (cropped).jpg
Kutschaty, Thomas-1.jpg Stamp, Joachim-1.jpg Markus Wagner, Spitzenkandidat 2.jpg Mona Neubaur, Landesvorsitzende der Grünen NRW.jpg
Hendrik Wüst Thomas Kutschaty Joachim Stamp Markus Wagner Mona Neubaur

Umfragen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonntagsfrage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Letzte Umfragen vor der Wahl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Institut Datum CDU SPD FDP AfD Grüne Linke Sonst.
Landtagswahl 2022 15.05.2022 35,7 % 26,7 % 5,9 % 5,4 % 18,2 % 2,1 % 6,1 %
YouGov[14] 12.05.2022 31 % 28 % 10 % 7 % 15 % 4 % 5 %
Forschungsgruppe Wahlen[14] 12.05.2022 32 % 29 % 6 % 7 % 17 % 3 % 6 %
INSA[14] 12.05.2022 32 % 28 % 8 % 7 % 16 % 3 % 6 %
INSA[14] 10.05.2022 31 % 29 % 8 % 7 % 16 % 3 % 6 %
Forschungsgruppe Wahlen[14] 06.05.2022 30 % 28 % 7 % 7 % 18 % 3 % 7 %
Infratest dimap[14] 05.05.2022 30 % 28 % 8 % 8 % 16 % 3 % 7 %
Forsa[14] 04.05.2022 32 % 28 % 7 % 6 % 17 % 3 % 7 %
Landtagswahl 2017 14.05.2017 33 % 31,2 % 12,6 % 7,4 % 6,4 % 4,9 % 4,5 %

Ältere Umfragen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2017 – April 2022
Institut Datum CDU SPD FDP AfD Grüne Linke Sonst.
Infratest dimap[14] 24.04.2022 31 % 30 % 8 % 7 % 16 % 3 % 5 %
INSA[14] 17.04.2022 29 % 31 % 10 % 7 % 14 % 4 % 5 %
Forsa[14] 13.04.2022 30 % 30 % 8 % 6 % 18 % 2 % 6 %
INSA[14] 05.04.2022 28 % 30 % 10 % 7 % 15 % 4 % 6 %
Infratest dimap[14] 03.04.2022 31 % 30 % 8 % 7 % 15 % 4 % 5 %
Forsa[14] 16.03.2022 32 % 27 % 8 % 6 % 17 % 3 % 7 %
INSA[14] 20.02.2022 27 % 29 % 12 % 8 % 14 % 4 % 6 %
Forsa[14] 09.02.2022 29 % 27 % 9 % 7 % 18 % 4 % 6 %
INSA[14] 03.02.2022 26 % 28 % 12 % 8 % 14 % 4 % 8 %
Infratest dimap[14] 30.01.2022 28 % 28 % 10 % 8 % 17 % 3 % 6 %
Forsa[14] 15.12.2021 27 % 27 % 12 % 7 % 17 % 4 % 7 %
Infratest dimap[14] 24.10.2021 22 % 31 % 13 % 7 % 17 % 3 % 7 %
INSA[14] 12.10.2021 20 % 33 % 15 % 8 % 13 % 4 % 5 %
Forsa[14] 19.05.2021 25 % 19 % 12 % 7 % 26 % 4 % 7 %
INSA[14] 11.05.2021 25 % 20 % 11 % 9 % 26 % 4,5 % 4,5 %
Infratest dimap[14] 11.04.2021 28 % 18 % 11 % 8 % 26 % 3 % 6 %
Infratest dimap[14] 31.01.2021 37 % 17 % 8 % 6 % 24 % 3 % 5 %
INSA[14] 30.10.2020 33 % 23 % 8 % 8 % 19 % 5 % 4 %
Infratest dimap[14] 02.09.2020 34 % 21 % 7 % 7 % 22 % 4 % 5 %
Infratest dimap[14] 14.06.2020 37 % 20 % 7 % 7 % 20 % 4 % 5 %
Infratest dimap[14] 19.04.2020 40 % 19 % 7 % 6 % 20 % 4 % 4 %
Forsa[14] 10.04.2020 39 % 20 % 8 % 6 % 15 % 6 % 6 %
Infratest dimap[14] 03.11.2019 32 % 20 % 8 % 7 % 23 % 6 % 4 %
Mentefactum[14] 02.11.2019 31 % 20 % 10 % 10 % 21 % 5 % 4 %
Forsa[14] 17.08.2019 29 % 18 % 11 % 7 % 24 % 5 % 6 %
Infratest dimap[14] 24.02.2019 30 % 23 % 12 % 9 % 17 % 6 % 3 %
Mentefactum[14] 25.11.2018 28 % 19 % 11 % 11 % 19 % 8 % 5 %
Infratest dimap[14] 07.10.2018 28 % 21 % 11 % 12 % 17 % 8 % 3 %
YouGov[14] 19.09.2018 31 % 24 % 10 % 13 % 10 % 7 % 5 %
Infratest dimap[14] 13.05.2018 35 % 22 % 9 % 12 % 12 % 7 % 3 %
Forsa[14] 25.02.2018 34 % 24 % 12 % 7 % 10 % 7 % 6 %
Infratest dimap[14] 14.01.2018 34 % 28 % 10 % 9 % 9 % 7 % 3 %
YouGov[14] 12.09.2017 35 % 30 % 9 % 9 % 6 % 8 % 3 %
Infratest dimap[14] 03.09.2017 33 % 30 % 13 % 8 % 6 % 6 % 4 %
Landtagswahl 2017 14.05.2017 33 % 31,2 % 12,6 % 7,4 % 6,4 % 4,9 % 4,5 %

