Sanft schläft der Tod

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Filmdaten
OriginaltitelSanft schläft der Tod
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr2016
Länge130 Minuten
Stab
RegieMarco Kreuzpaintner
DrehbuchHolger Karsten Schmidt
ProduktionHans-Hinrich Koch
MusikTim Stanzel, Moritz Denis, Eike Hosenfeld
KameraPeter Joachim Krause
SchnittClaus Wehlisch
Besetzung

Sanft schläft der Tod ist ein deutscher Fernseh-Psychothriller aus dem Jahr 2016. Erstausstrahlung war am 7. Oktober 2017 im Ersten.[1]

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film handelt von der Entführung der beiden Kinder des Ehepaares Anja und Frank Wendt während eines Segelausflugs auf Rügen, bei deren Aufklärung Franks Vater Herbert Winter, zu dem Frank wegen dessen Stasi-Vergangenheit den Kontakt abgebrochen hatte, hilft, da er glaubt die Entführung sei Teil einer Serie, die bis in DDR-Zeiten zurückgehe.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film erntete in der Presse überwiegend positive Kritiken.

„‚Sanft schläft der Tod‘ ist ein Thriller, dessen raffiniertes Buch durch die Regie, die luzide Kameraarbeit von Peter Joachim Krause und die Schauspielerinnen (besonders Marleen Lohse und Christina Große) und Schauspieler atmosphärisch noch gewinnt. Eltern könnten danach in Versuchung kommen, die ganze Nacht am Bett ihrer Kinder zu sitzen und ihnen beim Atmen zuzusehen.“

FAZ[2]

„Der Film [...] will nicht mehr als eine spannende, wendungsreiche Geschichte erzählen – das aber nach allen Regeln der Genrekunst. Dabei orientiert sich der Autor am klassischen Hollywoodkino, an Hitchcock und Hawks, spielt mit dem Mehrwissen des Zuschauers, wälzt keine großen Themen – und die Schauspieler danken es ihm und dem Regisseur, allen voran Marleen Lohse, mit punktgenauen Emotionen und starker Physis.“

Rainer Tittelbach [3]

Für Stefan Fischer von der Süddeutschen Zeitung geht der Film etwas hölzern los, steigere sich dann aber im zweiten und dann noch einmal im letzten Teil, wo sich der Film wirkungsvoll auf einen hoch emotionalen, abgrundtiefen Antagonismus zweier Figuren konzentriere.[4]

Heike Kunert bemängelt in der ZEIT die Verworrenheit der ihrer Meinung nach überfrachteten Handlung, die jedoch ein grandioser Matthias Brandt in der Rolle des psychisch kranken Entführers Bernd Peters durch seine schauspielerische Leistung entwirre.[5]

Einschaltquoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

6,09 Millionen Zuschauer sahen den Film am Samstagabend zur besten Sendezeit, was einem Marktanteil von 20,8 Prozent entsprach.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ndF: neue deutsche Filmgesellschaft - Sanft schläft der Tod. In: neue deutsche Filmgesellschaft. (ndf.de [abgerufen am 10. Oktober 2017]).
  2. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH: TV-Film „Sanft schläft der Tod“: Er treibt sein finsteres Spiel mit dem Herzen der Familie. 7. Oktober 2017, abgerufen am 10. Oktober 2017.
  3. Sanft schläft der Tod – Kritik zum Film bei Tittelbach.tv. Abgerufen am 10. Oktober 2017.
  4. Stefan Fischer: Duell der Schmerzensmänner. In: sueddeutsche.de. 2017, ISSN 0174-4917 (sueddeutsche.de [abgerufen am 10. Oktober 2017]).
  5. Heike Kunert: "Sanft schläft der Tod": Ein somnambuler Teufel. In: Die Zeit. 7. Oktober 2017, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 10. Oktober 2017]).
  6. Über sechs Millionen Zuschauer: «Sanft schläft der Tod» hängt Nena klar ab. In: Quotenmeter. 8. Oktober 2017 (quotenmeter.de [abgerufen am 10. Oktober 2017]).