Sabine Bohlmann

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Sabine Bohlmann (2016)

Sabine Bohlmann (* 5. März 1969 in München) ist eine deutsche Filmschauspielerin, Synchronsprecherin und Buchautorin.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sabine Bohlmann synchronisiert seit 1984 eine Vielzahl von Filmen fürs Kinderfernsehen. In den 1990er Jahren war sie in vielen Zeichentrickserien – zumindest als Gastsprecherin − zu hören. Aufgrund ihrer sehr hohen Stimme kommt sie auch hin und wieder bei der Synchronisation von Mädchen/Kindern zum Einsatz, hauptsächlich in Serien, ohne dabei auf bestimmte Schauspielerinnen festgelegt zu sein.

Sie synchronisierte von Anfang an Lisa Simpson in der Zeichentrickserie Die Simpsons und auch im gleichnamigen Kinofilm Die Simpsons – Der Film. Auf die Frage, wie lange sie Lisa noch sprechen wolle, antwortete sie, solange ihre Stimme noch als die eines 8-jährigen Mädchens durchgehe.

In der Animeserie Sailor Moon sprach sie für die ersten 46 Folgen Usagi „Bunny“ Tsukino / Sailor Moon, in der vierten Staffel ParaPara vom Amazonen-Quartett sowie die Katze Diana und weitere kleine Nebenrollen. Für die Neuauflage dieser Serie, Sailor Moon Crystal, wurde sie 2015 ein weiteres Mal als deutsche Stimme für Usagi Tsukino / Sailor Moon verpflichtet. Einem weiten Publikum bekannt ist sie zudem als deutsche Stimme von Kenny McCormick in South Park, in dieser Serie spricht sie auch noch Ike Broflovski sowie vereinzelt andere kleine Nebenrollen. In dem Anime Georgie sprach sie die Hauptrolle und in Disneys Gummibärenbande Cubbi Gummi. In der Zeichentrickserie Super Mario Bros. Super Show! lieh sie Prinzessin Toadstool ihre Stimme. 1999 synchronisierte sie das Rosa Bärchen in Käpt’n Blaubär. Außerdem sprach sie Cream the Rabbit in Sonic X im Jahr 2003.[1] In dem Anime Monster Rancher übernahm sie die Synchronisation der Holly, einem 15-jährigen Mädchen.

Bohlmann übernahm die Synchronisation des Pokémon Pikachu in der ersten Staffel der Serie Pokémon; nach den ersten 52 Folgen wurde dafür jedoch die japanische Original-Synchronsprecherin verwendet. In der Animeserie One Piece übernahm sie auch die Synchronisation mehrerer Rollen, unter anderem Aissa, Odama, Rika und Kamy.

In der australischen Sitcom Hey Dad! synchronisierte sie Sarah Monahan. In den Harry Potter-Filmen synchronisiert sie die Maulende Myrte, für diese Rolle bekam sie 2006 Die Silhouette als beste Sprecherin in einem Film.[2] Sie synchronisierte ebenfalls Ivyann Schwan als Trixie Young in Ein Satansbraten kommt selten allein. Der französischen Schauspielerin Vanessa Paradis lieh sie in drei Filmen ihre Stimme.

Des Weiteren trat sie in der deutschen Seifenoper Marienhof als Jenny Busch jahrelang auch vor der Filmkamera in Erscheinung. Weitere Auftritte in Fernsehserien fanden in Unser Charly, Mit Leib und Seele, Happy Holiday und anderen statt.

Seit einigen Jahren ist sie auch als Autorin tätig. Im Moment sind vier Ratgeber im VGS-Verlag und zwei Kinderbücher im Baumhaus-Verlag erschienen.

Zusammen mit der Jazz-Saxophonistin Carolyn Breuer hat sie eine Kinderjazz-CD mit dem Titel Der kleine Erdbär produziert. Dieses Jazzical wurde von 2007 bis 2011 als Kinderkonzert aufgeführt.

2014 übernahm sie die Hauptrolle der Alraune in dem gleichnamigen Grusel-Hörspiel, das Titania Medien nach einer Vorlage von Hanns Heinz Ewers inszeniert hat.[3]

Bohlmann ist seit 1993 verheiratet und hat zwei Kinder. Ihre Tochter Paulina ist ebenfalls als Schauspielerin und Synchronsprecherin aktiv.

Synchronisation (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Videospiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2004: Samurai Warriors als Oichi und Okuni
  • 2012: Borderlands 2 als Tiny Tina

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Charaktere (Memento vom 18. April 2009 im Internet Archive) auf Spindash.de (abgerufen am 23. Juni 2010)
  2. Die Gewinner der Silhouette 2006. Website die-silhouette.de, abgerufen am 29. April 2013.
  3. Kurzkritik zum Hörspiel Alraune PopshotOverBlog, veröffentlicht am 9. Mai 2014, abgerufen am 13. Mai 2014.