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Umfragewerte auf monatliche Umfrageergebnisse gemittelt, von der Wahl 2017 bis zur Wahl 2022

Umfragen zur Bewertung von Koalitionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Institut Datum Bewertung SPD
Grüne
SPD
Grüne
FDP
CDU
Grüne
CDU
FDP
CDU
Grüne
FDP
CDU
SPD
SPD
Grüne
Linke
Forschungsgruppe Wahlen[15] 06.05.2022 „gut“ 48 % 36 % 35 % 29 % 26 %
„schlecht“ 36 % 44 % 43 % 45 % 50 %
Infratest dimap[16] 05.05.2022 „gut“ 41 % 31 % 28 % 35 % 28 % 26 % 18 %
„schlecht“ 54 % 63 % 66 % 58 % 65 % 68 % 76 %
Infratest dimap[17] 24.04.2022 „gut“ 41 % 30 % 28 % 33 % 26 % 31 %
„schlecht“ 54 % 65 % 65 % 61 % 68 % 64 %

Direktwahl Ministerpräsident[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Institut Datum
Eröffnung ICE-Instandhaltungswerk Köln-Nippes-9251 (cropped).jpg
Hendrik Wüst (CDU)
Kutschaty, Thomas-1.jpg Thomas Kutschaty (SPD)
YouGov[18] 12.05.2022 22 % 14 %
Forschungsgruppe Wahlen[19] 12.05.2022 40 % 35 %
INSA[20] 12.05.2022 28 % 25 %
INSA[21] 10.05.2022 29 % 23 %
Forschungsgruppe Wahlen[22] 06.05.2022 39 % 31 %
Infratest dimap[23] 05.05.2022 39 % 33 %
Forsa[24] 04.05.2022 35 % 27 %
Ältere Umfragen
Institut Datum
Eröffnung ICE-Instandhaltungswerk Köln-Nippes-9251 (cropped).jpg
Hendrik Wüst (CDU)
Kutschaty, Thomas-1.jpg Thomas Kutschaty (SPD)
Infratest dimap[25] 24.04.2022 41 % 32 %
INSA[26] 17.04.2022 28 % 20 %
Forsa[27] 13.04.2022 41 % 34 %
Infratest dimap[28] 03.04.2022 40 % 27 %
Forsa[29] 16.03.2022 37 % 21 %
Forsa[30] 09.02.2022 29 % 16 %
Infratest dimap[31] 30.01.2022 43 % 21 %
Forsa[32] 15.12.2021 24 % 12 %
Infratest dimap[33] 24.10.2021 31 % 25 %

Ergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gesamtergebnis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wahlbeteiligung betrug 55,5 Prozent, 0,8 Prozent der abgegebenen Zweitstimmen waren ungültig. Durch die Fünf-Prozent-Hürde sind 8,1 Prozent der Zweitstimmen nicht im Landtag berücksichtigt.[34] Die CDU erreichte mehr Direktmandate (76) als ihr nach dem reinen Zweitstimmenergebnis unter Zugrundelegung der Sollgröße des Landtages (181 Abgeordnete) zustünden, sodass es zu sechs Überhangmandaten für die CDU und dadurch auch zu acht Ausgleichsmandaten für andere Parteien kam (SPD vier, Grüne drei, AfD eins).[35] Somit gehören dem 18. Nordrhein-Westfälischen Landtag 195 Abgeordnete an.

Vorläufiges Ergebnis der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen 2022Anm.
Partei Erststimmen Zweitstimmen Mandate
Anzahl % ± Direkt-
mandate
Anzahl % ± Gesamt +/−
CDU 2.607.763 36,6 –1,7 76 2.552.337 35,7 +2,8 76 +4
SPD 2.092.815 29,4 –5,1 45 1.905.033 26,7 –4,6 56 –13
Grüne 1.269.484 17,8 +11,8 7 1.299.580 18,2 +11,8 39 +25
FDP 390.084 5,5 –3,1 418.448 5,9 –6,7 12 –16
AfD 368.314 5,2 –0,2 388.893 5,4 –1,9 12 –4
Die Linke 162.075 2,3 –2,6 146.611 2,1 –2,8
Die PARTEI 82.678 1,2 +0,9 75.857 1,1 +0,4
Tierschutzpartei 7.486 0,1 +0,1 75.763 1,1 +1,1
dieBasis 55.243 0,8 neu 59.937 0,8 neu
Freie Wähler 34.894 0,5 +0,4 49.957 0,7 +0,3
Volt 27.764 0,4 neu 45.072 0,6 neu
Piraten 4.497 0,1 –1,3 19.385 0,3 –0,7
Team Todenhöfer 3.523 0,0 neu 14.817 0,2 neu
FAMILIE 1.460 0,0 neu 14.688 0,2 neu
ÖDP 9.655 0,1 –0,1
LIEBE 738 0,0 neu 8.233 0,1 neu
Die Humanisten 279 0,0 neu 8.208 0,1 neu
Gesundheitsforschung 6.841 0,1 ±0,0
LfK 6.376 0,1 neu
PdF 6.163 0,1 neu
Volksabstimmung 1.033 0,0 ±0,0 5.613 0,1 ±0,0
BIG 4.232 0,1 –0,1
du. 399 0,0 neu 5.209 0,1 neu
ZENTRUM 1.072 0,0 ±0,0 4.163 0,1 +0,1
DSP 3.852 0,1 neu
MLPD 3.563 0,0 ±0,0 3.346 0,0 –0,1
DKP 1.679 0,0 ±0,0 3.117 0,0 ±0,0
DIE VIOLETTEN 631 0,0 ±0,0 3.002 0,0 –0,1
neo 2.220 0,0 neu
Bündnis C 473 0,0 neu
UNABHÄNGIGE 389 0,0 neu
LD 185 0,0 ±0,0
MENSCHLICHE WELT 156 0,0 neu
ÖkoLinX 134 0,0 neu
MSP 85 0,0 neu
Einzelbewerber 11.437 0,2 +0,1
Sonstige –0,1 –1,9
Gesamt
Wahlberechtigte 12.964.754 12.964.754
Anm. Reihenfolge gemäß
Ergebnis an Zweitstimmen
sowie ggf. an Erststimmen
(abweichend vom Original)
Wähler 7.201.210 55,5 –9,7 7.201.210 55,5 –9,7
Ungültige Stimmen 70.877 1,0 –0,4 54.622 0,8 –0,2
Gültige Stimmen 7.130.333 99,0 +0,4 7.146.588 99,2 +0,2

Höchst- und Niedrigstwerte der Parteien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hochburgen der Parteien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die fünf Wahlkreise in denen die jeweilige Partei die höchsten Stimmenanteile (Zweitstimme) erzielte:
Wahlkreis CDU
Borken II 53,8 %
Olpe 52,6 %
Paderborn I 52,0 %
Coesfeld I - Borken III 51,8 %
Borken I 51,0 %
Wahlkreis SPD
Unna III – Hamm II 39,7 %
Essen I 39,6 %
Herne I 39,4 %
Gelsenkirchen I – Recklinghausen V 37,6 %
Duisburg III 37,6 %
Wahlkreis Grüne
Köln III 39,3 %
Köln VI 34,9 %
Köln II 33,9 %
Aachen I 33,6 %
Köln I 32,3 %
Wahlkreis FDP
Düsseldorf I 9,7 %
Düsseldorf III 8,5 %
Rhein-Kreis Neuss III 8,3 %
Köln II 8,1 %
Bonn II 7,8 %
Wahlkreis AfD
Gelsenkirchen II 10,7 %
Duisburg III 10,1 %
Oberbergischer Kreis II 09,2 %
Gelsenkirchen I – Recklinghausen V 09,2 %
Lippe I 08,2 %
Wahlkreis Linke
Bielefeld I 5,7 %
Köln VI 5,3 %
Köln III 5,0 %
Köln VII 4,1 %
Wuppertal II 3,7 %

Niedrigste Ergebnisse der Parteien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die fünf Wahlkreise in denen die jeweilige Partei die niedrigsten Stimmenanteile (Zweitstimme) erzielte:
Wahlkreis CDU
Köln III 16,2 %
Köln VI 18,2 %
Bielefeld I 20,4 %
Dortmund I 20,9 %
Dortmund II 23,1 %
Wahlkreis SPD
Paderborn I 17,7 %
Paderborn II 18,2 %
Köln II 18,4 %
Gütersloh III 18,9 %
Coesfeld I - Borken III 19,1 %
Wahlkreis Grüne
Hochsauerlandkreis II 10,1 %
Olpe 10,2 %
Siegen-Wittgenstein II 11,2 %
Gelsenkirchen II 11,6 %
Höxter 11,7 %
Wahlkreis FDP
Essen I 3,9 %
Oberhausen I 4,0 %
Duisburg III 4,1 %
Gelsenkirchen II 4,1 %
Essen II 4,3 %
Wahlkreis AfD
Münster III - Coesfeld III 2,1 %
Köln II 2,1 %
Münster I - Steinfurt IV 2,3 %
Münster II 2,4 %
Aachen I 2,6 %
Wahlkreis Linke
Coesfeld I - Borken III 1,0 %
Hochsauerlandkreis I 1,1 %
Hochsauerlandkreis II 1,1 %
Rhein-Kreis Neuss III 1,1 %
Olpe 1,1 %

Absolute Stimmen im Vergleich zur Wahl 2017[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mit Ausnahme der Grünen verloren alle im Landtag vertretenen Parteien an absoluten Stimmen. Bei den Klein- und Kleinstparteien konnten fünf ihre absolute Stimmenanzahl vergrößern.
Partei Zweitstimmen
2017 2022
Parteien im Landtag
Grüne 539.062 1.269.484 +135,5
CDU 2.796.683 2.552.337 –8,7
SPD 2.649.205 2.092.815 –21,0
AfD 626.756 368.314 –41,2
FDP 1.065.307 390.084 –63,4
Außerparlamentarische Parteien
Freie Wähler 33.083 49.957 +51,0
Die PARTEI 54.990 75.875 +38,0
ZENTRUM 3.336 4.163 +24,8
Gesundheitsforschung 5.964 6.841 +14,7
DKP 2.899 3.117 +7,5
ÖDP 13.288 9.655 –27,3
Volksabstimmung 8.386 5.613 –33,1
MLPD 7.707 3.346 –56,6
DIE VIOLETTEN 7.171 3.002 –58,1
Die Linke 415.936 162.075 –61,0
BIG 17.421 4.232 –75,7
Piraten 80.780 19.385 –76,0

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: 2022 state elections in North Rhine-Westphalia – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Vorläufiges Ergebnis für: Nordrhein-Westfalen. Der Landeswahlleiter des Landes Nordrhein-Westfalen, 15. Mai 2022, abgerufen am 16. Mai 2022.
  2. Termin für Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen steht fest. In: land.nrw. Ministerium des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen, 11. Mai 2021, abgerufen am 11. Mai 2021.
  3. Gesetzentwurf, Drucksache 17/11681 (PDF; 442 KB)
  4. Gesetz- und Verordnungsblatt vom 19. Februar 2021 (PDF; 8,6 MB)
  5. § 17a Abs. 1 und § 19 Abs. 1 Landeswahlgesetz.
  6. Alles klar bei CDU und FDP: Der Koalitionsvertrag für NRW steht. In: rp-online.de. 14. Juni 2017, abgerufen am 12. April 2022.
  7. Laschet legt Amt als NRW-Ministerpräsident nieder. In: wdr.de. 25. Oktober 2021, abgerufen am 10. Mai 2022.
  8. Ursula Heinen-Esser: NRW-Minister feierten nach Hochwasserkatastrophe auf Mallorca. In: zeit.de. 7. April 2022, abgerufen am 12. April 2022.
  9. Nordrhein-Westfalen: Umweltministerin Heinen-Esser tritt wegen Mallorca-Affäre zurück. In: zeit.de. 7. April 2022, abgerufen am 12. April 2022.
  10. Landtagswahl am 15. Mai 2022: 35 Landeslisten fristgerecht eingereicht. Ministerium des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen, 28. März 2022, abgerufen am 5. Mai 2022.
  11. GV. NRW 2022, S. 100.
  12. Landeswahlleiter: Zugelassene Landeslisten (PDF; 71 KB)
  13. a b Landeswahlleiter: Bewerberverzeichnis (PDF; 5,8 MB).
  14. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z aa ab ac ad ae af ag ah ai aj ak al am an ao Übersicht der Wahlumfragen zur Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen, wahlrecht.de, abgerufen am 16. Mai 2022.
  15. Politbarometer NRW: Knapper Vorsprung der CDU - Bewertung von Koalitionsmodellen, zdf.de.
  16. Nordrhein-WestfalenTREND Mai 2022: Koalitionsbewertungen, infratest-dimap.de.
  17. Nordrhein-WestfalenTREND April II 2022: Koalitionsbewertungen, infratest-dimap.de.
  18. Landtagswahl in NRW: CDU liegt bei Sonntagsfrage knapp vorn, yougov.de.
  19. Wahl in NRW: CDU weiter vor SPD, zdf.de.
  20. Der große Zweikampf, bild.de.
  21. CDU zieht an der SPD vorbei!, bild.de.
  22. Politbarometer NRW: Knapper Vorsprung der CDU, zdf.de.
  23. Nordrhein-WestfalenTREND Mai 2022: Direktwahl Ministerpräsident, infratest-dimap.de.
  24. Forsa: CDU in NRW vier Prozentpunkte vor SPD, oldenburger-onlinezeitung.de.
  25. Umfrage zur Landtagswahl 2022 in NRW: Diese Koalitionen wären möglich, wa.de.
  26. NRW-Trend: CDU und SPD weiter Kopf an Kopf, report-k.de.
  27. SPD zieht fünf Wochen vor Landtagswahl mit CDU gleich, rp-online.de.
  28. NRW-Trend: CDU und SPD weiter Kopf an Kopf, wdr.de.
  29. Zwei Drittel der Menschen haben Kriegsangst - Thomas Kutschaty hinter Amtsinhaber Wüst, ksta.de.
  30. „NRW-Check“ ergibt: Mehr Vertrauen in Reul als in Wüst, wz.de.
  31. NRW-Trend: CDU zieht mit SPD gleich - Wüst vor Kutschaty, wdr.de.
  32. NRW-Umfrage: Wenig Zustimmung für Politik und Kandidaten, zeit.de.
  33. NRW-Trend: SPD auch in NRW stärkste Kraft - Wüst bei Direktwahl knapp vor Herausforderer Kutschaty, wdr.de.
  34. Landtagswahl in NRW. In: wahlergebnisse.nrw. Der Landeswahlleiter des Landes Nordrhein-Westfalen, abgerufen am 16. Mai 2022.
  35. Vorläufiges amtliches Wahlergebnis. Ministerium des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen, abgerufen am 16. Mai 2022.